Das Klavier ist eines der beliebtesten, aber auch eines der teuersten Instrumente. Viele Klavier Anfänger greifen dadurch verständlicherweise erst einmal auf ein Mietinstrument zurück.

Eine für Anfänger wie Fortgeschrittene preiswerte Alternative ist ein E-Piano. Aber auch hier gibt es eine riesige Auswahl in verschiedenen Preisklassen. Vor dem Kauf des ersten Klaviers sollte man sich deshalb ausgiebig informieren, damit sich die Investition auch wirklich auszahlt.

Diese Fragen stellen sich beim Klavier Kaufen:

  • Wie wählt man überhaupt sein Klavier aus?
  • Lieber Flügel, mechanisches Klavier oder E-Piano?
  • Welches Budget muss man einplanen?
  • Was gilt es beim Kauf eines gebrauchten Klaviers zu beachten?

In diesem Artikel beantworten wir diese Fragen und geben Dir Ratschläge, zum Deinem ersten Klavierkauf.

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Klavier kaufen – eine erste Orientierung

Sein erstes Klavier kaufen, ist wie sich das erste Auto anzuschaffen. Eine Mischung aus Aufregung, Ungeduld und vielleicht auch etwas Angst, die falsche Wahl zu treffen. Deshalb sollte man einige Dinge immer im Hinterkopf behalten und sich nicht stressen lassen.

Es gibt nicht „das Eine beste Klavier für Anfänger“. Welches Instrument am besten zu Dir passt und Dir am meisten Freude bereiten wird, hängt von verschiedenen, teilweise sehr individuellen, Faktoren ab.

Bevor Du Dich überhaupt nach Klavieren umsehen kannst, musst Du wissen, was Du überhaupt suchst und worin die Unterschiede bei den verschiedenen Modellen und Preisklassen liegen.

Folgende Punkte solltest Du bei Deinem ersten Klavierkauf berücksichtigen:

Recht einfach zu beantworten ist die Frage nach dem Platz. Das ist ein entscheidendes Kriterium, welches die Auswahl der verfügbaren Geräte bereits erheblich einschränken kann. Wenn Du beispielsweise in einer kleinen Stadtwohnung wohnst, wirst Du Dir wohl keinen Flügel anschaffen können.

Aber auch ein klassisches Klavier oder E-Piano braucht je nach Modell mehr oder weniger Platz. Entscheide Dich also bereits vor dem Kauf, wo Du es hinstellen möchtest und berechne davon ausgehend, wie groß Dein neues Klavier maximal sein darf.

Einerseits muss natürlich genügend Raum für das Instrument an sich vorhanden sein (in der Breite und der Länge), andererseits musst Du bedenken, dass Du zum Spielen einen Hocker verwenden wirst, den Du vielleicht nicht jedes Mal nach dem Üben zusammenklappen und in einem Schrank verstauen möchtest.

In Deiner Berechnung solltest Du also berücksichtigen, dass Du genügend Platz hast, um in einem angenehmen Abstand zum Klavier zu sitzen und dass der Hocker auch unbenutzt irgendwo stehen muss.

Nicht nur der Platz in Deiner Wohnung sollte ein entscheidendes Kriterium sein, sondern auch die akustischen Verhältnisse. Wenn Du alleine in einem Haus auf dem Land wohnst, wird Dich diese Frage nicht betreffen. In Wohnungen mit direkten Nachbarn, lohnt es sich aber, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.

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Die ideale Klavier Größe hängt von dem Raum ab, in dem Du es aufstellen willst.
Bevor Du Dich auf die Suche nach einem geeigneten Klavier machst, musst Du wissen, wo Du es hinstellen willst. | Quelle: Megan Nixon via Unsplash

Bei einem klassischen mechanischen Klavier lässt sich die Lautstärke nicht einstellen. Du kannst durch die Anschlagstechnik zwar etwas lauter oder leiser spielen, aber um effizient üben zu können solltest Du Dir nicht ständig Gedanken darüber machen müssen, ob Du vielleicht zu laut spielst und jemanden stören könntest.

Beobachte also, wie viel Du von Deinen Nachbarn hörst und bedenke, dass sie das Klavier etwas lauter hören werden als Alltagsgeräusche. Im Zweifelsfall kannst Du Deine Pläne mit ihnen besprechen. Oft wird auch in Mietverträgen festgelegt zu welchen Uhrzeiten musiziert werden darf.

