Vielen Kindern fällt es schwer, zu konzentrieren. Das liegt in der Natur des Kind-Seins. Es gibt so viele Ablenkungen! In der Schule lachen andere Kinder im Flur, im Pausenhof fegt ein Mann die Blätter zusammen, zu Hause schreiben Freunde eine SMS... Wenn Dein Kind in der Schule oder zu Hause mal unkonzentriert ist, ist das nichts Ungewöhnliches. Aber was ist, wenn es ständig unkonzentriert ist?

Wenn es Deinem Kind schwer fällt, sich zu konzentrieren, fragst Du Dich vielleicht, warum und ob es etwas ist, das man untersuchen sollte.

Lass uns also zusammen Konzentrationschwierigkeiten näher betrachten, damit Du verstehst, wie sie sich auf Kinder auswirken können und was hilft, um schwerwiegendere Probleme in der Schule zu vermeiden.

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Welche negativen Auswirkungen haben Konzentrationsprobleme?
Unkonzentrierte Kinder machen häufiger Flüchtigkeitsfehler. | Quelle: Unsplash
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Konzentriere Dich auf die Ursache

Konzentrationsprobleme bedeuten noch lange nicht, dass Dein Kind ein „Problem“ hat.

Aber sie können Probleme in der Schule und im Alltag verursachen.

Vielleicht fängt Dein Kind viel zu spät mit dem Lernen an und entwickelt sogar eine regelrechte Prüfungsangst. Möglicherweise beendet es die Arbeit im Unterricht nicht oder es hat Schwierigkeiten, seine Hausaufgaben zu erledigen. Vielleicht ist sein Zimmer immer unordentlich, weil es nie dazu kommt, es aufzuräumen.

Das ist oft das, was Eltern und Lehrer zuerst bemerken - das Ergebnis, nicht die Ursache. Und sie können fälschlicherweise annehmen, dass das Kind faul oder trotzig ist.

Konzentrationsschwierigkeiten sind real. Das bedeutet nicht, dass das Kind nicht arbeitet oder nicht intelligent ist. Es gibt hochbegabte Kinder mit einer Konzentrationsschwäche. Das bedeutet auch nicht, dass sie nicht an etwas interessiert sind, auch wenn es so scheint. Dein Kind möchte sich vielleicht auf etwas konzentrieren, schafft es aber einfach nicht. Konzentrationsprobleme können auf verschiedene Weise auftreten. Und sie können sich im Laufe der Zeit ändern.

Vielleicht fällt es Deinem Kind schwer:

  • zu wissen, wann man sich auf kleine Details und wann man sich auf das Gesamtbild konzentrieren muss
  • unwichtige Geschehnisse, Geräusche oder Informationen auszusperren
  • aufzupassen, ohne abgelenkt zu sein
  • einen Gedankengang zu halten, wenn es unterbrochen wird
  • eine Aufgabe zu erledigen, ohne mehrmals die genauen Anweisungen hören zu müssen
  • sich auf jeweils eine Aktivität zu konzentrieren
  • Anweisungen zu folgen
  • beim Gespräch zu bleiben

Einige Kinder, die mit Konzentrationsproblemen zu kämpfen haben, sehen oft so aus, als würden sie träumen. Andere scheinen sich zu konzentrieren, auch wenn sie es gar nicht tun. Und manche können sich wirklich auf Dinge konzentrieren, die sie leidenschaftlich lieben, wie Sport, Lego, Lesen oder Musik. In diesem Fall kann die Konzentrationsschwäche eine Frage der Motivation sein. 

Wann schafft Dein Kind es, sich zu konzentrieren?
Viele Kinder mit Konzentrationsproblemen können sich gut konzentrieren, wenn sie etwas tun, das sie begeistert. | Quelle: Unsplash

Was verursacht Probleme mit der Konzentration?

Manchmal fällt es Kindern schwer, sich zu konzentrieren, weil in ihrem Leben gerade etwas Wichtiges passiert. Das kann ein Streit mit einem Freund sein oder die Aufregung über eine anstehende Geburtstagsfeier. Auch Hunger kann es schwierig machen, sich zu konzentrieren. Gleiches gilt für Schlafmangel. Wenn Kindern Schlaf fehlt, lassen sie sich leichter ablenken und machen häufiger Fehler.

Stress und Angst können ebenfalls ein Faktor sein. Wenn Kinder gerade eine stressige Situation erleben wie die Trennung der Eltern, einen Umzug oder einen Tod in der Familie, kann das die Konzentration beeinträchtigen und eventuell eine Lernblockade auslösen. 

Aber wenn Kinder ständig Probleme haben, sich zu konzentrieren, steckt möglicherweise noch etwas anderes dahinter.

ADHS ist eine häufige Ursache für Konzentrationsprobleme. ADHS tritt gehäuft in Familien auf. Vielleicht gibt es andere Familienmitglieder, denen es schwer fällt, sich zu konzentrieren? Vielleicht fangen sie ständig neue Projekte an und scheinen sie nie zu beenden?

Wenn Du oder ein anderes nahes Familienmitglied Probleme hat, sich zu konzentrieren, wäre es nicht verwunderlich, wenn es Deinem Kind ebenso ergeht.

Unabhängig davon, was die Probleme Deines Kindes verursacht, gibt es viele Möglichkeiten, ihm dabei zu helfen, seine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern.

