Klassenarbeiten und Prüfungen mag keiner so richtig gerne. Und manchmal sind wir vorher auch ein bisschen nervös oder gestresst. Prüfungsangst ist ein häufiges Problem für Kinder jeden Alters.

61% aller Schüler sind zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer schulischen Laufbahn von dem Prüfungsangst betroffen, darunter selbst hochbegabte Kinder. Manche Schüler erleben die Angst jedoch viel häufiger und stärker als andere, was zu schwerwiegenden Problemen in der Schule führen kann.

Wie äußert sich Prüfungsangst?
Dein Kind will sich vor Klassenarbeiten am liebsten verkriechen? Dann leidet es vielleicht an Prüfungsangst! Quelle: unsplash

Die Angst kann auftreten, wenn:

  • Kinder daran denken, eine Klassenarbeit zu schreiben
  • Sie sich auf eine Klassenarbeit vorbereiten
  • Während der Klassenarbeit

Dein Kind bewertet den Grad der Bedrohung durch die Prüfung unbewusst. Dementsprechend variiert seine Angstreaktion: Je größer die wahrgenommene Bedrohung, desto größer die Angst.

Die besten verfügbaren Lehrkräfte
1. Unterrichtseinheit gratis!
Katinka
5
5 (27 Bewertungen)
Katinka
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
5
5 (2 Bewertungen)
Irina
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
5
5 (30 Bewertungen)
Matthias
90€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
4,9
4,9 (5 Bewertungen)
Bami
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
5
5 (25 Bewertungen)
Lucas
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (133 Bewertungen)
Viktor
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
4,9
4,9 (43 Bewertungen)
Caro
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
5
5 (16 Bewertungen)
Julia
45€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
5
5 (7 Bewertungen)
Olga
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
5
5 (7 Bewertungen)
Eleonora
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Peter
34€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
5
5 (46 Bewertungen)
Alexandra
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
5
5 (50 Bewertungen)
Fernando
23€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Katinka
5
5 (27 Bewertungen)
Katinka
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
5
5 (2 Bewertungen)
Irina
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
5
5 (30 Bewertungen)
Matthias
90€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
4,9
4,9 (5 Bewertungen)
Bami
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
5
5 (25 Bewertungen)
Lucas
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (133 Bewertungen)
Viktor
70€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
4,9
4,9 (43 Bewertungen)
Caro
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
5
5 (16 Bewertungen)
Julia
45€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
5
5 (7 Bewertungen)
Olga
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
5
5 (7 Bewertungen)
Eleonora
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Peter
34€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
5
5 (46 Bewertungen)
Alexandra
29€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
5
5 (50 Bewertungen)
Fernando
23€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis>

Wie funktioniert Angst?

Sobald das Gehirn eine Bedrohung wahrnimmt, schaltet das Nervensystem einen Gang höher und löst eine Flut von Hormonen aus, um uns bereit zu machen für Kampf oder Flucht.

Das Stresshormon Cortisol ist dabei der Hauptschuldige. Obwohl es in kleinen Dosen natürlich sehr nützlich ist, zum Beispiel, wenn wir von einem wilden Tier gejagt werden, beeinträchtigt eine Überflutung unseres Gehirns durch Cortisol und andere Stresssymptome die kognitiven Fähigkeiten negativ.

Kurzum: Cortisol und Klassenarbeiten vertragen sich nicht gut. 

Wie äussert sich das bei Deinem Kind? Wenn Dein Kind unter Prüfungsangst leidet, kennst Diu möglicherweise einige der verräterischen Symptome:

  • Prüfungsangstschüler schieben gerne alles auf,
  • Sie verbringen mehr Zeit mit der Vorbereitung auf Tests als Kinder mit geringer Testangst.
  • Sie verbringen bis zu 40% ihrer Zeit mit Gedanken, die nichts mit der Aufgabe zu tun haben
  • Sie schneiden bei standardisierten Prüfungen schlechter ab,
  • Sie zeigen häufig wenig Motivation
  • Sie haben häufiger eine negative Selbsteinschätzung als nicht ängstliche Schüler.

Andere Verhaltensweisen, die mit grosser Prüfungsangst verbunden sind, sind Gedächtnis- Aufmerksamkeit- und Konzentrationsschwierigkeiten, die Folgendes beeinträchtigen:

  • Das Lesen und Verstehen von Anweisungen
  • Das Abrufen von Wörtern, Fakten und Konzepten
  • Die Organisation von Gedanken und Antworten

Wenn Dein Kind also Prüfungsangst hat, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es bei Prüfungen schlechte Leistungen erbringt, selbst wenn er den Inhalt zu Hause noch konnte.