Über all dies musst Du Dir keine Gedanken machen, wenn Du Dich für ein E-Piano entscheidest. Bei einem Digitalpiano lässt sich nicht nur die Lautstärke durch Knopfdruck regeln, sie verfügen auch über einen Kopfhöreranschluss; so kannst Du üben, ohne dass jemand etwas davon hört.

Damit sind wir auch schon beim nächsten, sehr wichtigen Punkt, in Deiner Entscheidungsfindung angelangt: die verschiedenen Klavierarten und ihre Vor- und Nachteile.

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Eigenschaften von verschiedenen Klaviertypen

Das akustische Klavier

Wenn Du das Wort „Klavier“ hörst, denkst Du wahrscheinlich erstmal an das akustische Piano. Dabei handelt es sich um das klassische mechanische Klavier, das manchmal auch als Wandklavier oder aufrechtes Klavier bezeichnet wird.

Der Klang entsteht dadurch, dass bei Drücken der Tasten kleine Hämmerchen gegen die entsprechenden Saiten geschlagen werden und diese in Schwingung versetzen. Der große Resonanzkörper aus Holz verstärkt diesen Klang.

Ein Klavier sollte mit ein wenig Abstand an eine Wand gestellt werden und zu beiden Seiten, wie auch darüber ungefähr ein halber Meter Platz gelassen werden, damit es für mögliche Wartungsarbeiten leicht zugänglich ist.

Klassische Pianos sind in der Regel zwischen 140 und 155 Zentimeter breit und 50 bis 70 Zentimeter tief. Die Höhe kann von 1m bis mehr als 1m30 variieren. In einem kleinen Raum bis 20m² sollte man sich eher für ein kleines Klavier entscheiden, damit es nicht zu mächtig klingt. In Räumen ab 40m² ist ein 120cm hohes Klavier eine gute Wahl.

Auf Grund der aufwändigen Klangmechanik ist ein akustisches Klavier sehr schwer und nicht einfach zu transportieren. Da sie ab und zu von einem*einer Klavierstimmer*in gestimmt werden müssen, musst Du auch mit regelmäßigen Wartungskosten rechnen.

Bereits in der Anschaffung sind akustische Klaviere recht teuer: für ein gebrauchtes Anfängerklavier musst Du mit 1000 bis 1500 Euro rechnen, in Asien gebaute Instrumente bekommt man ab 2000 Euro, für ein neues Klavier aus deutscher Herstellung, wirst Du mindestens 8000 Euro bezahlen.

Eine allgemeine Übersicht zu Klavieren und ihren Preisen erhaltet Ihr hier.

Der Flügel

Der Flügel ist sozusagen der Rolls Royce unter den Klavieren. Er sieht nicht nur toll aus, sondern überzeugt auch durch den Klang und das Spielgefühl. Damit er seinen Klang aber voll und ganz entfalten kann, muss er frei in einem großen Raum stehen.

Ein Flügel braucht also nicht nur sehr viel Platz, er ist auch deutlich teurer als ein akustisches Klavier. Bereits für die billigsten Modelle aus Asien bezahlt man in der Regel mindestens 15000 Euro. Als etwas kleinere und günstigere Variante gibt es die Stützflügel mit einer Länge von 1m50, die es ab 9000 Euro zu kaufen gibt.

Für Klavier Anfänger ist der Kauf eines Flügels daher nicht wirklich eine empfehlenswerte Option.

Klavier Anfänger müssen sich nicht gleich einen Flügel kaufen.
Ein Flügel sieht toll aus, braucht aber sehr viel Platz. | Quelle: Wengang Zhai via Unsplash

Das E-Piano oder Digitalpiano

Bei diesen Klaviertypen handelt es sich um Instrumente, bei denen der Klang nicht mehr mechanisch durch das Anschlagen von Saiten erzeugt wird, sondern elektronisch oder digital.

Die Bezeichnungen E-Piano und Digitalpiano werden häufig synonym verwendet. Mit dem Überbegriff E-Piano ist also meistens ein digitales Klavier gemeint. Diese Instrumente haben wie das akustische Klavier 88 Tasten, die sich nur gegen einen leichten Widerstand runterdrücken lassen. So wird versucht, das Spielgefühl eines klassischen Klaviers bestmöglich zu imitieren.

