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Von Nelly, veröffentlicht am 13/01/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Landschafts- und Portraitfotografie : Alles, was Du für den Einstieg wissen solltest

Entdeckt Eure fotografische Vielseitigkeit mit der Portrait- und Landschaftsfotografie

„Die Fotografie ist die Literatur des Auges“ – Rémy Donnadieu

Die Fotografie wird definiert als die Erzeugung von Bildern durch die Wirkung von Licht. Die aus dem Griechischen stammenden etymologischen Wurzeln „Fotos“ und „Grafik“ bedeuten jeweils „Klarheit, Licht“ und „Malerei, Zeichnung, Schrift“.

Somit gehört sie also zu den grafischen Künsten.

Die Fotografie soll bereits in den 1820er Jahren in Frankreich entstanden sein. Vorreiter dieser Entwicklung war der Burgunder Joseph Nicéphore Niépce (1765-1833).

Obwohl die Geschichte der Fotografie sehr interessant und vielseitig ist, möchten wir uns in diesem Artikel einem anderen Thema widmen. Dennoch kann es nie schaden zu wissen, wo die (heute täglich benutzte) Fototechnik ihren Ursprung hat.

Wer kennt es nicht: Man möchte als ein Nachtaufnahme, eine Landschaftsaufnahme, ein Gruppenbild der Familie oder auch ein Portrait von jemandem schießen, weiß aber nicht, wie man das am besten anstellen soll. Welches Licht ist das richtige? Welche Brennweite macht hier Sinn? Welche Blende oder Linse setzt das am besten in Szene? Wie steht es um Belichtungszeit, Fokus, usw.?

Große, bekannte Fotografen sagen, dass die Kunst der Fotografie damit beginnt, das Motiv in den Rahmen zu bekommen. Anschließend kann man sich um die Grundlagen der Fotografie kümmern.

Die Grundlagen können – das ist kein Geheimnis – im Rahmen eines Fotokurses erlernt werden. Dort erklären Lehrer ihren Schülern beispielsweise, wie man ein Gesicht verschönern oder eine Landschaftsfotografie verfeinern kann. Doch neben der Theorie lernen die Schüler dies natürlich auch ganz praktisch und bekommen wichtiges Feedback.

Wir haben für Euch einige  Tipps von Profis zusammengetragen, mit denen Ihr noch bessere Bilder schießen werdet!

Die wichtigsten Fotografie-Vokabeln

Zunächst einmal muss das Grundvokabular sitzen.

Wer richtig Klavier spielen möchte, der muss auch zunächst die Grundvokabeln verstehen: Tasten, schwarz, weiß, Tempo, Harmonie, Akkord. Ohne geht es nicht!

Die Grundausstattung des Fotografen ist eine Kamera. Allein die Funktionen der Kamera sind ein eigenes Wortfeld für sich!

Hier erklären wir Euch das Basisvokabular, das Euch auf Eurem Weg zum Fotografen weiterhelfen wird. Vielleicht werdet Ihr ja der nächste Robert Doisneau (1912-1994) oder Henri Cartier-Bresson (1908-2004).

  • Autofokus: Funktion der Kamera, die den Fokus automatisch scharf stellt
  • Weißabgleich: Der Weißabgleich passt die Farbtemperatur an das Licht am Aufnahmeort an
  • Rauschen: Auch Korn genannt, hinterlässt große unerwünschte Pixel auf dem Bild
  • Gegenlicht: Ist die Kamera auf die Lichtquelle gerichtet, entsteht eine Gegenlicht-Aufnahme
  • Auslöser: Die Taste auf der Kamera, die gedrückt werden muss, um ein Bild aufzunehmen
  • Brennweite: Abstand zwischen Objektiv und Brennpunkt
  • Nahpunkt: Eine Fokussierungstechnik, bei der alle Elemente eines Bildes scharf erscheinen
  • Verschluss: Befindet sich hinter dem Objektiv, und öffnet sich ganz kurz, wenn ein Foto aufgenommen wird
  • Unter-/Überbelichtung: Die Lichtbedingungen (zu schwaches oder zu helles Licht) bei einer Bildaufnahme

In umfangreicheren Online-Glossaren könnt Ihr Euer Wissen vertiefen und Begriffe nachschlagen.

Welches Objektiv ist das beste für dieses Foto? Profi-Fotografen sollten sich auch mit verschiedenen Objektiven auskennen. | Quelle: pixabay

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit oder Belichtungszeit legt fest, wie lange der Bildsensor dem Licht ausgesetzt wird. Dies beeinflusst die Helligkeit des Bildes.

