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Nutze Deinen Italienischkurs, um Land & Leute in Italien kennenzulernen

Von Florence, veröffentlicht am 06/10/2018 Blog > Sprachen > Italienisch > Italienische Kultur: Wie kann ich mit Privatunterricht meine Kenntnisse verbessern?

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, Italienisch zu können?

Auf der anderen Seite der Alpen wartet eine der faszinierendsten Kulturen des europäischen Kontinents auf uns.

Auch wenn Du selbst vielleicht nicht nach Italien fahren kannst, gibt es doch noch die Möglichkeit, in Gedanken zu reisen, in dem Du maßgeschneiderten Italienisch Privatunterricht nimmst.

Ein kompetenter Privatlehrer, ob es sich nun um seine Muttersprache handelt oder nicht, wird Dir dieses außergewöhnliche Land mit seinen vielen Schätzen näher bringen können und Dir dabei auch noch die Sprache beibringen.

Kultur und Sprache sind eng miteinander verknüpft

Warum und wie die lingua italiana lernen?

Italienisch ist eine lateinische Sprache, die uns durch ihre Melodie verzaubert…

Schöne Frauen, berühmte Komponisten und große Schauspieler sprechen sie … Wir denken sofort an den Sommer, an mediterrane Strände, zerfurchte Berggipfel und warme und freundliche Gesichter …

Italienisch ist die Nationalsprache eines einzigen Landes (mal abgesehen von San Marino und dem Vatikan, wo Latein auch immer noch eine zentrale Rolle spielt), wird aber noch in manchen Teilen der Schweiz, Kroatiens, Sloweniens und Brasiliens gesprochen.

Die Entscheidung, Italienisch zu lernen, hat oft mehr mit einer persönlichen Vorliebe als mit professionellen oder wirtschaftlichen Interessen zu tun.

Du findest auch ganz leicht Italienisch Unterricht in Berlin oder anderen Städten.

Manche schulische Einrichtungen bieten auch Italienisch als dritte, zweite oder erste Fremdsprache an, auch wenn letzteres noch recht selten bleibt.

Abgesehen vom Online Unterricht oder dem Italienisch Unterricht in einer Stiftung oder einem Verein, bleibt die effizienteste Lösung immer noch der Privatunterricht: Italienisch Privatlehrer gibt es überall, selbst außerhalb der Städte.

Privatunterricht zu nehmen ist angenehmer als alleine in seiner Ecke mit einem Italienisch Lehrbuch und Wörterbuch zu büffeln…

Gute Gründe, um Italienisch Privatunterricht zu nehmen

Intensiver Privatunterricht ist ideal, um bei der Sache zu bleiben. Italienische Grammatik und Wortschatz kann schnell anstrengend werden, wenn man keinen Gesprächspartner hat.

Die linguistischen Grundlagen müssen jedoch gelernt werden.

Italienisch sprechen wirkt erst einmal einfach, es zu schreiben kann aber ohne gute Grundkenntnisse schnell kompliziert werden. Sich mündlich klar und deutlich auszudrücken muss aber natürlich auch gelernt sein.

In einer Gruppe muss der Lehrer, der Muttersprachler sein kann oder auch nicht, mit den verschiedenen Niveaus der Schüler klarkommen. Bei einem 1 zu 1 Gegenüber ist der Unterricht wiederum maßgeschneidert.

Perfekt, um sich mündlich auszutauschen und zu lernen, die Aussprache und das Hörverständnis zu perfektionieren.

Parallel kannst Du italienische Kinofilme des gesamten letzten Jahrhunderts angucken, um Dein Ohr noch mehr an die verschiedenen Akzente und Betonungen zu gewöhnen.

Die Liebe auf Italienisch. Anita Ekberg und Marcello Mastroianni im Kultfilm „La dolce vita“ von Federico Fellini. | Quelle: Pexels

In dieser Hinsicht kann Dein Privatunterricht zu einem exzellenten Konversationskurs werden, der sich perfekt anbietet, um mehr über die italienische Kultur zu lernen.

Der Inhalt dieses Unterrichts kann von Mal zu Mal bestimmt und angepasst werden und wenn Du möchtest, kann der Landeskultur mehr oder weniger Platz eingeräumt werden.