Auch die Pedale, wie Du sie vom Wandklavier oder dem Flügel kennst, sind bei einem Digitalpiano entweder fest angebaut oder können mit Hilfe eines Kabels angeschlossen werden.

Klanglich kann ein Digitalpiano nie ganz an ein mechanisches Klavier, schon gar nicht an einen Flügel herankommen. Dafür bringt es je nach Modell verschiedene Klangeinstellungen mit, die es Dir erlauben unterschiedliche Klaviersounds auszuprobieren.

Die Lautstärke lässt sich individuell einstellen und wenn Du mal spät nachts noch üben möchtest, kannst Du ganz einfach Kopfhörer anschließen.

Typische Digitalpianos sehen einem mechanischen Klavier oft sehr ähnlich, jedoch gibt es Unterschiede zur Größe und dem Gewicht des Klaviers; sie sind jedoch ein wenig kleiner und leichter.

Wenn Du sehr wenig Platz hast, oft umziehst oder regelmäßig mit Freunden zusammen musizierst und Dein Instrument mitnehmen möchtest, bietet sich ein Stagepiano an. Ein Stagepiano ist ein Digitalpiano, das nicht fest verbaut ist, sondern auf einen Ständer gestellt und sind so einfacher transportierbar.

Günstige Einsteigermodelle sind bereits ab 200 bis 400€ erhältlich. Mit steigendem Preis erhöht sich auch der Funktionsumfang.

Auf einem Keyboard Klavier spielen lernen?

Ein Keyboard ist in der Regel etwas günstiger als ein Klavier (egal ob mechanisch, elektronisch oder digital) und sieht ihm aufgrund der gleich angeordneten schwarzen und weißen Tasten auf den ersten Blick sehr ähnlich. Daher erstaunt es nicht, dass sich viele Leute fragen, ob man auch mit einem Keyboard Klavier spielen lernen kann.

Tatsächlich kann man einige wenige Grundlagen des Klavierspiels auch auf einem Keyboard erlernen; z.B. welche Töne für welchen Akkord gespielt werden müssen oder wie man gleichzeitig eine Melodie und eine Begleitung spielt.

Richtig Klavier spielen lernen kann man auf einem Keyboard aber nicht, denn es handelt sich genaugenommen nicht um dasselbe Instrument. Ein Keyboard hat einen deutlich kleineren Tonumfang (nur 49, 61 oder 76 Tasten), die Tasten sind sehr viel leichter runterzudrücken und der Ton erklingt gleichmäßig, solange die entsprechende Taste gedrückt wird.

Keyboards sind darauf ausgelegt eine Vielzahl an Instrumenten zu imitieren und verfügen oft über eine Begleitautomatik, die sie zu einem beliebten Instrument für Alleinunterhalter*innen machen.

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Klavier kaufen - worauf achten?

Ein wichtiger Punkt in der Suche nach dem besten Klavier für Dich sind die Ziele, die Du mit dem Klavierunterricht verfolgst (z.B. im Klavierunterricht Hamburg). Wer „nur“ die Grundlagen des Klavierspiels erlernen möchte, um ab und zu seine Lieblingslieder nachzuspielen, ist mit einem gut gebauten Einsteigermodell bestens bedient.

Wenn Du Dir sicher bist, dass Du über einen langen Zeitraum intensiv üben wirst und vielleicht sogar eine professionelle Klavierausbildung anstrebst, lohnt es sich bereits von Anfang an in ein hochwertiges Piano zu investieren.

Natürlich hängt die endgültige Wahl auch von dem Budget ab, das Dir zur Verfügung steht. Mache am besten eine Liste, mit allen Punkten, die Dir wichtig sind (Platz, Klang, Funktionen usw.) um die richtige Mischung aus Qualität und Preis beim Klavierkauf zu finden.

Ein Qualitätsmerkmal für ein gutes Klavier sind die Klangeigenschaften. Im Idealfall probierst Du verschiedene Klaviere aus und vergleichst den Klang und das Spielgefühl. Wenn Du selbst noch nicht gut genug Klavier spielen kannst, kannst Du jemanden aus Deinem Bekanntenkreis oder Deine*n Klavierlehrer*in bitten, Dich ins Musikgeschäft zu begleiten.