Blende
Die Blende ist eine mechanische Vorrichtung, welche die einfallende Lichtmenge reguliert und so Einfluss auf die Tiefenschärfe hat. Eine geöffnete Blende resultiert in einem hellen Bild, eine geschlossene hingegen in einem dunklen.

Die Blende ist also für die Belichtungs-Korrektur zuständig, welche in der Formel f/x ausgedrückt wird. Diese Werte reichen von f/1,4 bis f/32 – je kleiner der Wert, desto weiter ist die Blende geöffnet.

Bildsensor
Der Bildsensor ist das Aufnahmemedium, das in Digitalkameras einbaut ist und ersetzt den Fotofilm aus analogen Kameras. Er ist mit zahlreichen kleinsten, sehr lichtempfindlichen Fotozellen ausgestattet. Diesen Sensor gibt es unterschiedlichen Größen. Die Größe wird in APS-C ausgedrückt, was für Advanced Photo System type C steht.

Fotografieren für Anfänger: Schärfentiefe, Rahmung und Komposition

Die Komposition ist die Zusammensetzung eines Bildes. Dabei werden verschiedene Elemente zu einem gesamten Foto zusammengefügt und in Szene gesetzt.

So verleiht die Komposition dem Bild eine Einheitlichkeit oder macht die abgebildete Situation verständlich. Wichtige Elemente werden hervorgehoben, unwichtige oder unerwünschte Elemente hingegen rücken dadurch in den Hintergrund. So stehlen sie dem eigentlichen Star der Fotografie nicht die Show.

Fotograf zu werden ist eigentlich gar nicht so schwierig, auch wenn man zu Beginn das Gefühl haben kann, dass es ein schier ungreifbares, ultra-technisches Know-how erforfert.

Am besten lernt Ihr zu Beginn ein paar einfache Tricks, wie beispielsweise die Drittel-Regel. 

Wenn Ihr beispielsweise eine Landschaft fotografiert, solltet Ihr das Bild mittels zweier waagrechter und senkrechter Linien in drei gleich hohe bzw. gleich breite Bereiche aufteilen. Versucht, die Elemente des Bildes, die Ihr hervorheben möchtet, auf die Schnittpunkte dieser Linien zu platzieren.

Das ist ein einfacher Fotografie Tipp für Anfänger, der Eure Fotos direkt professioneller und interessanter gestalten.

Spielt dabei auch mit der Rahmung und der Tiefenschärfe. Hier ist es wichtig, dass Blende und Verschlusszeit so eingestellt sind, dass entweder alle Elemente des Bildes scharf abgebildet sind (also die Schärfentiefe maximiert ist) oder der Hintergrund mit einer großen Blende (minimierte Tiefe) verwischt ist.

Entscheidet selbst, werlche Teile Eures Fotos scharf hervorgehoben werden sollen! In diesem Portrait ist nur der Vordergrund scharf gestellt. Der Hintergrund verschwimmt. | Quelle: pixabay

Ein weiteres, unheimlich wichtiges Element ist das Licht. Eine korrekt eingestellte Belichtungszeit verhindert – je nach Situation – die Über- bzw Unterbelichtung eines Fotos.

Eine lange Belichtungszeit eignet sich beispielsweise für Nachtaufnahmen, während eine kurze Belichtungszeit die richtige Wahl für Tagesaufnahmen von sich bewegenden Objekten ist.

Es gibt verschiedene Internetseiten, die kostenlose Foto-Tutorials zur Verfügung stellen. So könnt Ihr Euch zuhause alleine die theoretischen Grundlagen aneignen.

Tutorials sind sehr hilfreich, wenn es um die Theorie hinter der Fotografie geht. Um aber wirklich ein tolles Landschaftsfoto zu schießen, muss auch man diese erst einmal in die Praxis umsetzen können!

10 Tipps für das perfekte Portraitfoto

Eine der ersten Regeln, die man als Fotograf lernt, ist das Stillhalten während der Aufnahme. Wie schnell ist die perfekte Aufnahme wegen eines Wacklers ruiniert!

Haltet den Atem an, legt die Arme ab, falls das möglich ist. Um sich beim Auslösen des Bildes nicht zu bewegen ist alles erlaubt.

In der Fotografie werden häufig Stative verwendet, und das mit gutem Grund!

