"Man lernt fürs Leben und nicht für die Schule"

Wer kennt ihn nicht, diesen alten Lehrer- und Elternspruch, der gefühlte 100 Jahre alt ist?

Nun, das liegt sicher daran, dass er wahr ist! Viele Eltern haben mit der Motivation, beziehungsweise der mangelnden Motivation ihrer Kinder zu kämpfen, was zu Problemen in der Schule führen kann, und dabei machen viele immer wieder die gleichen Fehler.

Wir stellen zehn Prinzipien vor, die Dir helfen werden, Dein Kind zu motivieren, alles zu geben - nicht nur für gute Noten in der Schule, sondern fürs Leben.

Die Umsetzung einiger dieser Prinzipien kann eine Weile dauern, zumal, wenn das Kind unter einem wirklichen Problem wie einer Lernblockade oder Prüfungsangst leidet.

Aber viele unserer Tipps lassen sich sofort in die Praxis umsetzen! Hier sind sie!

Was kann mein Kind schon alleine?
Eigenverantwortung trainieren ist ganz entscheidend! | Quelle: Unsplash
Die besten Lehrkräfte verfügbar
1. Unterrichtseinheit gratis!
Katinka
5
5 (25 Bewertungen)
Katinka
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
5
5 (2 Bewertungen)
Irina
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
5
5 (30 Bewertungen)
Matthias
90€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
4,9
4,9 (5 Bewertungen)
Bami
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
5
5 (25 Bewertungen)
Lucas
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (132 Bewertungen)
Viktor
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
4,9
4,9 (41 Bewertungen)
Caro
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
5
5 (16 Bewertungen)
Julia
45€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
5
5 (6 Bewertungen)
Olga
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
5
5 (7 Bewertungen)
Eleonora
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Peter
34€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
5
5 (46 Bewertungen)
Alexandra
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
5
5 (49 Bewertungen)
Fernando
23€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Katinka
5
5 (25 Bewertungen)
Katinka
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
5
5 (2 Bewertungen)
Irina
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
5
5 (30 Bewertungen)
Matthias
90€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
4,9
4,9 (5 Bewertungen)
Bami
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
5
5 (25 Bewertungen)
Lucas
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (132 Bewertungen)
Viktor
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
4,9
4,9 (41 Bewertungen)
Caro
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
5
5 (16 Bewertungen)
Julia
45€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
5
5 (6 Bewertungen)
Olga
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
5
5 (7 Bewertungen)
Eleonora
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Peter
34€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
5
5 (46 Bewertungen)
Alexandra
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
5
5 (49 Bewertungen)
Fernando
23€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis>

Nerve Deine Kinder nicht

Einer der Schlüssel, Deine Kinder zu motivieren, genug für die Schule zu arbeiten, ist, sie nicht zu nerven.

Das mag zunächst paradox erscheinen, da man davon ausgehen könnte, seine Kinder ordentlich nerven zu müssen, damit sie in die Puschen kommen. Aber wenn Deine Kinder ständig von Dir genervt sind, dann hören sie Dir auch nicht zu.

Möglicherweise hast Du große Lebensweisheiten im Angebot, aber Deine Kinder werden für sie nicht empfänglich sein.

Viele Eltern führen ständige Machtkämpfe mit ihren Kindern. Für einige von uns sind das Gewohnheiten, die wir aus unserer eigenen Kindheit kennen.

Aber Machtkämpfe verbrauchen viel Energie, die viel sinnvoller eingesetzt werden kann.

Eine andere Gewohnheit, die Du Dir abgewöhnen solltest, besteht darin, nervige Kommentare abzugeben, die Deinem Kind vermitteln, dass es nicht gut genug ist.

Vielleicht merkst Du selber gar nicht, wenn Du das tust.

Nimm zum Beispiel: "Nicht schlecht, aber ich weiß, dass Du es besser machen kannst." Das klingt oberflächlich nach Ermutigung, aber eigentlich sagst Du Deinem Kind damit, dass es nicht gut gnug ist.

Ein weiterer Klassiker unter den Elternsätzen beginnt mit: „Als ich in Deinem Alter war…“ Diese Art von Aussagen beinhaltet normalerweise einen Vergleich, bei dem Dein Kind eher schlecht wegkommt. Versuche, solche Kommentare zu vermeiden. 

Eine andere Falle, in die Eltern oft geraten, ist der Vergleich ihrer Kinder mit denen anderer. Eltern hoffen oft, dass diese Vergleiche ihre Kinder dazu inspirieren, es besser zu machen.