Es lohnt sich außerdem in verschiedenen Geschäften Klaviere in der von Dir festgelegten Preisklasse auszuprobieren. Nicht alle Händler haben dieselben Modelle im Angebot. Das braucht zwar etwas Zeit und Geduld; da Du für Dein neues Klavier viel Geld ausgeben wirst, lohnt sich dieser Aufwand, um keinen Fehlkauf zu tätigen.

Damit ein Klavier lange gut klingt, ist die Qualität des Materials sowie die Verarbeitung von immenser Bedeutung. Sehr billige Instrumente weisen häufig Mängel auf, die vielleicht nicht auf den ersten Blick sichtbar sind, sich aber schon nach kurzer Zeit bemerkbar machen. Auch hier hilft es Modelle verschiedener Hersteller sorgfältig zu vergleichen und aufmerksam zu betrachten.

Wer ein neues akustisches Klavier für maximal 5000€ kaufen möchte, schaut sich am besten bei den Herstellern Yamaha und Kawai um. Beide sind seit vielen Jahren für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt.

Welches Klavier für Anfänger?

Mit dem Klavier spielen anzufangen heißt nicht unbedingt, ein Vermögen ausgeben zu müssen. Es gibt eine riesige Auswahl an E-Pianos, die sehr gut klingen, ein authentisches Spielgefühl vermitteln und auch für ein geringeres Budget erschwinglich sind.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sie weniger Platz brauchen, leichter zu transportieren sind und nicht gestimmt werden müssen. Ein Digitalpiano wird Dir also nicht zur Last fallen und bei guter Qualität auch nach Jahren noch viel Freude bereiten und Dich so zum Üben motivieren.

Ein Digitalpiano ist leichter zu transportieren als ein akustisches Klavier.
Ein Klavier auf dem Du gerne spielst, wird Dich zum Üben motivieren. | Quelle: OC Gonzalez via Unsplash

Je nach Preisspanne bringt ein E-Piano unterschiedliche Funktionen mit. Da ist es nicht immer einfach, die Übersicht zu behalten und zu beurteilen, welche davon an als Anfänger*in wirklich braucht. Beim Kauf Deines ersten Digitalpianos solltest Du darauf achten, dass es mindestens folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • 88 gewichtete Tasten
  • hochwertige Samples von akustischen Klavieren und Flügeln mit einer breiten Dynamik (lautester bis leisester Klang) und gutem Sustain (langanhaltender Ton, der gleichmäßig ausklingt)
  • Qualität der Lautsprecher (ausgewogener Klang, weder Bass noch Höhen lastig)
  • eingebautes Metronom
  • Polyphonie (Mehrstimmigkeit); mindestens 64, besser noch 128 Stimmen
  • Übersichtlichkeit (lieber weniger Funktionen, die Du gezielt nutzen kannst, als ein Wald von Knöpfen, mit denen Du nichts anzufangen weißt)
  • Pedale

Je nach Deinen persönlichen Bedürfnissen und Wünschen kannst Du die Auswahl nach folgenden Kriterien filtern:

  • USB- oder Bluetooth-Anschluss
  • Recorder (Du kannst Dich beim Spielen aufnehmen und die Aufnahme hinterher abspielen)
  • Song-Datenbank
  • Begleitfunktion
  • Transpose (erlaubt die Tonart zu verändern ohne andere Akkorde zu spielen)
  • Steuerung über eine App
  • Dual-Modus (beim Drücken einer Taste erklingen zwei verschiedene Sounds)
  • Split-Modus (die Tastatur wird in der Hälfte getrennt und jede Hälfte gibt einen anderen Sound wieder)
  • Duo-Modus (die Tastatur wird halbiert; beide Hälften geben exakt die gleichen Töne und den gleichen Sound wieder. Diese Funktion eignet sich zum Üben zu zweit.)

Um Dir einen ersten Überblick zu geben, stellen wir Dir hier drei Digitalpianos vor, mit denen Du als Anfänger*in nichts falsch machen kannst. Probiere sie am besten selbst aus, denn am Ende entscheidet auch Dein persönlicher Geschmack.

