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Wie kann man den nötigen Platz für ein Klavier bestimmen?

Von Tobias, veröffentlicht am 21/08/2018 Blog > Musik > Klavier > Klavier Maße: Habe ich zuhause Platz für ein Piano?

Ein Klavier, das beim Umzug die Treppen hinunter fällt ist der Alptraum für jeden Möbelpacker.

Egal, von welcher Marke das Klavier ist – Kawai, Steinway, Yamaha, ein Young Chang oder ein Pleyel-Klavier: Die Instrumente sind fast immer sehr groß und insbesondere sehr schwer!

In der Regel spricht man von zwei verschiedenen Arten von Klavieren: auf der einen Seite das mechanische, klassische Klavier sowie auf der anderen Seite der Flügel.

In beiden Fällen handelt es sich um Instrumente, deren Saiten mithilfe eines Hammers angeschlagen werden und in der Regel einen Holzrahmen haben.

Außerdem findet man eine Tastatur sowie Pedale und meist einen Notenständer.

Ihr habt Lust, Euch ein Klavier anzuschaffen, schnell Fortschritte zu machen und bald schon die Stücke der großen Pianisten um Chopin, Schubert, Beethoven, Rachmaninoff und Tschaikowsky nachzuspielen?

Bevor Ihr Euch unüberlegt ein Klavier zulegt, möchten wir von Superprof Euch noch einige Hinweise bezüglich der Größe eines Klaviers geben.

Was ist ein Klavier eigentlich?

Zunächst sollten wir uns darüber einig werden, worüber wir hier überhaupt sprechen!

Das Klavier ist ein hochwertiges Instrument und zählt zur Familie der Saiteninstrumente.

Das Klavier ist im Gegensatz zum Flügel vertikal besaitet, die Töne werden durch Anschlagen der Saiten über Hämmer erzeugt, die ihrerseits durch das Anschlagen der Tasten ausgelöst werden.

Der Name stammt aus dem lateinischen und kommt von Piano-Forte, denn im Gegensatz zu seinen Vorgängern kann man auf dem Klavier sowohl leise als auch laut spielen. Mit einem Piano-Forte kann man die Tasten sanft anschlagen (piano) oder die Saiten stärker vibrieren lassen (forte).

Lässt man die Taste los, so verstimmt die Note, da sie gedämpft wird.

Klaviere sind außerdem mit Pedalen ausgestattet, die verschiedene Effekte auf die Töne haben. Sie können sie verlängern und dem Ton einen Hall verleihen oder den Klang dämpfen.

Die drei Pedale haben unterschiedliche Funktionen Pedale sind ein entscheidendes Element beim Klavierspielen | Quelle: Visualhunt

Standardmäßig haben Klaviere 88 Tasten, darunter 36 schwarze – #- und b-Noten – sowie 52 Schwarze.

Da der Rahmen vertikal verläuft, sind auch die Saiten vertikal angeordnet und überlappen.

Das gute daran: Man kann klassische Klaviere gegen die Wand stellen und verbraucht so weniger Platz als z.B. mit einem Flügel.

Klaviere haben außerdem die Eigenart, dass sie in kleineren Räumen besser klingen. Warum das so ist?

Weil je größer das Zimmer, desto mehr hallen die Noten wider, wie zum Beispiel in einer Kirche.

Die verschiedenen Klavier Arten

Man unterscheidet in der Regel zwischen drei unterschiedlichen Arten von Klavieren, die sich nach gewünschter Nutzung, Bedürfnissen sowie dem Niveau des Pianisten unterschiedlich gut eignen.

Hier ein kleiner Überblick über die drei Arten von Klavieren.

Instrumente für den Klavierunterricht

Sie eignen sich perfekt für Kinder und Anfänger und sie die idealen Klaviere, um ins Klavierspielen einzusteigen.

Diese Art von Klavier eignet sich auch aufgrund seiner kleineren Dimensionen gut für Kinder. Es ist viel tiefer als ein Standard-Klavier und der Preis hält sich daher auch in Grenzen.

Außerdem haben diese Klaviere keine Konsole. Konsolenklaviere haben Säulen, auf denen die Tastatur ruht. Sie erfüllen nur einen ästhetischen, aber keinen praktischen Zweck. Sie sind teurer zu produzieren, weshalb Anfänger gut daran tun, von einer Konsole abzusehen. Am Klang ändern sie nämlich nichts.

Kinder und junge Anfänger könnten zum Beispiel das Yamaha Serie B oder die Serie JS von Samick spielen, recht typische Unterrichtsklaviere. Aber warum sollte man für Kinder ein eher günstigeres Modell wählen?

Kinder sollten zunächst an Einsteigermodellen üben Für Kinder empfiehlt es sich, beim Klavier Lernen nicht gleich zum teuersten Instrument zu greifen. / Quelle: Pixabay

Im Kindesalter kann man nie genau wissen, was einem in einigen Monaten oder Jahren vielleicht noch Spaß machen wird und was nicht. Daher ist es wenig ratsam, mehr als 2000 € in ein klassisches Klavier zu investieren, wenn man gar nicht weiß, wie lang das Kind noch spielen wird.

Diese Arten von Klavieren eignen sich daher perfekt als ersten Instrument, aus dem sich dann eine echte Leidenschaft herauskristallisieren kann. Wenn das der Fall ist, kann man immer noch über den Kauf eines hochwertigeren Klaviers nachdenken.

Das Ausdrucksklavier

Es richtet sich an gestandene Pianisten und ist vom Klang her vergleichbar mit einem Flügel.

Die Marken Yamaha, Steinway and Sons, Seiler und Schimmel bieten in dieser Kategorie tolle Modelle an.