Leider haben diese Kommentare in der Regel eher den gegenteiligen Effekt.

"Ich habe gehört, dass Paul schon alle Harry Potter Bände alleine gelesen hat" oder "Ninas Vater sagt, sie habe dieses Jahr nur Einser und Zweier im Zeugnis" mag auf den ersten Blick wie eine harmlose Bemerkung erscheinen. Aber es ist ein Vergleich, mit dem sich Dein Kind schlecht fühlt.

Und das ist definitiv der falsche Weg, um Kinder zu motivieren.

Wir versuchen auch gerne, unsere Kinder durch lange Vorträge zu motivieren. Aber Vorträge sorgen dafür dass Kinder sich machtlos und wütend fühlen. Auch keine gute Basis für Motivation!

Anstatt Deine Kinder zu belehren, besprich das Thema mit ihnen und frage sie, was sie denken. Das ist viel effektiver als Vorträge zu halten.

Warum?

Weil es sie zu einem Teil der Lösung macht!

Wie wichtig sind Gespräche?
Ein Gespräch ist kein Vortrag! Höre Deinem Kind zu! | Quelle: Unsplash

Gib Deinem Kind Kontrolle

Wenn ein Kind das Gefühl hat, dass die Eltern die alleinige Kontrolle haben, ist das nicht sehr motivierend. Einige Eltern verwalten jedes Detail im Leben ihrer Kinder.

Das Ergebnis ist, dass das Kind niemals das Gefühl entwickelt, für seine Bildung und sein Leben verantwortlich zu sein.

Indem Du Dein Kind stärkst, entwickelt es eher ein Gefühl von Autonomie und Verantwortung.

Sprich regelmäßig mit Deinem Kind über Erwartungen und Konsequenzen.

Du kannst zum Beispiel erwarten, dass es sein Zimmer aufräumt - und es kann Konsequenzen haben, wenn es dies nicht tut.

Indem ein Kind lernt, in einem Bereich verantwortlich zu sein (also sein Zimmer aufgeräumt zu halten), wird es ermutigt, in anderen Bereichen des Lebens Verantwortung zu übernehmen, beispielsweise beim Lernen.

Du bist immer noch ein wichtiger Faktor im Leben Deiner Kinder, aber Du organisierst nicht alles für sie.

Sage Deinen Kindern beispielsweise, dass Du unter der Woche zwischen 18 und 19 Uhr für Fragen zu den Hausaufgaben zur Verfügung stehst.

Auf diese Weise entwickelt Dein Kind die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Es wird lernen, dass es allein dafür verantwortlich ist, dass die Hausaufgaben erledigt werden.

Betrachte im Gegensatz dazu Kinder, deren Eltern sie jeden Tag nerven, um endlich die Hausaufgaben zu machen. Diese Kinder entwickeln nicht die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren.

Entwickele Routinen und Strukturen

Routinen und Strukturen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Motivation von Kindern.

Durch die Festlegung von Routinen werden die meisten Konflikte beseitigt.

Nimm zum Beispiel die Hausaufgaben: Nehmen wir an, ihr habt eine etablierte Routine, nach der die Kinder unter der Woche zwischen 17 und 18 Uhr ihre Hausaufgaben machen.

Es wird viel weniger Konflikte im Zusammenhang mit den Hausaufgaben geben!

Aber in einer Familie ohne Routine werden die Hausaufgaben zu einem täglichen Kampf.

Um eine Hausaufgabenroutine zu erstellen, solltest Du einen kleinen Bereich als Lernbereich einrichten. Ein ablenkungsfreies Lerngebiet hilft Kindern dabei, eine Hausaufgabenroutine zu entwickeln.

Wie sollte der Arbeitsbereich aussehen?
"Ordnung ist das halbe Leben." Noch so ein Oma-Spruch, der aber auf den Arbeitsbereich zutrifft! | Quelle: Unsplash

Es kann Kindern auch helfen, wenn sie sehen, dass auch Du diese Zeit nutzt, Deine eigenen „Hausaufgaben“ zu machen. Vielleicht musst Du online eine Rechnung bezahlen, an einem Online-Sprachkurs teilnehmen oder Deine eigene Arbeit fertig machen.

Rüste Deine Kinder mit Organisationsfähigkeiten aus

Als Eltern verfügen wir (hoffentlich) über die Fähigkeiten, zu Planen und zu Organisieren, die wir im Laufe der Jahre entwickelt haben. Wir halten diese Fähigkeiten oft für selbstverständlich und vergessen, dass unsere Kinder sie noch nicht haben.