Roland FP 10

Das Roland FP 10 Stagepiano bringt alles mit, was man von einem gutem Einsteigerinstrument erwartet. Mit 12kg ist es sehr leicht und lässt sich einfach transportieren.

Die 88 Tasten sind mit einer vollgewichteten Hammermechanik ausgestattet und verleihen durch die imitierte Elfenbeinoberfläche ein sehr angenehmes und authentisches Spielgefühl.

Das Roland Stagepiano verfügt über 15 Sounds, die mit Raumklang und Brillanz Einstellungen weiter verfeinert werden können. Der Klang ist sowohl über die Lautsprecher als auch mit Kopfhörern sauber und differenziert. Mit einer 96 stimmigen Polyphonie hat es für ein Einsteigerpiano einen durchaus vollen Klang.

Zusatzfunktionen:

  • Dual-Modus
  • Split-Modus
  • Duo-Modus
  • eingebautes Metronom
  • Recorder
  • Transponierung
  • Bluetooth- und USB-Anschluss
  • Apps für Feineinstellung und mit Lernfunktionen

Zurzeit ist das Roland FP-10 für knapp 500€ erhältlich. Wer sich eine größere Soundauswahl wünscht, kann für ca. 150€ mehr zum Roland FP-30 greifen.

Yamaha P-45

Beim japanischen Hersteller Yamaha kann man jegliche Musikinstrumente in guter Qualität und zu einem erschwinglichen Preis finden, so auch Digitalpianos.

Auch bei diesem E-Piano handelt es sich um ein Stagepiano, das mit dem entsprechenden Klavierzubehör, wie einem soliden Klavierständer zu einem Homepiano umgewandelt werden kann. Mit 11,5kg ist es sogar noch etwas leichter als das vorgestellte Modell von Roland.

Die 88 gewichteten Tasten mit Hammermechanik lassen sich sehr gut kontrollieren und leicht bespielen. Die Anschlagsdynamik ist in drei Stufen einstellbar.

Ein Digitampiano ist nicht mit einem Keyboard u verwechseln.

Die 10 Sounds sind ausdruckstark und vielseitig einsetzbar und werden von den verbauten Lautsprechern angemessen wiedergegeben. Etwas differenzierter wird der Klang mit hochwertigen Kopfhörern.

Die 64 stimmige Polyphonie ist für die meisten Einsatzbereiche für Anfänger*innen absolut ausreichend, in diesem Punkt schneidet das Yamaha P-45 jedoch etwas schlechter ab als andere Einsteigerpianos.

Mit dem Dual-Modus, Duo-Modus und eingebautem Metronom sind die wichtigsten Zusatzfunktionen an Bord und Du kannst das E-Piano per USB mit einem Computer verbinden.

Zum aktuellen Preis von 415€ bekommst Du alles, was ein Einsteigerpiano braucht. Wenn Du ein in jedem Bereich besser ausgestattetes Instrument von Yamaha kaufen möchtest, kannst Du Dir mal das Modell P-125 ansehen, dass zu einem Neupreis ab 550€ verkauft wird.

Casio CDP-S100

Auch dieses Digitalpiano ist leicht zu transportieren (10,5kg) und lässt sich mit dem passenden Ständer im Handumdrehen zu einem Homepiano umwandeln. Sollte es mal keine Möglichkeit geben, das E-Piano ans Stromnetz anzuschließen, kann es mit 6 AA-Batterien betrieben werden, die Dir mehr als 10 Stunden Spielvergnügen bescheren.

Die vollgewichtete Hammertastatur mit 88 Tasten hat eine leicht angeraute Oberfläche, die ein authentisches Spielgefühl vermittelt und ein Abrutschen verhindert.

Die Polyphonie fällt mit 64 Stimmen eher bescheiden aus, reicht aber für Klavier Anfänger vollkommen aus.

Das Casio CDP-S100 ist mit 10 verschiedenen Sounds ausgestattet, die sehr gut gesampelt sind und ausgewogen und brillant klingen. Dies wird durch die leistungsstarken Lautsprecher unterstützt, die auch bei voller Lautstärke noch unverzerrt klingen. Beim Anschluss eines Kopfhörers werden die Lautsprecher automatisch auf stumm geschaltet.