Wer sich für diese Art von Klavier entscheidet, der wird als Pianist ein ganz anderes Gefühl erleben, eine echte Eleganz im Klang. So kann man dann auch wirklich schnell Fortschritte machen.

Das Prestige-Klavier

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein High-End-Klavier, das sich für Pianisten eignet, die Ihr Hobby bereits zum Beruf gemacht haben.

Diese Klaviere zeichnen sich aus durch:

  • Ihre Präzision und die Klarheit im Klang
  • Die Qualität des Materials
  • Die Wiedergabe von detaillieren Nuancen und aller Arten von Interprätationen

Die Instandhaltung eines solchen Wertobjekts ist aber sehr aufwändig und der Preis kann durchaus über 30.000 € betragen!

Es ist aber immer möglich, sich ein gebrauchtes Klavier zu kaufen und so die Kosten für ein Klavier drastisch zu senken.

Häufig passiert es auch, dass man in einer lärmempfindlichen Nachbarschaft lebt, was Euch beim Spielen einschränken kann.

Mit elektrischen Klavieren könnt Ihr ganz für Euch alleine spielen Schont Eure Nacharn und legt Euch ein E-Piano zu! / Quelle: Pixabay

In diesem Fall wäre es ratsam, sich ein elektrisches Klavier zuzulegen, das man über Kopfhörer spielen kann und so niemanden stört.

Wie viel wiegt so ein Klavier eigentlich?

Das ist eine Frage, die immer wieder aufkommt, wenn man sich mit einem Klavierkauf beschäftigt. Denn wer ein Klavier von A nach B bringen will, der muss oft ganz schön schwitzen.

Klaviere sehen nicht nur aus wie große Möbelstücke, sie wiegen auch so viel. Natürlich müsst Ihr auch entsprechend Platz in Eurer Wohnung schaffen.

Ein klassisches mechanisches Klavier wiegt in etwa 120 Kilo, einige 150 Kilo und manche sogar über 300 Kilo!

Flügel wiegen aber trotzdem 2 -5 mal mehr, meist um die 600 Kilo!

Für den Umzug muss man sich also mit Rollen ausstatten und das Klavier stets umsichtig verpacken, damit es keine Kratzer abbekommt.

Und wie groß sind Klaviere?

Wer ein Klavier zuhause herumstehen hat, der hat in der Regel auch eine große Wohnung oder gar ein Haus.

Denn Klaviere, nicht nur Flügel, gelten als die voluminösesten Saiteninstrumente überhaupt.

Aber stimmt das wirklich?

Einige Menschen behaupten, dass Klaviere nicht viel größer sind als ein großer Bildschirm oder ein Plasma-Fernseher. Hier die Höhe der besprochenen Klavier-Arten:

  • Unterrichtsklavier: 108-113 cm
  • Ausdrucksklavier: 113 – 122 cm
  • Prestige-Klavier: 122 – 131 cm

Die Länge eines Klaviers ist meist auf 147 cm – 154 cm genormt und entsprechend viel Platz solltet Ihr in Eurer Wohnung einplanen.

Der Vorteil am klassischen Klavier gegenüber einem Flügel ist, dass man es ganz an die Wand stellen kann und daher so wenig Platz wie nötig verbraucht. Ein Flügel nimmt hingegen oft ein ganzes Zimmer komplett ein!

Achtet immer darauf, dass das Klavier gut in Eure Wohnung passt So ein Flügel füllt ein Zimmer ganz schön aus | Quelle: Visualhunt

Neben der Tatsache, dass Klavierspielen Spaß macht und Euch Geschick und musikalisches Verständnis vermittelt, sehen Klaviere auch einfach toll als Dekoration in jeder Wohnung aus. Manche Menschen sehen Klaviere ohnehin mehr als schönes Möbelstück…

Was ist der Unterschied zwischen einem Klavier und einem Flügel?

Man spricht oft von Flügeln, Keyboards, mechanischen Klavieren usw.

Wie soll man sich da eigentlich noch zurechtfinden?

Die Unterschiede zwischen einem Flügel und einem Klavier sind relativ einfach zu verstehen und hängen von verschiedenen Spiel-Faktoren ab sowie vom Klang des Instruments.

  • Die Form des Instruments: Ein Klavier ist viel kompakter als ein Flügel. Bei letzterem sind die Saiten horizontal angeordnet.
  • Das Volumen des Klaviers: Ein Flügel beansprucht ein Zimmer von mindestens 25m2 für sich allein. So viel Platz verfügbar zu haben ist heute in den meisten Städten ein ziemlicher Luxus.
  • Der Klang: Flügel erzeugen mächtigere Töne
  • Die Mechanik: Durch die Schwerkraft fallen die Hämmer beim Flügel von sich allein auf die Saiten, beim klassischen Klavier müssen Federn nachhelfen.
  • Das Anschlagen der Tasten fühlt sich beim Flügel viel natürlicher an als beim Klavier
  • Ein Flügel hat bis zu 98 Tasten und damit mehr Oktaven als ein Klavier. Es handelt sich dabei um tiefe zusätzliche, sogenannte Bass-Töne.
  • Ein Flügel bietet daher mehr Potenzial, um winzige Nuance besser zu interpretieren als ein Klavier.

Generell werden Flügel als hochwertiger, aber auch als viel teurer betrachtet.

Es ist aber in jedem Fall besser, sich ein gutes Klavier als einen schlechten Flügel zu kaufen, die teilweise so scheußlich klingen können wie eine verstimmte Geige!

Egal, für welche Art von Klavier Ihr Euch entscheidet, wir wünschen Euch viel Erfolg und Spaß beim Üben!

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