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Wieviel kostet eine Stunde Italienischunterricht?

Von Anna, veröffentlicht am 12/10/2018 Blog > Sprachen > Italienisch > Wie lege ich den Tarif für meinen Italienischkurs fest?

Eine Info gleich mal vorweg: Auf Superprof verlangen private Italienischlehrer (die in Deutschland unterrichten) im Durchschnitt ca. 25,50 € pro Stunde.

Doch natürlich gibt es bei einem Durchschnitt immer Ausschläge nach oben und unten und es sind viele Faktoren, die die jeweiligen Preise für Italienischkurse bestimmen.

Du musst natürlich für Dich selbst herausfinden, wie viel Du verlangen kannst und musst, sodass sich der Italienischunterricht für Dich als Lehrer/in lohnt.

In diesem Artikel findest Du einige Zahlen und Anregungen, sodass Du einen fairen, gut begründeten Preis festlegen und nach außen vertreten kannst.

Italienischkurse anbieten: Gibt es einen Markt?

Fremdsprachen sind in Deutschland seit jeher ein wichtiges Thema und immer mehr Arbeitgeber verlangen, dass man mindestens eine andere Sprache außer Deutsch spricht.

Doch welchen Stellenwert hat Italienisch dabei?

Natürlich sind (neben dem Englischen und dem Chinesischen) Französisch, Spanisch oder Portugiesisch weltweit stärker vertreten.

Doch Italienisch ist auf wirtschaftlichem Gebiet trotzdem relevant. Italien ist z. B. Bayerns wichtigster Handelspartner in der romanischen Welt.

Außerdem haben viele große deutsche Unternehmen Außenstellen und Vertretungen in Italien, sodass Italienischkenntnisse dort eine Schlüsselqualifikation für eine erfolgreiche europäische Karriere sind.

Angesichts der Voraussetzungen auf dem Markt werden Sprachkurse immer wichtiger. Menschen wollen Englisch lernen, Chinesisch lernen, Französisch lernen, Spanisch lernen oder eben Italienisch lernen.

Als professionelle(r) Italienischlehrer(in) spielst Du also eine wichtige Rolle und wirst es nicht allzu schwer haben, Schülerinnen und Schüler zu finden!

Gibt es einen Markt für Italienisch? Besonders für Bayern ist Italien ein wichtiger Handelspartner. | Quelle: Visualhunt

Doch wenn man neu in diese Welt des Privatunterrichts startet, ist es am Anfang gar nicht so einfach, seine Preise festzulegen… Woher weiß ich, wieviel ich für eine Italienischlektion verlangen kann?

Fangen wir mal ganz am Anfang an.

Allgemein kostet Privatunterricht zu Hause zwischen 25 € und 45 € pro Stunde, wobei das auch sehr vom jeweiligen Fach und der Qualifikation des Lehrers abhängt.

Wie oben bereits erwähnt, kostet eine Stunde Italienischunterricht im Schnitt 25,50 € pro Stunde und liegt damit eher am unteren Rand des Spektrums.

Dabei darf man aber nicht vergessen, dass es sich eben um einen Durchschnitt handelt – es ist klar, dass die 40-jährige, zertifizierte Francesca mehr verlangen wird als Lisa, die gerade erst mit dem Italienisch-Bachelor angefangen hat, und Mario in München höhere Preise verlangen muss, um überleben zu können, als Lukas in Leipzig.

In Berlin kostet eine Stunde Italienischunterricht beim Schüler zu Hause im Schnitt 18 €, wobei das Spektrum von 10 € bis 27 € reicht. In München dagegen liegt dieser Wert bei ca. 25,50 €, mit einer Bandbreite von 16 € bis 40 €.

Wie gut ist Dein Italienischunterricht? Welche Qualifikationen kannst Du vorweisen? Und wo wohnst Du?

Von den Antworten auf diese Fragen hängt ab, ob Du eher 12 € oder eher 38 € die Stunde verlangen wirst, aber dazu weiter unten mehr.

Es sei allerdings angemerkt, dass der Markt in Deutschland zwar frei ist, und jeder verlangen kann, was er möchte, doch heutzutage ist eigentlich alles unter 15 € die Stunde nicht mehr tragbar (und das auch nur, wenn Du noch nicht fertig ausgebildet bist und Dein Anfahrtsweg nicht länger als 10 Minuten ist).

