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Warum sind Obst und Gemüse so gesund?

Von Jana, veröffentlicht am 31/10/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Ernährung > Lebensmittelgruppen: Obst und Gemüse

Wer an seine Kindheit zurück denkt, erinnert sich bestimmt auch an das tägliche Gemüse auf dem Teller, das uns groß und stark machen sollte. Wer kennt nicht den Seemann Popeye, der durch den Verzehr von Spinat ungeahnte Kräfte entwickelt?

Kinder haben oft eine Art Hass-Liebe zu Obst und Gemüse. Je süßer die Frucht oder je geschmacksneutraler das Gemüse, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es in den kleinen Kindermagen wandert. Mit dem Reifen unserer Geschmacksknospen, wächst dann aber auch die Liebe zu den Lebensmitteln und der vielfältigen uns gebotenen Auswahl.

Im Erwachsenalter beginnen wir die verschiedenen Geschmacksrichtungen und die Vielfalt natürlicher Lebensmittel zu schätzen. Außerdem wird uns bewusst, wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung für uns ist. Wie so oft, stellen wir fest, dass unsere Eltern Recht hatten, wenn sie uns mal wieder zwingen mussten, unser Gemüse aufzuessen. Obst und Gemüse sind der Grundbaustein einer gesunden Ernährung.

Unsere Eltern haben also alles richtig gemacht, indem sie uns immer wieder animierten, mehr Obst und Gemüse zu essen. Diese natürlichen Lebensmittel versorgen uns mit so vielen Vitaminen und Mineralien, die unseren Körper bei der Entwicklung unterstützen. Sie sind für unseren Körper, unsere Organe und körperlichen Vorgänge einfach grundlegend.

Unser Obst und Gemüse kommt heutzutage aus aller Welt. Dennoch ist es gesünder und auch nachhaltiger, sich auf regionale und saisonale Produkte zu beschränken. Die Obst- und Gemüseauswahl scheint heutzutage endlos. Der Umwelt zu Liebe sollten wir aber versuchen, möglichst regional und saisonal einzukaufen. | Quelle: Unsplash

Es gibt eine so wahnsinnig große Auswahl an Obst und Gemüse, dass es nahezu unmöglich scheint, all die enthaltenen Nährstoffe zu nennen und zu erläutern, wie diese unseren Körper beschützen, heilen und erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen Obst und Gemüse? Warum ist Obst und Gemüse gesund?

Obst

Wusstest Du, dass eine Kiwi mehr Vitamin C enthält als eine Orange? Außerdem enthält sie noch Vitamin E und K.

Vitamin C oder auch Ascorbinsäure bereichert den Körper auf viele Weisen; es unterstützt beispielsweise das Wachstum, die Wiederherstellung und Entwicklung von Gewebe. Es ist außerdem ein Antioxidans (ein Antioxidans beseitigt möglicherweise schädliche Oxidantien aus dem Organismus), das viele Krankheiten verhindert, die Eisenaufnahme fördert, Kollagen formt, die Wundheilung beschleunigt und noch vieles mehr.

Vitamin E ist ein ebenso wirkungsvolles Antioxidans und beschützt den Körper vor Zellschädigungen. Das bedeutet, dieses Vitamin hilft dabei den Alterungsprozess unserer Haut zu verlangsamen.

Vitamin K ist besonders wichtig für die Gesundheit unserer Knochen und unseres Herzes; es reguliert die Blutgerinnung und verhindert, dass sich Kalzium in unseren Arterien ablagert.

Das waren nur ein paar Beispiele an Vitaminen, die in einer einzelnen Frucht enthalten sind. Die Vorteile einer an Obst reichen Ernährung sind wirklich immens! Du solltest auf keinen Fall unterschätzen, welche positiven Auswirkungen es auf Deinen Körper hat, wenn Du die richtigen Lebensmittel auswählst. Die richtige Ernährung ist der Schlüssel zu Glück und Gesundheit.

Die Menge an Vitaminen und Mineralien, die in nur einer Frucht enthalten sind, scheinen endlos. Uns von natürlichen Lebensmitteln zu ernähren, ist also nicht ohne Grund so wichtig. Diese von Mutter Erde produzierten Produkte geben uns nicht nur Kraft und erhalten uns, sie heilen und beschützen auch unseren Körper.

