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Englisch unterrichten – eine Berufung

Von Christiane, veröffentlicht am 21/11/2017 Blog > Sprachen > Englisch > Warum sollte man Englischlehrer werden?

Zu Zeiten der Wirtschaftskrise ist es nicht einfach, sich auf einen Beruf festzulegen…

Dich interessieren verschiedene Berufswege, doch Du fragst Dich, welchen Du beschreiten sollst?

Hast Du schon einmal daran gedacht, die Sprache Shakespeares zu unterrichten? Durch die Globalisierung muss man Englisch heutzutage fast überall auf der Welt gut beherrschen können.

Ob Du Schüler in der Unter- oder Oberstufe, schon Student oder Berufsanfänger bist, es lohnt sich, sich mit dieser Frage zu beschäftigen.

Der Beruf des Englischlehrers hat seine Vorzüge, und die englische Sprache besitzt eine äußerst attraktive Aura.

Beschäftigen wir uns also mit den Vorteilen des Englischlehrerdaseins!

Berufschancen als Englischlehrer

Englisch ist die zweitmeistgesprochene Sprache der Welt.

425 Millionen Menschen haben Englisch als Muttersprache, während 400 Millionen Menschen Englisch als Zweitsprache sprechen und 350 Millionen die Sprache schon einmal gelernt haben. Die Englische Sprache ist in vielen Berufen und im Studium unerlässlich!

Der Bedarf an Englischunterricht ist also groß, und die Berufschancen als Englischlehrer stehen nicht schlecht.

Als Englischlehrer wird es zudem nie langweilig!

Englischunterricht in der Grundschule

In Deutschland wird Englisch bereits in der Grundschule unterrichtet. Je nach Bundesland auch schon ab der 1. Klasse.

Dabei wird großen Wert auf den Erwerb der ersten Wörter und den Spaßfaktor gelegt, damit die Kinder sich mit der Sprache anfreunden und ein Gehör für die Sprache entwickeln.

In diesem Alter ist das Gehirn noch formbar, wodurch es fremdsprachliche Vokabeln und Laute ohne Schwierigkeiten behält.

In den ersten Jahren lernt das menschliche Gehirn am meisten. Englisch im Kindergarten- und Grundschulalter fällt stets auf fruchtbaren Boden. | Quelle: pixabay

Des Weiteren gibt es Sprachschulen wie Berlitz oder das Lernstudio Barbarossa, die Englischkurse für Kinder ab 3 und 4 Jahren anbieten. Hier wird die Sprache in Kleingruppen und auf kindgerechte Weise unterrichtet.

Geschichten, Lieder und unterhaltsame Aktivitäten legen den jungen Englischlernenden die Sprache nahe.

Auch Spielsprachschulen haben sich auf frühkindliches Sprachenlernen spezialisiert, so auch Abrakadabra in Berlin. Hier wird die Immersionsmethode angewandt, d.h. die Kinder schwimmen in einem englischen Sprachbad, wodurch sie sich die Sprache rasch aneignen.

Englisch in der Sekundarstufe I und II

In der Unter- und Mittelstufe, d.h. ab der 5. Klasse, geht es ans systematische Grammatiklernen, wobei der mündliche Ausdruck und das schriftliche und mündliche Verstehen auf keinen Fall vernachlässigt werden dürfen.

Der ein oder andere Schüler spielt bereits jetzt mit dem Gedanken, Englisch zu studieren und vielleicht auch Englischlehrer zu werden.

Dazu muss er Englisch auf Lehramt studieren (Bachelor und Master of Education oder 1. Staatsexamen), am besten in Kombination mit einem naturwissenschaftlichen Fach, Sport oder Musik, die derzeit die Mangelfächer bilden.

Daraufhin folgen das Referendariat und anschließend das 2. Staatsexamen.

Möchtest Du an einer öffentlichen Schule unterrichten, bewirbst Du Dich direkt beim Bildungsministerium. Wenn Du Dich für Englischunterricht an einer bestimmten Privatschule interessierst, reichst Du direkt bei ihr Deine Bewerbung ein.

Als Referendariat bist Du zunächst Beamter auf Widerruf, woraufhin die Verbeamtung auf Probe folgt (2-3 Jahre).

Am Ende dieser Probezeit wird festgestellt, ob Du eine pädagogische und fachliche Tauglichkeit aufweist. Zudem wird eine gesundheitliche Eignungsfeststellung durchgeführt und Dein polizeiliches Führungszeugnis geprüft.

Erst dann führt die Schulleitung Deine Verbeamtung durch, und Du bist Beamte/r auf Lebenszeit!

Als Beamter genießt Du entscheidende Vorteile: Unkündbarkeit, Gehaltserhöhungen mit dem Alter, keine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung oder in die Rentenversicherung… Was will man mehr?

Als angestellter Lehrer, der nicht verbeamtet ist, zahlst Du wie jeder andere Arbeitnehmer auch in die Rentenversicherung ein.

Englisch Unterrichten an einer Hochschule

Strebst Du eine wissenschaftliche Karriere an, musst Du zuallererst promovieren.

Eine Doktorarbeit ist die Grundlage für jeden zukünftigen Professor. Mit dem Doktortitel kannst Du Dich dann um Dozentenstellen an Universitäten bewerben.

Professor an der Uni - ein Beruf mit Prestige. Auch eine Karriere an der Hochschule ist eine Option für Englischlehrer. | Quelle: pixabay

Wenn Du schließlich Deine Habilitationsschrift zu Ende gebracht hast, darfst Du Dich Privatdozent nennen und an Hochschulen unterrichten und forschen. Die Habilitation bildet die Voraussetzung für eine Professur.