Wenn Du nur die Kultur und eigentlich gar nicht die Sprache kennenlernen möchtest, ist das auch völlig in Ordnung.

Desto besser Du die Kultur kennen wirst, desto mehr wirst Du sie auch schätzen. Und desto einfacher wird es Dir fallen die Sprache zu lernen.

Einige Grundbegriffe der italienischen Geschichte

Als Erstes solltest Du wissen, dass die zeitgenössische italienische Sprache direkt aus dem literarischen florentinischen Dialekt abgeleitet wurde. Aus ihm hat sich das nationale und einheitliche Italienisch entwickelt.

Die italienische Halbinsel zeigt eine gewisse geographische Homogenität, die politische Einheit ist jedoch erst spät, genauer im 19. Jh., eingetreten.

Sie ist in der Epoche des Risorgimentos entstanden, dem das Mezzogiorno (Süditalien) manchmal die wirtschaftliche Dominanz des Nordens über den Süden vorwirft. Tatsächlich wurde die Vereinigung Italiens von dem Haus Savoyen, das im Piemont und Sardinien regiert hat, vorangetrieben.

Als die Österreicher aus Norditalien vertrieben worden sind, wurden die Lombardei und die Toscana annektiert, und Florenz wurde zur Hauptstadt des neuen italienischen Königreiches.

Auf diese Phase folgten das Königreich beider Sizilien, und die Republik Venedig, und schließlich die Eroberung von Rom in 1870.

Kennst Du die Geschichte von Venedig? Von Venedig aus wurde vom 7. Jh. bis 1797 die See- und Wirtschaftsmacht der Republik Venedig gelenkt. | Quelle: Pixabay

Trotz einer Vielzahl von verschiedenen Dialekten, hat sich der florentinische Dialekt ganz natürlich durchgesetzt.

Dichter nutzten ihn seit dem Mittelalter, so z.B. Dante oder Petrarch, und der große Erfolg in 1827 von Alessandro Manzonis Werk Promesso sposi auf neuflorentinischer Grundlage gab dem Dialekt seinen letzten Schliff.

Die politische Einheit hatte historische Wurzeln (die Herrschaft des Römischen Kaiserreichs, trotz der Spannungen zwischen dem Papst und dem deutschen Kaiser in den darauffolgenden Jahrhunderten), sowie religiöse (der Katholizismus) und kulturelle (die mediterrane Küche…).

Um noch mehr über die italienische Kultur zu erfahren, lies unseren Artikel über die 15 Persönlichkeiten der italienischen Geschichte.

Die wichtigsten Kulturschätze Italiens

Die italienische Kultur ist sehr reich und vielfältig. In Italien hat im Quattrocento (15. Jh.) das Rinascimento (die Renaissance) begonnen, sowie später der Barock, der sich in der Gegenreformation gespeist hat, beides Schlüsselmomente der Kunstgeschichte.

Bei den Dichtern haben wir schon einige berühmte Namen zitiert – Dante Alighieri ist sicherlich der wichtigste von ihnen. Wir könnten noch Aristoteles und Boccacio hinzufügen und bei den Zeitgenossen Lampedusa, d’Annunzio, Eco, Buzzati und Moravia.

Die Architektur der Städte variiert von Provinz zu Provinz: Der Turm von Pisa, die Pasteltöne von Parma, und die gelben Häuserfassaden im Golf von Neapel, kontrastieren mit den Ockerfarben von Siena oder den byzantinischen Motiven von Ravenna. Es gibt venezianische Schlösser, sowie römische Villen, Loggias und andere Wohntürme.

In der italienischen Gastronomie gibt es nicht nur spaghettis und macaronis. Sie ist so reichhaltig und kreativ, dass sie der französischen Küche in nichts hinterher ist.

In manchen Jahren steht die italienische Weinproduktion sogar auf Platz 1.

Die Restaurants in Bologna, Ferrare oder Mantua werden Dich bestimmt nicht enttäuschen …

In vielen italienischen Kirchen wurde Kunstgeschichte geschrieben. Wer kennt nicht Michelangelo’s berühmtes Fresko in der Sixtinischen Kappelle? | Quelle: Pixabay

Die Bildhauerei, ein Erbe aus der Antike, hat mit Michelangelo ihr goldenes Zeitalter gekannt.