Kinder und Jugendliche können sich aufgrund der Anforderungen, die die Schule an sie stellt, überfordert, frustriert und gestresst fühlen, vielleicht haben sie auch Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Als Reaktion darauf geben viele von ihnen auf und wenden sich zum Beispiel Video-Spielen zu, eine Art Flucht. Einige Kinder und Jugendliche behaupten sogar, dass sie die Schule hassen.

Wenn sie jedoch über Planungs- und Organisationsfähigkeiten verfügen, ändert sich ihre Einstellung gegenüber Schule und Lernen. Eine organisatorische Fähigkeit, die Du Deinen Kindern beibringen kannst, besteht darin, große Aufgaben in kleinere Aufgaben aufzuteilen. Diese Technik macht jede Aufgabe leichter handhabbar und machbar.

Eine weitere Fähigkeit, die Du Deinen Kindern mitgeben kannst, ist das Erstellen von Listen. Listen sind das Herzstück aller organisatorischen Fähigkeiten, daher ist dies ein guter Anfang. Du kannst Deinen Kindern beibringen, wie sie mithilfe einer Liste ihre Tasche für eine Klassenfahrt oder einen Schulausflug packen können.

Planung ist eine weitere organisatorische Fähigkeit, die den Stress Deiner Kinder in Bezug auf Schule und Klassenarbeiten verringert. Bei der Planung werden Listen mit Aufgaben erstellt, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums erledigt werden müssen. 

Wenn bei deinem Kind beispielsweise eine Klassenarbeit ansteht, kannst Du ihm Folgendes beibringen:

  • Teile Dir den zu lernenden Stoff auf und
  • Verwende einen Kalender, um zu planen, wie Du den Lerninhalt innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens schaffen kannst.

Auf diese Weise lernen Deine Kinder, Aufgaben nach und nach abzuarbeiten, anstatt sie so lange liegen  zu lassen, bis es so spät ist, dass sie sich überfordert fühlen und in Panik geraten.

Das hat den weiteren positiven Nebeneffekt, dass organisierte Kinder seltener Flüchtigkeitsfehler machen.

Die besten Lehrkräfte verfügbar
1. Unterrichtseinheit gratis!
Katinka
5
5 (25 Bewertungen)
Katinka
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
5
5 (2 Bewertungen)
Irina
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
5
5 (30 Bewertungen)
Matthias
90€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
4,9
4,9 (5 Bewertungen)
Bami
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
5
5 (25 Bewertungen)
Lucas
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (132 Bewertungen)
Viktor
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
4,9
4,9 (41 Bewertungen)
Caro
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
5
5 (16 Bewertungen)
Julia
45€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
5
5 (6 Bewertungen)
Olga
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
5
5 (7 Bewertungen)
Eleonora
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Peter
34€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
5
5 (46 Bewertungen)
Alexandra
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
5
5 (49 Bewertungen)
Fernando
23€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Katinka
5
5 (25 Bewertungen)
Katinka
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
5
5 (2 Bewertungen)
Irina
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
5
5 (30 Bewertungen)
Matthias
90€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
4,9
4,9 (5 Bewertungen)
Bami
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
5
5 (25 Bewertungen)
Lucas
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (132 Bewertungen)
Viktor
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
4,9
4,9 (41 Bewertungen)
Caro
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
5
5 (16 Bewertungen)
Julia
45€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
5
5 (6 Bewertungen)
Olga
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
5
5 (7 Bewertungen)
Eleonora
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Peter
34€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
5
5 (46 Bewertungen)
Alexandra
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
5
5 (49 Bewertungen)
Fernando
23€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis>

Der Weg ist das Ziel

Dieses Prinzip gilt für Lernfähigkeiten ebenso wie für das Leben im Allgemeinen. Wenn Du Dein Kind motivieren willst, in der Schule gut abzuschneiden, konzentriere Dich auf den Prozess und nicht auf die Ergebnisse. Wenn Dein Kind zu sehr auf Ergebnisse fokussiert ist, besteht die Gefahr, dass es aufgibt, wenn es nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. Wenn wir uns nur auf die Ergebnisse konzentrieren, wird der Prozess zu einem „notwendigen Übel“, den wir nur widerwillig durchlaufen, weil wir ein bestimmtes Ergebnis wollen. Dieser Ansatz fördert jedoch nicht die Freude am Lernen.

Lernen ist eine Fähigkeit ist, die wir unser ganzes Leben lang üben müssen. Da die Welt sich ständig verändert, müssen wir alle kontinuierlich lernen. Deshalb ist es wichtig, sich auf den Prozess zu konzentrieren, nicht auf die Ergebnisse. Kultiviere bei Deinem Kind also lieber eine gewisse Lust am Lernen, nicht nur als Mittel zum Zweck. 