Den Professorentitel bekommt man dann nach einer erfolgreichen Probevorlesung vor einer Berufungskommission.

Der Weg zum Universitätsprofessor ist steinig, denn es ist nicht vorausgesetzt, dass es mit der Berufung klappt. Die richtigen Kontakte sowie Ausdauer bilden die Leitwörter einer wissenschaftlichen Karriere.

Wenn Du dann aber am Ziel bist, hast Du einen prestigereichen Beruf, der Deiner Leidenschaft entspricht!

Englischlehrer – mehr als ein Beruf

Einen Beruf sollte man nicht nur ausüben, um Geld zu verdienen oder Ansehen zu genießen. Als Englisch-Spezialist müssen Dir auch andere Dinge am Herzen liegen.

Wissensvermittlung

Fachwissen bringt nichts, wenn man es für sich behält. Als Spezialist eines Gebiets möchte man sein Wissen mit anderen teilen. Und genau das ist die Aufgabe des Lehrers.

Wenn Du anderen Menschen gerne Dinge beibringst und Dir das Unterrichten Freude bereitet, ist der Lehrerberuf für Dich das Richtige.

Die Freude wird umso größer, wenn Du bei Deinen Schülern Fortschritte feststellst, die DU ihnen ermöglicht hast!

Daneben hast Du auch die Möglichkeit, außerhalb der Schule Deine linguistischen Kenntnisse weiterzugeben.

Es gibt z.B. Vereine, in denen Du Kindern aus ärmeren Familienverhältnissen, Flüchtlingen, Arbeitslosen u.a. Englischunterricht erteilen kannst, als Honorarkraft oder ehrenamtlich.

Als Englischlehrer musst Du Dich nicht auf schulischen Unterricht beschränken. Als Englischlehrer hast Du viele Möglichkeiten – Englischunterricht wird überall gebraucht. | Quelle: visualhunt

Oder aber Du kannst Englisch Nachhilfe geben, entweder zu Hause beim Schüler oder sie per Webcam beim Englisch Online Lernen unterstützen.

Hier ist die Nachfrage stets groß, so dass Du schnell viele Nachhilfeschüler finden wirst, ob Grundschüler, Gymnasiasten, Berufsschüler, Studenten oder Berufstätige.

Laut einer Elternbefragung der Bertelsmann Stiftung nehmen in Deutschland rund 1,2 Millionen Kinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren Nachhilfe. Für Nachhilfelehrer also ein großer Absatzmarkt!

Fremdsprachendidaktik

„Timmy is sitting on his potty.“ Wer erinnert sich nicht an diesen Satz aus der Englisch-Lehrbuchreihe Orange Line?

Inzwischen gibt es nicht nur Lehrbücher, sondern auch multimediale Lernmöglichkeiten, darunter E-Books, Audiodateien, mobile Anwendungen und vieles mehr.

Einige von ihnen werden Dir auch im Englischunterricht gute Dienste leisten. Du brauchst also keine Angst zu haben, mit leeren Händen dazustehen. Es gibt unzählige Lehrmaterialien, die Dir während des Studiums und auch danach zur Verfügung gestellt werden.

Auch die klassischen Lehrbücher werden durch CDs, Filmsequenzen und Übungshefte („workbooks“) ergänzt.

Dein Beitrag zur Gesellschaft

Es gibt (durchaus ehrenwerte) Berufe, bei denen man den ganzen Tag am Schreibtisch vor dem Computer sitzt. Manche erfordern nicht einmal Telefonate oder Kontakte von Angesicht zu Angesicht.

Englisch unterrichten bedeutet, seinen Schülern Erfolg zu ermöglichen. Als Englischlehrer wappnest Du Deine Schüler für eine erfolgreiche Karriere! | Quelle: unsplash

In der Welt der Lehrer sieht das jedoch ganz anders aus: Sie leben ihren Beruf im Klassenraum aus, in dem bis zu 30 Schüler sitzen können. Der Lehrer muss also gern mit jungen Menschen zusammen sein. Immerhin verbringt er 40 Jahre seines Lebens mit ihnen!

Uneigennützigkeit steht im Mittelpunkt des Lehrerberufs. Misanthropen werden es hier schwer haben.

Ein Englischlehrer fühlt sich nützlich und kann mit Stolz behaupten, dass er im Kleinen etwas Gutes für die ganze Gesellschaft tut. Immerhin trägt er zur Eingliederung seiner Schüler in die zukünftige Arbeitswelt bei, in der Englisch schon längst unverzichtbar ist.

Außerdem fördert er mit seinem Englischunterricht den internationalen Austausch, indem er seinen Schülern die nötigen linguistischen Kenntnisse mitgibt, die sie im Umgang mit Menschen anderer Kulturen brauchen.

Englisch ist eben die Weltsprache!

Demnach ist die Nachfrage nach Englischlehrern stets groß, ob in öffentlichen oder privaten Schulen oder in Sprach- und Nachhilfeinstituten. In zweisprachigen Schulen werden zudem andere Fächer wie Geschichte oder Mathe auf Englisch unterrichtet, was auch sehr spannend ist.

Daneben hast Du natürlich auch die Möglichkeit, auf eigene Faust Englisch zu lehren und Englisch als Gruppenkurs oder Einzelunterricht beim Schüler zu Hause oder online zu erteilen.

Die Welt der englischen Sprache ist eine spannende Welt, die Dir nicht vorenthalten werden sollte, ob am Lehrerpult oder auf der Schulbank!

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