Die italienische Malerei ist vielleicht die produktivste ganz Europas. Es gibt eine Vielzahl an „Schulen“ und Malern, alles ist vertreten, von der Fresko- bis zur Ölmalerei.

Fra Angelico, Leonardo da Vinci (Gehört er zu den 5 italienischen Künstlern, die man kennen muss?), Botticelli und Tizian sind nur ein paar Künstlergenies von vielen.

Der Manierismus, das Chiaroscuro und der Caravaggismus sind z.B. in Italien entstanden.

Ohne Goldoni und Pirandello hätte das italienische Theater vielleicht etwas arm ausgesehen. Aber kann man diese Kunst wirklich von der italienischen Musik trennen, in der die Oper eine zentrale Rolle spielt, und Gesang, Instrumentalmusik und szenisches Spiel miteinander verschmelzen?

Die Klassik und der Barock haben in Italien sehr viele Partituren hervorgebracht (Monteverdi, Vivaldi, Palestrina, Cimarosa, Scarlatti…). Die Romantik und der Novecento hinken mit Verdi, Bellini, Puccini oder Donizetti aber auch nicht hinterher.

Und wie könnte man es vergessen? Das italienische Kino.

Komponisten wie Morricone und Rota haben sich durch die Leinwand in unsere Herzen komponiert, glamouröse Schauspieler und Schauspielerinnen wie Claudia Cardinale oder Vittorio Gassman haben uns verzaubert, und Regisseure wie Rossellini, Fellini, Visconti, Antonioni, Pasolini, Sergio Leone und Benigni haben das Kino revolutioniert.

Die italienische Kultur, ein Tor zur Sprache?

Eine neue Sprache lernen fordert Ausdauer. Sich zu perfektionieren auch. Immer wieder und wieder die gleichen Dinge wiederholen… Da musst auch Du durch.

Um nicht die Motivation zu verlieren, ist es am Besten die intellektuelle Spannung ab und an mit kulturellen Freuden abzuwechseln.

Eine kleine Exkursion in die Welt der Nudeln kann Dir schon viele Wörter beibringen (farfalle = « Schmetterlinge », usw.). Und das gleiche gilt für den Wortschatz rund um die Kunstgeschichte!

Du wirst Orte und ihre Geschichte besser kennen lernen, was ideal ist um einen Sprachaufenthalt zu planen. Es gibt keine bessere scuola (Schule) als während eines längeren Aufenthaltes im Lande selbst zurecht kommen zu müssen.

Die Regionen, die Du im Unterricht angesprochen hast (Apulien, Kalabrien, Kampanien …) wirst Du sicherlich auch in echt entdecken wollen, um so Deine theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Deine Zunge wird sich lösen, und Du wirst große Fortschritte machen! Die beste Sprachschule ist immer noch da, wo man mit dem Geist und der Kultur hinter der Sprache eins wird.

Weißt Du wie Fettucine aussehen? Wie steht es um Deinen Pastanamen-Wortschatz? | Quelle: Pixabay

Wenn Du einmal Deinen Unterrichts-Rhythmus gefunden hast, wirst Du anfangen Automatismen für das Sprachenlernen zu entwickeln. Das ist dann der richtige Moment, um andere Sprachen wie Portugiesisch, Spanisch, Chinesisch oder Französisch zu lernen.

Wenn es Dir Spaß macht mehr über die kulturellen Eigenheiten Italiens zu lernen, dann wird nichts besser zu Dir passen, als einen Sprachaufenthalt im Land selbst…

Romantische Fahrten mit der Gondola in Venedig, interessante Spaziergänge durch Rom, eine Wallfahrt nach Assisi oder gar einen kulinarischen Trip durch die Emilia-Romagna… die Möglichkeiten scheinen endlos!

Und warum kein Studium in Italien? Du könntest dort Deutschunterricht geben, denn viele Italiener, junge und weniger junge, träumen davon Deutsch zu lernen!

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