Was Kindern mit Konzentrationsproblemen hilft

Es gibt viele Möglichkeiten, Deinem Kind zu helfen. Mache Dir Notizen zu dem, was Du zu Hause beobachtest. Das wird Dir helfen, zu verstehen, wann und warum Dein Kind Probleme hat, sich zu konzentrieren.

Wenn Du das Problem schon eine Weile beobachtest, solltest Du mit jemandem darüber sprechen, wie zum Beispiel dem Lehrer Deines Kindes, dem Schularzt, der Schulpsychologin oder dem Kinderarzt. Sie haben möglicherweise Vorschläge, wie professionell geholfen werden kann bspw. mit Nachhilfe.

Aber auch zu Hause kannst Du daran arbeiten, die Fähigkeit zur Konzentration aufzubauen.

Das kann eine kurzfristige oder eine längerfristige Herausforderung bedeuten. Du kannst natürlich nicht immer die Umstände ändern, die es für Dein Kind schwierig machen, sich zu konzentrieren. Wenn kleinere Geschwister durchs das Haus oder die Wohnung toben, lässt sich das schwer abstellen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, Deinem Kind dabei zu helfen, Ablenkungen zu vermeiden und Dinge, die getan werden müssen, zu erledigen.

Was ist noch wichtig für die Konzentration?
Ein Kind, das sich entspannen kann, kann sich auch leichter konzentrieren. | Quelle: Unsplash

Probiere dafür folgende Strategien aus:

  1. Zuallererst solltest Du Dein Kind wissen lassen, dass Probleme mit der Konzentration häufig sind und es sich nicht dafür schämen muss. Erinnere Dein Kind daran, dass jeder mit irgend etwas zu kämpfen hat. 
  2. Lass nicht zu, dass Dein Kind die Dinge aufschiebt. Je länger das Erledigen der Aufgabe verschoben wird, desto schwieriger wird es, sich darauf zu konzentrieren. Das gilt für Hausaufgaben ebenso wie für Aufgaben rund ums Haus wie Zimmer aufräumen etc. Das bedeutet nicht, dass Dein Kind alles auf einmal erledigen muss! Teile die Aufgaben in Abschnitte auf, um den Einstieg zu erleichtern. Das Wichtigste ist, den Einstieg nicht zu verzögern.
  3. Nicht mehr als ein oder zwei Anweisungen gleichzeitig. Wenn Kinder Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, fällt es ihnen oft auch schwer, Anweisungen wahrzunehmen, sich daran zu erinnern und sie zu befolgen. Versuche also, Dein Kind nicht mit zu vielen Anweisungen gleichzeitig zu überfordern. Wenn es Zeit ist, die Hausaufgaben zu machen, kannst du Deinem Kind sagen, dass es sein Hausaufgabenheft rausholen, das Material, das es braucht, zurechtlegen und anfangen soll. Wenn es zu viel für Dein Kind ist, sich alles zu merken, teile es in die einzelnen Schritte auf.
  4. Stelle einen Timer. Wenn Kinder wissen, das die zeit, in der sie konzentriert arbeiten müssen, begrenzt ist, fällt es ihnen manchmal leichter, konzentriert zu bleiben.  Stelle einen Timer, der sagt, wie lange Dein Kind arbeiten muss, bevor es einen kleinen Imbiss zu sich nimmt oder eine Spielpause einlegt. Du kannst die Zeit nach und nach verlängern, wenn Dein Kind es schafft, sich besser zu konzentrieren.
  5. Versuche es mit Achtsamkeit ("Mindfullness"). Auch wenn der Achtsamkeitshype langsam nervt, haben verschiedene Studien gezeigt, dass Achtsamkeitsübungen Kindern helfen können, sich besser auf den Unterricht und die Hausaufgaben zu konzentrieren. Und gleichzeitig lernt Dein Kind etwas, dass es sein ganzes Leben lang gut gebrauchen kann!
  6. Sei offen für alles, was funktioniert. Manche Menschen brauchen völlige Ruhe, um sich zu konzentrieren. Andere haben es gerne, wenn es ein bisschen lebhaft zugeht. Deshalb ist es wichtig, Kinder zu fragen, was für sie am besten funktioniert. Vielleicht möchte Dein Kind während der Hausaufgaben Musik hören. Probiere es aus und gucke, wie es läuft.
  7. Kehre immer wieder zurück zur Aufgabe. Selbst wenn Du und Dein Kind alle Techniken anwenden, wird es immer noch Momente geben, in denen es abgelenkt ist. Deshalb brauchst Du auch eine Strategie, damit Dein Kind wieder zu seiner Aufgabe zurückfindet, wenn seine Aufmerksamkeit zu wandern beginnt. Du kannst Deinem Kind eine Hand auf die Schulter legen oder ein bestimmtes Wort sagen. Wenn etwas funktioniert, informiere den Lehrer Deines Kindes, damit er diese Strategie auch in der Schule anwenden kann.

Eine Konzentrationsschwäche kann das Selbstwertgefühl eines Kindes negativ beeinflussen. Lobe Dein Kind dafür, dass es sich so sehr bemüht, seine Konzentration zu verbessern und immer mehr Flüchtigkeitsfehler vermeidet. Weise auch auf kleine Verbesserungen hin und sage Deinem Kind, dass die Konzentrationsfähigkeit besser werden kann. Sprich über die Stärken Deines Kindes. Wenn Kinder wissen, worin sie gut sind, schafft das Selbstvertrauen und hilft ihnen, motiviert zu bleiben, auch wenn es schwierig wird.

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.