Das Kind kann sich während der Arbeit überfordert fühlen und entweder kurzfristig eine geistige Blockade entwickeln oder längerfristig sogar eine Lernblockade.

Vielleicht ist Dir (oder dem Lehrer) schon aufgefallen, dass es bei Arbeiten schummelt oder am Tag der Prüfung Krankheit vortäuscht,  um die Schule zu verpassen? Das hat nichts mit mangelnder Lernmotivation zu tun, sondern mit der Angst vor der Prüfungssituation.

Untersuchungen zeigen, dass Grundschüler häufiger körperliche Anzeichen von Prüfiungsangst zeigen, wie z. B. verschwitzte Handflächen, Magenverstimmung, flache Atmung, Muskelverspannungen und erhöhte Herzfrequenz.

Bei älteren Schülern treten häufiger Verhaltensauffälligkeiten auf wie Vermeidung.

Schüler mit (Lern-)Behinderungen haben ebenfalls häufiger Angst vor Prüfungen als Gleichaltrige ohne Behinderung. Bei der Diagnose eines Schülers mit Prüfungsangst ist es also wichtig, andere potenzielle Schwierigkeiten zu erkennen, wie Dyspraxie oder Legasthenie. In diesem Fall kannst Du mit dem Lehrer vereinbaren, dass Dein Kind entweder zusätzliche Zeit bekommt, um eine Prüfung zu beenden oder in der gleichen Zeit weniger Aufgaben bewältigen muss. Diese kleinen Vereinbarungen können Angstzustände lindern und die Noten verbessern.

Prüfungsangst nimmt im Laufe der Schulzeit eher immer weiter zu als ab. Von alleine verschwindet sie eher nicht... Wie also dann? Glücklicherweise gibt es einige Strategien, mit denen Eltern ihren Kindern helfen können, Prüfungsangst abzubauen.

Strategien zum Umgang mit Prüfungsangst

Die Strategien, um Prüfungsangst beim Kind zu reduzieren, können flexibel eingesetzt werden, denn jedes Kind ist anders. Am besten arbeitet man sich durch die Trickkiste, bis etwas funktioniert:

  • Schlaf ist wichtig, damit Dein Kind seine Angstzustände und den Cortisolspiegel besser regulieren kann. Wenn Kinder nicht genug Schlaf bekommen, kann der Schlafmangel den ganzen Tag beeinträchtigen. Es kann passieren, dass sie noch mehr Angst haben als gewöhnlich. In der Nacht vor einer Klassenarbeit ist es deshalb besonders wichtig, genügend Schlaf zu haben. Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren brauchen jede Nacht neun bis 12 Stunden Schlaf, Jugendliche 8 bis 10 Stunden.
Ausreichend Schlaf ist wichtig bei Prüfungsangst.
Zu wenig Schlaf erhöht das Risiko von Prüfungsangst. | Quelle: Unsplash
  • Achte darauf, dass Dein Kind nicht zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt.  Auch das ist wichtig für guten Schlaf. Halte alle Bildschirme - Fernseher, Tablets, Computer und Mobiltelefone - besonders nachts vom Zimmer Deines Kindes fern. Idealerweise schaut Dein Kind mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen nicht mehr auf einen Bildschirm.
  • Sorge für gesunde Ernährung. Essen ist der Treibstoff für den Körper. Zuckerhaltiges, gepufftes Getreide zum Frühstück ist natürlich eine beliebte Wahl unter Kindern, der Blutzuckerspiegel sinkt aber schneller und das Kind fühlt sich schneller schlapp. Vollkorn-Toast mit einer Scheibe Käse oder zuckerfreies Müsli ist eine bessere Wahl für ein anhaltendes Energieniveau.
  • Hilf Deinem Kind, sich gut auf die Arbeit vorzubereiten. Es ist weniger wahrscheinlich, dass Dein Kind Angst vor einer Arbeit hat, wenn es den Lernstoff gut beherrscht. Frage, ob Dein Kind Hilfe benötigt, und stelle sicher, dass es ausreichend Zeit zum Lernen einplant. Bitte eventuell den Lehrer um Vorschläge zu Lernmaterialien oder einer Übungs-Arbeit. 
  • Viele Lehrer empfehlen, zuerst die einfachsten Fragen zu beantworten und später zu den schwierigeren zurückzukehren. Der Schüler sollte alle Anweisungen sorgfältig lesen und seine Antworten überprüfen, auch um Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Das kann helfen, sich während der Klassenarbeit sicherer zu fühlen.
Was tun bei Prüfungsangst?
Wenn Du Deinem Kind beibringst, wie es entspannen kann, hilft ihm das fürs ganze Leben! | Quelle: Unsplash
  • Visualisiert gemeinsam möglichst detailliert die „perfekte Klassenarbeit“. Je lebendiger die Bilder, desto besser!
  • Sich über die Klassenarbeit lustig machen: Die Macht, die die Prüfung über das Kind hat, wird so geschmälert. Nimm eine Kopie einer ehemaligen Arbeit, die Deinem Kind Angst gemacht hat und verbringt gemeinsam einige Minuten damit, Euch über die Klassenarbeit lustig zu machen. Dieser Trick hat schon vielen Kindern geholfen!
  • Neue Untersuchungen der Universität von Chicago zeigen, dass es gut ist, über Angst zu sprechen, aber 10 Minuten ausdrucksstarkes Schreiben über die Angst seien noch besser, um Angstsymptome zu lindern. Beim Schreiben ist das Gehirn besser in der Lage, nicht hilfreiche Gedanken zu kontrollieren.
  • Das Abstellen von negativen inneren Selbstgesprächen ist ein weiterer grundlegender Bestandteil der Überwindung von Angstzuständen. Hilf Deinem Kind, sich für immer von Gedanken wie „Ich bin schlecht in Klassenarbeiten“ zu verabschieden. Wenn der Schüler sich der Botschaften, die er sich selbst gibt, bewusster wird, kann er seine inneren Selbstgespräche besser regulieren und sich eher Sätzen zuwenden, die ihm helfen. Helfen kann auch eine Nachhilfe Berlin!
Was verschärft Prüfungsangst?
Sorge dafür, dass Dein Kind nicht zulange vor dem Bildschirm hockt. | Quelle: unsplash
  • Übe mit Deinem Kind Entspannungstechniken: Gleichmässiges, tiefes Ein- und Ausatmen, Fäuste feste ballen und dann locker lassen oder sich zwingen, zu Gähnen. Dein Kind kann auch üben, sich neu zu konzentrieren, wenn es weiss, dass es eine Frage verbockt hat.
  • Eine weitere Technik, die gut funktioniert ist eine Technik namens Klopfeneine emotionale Selbsthilfetechnik, bei der man sich selbst bei akut unangenehmen Gefühlen wie beispielsweise Angst, auf verschiedene Körperpunkte klopft. Das führt zu einer Veränderung der neuronalen Verarbeitung von Emotionen im Gehirn. Negative Gefühle können sich schnell reduzieren oder sogar auflösen. Das klingt esoterisch, funktioniert aber! Der renommierte deutsche Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. Michael Bohne hat zu dem Thema mehrere Sachbücher veröffentlicht, darunter "Klopfen mit Kindern".
  • Auch eine positive Neuformulierung der Symptome von Prüfungsangst kann sich auf die schulische Leistung auswirken. Erkläre Deinem Kind, dass seine körperlichen Reaktionen wie verschwitzte Handflächen oder schneller Herzschlag hilfreich sein können, um schnell nachzudenken und zu argumentieren. Schüler, die ein bisschen Stress haben, schneiden tatsächlich besser ab! Er darf nur nicht so viel werden, dass gar nichts mehr geht. Eine positive Neuformulierung kann dafür sorgen, dass das Kind es schafft, sich zu konzentrieren, selbst wenn sein Körper unter Stress steht.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du Deinem Kind helfen kannst, seine Prüfungsangst zu überwinden. Vielleicht musst Du einige ausprobieren, bevor Du die Technik findest, die für Dein Kind am besten funktioniert. Sei kreativ und geduldig und zögere nicht, Dir Unterstützung bei Nachhilfe Lehrern, Tutoren oder einem Psychologen zu holen. Die Entwicklung von Fähigkeiten zur Stressregulierung wird Deinem Kind nicht nur jetzt in der Schule helfen - es wird sein ganzes Leben lang von diesen Techniken profitieren können! 

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für ?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5 - 1 vote(s)
Loading...

Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.