Guter Sprachunterricht hat seinen Wert und schließlich will die Lektion auch entsprechend vorbereitet sein!

Italienischunterricht geben: Was muss ich bieten?

Wir nähern uns nach und nach einem fairen Preis an, der Deinen Qualifikationen entspricht, indem wir gemeinsam in die Welt des Sprachunterrichts eintauchen.

Wichtige Themen, die Du Deinen Schülern im Italienisch Sprachkurs effizient vermitteln musst, sind:

  • Das italienische Alphabet (Konsonanten, Vokale)
  • Die italienische Grammatik (Adjektive/Adverbien, Pronomen…)
  • Den italienischen Wortschatz (Begriffe, Sätze, Ausdrücke)
  • Die Verbkonjugation in den verschiedenen Zeiten
  • Die Aussprache (Akzent, Phonetik)
  • Übersetzungen zu Übungszwecken
  • Italienisch für die Geschäftswelt („Business-Italienisch“)

Doch gut Italienisch zu lernen, bedeutet auch, sich voll und ganz auf die italienische Kultur einzulassen.

Die italienische Küche, die italienische Mode oder der italienische Film sind gute Vektoren, um das Interesse zu steigern und tief einzutauchen in die Welt und Sprache Dantes.

Bist Du in der Lage, Deinen Schülern diese Lust und das Interesse am Italienischen zu vermitteln? Und ihr Niveau so weit anzuheben, dass sie vielleicht sogar einen Fortgeschrittenenkurs in Italien besuchen können, z. B. in der ewigen Stadt?

Falls ja, darf sich das ruhig auch in Deinem Preis widerspiegeln. Und nicht vergessen: Mit steigender Erfahrung darf auch Dein Preis steigen!

Was kannst Du im Italienischunterricht vermitteln? Kannst Du in Deinen Schülern die Lust auf Italienreisen wecken? | Quelle: Visualhunt

Bei Deinem Einstieg musst Du allerdings auch beachten, dass privater Sprachunterricht für Schüler mit zu den erschwinglichsten gehört.

In anderen Bereichen sind die Preise teilweise schon etwas höher (was man ja auch daran sehen kann, dass Italienischunterricht eher am unteren Rand des Preisspektrums für Privatunterricht zu finden ist).

Das mag jetzt erstmal ernüchternd klingen, aber man muss auch beachten, dass Sprachunterricht auf der anderen Seite zusammen mit Nachhilfe zu den gefragtesten Leistungen im Bereich Privatunterricht gehört.

Das heißt also: Du findest mehr Schüler und die Masse macht’s!

In Hamburg kostet eine Stunde Italienischunterricht im Schnitt übrigens ca. 16,50 €, in Stuttgart um die 20 €.

Und warum nicht auch mehrere Gruppenkurse anbieten? Das ist günstiger für die einzelnen Schüler und spült trotzdem gut was in Deine Kasse…

Italienischlektionen abhalten: Faktoren, die den Preis erhöhen oder verringern

Über den Durchschnittspreis einer Italienischlektion haben wir uns ja schon unterhalten. Jetzt geht es also um die verschiedenen Faktoren, die zu einem höheren oder niedrigeren Preis innerhalb des Spektrums führen.

Von welchen Faktoren hängt der Preis für Italienischunterricht ab? Der Preis für eine Italienischlektion variiert stark nach Ort und Erfahrung. | Quelle: Visualhunt

  1. Wo in Deutschland willst Du Italienisch unterrichten?

Wir haben es vorhin schon kurz erwähnt und es überrascht Dich sicherlich nicht, dass der Preis für eine Italienischlektion je nach Ort stark variieren kann.

Das ist ja auch ganz logisch, denn die Preise für Dienstleistungen passen sich immer an die Lebenshaltungskosten der jeweiligen Region an. Für einen Cappuccino am Bodensee zahlst Du schließlich auch mehr als für das Pendant in Erfurt.

Also egal ob Du Italienischkurse für Erwachsene, für Kinder, als Schülernachhilfe oder in Form von Intensiv- oder Abendkursen gibst: Dein Wohnort wird den Preis ganz entscheidend beeinflussen.