Unter den Zusatzfunktionen findet man die Layer-Funktion, bei der zwei verschiedene Sounds übereinandergelegt werden können, einen Transposer zum Verändern der Tonhöhe sowie Hall und Chorus Effekte.

Auch dieses Einsteigerpiano verfügt über ein eingebautes Metronom und einen USB-Anschluss. Die Bedienung ist sehr übersichtlich und wird noch einfacher, wenn man ein Smartphone oder Tablet an das Klavier anschließt und es per App steuert.

Das Casio CDP-S100 ist bereits ab 350€ erhältlich und damit das günstigste, der hier vorgestellten Modelle. Wer auf der Suche nach einem reicher ausgestatteten E-Piano der Firma Casio ist wird beim PX-S1000 (ab 580€) fündig.

Ein Klavier gebraucht kaufen

Du möchtest Dir doch lieber ein akustisches Klavier kaufen, aber Dein Budget reicht für ein neues Instrument nicht aus? Dann kann es sich lohnen, nach einem gebrauchten Klavier Ausschau zu halten.

Beim Kauf eines gebrauchten Pianos müssen aber einige Dinge beachtet werden, damit man nicht am Ende doch noch hohe Reparatur- und Wartungskosten zu zahlen hat. Die meisten Klaviere, die über private Kleinanzeigen sehr billig verkauft werden, sind auch mit aufwändiger und kostspieliger Reparatur oft nicht mehr zu retten.

Klavier Reperatur Kosten können schnell den Neupreis übersteigen.
Will man ein Klavier gebraucht kaufen, muss man einiges beachten, um auch wirklich Geld zu sparen. | Quelle: Adrian Swancar via Unsplash

Generell wird vom Kauf von alten Klavieren mit Oberdämpfer-Mechanik (die Dämpfer liegen oberhalb der Hammerköpfe auf den Saiten) abgeraten, da diese sehr anfällig sind. Wenn Du den Deckel öffnest und in das Klavier hineinschaust, kannst Du das sehr leicht erkennen.

Zu allererst solltest Du Dir einen Gesamteindruck über das angebotene Instrument verschaffen: Sind äußerlich Schäden, Zeichen von Feuchtigkeit oder gar Schimmel zu erkennen?

Die Tasten sollten gleichmäßig nebeneinander liegen, ohne Lücken und ohne Höhenunterschiede. Schlage jede einzeln an; sie sollten weder zu locker sitzen, noch zu schwerfällig sein. Natürlich muss beim Anschlagen jeder Taste ein Ton erklingen, der beim Loslassen auch wieder verstummen sollte. Auch die Pedale dürfen nicht zu stark abgenutzt sein, oder sich gar seitlich bewegen lassen.

In einem zweiten Schritt ist ein Blick ins Innere absolut unerlässlich. Auch hier zählt schon der erste Eindruck. Solltest Du an irgendeinem Metallteil Rost entdecken, ist das schon ein absolutes Ausschlusskriterium.

Schaue die Hammerköpfe und Filze genau an. Leichte Gebrauchsspuren sind normal, aber die Hammerköpfe dürfen nicht tief eingekerbt, die Filze nicht ausgebrochen sein. Sie zu ersetzen ist zwar möglich, aber sehr teuer.

Auch der Resonanzboden und die Gussplatte dürfen keine Risse aufweisen und die Wirbel müssen fest im Stimmstock sitzen. Dieser darf weder gerissen noch ausgeleiert sein.

Wenn Du nach ausgiebiger Betrachtung keine schwerwiegenden Mängel feststellen kannst, kannst Du zum Spielen übergehen. Nimm Dir Zeit für diesen Schritt. Am Ende musst Du Dich mit dem Instrument wohl fühlen und seinen ganz eigenen Klang mögen.

Auch beim Kauf eines gebrauchten Instruments ist es ratsam, verschiedene angebotene Exemplare auszuprobieren. Dadurch übst Du einerseits den Zustand zu beurteilen und sensibilisierst andererseits Dein Gehör für die unterschiedlichen Klangcharakteristika.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, kaufst Du auch ein gebrauchtes Klavier im Fachhandel. Hier ist die Qualität gewährleistet, Du erhältst in der Regel eine dreijährige Garantie und wirst außerdem gut beraten werden.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.