Heutzutage haben wir eine grenzenlos erscheinende Auswahl an verschiedensten Obstsorten. Allein in den lokalen Supermärkten gibt es eine Fülle an Auswahlmöglichkeiten von Orangen, über Bananen und Äpfel bis hin zu Mango und Passionsfrucht. Wir sollten also versuchen die Vielfalt an Vorteilen, die diese Früchte mit sich bringen, optimal auszunutzen.

Die Banane ist ein anderes nahrhaftes Beispiel; in vielen Speiseplänen gilt sie als Grundnahrungsmittel, sogar Babys lieben Bananen. Was sind die Vorteile dieser gelben Frucht?

Bananen sind reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen, außerdem enthalten sie Mineralien, Kalium und Vitamin B6. Kalium ermöglicht es dem Körper Wasser und Säure in Blut und Gewebe zu regulieren. Darüber hinaus fördert es den Muskelaufbau, sorgt dafür, dass unsere Nerven richtig arbeiten und hilft unseren Nieren Blut zu filtern.

B6 ist ein Stimmungsregler, es unterstützt den Körper bei der Produktion zweier Hormone, nämlich Serotonin und Noradrenalin. Beide Hormone wirken Depressionen entgegen und helfen bei der Stressbewältigung. Als ob das nicht schon ausreichen würde, unterstützt es den Körper zusätzlich bei der Herstellung von Melatonin, ein Hormon, das die innere Uhr ankurbelt und sich damit positiv auf den Schlafrhythmus auswirkt.

Vergleicht man die Banane mit der Passionsfrucht, hat letztere wiederrum ganz andere Vorteile vorzuweisen. Die Passionsfrucht enthält große Mengen an Vitamin B3 und Eisen. Vitamin B3 bringt die Hirn- und Verdauungsfunktionen in Schwung, senkt den Cholesterinspiegel und kann die Schmerzen bei Arthritis mildern.

Obst kann also auf verschiedene und dazu noch natürliche Weisen sehr förderlich sein. Die verschiedenen Vorteile von Obst lassen sich ganz einfach beim täglichen Frühstück genießen, zum Beispiel in einer leckeren und farbenfrohen Fruit Bowl. Na, schon hungrig!?

Obst sollte besonders morgens verzehrt werden sowie über den Tag jeweils vor und nach Mahlzeiten. Die Blaubeere wird aufgrund der in ihr enthaltenen Nährstoffe auch als Superfruit bezeichnet. Sie macht sich in Deiner Fruit Bowl besonders gut. | Quelle: Pixabay

Gemüse

Die Auswahl an Gemüsesorten steht der Obstauswahl in nichts nach. Gemüse lässt sich ganz gut an Farbe und Blättern erkennen und kategorisieren.

Grünes Gemüse, besonders die blattreichen Sorten wie Kohl, Brokkoli und Spinat, ist wie die Kiwi reich an Vitamin C, K und E, enthält jedoch zusätzlich auch viel Kalzium, Vitamin B und Antioxidantien.

Ein anderes tolles Beispiel sind orangene und gelbe Gemüsesorten. Diese enthalten besonders viele Vitamine und Mineralien. Dazu zählen Mais, Süßkartoffeln, Paprikas und Karotten, die besonders reich an Vitamin A (sehr gut für Augen sowie die Instandhaltung von Zähnen, Knochen und Gewebe), Kalium, Zeaxanthin (verhindert eine Schädigung der Netzhaut) und Flavonoiden (schützen das Gehirn) sind.

Karotten gelten als die beste Quelle für Beta-Carotin, das im Vitamin A steckt. Eine rohe Karotte ist der perfekte Snack für zwischendurch, eignet sich aber auch hervorragend für Smoothies. Falls Du keine große Lust auf gekochte Karotten im Abendessen hast, sind das tolle Alternativen, um dennoch an die wertvollen Nährstoffe der Karotte zu gelangen.

Gemüse ist besonders gesund, wenn es gedünstet wird. Beim Kochen werden viele Nährstoffe an da Wasser abgegeben. Karotten sind gut für die Augen. Das wissen wir schon von Mutti. | Quelle: Unsplash

Auch der Butternusskürbis enthält reichlich Vitamine und Mineralien und lässt sich außerdem wunderbar zu leckeren Suppen verarbeiten – besonders in den Herbstmonaten!