Am besten schaust Du mal auf Superprof nach, was Privatunterricht im Allgemeinen und Italienischkurse im Speziellen in Deiner Region kosten, und nutzt dann die unten folgenden Faktoren, um Dich in diesem Spektrum im Vergleich zu Deinen Kolleginnen und gleichzeitig Konkurrenten einzuordnen.

  1. Italienisch Fernkurs oder Unterricht zu Hause?

Du hast sicherlich auch schon bemerkt, dass immer mehr Schüler auch für Sprachkurse übers Internet offen sind. Viele sind auch gar nicht mehr bereit, fürs Sprachenlernen Geld auszugeben und suchen online nach Gratisangeboten. Sie wollen Italienisch kostenlos online lernen.

Doch oft sind diese Angebote nicht sehr seriös oder zumindest nicht besonders effizient. Außer natürlich, am anderen Ende der Leitung, also vor der Webcam, sitzt ein echter Italienischlehrer!

Diese Nachfrage nach qualifiziertem Online-Unterricht kannst auch Du bedienen!

Zwar werden Online-Kurse in der Regel auch niedriger vergütet, aber dafür bist Du flexibler, hast keine Reisekosten und Reisezeit und erreichst einen größeren potentiellen Kundenkreis auch über Deinen Wohnort hinaus.

  1. Wieviel Erfahrung bringst Du als Italienischlehrer/in mit?

Es liegt auf der Hand, dass Deine Qualifikationen und Erfahrung als Italienischlehrer(in) am Ende DER entscheidende Faktor sind, wenn es um den Preis für Deinen Italienischunterricht geht.

Gibst Du einfach auf gut Glück Italienischkurse oder hast Du einen beruflichen Hintergrund mit Italienisch oder bist vielleicht sogar ausgebildete(r) Italienischlehrer(in) oder Dozent(in)? Und fängst Du gerade erst an oder gibst Du schon mehrere Jahre Italienischunterricht?

Du kannst es Dir sicher denken: Je mehr Qualifikationen und Erfahrung Du hast und je besser Du diese „verkaufen“ kannst, desto mehr Geld kannst Du auch pro Stunde Unterricht verlangen.

Auf der anderen Seite kannst Du mangelnde Erfahrung mit innovativen Ansätzen und einer jungen, dynamischen Art ausgleichen. Manche Schüler wollen lieber jemanden, der ihre Lebenssituation und ihre Bedürfnisse genau versteht, als jemanden mit viel Erfahrung, der aber 20 Jahre älter ist.

Am besten identifizierst Du die Kundengruppe, die Du ansprechen möchtest und betonst entsprechend Deine Stärken und Angebote in Deinem Profil.

  1. Hast Du Italienisch als Mutter- oder Zweitsprache?

Als letztes Kriterium gilt es natürlich Dein Sprachniveau zu erwähnen.

Bist Du z. B. Italienisch Muttersprachler(in) oder mit Italienisch als Zweitsprache aufgewachsen und hast somit einen ganz natürlichen Zugang zur Sprache?

Oder hast Du mehrere Jahre in Italien oder im Tessin gelebt und sprichst Italienisch deswegen fließend und fast auf muttersprachlichem Niveau?

Bist Du Italienisch Muttersprachler? Muttersprachler können natürlich besonders viel für eine Italienischlektion verlangen. | Quelle: Pexels

Falls Italienisch Deine Muttersprache ist: Ist Dein Deutsch trotzdem gut genug, sodass Du auf hohem Niveau die italienische Grammatik erklären und die Fragen der Schüler beantworten kannst?

Sollte eines der zwei Kriterien (Italienisch als Erst- oder Zweitsprache) auf Dich zutreffen, kannst Du Dir auf jeden Fall erlauben, Deine Preise etwas zu erhöhen im Vergleich zu Deinen Kolleginnen und Kollegen.

Vergiss nicht, dass Du in diesem Fall einen ganz großen Vorteil mitbringst:

Du hast einen natürlichen Zugang zur Sprache und kannst Deinen Schülern auch zuverlässige Informationen zum in der Praxis gesprochenen Italienisch inklusive Redewendungen und umgangssprachlicher Ausdrücke liefern – das ist viel wert und darf auch entsprechend eingepreist werden!

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