Vielleicht wäre online Nachhilfe mal eine Idee?

Fehler machen ist in Ordnung 

Wir lernen mehr aus unseren Fehlern als aus unseren Erfolgen. Thomas Edison unternahm viele erfolglose Versuche, die elektrische Glühbirne zu erfinden. Als ein Reporter ihn fragte, wie es sich anfühle, 1000 Mal zu versagen, antwortete Edison: "Ich habe nicht 1000 Mal versagt. Die Glühbirne war eine Erfindung in 1000 Schritten.“

Leider steht der sofortige Erfolg häufig im Vordergrund. Fehler werden nicht toleriert. Fehler zu machen ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil des Lernens. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und sie korrigieren, ähnlich wie ein Schiff, das seinen Kurs korrigiert, um auf der richtigen Strecke zu bleiben.

Wieso sind Fehler wichtig?
So ist es! | Quelle: Unsplash

Wenn Du Dein Kind motivieren möchtest, gut zu lernen und in der Schule Erfolg zu haben, dann sorge für eine Familienkultur, in der es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, Deinem Kind von Deinen eigenen Fehlern und dem, was Du aus ihnen gelernt hast, zu erzählen.

Vielleicht hast Du an der Uni das Fach gewechselt. Indem Du diese Erfahrung mit Deinem Kind teilst, zeigst Du ihm, dass sie nicht gleich beim ersten Mal alles richtig machen müssen. Wenn Dein Kind Spass am Lernen haben soll, dann sollte es sich nicht zu sehr auf seine Fehler konzentrieren. Anstatt es also für seine Fehler zu kritisieren, hilf ihm, herauszufinden, was es aus seinen Fehlern gelernt hat.

Eine Studie der Stanford University hat gezeigt, dass Kinder, die für ihre Bemühungen gelobt werden, härter arbeiten und weniger leicht aufgeben. Auf der anderen Seite werden Kinder, die Angst vor dem Scheitern haben, eher entmutigt, wenn sie Fehler machen. Anstatt aus ihren Fehlern zu lernen und weiterzumachen, werden sie wahrscheinlich ganz aufgeben.

Höre Deinem Kind zu

Größere Kinder und Teenager machen physisch wie psychisch viele Veränderungen durch. Es ist auch eine Zeit, in der sie vielleicht ein problematisches Verhalten wie Aggressionen, Stimmungsschwankungen, Missachtung etablierter Regeln oder ein Mangel an Selbstvertrauen zeigen. Darin äußern sich zum Beispiel auch oft Lernprobleme bei hochbegabten Kindern. Konzentriere Dich nicht zu sehr auf diese Verhaltensweisen. Versuche lieber, die Perspektive Deines Kindes zu verstehen. Wie fühlt es sich in der Situation? Welche Meinung hat es? Um Dein Kind zu verstehen, musst Du zuhören. Versuche also nicht, Multitasking durchführen, während Dein Kind mit Dir spricht. Leg Dein Handy und die Einkaufsliste zur Seite. Unterbrich dein Kind nicht, während es spricht. Verurteile es nicht. Gib keine unaufgeforderten Ratschläge. Ab und zu kannst Du zusammenfassen, was Dein Kind gesagt hat, um sicher zu sein, dass Du es richtig verstanden hast: "Also, es klingt so, als ob es da eine coole Gruppe von Kindern in Deiner Klasse gibt, von denen Du Dich ausgeschlossen fühlst?" Das zeigt Deinem Kind gleichzeitig, dass Du wirklich zuhörst.

Eltern denken oft, wenn sie ihrem Kind ein grundlegendes Prinzip verständlich machen könnten, würde das ganze Problem verschwinden. Aber das, was Kinder und Jugendliche viel mehr brauchen, als etwas zu verstehen, ist, sich verstanden zu fühlen!

Wenn sie sich nicht verstanden fühlen, werden sie trotzig. Wenn sie sich dagegen verstanden fühlen, fühlen sie sich sicher. Und erst dann sind sie bereit, das Problem in einem neuen Licht zu betrachten.