Ist das Gemüse rot, kann man daraus schon sehr viel über die enthaltenen Nährstoffe schließen. Tomaten (obwohl eigentlich eine Frucht) sind ein großartiges Beispiel. Eine Tomate enthält sehr viel Lycopen (ein Antioxidans) und wirkt außerdem noch entzündungshemmend. Davon profitiert besonders unsere Haut, da es verstopften Poren vorbeugt. Zusätzlich senkt es unseren Blutdruck.

Richtig essen: roh, gekocht, gebraten, gedünstet?

Natürlich tut es Deinem Körper gut, wenn Du täglich ein wenig mehr Obst und Gemüse isst. Aber auch hier gibt es gewisse Regeln, die Du beachten solltest, um den größten Nutzen für deine Gesundheit zu erzielen. Diese Regeln betreffen insbesondere die richtige Menge, den richtigen Zeitpunkt sowie die Art und Weise des Gemüse- bzw. Obstverzehrs.

Obst solltest Du am besten morgens essen, vorzugsweise nach einem Glas Wasser, und im Verlauf des Tages immer 30 Minuten vor sowie zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Dieser Zeitplan wirkt etwas strikt, resultiert aber schlichtweg aus der Tatsache, dass die im Obst enthaltenen Nährstoffe zu anderen Tageszeiten nicht optimal aufgenommen werden.

Ob Du das Obst einfach so oder in Kombination mit Joghurt oder Müsli isst, spielt keine Rolle. Ferner empfiehlt es sich, das Obst nach dem Schneiden so schnell wie möglich zu essen, da es sonst wesentliche Antioxidantien verliert. Dabei sind frisches und gefrorenes Obst stets vorzuziehen. Die Variante aus der Dose solltest Du möglichst meiden.

Dasselbe gilt für Gemüse. Tiefkühlgemüse enthält immer noch viele Nährstoffe, allerdings etwas weniger, wenn es vor dem Einfrieren bereits geschnitten wurde. Bei der Zubereitung des Gemüses solltest Du darauf achten, das Gemüse nicht zu kochen, da die ganzen Nährstoffe ansonsten im Wasser landen. Am besten ist es, das Gemüse zu dünsten. Aber auch das Anbraten ist eine gute Zubereitungsart, besonders für mediterrane Gemüsesorten.

Interessanterweise sind manche Gemüsesorten gekocht sogar nährstoffreicher als roh. Dazu gehört beispielsweise rotes Gemüse, das, wie bereits oben erwähnt, das Antioxidans Lycopene enthält. Beim Kochen werden die Zellwände abgebaut, wodurch mehr Mineralien produziert werden.

Generell lässt sich sagen, eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, ist der erste Schritt in ein glücklicheres und gesünderes Leben.

Was ist der Unterschied zwischen Obst und Gemüse? Wieviel Obst oder Gemüse sollte man am Tag essen? Frisch gepresster Orangensaft ist der richtige Start in den Tag. | Quelle: Unsplash

Die hier erwähnten Vorteile eines ausgewogenen Gemüse- und Obstverzehrs waren lediglich beispielhaft und stellen keines Falls eine vollständige Liste dar. Jede Frucht und jede Portion Gemüse kann neben den bereits genannten noch viele weitere Vorteile in sich bergen. Es ist wirklich bemerkenswert wie viel Gutes in diesen Lebensmitteln steckt.

Trotz der Fülle an Auswahlmöglichkeiten, ist es dennoch ratsam so gut es geht regionale und saisonale Produkte zu kaufen. Dadurch unterstützt Du die Landwirtschaft in deiner Region, vermeidest aufwendige Plastikverpackungen und reduzierst die Kilometerzahl, die von den Lebensmitteln bis zu dir zurückgelegt werden müssen. Das bedeutet nicht, dass wir gänzlich auf Obst und Gemüse, das nicht aus Deutschland kommt, verzichten müssen. Wir sollten jedoch bedenken, woher die Lebensmittel kommen und welche Alternativen es in unserer Nähe gibt.

Eine andere Option wäre es natürlich, Obst und Gemüse selbst anzupflanzen. Natürlich hat nicht jeder einen Garten, besonders wenn man in der Stadt lebt; hat man diese Möglichkeit allerdings, lohnt es sich auf jeden Fall, denn der Eigenanbau von Obst oder Gemüse kann eine sehr nützliche und bereichernde Erfahrung sein.

Herauszufinden, was diese Lebensmittel benötigen, um zu wachsen und letztlich uns zu versorgen, kann befreiend sein, spart Geld und reduziert vor allem unsere Kohlenstoffbilanz.

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