Für das perfekte Foto legen sich Fotografen richtig ins Zeug! Wer kein Stativ zur Hand hat, muss erfinderisch werden. Hauptsache, das Foto ist nicht verwackelt! | Quelle: pixabay

Ihr möchtet das perfekte Portrait schießen? Hier sind unsere Tipps:

  1. Sprecht mit dem Modell ab, welchen Gesichtsausdruck Ihr Euch wünscht
  2. Stellt Eure Spiegelreflexkamera auf den Blendenprioritätsmodus (auch A-Modus genannt) ein, falls Ihr den manuellen Modus noch nicht beherrscht
  3. Wählt eine große Öffnung, um eventuelle Hautunreinheiten zu korrigieren
  4. Nutzt einen Lichtreflekor (Faltreflektor), um die Augen zum Glänzen zu bringen und mit Licht und Schatten zu spielen
  5. Shootet (Frauen) in 3/4 Position – das lässt das Model optisch schlanker erscheinen
  6. Knipst (Männer) auf Augenhöhe. Die Perspektive lässt Models selbstsicherer und beeindruckender aussehen
  7. Schafft Kurven, Lücken und Dreiecke in der Figur des Modells, um diese künstlerisch in Szene zu setzen
  8. Lasst Euch Zeit! Überlegt Euch originelle Posen und Konzepte. Habt Ihr eine tolle Pose gefunden, macht so viele Bilder wie möglich. So könnt Ihr am Ende die schönsten heraussuchen
  9. Spielt mit der Tiefenschärfe, natürlichem Licht und der Umgebung, um das Model in Szene zu setzen
  10. Bringt Euer Model zum Lachen. So erzielt Ihr die natürlichsten Bilder

Ein letzter Tipp: Achtet auch den Blickwinkel. Es ist grundsätzlich besser, unterhalb oder auf Kopfhöhe der Models zu stehen, als von oben zu fotografieren.

Behaltet auch die Drittel-Regel im Hinterkopf. Ergänt das Foto um interessante Elemente, statt nur das Model in der Linse zu zentrieren. Nutzt ein weiteres Element oder lasst das Model in die entgegengesetzte Richtung dieses Gegenstands schauen. So verleiht Ihr dem Bild mehr Tiefe.

10 Tipps für das perfekte Landschaftsfoto

Ein Landschaftsfoto kann ein tolles Geschenk sein. Schenkt beispielsweise einem Freund, der weggezogen ist, ein Foto seiner Heimatstadt oder seines Lieblingsparks.

Dazu müsst Ihr keine professionellen Fotografen sein. Mit ein paar Tricks können auch Anfänger tolle Naturfotos schießen und so schöne Momente (beispielsweise Tiere, oder Urlaube) verewigen.

Eine gute Technik ist in der Fotografie wichtiger als viele denken! Wie gefällt Euch dieses Landschaftsfoto? Entspricht es der Drittel-Regel? | Quelle: pixabay

Heutzutage haben fast alle digitalen Kameras einen Automatikmodus. Dieser ermöglicht Anfängern einen Einstieg in die Fotografie. Dies gilt natürlich auch für die Landschaftsfotografie.

Hier stellen wir Euch einige Tipps vor, die Euch dabei helfen, Eure Landschaftsbilder zu perfektionieren.

  • Beobachtet das Licht einer Landschaft – so könnt Ihr ihre Konturen, Atmosphäre und Farben verstehen
  • Wendet die goldene Drittel-Regel an
  • Vermeidet es, den Horizont zu zentrieren
  • Probiert statt Tageslicht auch bei Morgen- oder Abenddämmerung zu knipsen. Die Farben sind zu dieser Tageszeit besonders interessant
  • Achtet auf das Wetter: die Farben und Kontraste, die Wolken, Morgennebel oder Regen hervorrufen; der Einfluss des Windes auf die Pflanzen, …
  • Nutzt einen Polarisationsfilter. Dieser wird vor der Frontlinse des Objektivs angebracht und unterbindet beispielsweise unerwünschte Spiegelungen
  • Spielt mit dem Vordergrund des Bildes. Elemente, die im Vordergrund platziert sind, können Bilder interessanter machen
  • Findet den besten „Spot“ und knipst dort zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten. Die Farben ändern sich im Laufe eines Tages, sogar innerhalb einer Stunde
  • Spielt mit Fluchtlinien und lenkt das Auge bewusst in eine bestimmte Richtung
  • Übt, übt und übt weiter! Statt schlechte Bilder zu verdammen, seht sie als Entwürfe und als Verbesserungsgrundlage für Eure nächsten Fotos
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