Interessiere Dich für Dein Kind

Einer der Schlüssel, um Dein Kind zu motivieren, für die Schule zu arbeiten, besteht darin, Interesse an allen Aspekten seines Lebens zu zeigen.  Wenn Du Dich nur darum kümmerst, wie die Noten Deines Kindes aussehen, wird es verständlicherweise irgendwann bockig. Das wird zu Widerstand gegen alles führen, was mit Lernen zu tun hat. Behandele Dein Kind als ganze Person, nicht als Projekt oder Problem. Höre ihm zu, wenn es über seine Interessen spricht. Ermutige es, sich an außerschulischen Aktivitäten wie Musik, Theater oder Sport zu beteiligen. Wie Kinder und Jugendliche ihre freie Zeit verbringen, ist entscheidend für ihre allgemeine Entwicklung. Wenn Du Dich ausschließlich auf die Schule konzentrierst, wird sich Dein Kind nicht ganzheitlich entwickeln.

Was macht Dein Kind in seiner Freizeit?
Ein Mannschaftssport trägt ganz wesentlich zur persönlichen Entwicklung bei. | Quelle: Unsplash

Dabei hilft das Erlernen eines Musikinstruments oder das Spielen eines Mannschaftssports. Diese Aktivitäten geben Deinem Kind eine dringend benötigte Pause vom Lernen und helfen ihm, langfristig bessere schulische Leistungen zu erbringen.

Hilf Deinem Kind, einen Mentor zu finden

Laut Untersuchungen der North Carolina State University, werden Kinder durch Mentoren erfolgreicher. Was versteht man unter einem Mentor? Nun, das ist ein Erwachsener, der Deinem Kind als Vorbild dient.

Die Werte und Einstellungen des Mentors können Deinen ähnlich sein. Diese Werte bedeuten Deinem Kindern jedoch mehr, wenn sie von jemandem außerhalb der Familie vermittelt werden. Ein Grund dafür ist, dass sich Kinder unweigerlich an die Ansichten ihrer Eltern gewöhnen. Ein Mentor ist eine Chance für ein Kind, sich aus einer neuen Perspektive wieder mit diesen Werten auseinanderzusetzen. Ein Mentor kann besonders hilfreich sein, wenn ein ständiger Konflikt zwischen Eltern und Kindern besteht. In einer solchen Situation können Kinder von einem neutralen Dritten profitieren, an den sie sich wenden können.

Aber wo findest Du einen Mentor für Dein Kind?

Ein Mentor könnte ein Sporttrainer oder Musiklehrer sein, ein Nachbar oder ein Freund der Familie oder ein Nachhilfelehrer.

Braucht mein Kind einen Mentor?
Ein Aussenstehender kommt manchmal besser zu Deinem Kind durch als Du selbst. | Quelle: Unsplash

Vermeide Belohnungen, Bestrafungen oder Drohungen

Viele Eltern setzen ganz selbstverständlich Belohnungen, Bestrafungen oder Drohungen ein, um ihre Kinder dazu zu motivieren, sich auf bestimmte Art und Weise zu verhalten.

Untersuchungen haben gezeigt, dass dieser Ansatz auf lange Sicht nicht funktioniert. Es gibt drei Gründe, warum Belohnungen und Bestrafungen vermieden werden sollten:

  • Erstens sind Belohnungen und Bestrafungen schlecht für Deine Beziehung zu Deinem Kind. Sie lehren Dein Kind, dass sie für das, was sie tun, geliebt werden und nicht für das, was sie sind. Kinder, die unsicher sind, dass sie geliebt werden, für was sie sind, neigen dazu, später im Leben schlechte Entscheidungen zu treffen.
  • Zweitens können Belohnungen und Bestrafungen kurzfristige Ergebnisse erzielen, aber sie ignorieren das zugrunde liegende Problem: Warum ist Dein Kind nicht motiviert? Es ist viel besser, die Grundursache anzugehen.
  • Drittens konzentrieren sich Belohnungen und Bestrafungen ausschließlich auf die Ergebnisse. Sie trainieren bei Deinem Kind nicht den Wunsch, zu lernen. Wie bereits erwähnt, ist es besser, sich auf den Prozess und nicht auf das Ergebnis zu konzentrieren. So entwickelt Dein Kind Selbstdisziplin und Verantwortungsbewusstsein.

Sprich mit Deinem Kind über die Freude am Lernen. Erkläre ihm, dass Lernen oft Zeit und Mühe erfordert, aber dass der Prozess sich lohnt! Besprich mit Deinem Kind, was Deine Hoffnungen und Ziele sind. Hilf ihm, große Träume zu haben, Neues zu wagen und zu scheitern.

Dieser Ansatz erzeugt die Art von Motivation und Selbstdisziplin, die ein Leben lang anhält.

Wir wünschen alles Gute auf dieser herausfordernden, aber aufregenden Reise!

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für ?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5 - 1 vote(s)
Loading...

Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.