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Ratschläge für das Studium der Englischen Sprache

Von Christiane, veröffentlicht am 22/11/2017 Blog > Sprachen > Englisch > Mini-Guide für Englischlehrer

Ein Lehrer, ob nun verbeamtet oder angestellt, an einer öffentlichen oder privaten Schule, in einem Nachhilfe- oder Sprachinstitut oder beim Schüler zu Hause, erinnert sich stets an seine Schüler.

Das Unterrichten ist eben nicht nur ein Beruf, sondern eine Erfahrung, die Dich bereichert.

Man muss sein Fachwissen gern vermitteln und seine Pädagogik an die Lernenden anpassen können, damit Letztere Fortschritte machen. Gleichzeitig ist es wichtig, autoritär und bestimmt aufzutreten.

Nach dem Studium geisteswissenschaftlicher Fächer fühlt man sich auf dem Arbeitsmarkt jedoch oft überfordert und unqualifiziert, da das Studium einen nicht auf die „wirkliche“ Welt vorbereitet.

Mit dem Staatsexamen oder Bachelor/Master of Education jedoch wird man gezielt auf den Lehrerberuf vorbereitet, zumal inzwischen im Studium auch Schulpraktika vorgesehen sind.

Welche Wege muss man also gehen, um den schönsten Beruf der Welt, den Beruf des Lehrers, zu erlangen?

Wer in der Grundschule, am Gymnasium oder einer anderen schulischen Einrichtung Englisch unterrichten möchte, braucht eine gute Ausbildung, denn neben linguistischen Kenntnissen benötigst Du didaktische Fähigkeiten.

Was spricht für den Beruf des Englischlehrers?

Nicht wenige junge (und weniger junge) Leute entscheiden sich für den Lehrerberuf.

Der Leitsatz eines jeden Lehrers müsste lauten: Tradidi quod et accepi (1. Kor. 11, 23), zu Deutsch: „Ich habe weitergegeben, was ich auch empfangen habe“. Denn ein Lehrer gibt das Wissen weiter, das er sich angeeignet hat.

Englisch unterrichten heißt nicht nur, Sprachkenntnisse weiterzugeben. Ein Lehrer vermittelt seinen Schülern nicht nur Fachwissen, er bereitet sie auf das Leben vor. | Quelle: visualhunt

Der Lehrer bildet ein kleines Glied einer endlos langen Kette von Menschen, die Kinder gesellschaftsfähig machen und ihnen das nötige Wissen vermittelt, das sie benötigen, um erwachsen zu werden, ihre Freiheit auszuleben und ihre Kritikfähigkeit entwickeln zu können.

Warum sollte man Englischlehrer werden?

Zunächst einmal verfügt jeder Lehrer, egal, welchen Status er hat, über eine pädagogische Freiheit. Er allein darf über die Lehrmethoden und Lernmittel in seinem Englischunterricht entscheiden, wobei er natürlich das Schulprogramm im Auge behält.

Nur die Schulleitung sowie Schul- und Fachleiter und Personen von der Schulbehörde führen während seines Referendariats Unterrichtskontrollen durch, bis er dann das 2. Staatsexamen in der Tasche hat.

Als Beamter genießt er zudem Vorteile, die Angestellten vorenthalten bleiben. Dazu zählen Unkündbarkeit und eine gute Pension im Rentenalter.

Da Englisch in den Grundschulen und den weiterführenden Schulen oft die erste Fremdsprache ist, ist die Nachfrage nach Englischlehrern stets hoch, und dies nicht nur an öffentlichen Schulen, sondern auch in privaten Schuleinrichtungen, Sprachschulen und Nachhilfeinstituten.

Englisch auf Lehramt studieren

Das Lehramtsstudium war bislang das gängigste Studium für Studenten, die Lehrer werden und Englisch unterrichten wollten.

Vor einigen Jahren wurden der Bachelor und Master of Education eingeführt, so dass man heutzutage zwischen Lehramt und Bachelor/Master wählen kann. Einige Universitäten bieten nur das klassische Lehramt an, andere den Bachelor/Master.

Beide bereiten Dich aber auf den Lehrerberuf vor und führen auf das Referendariat hin.

Egal, für welche Studienart Du Dich entscheidest, Du solltest von Anfang an exzellente Englischkenntnisse besitzen, wenn nicht sogar zweisprachig sein.

Allgemein hat man in einem Fach, das man gern hat, gute Noten, und auch umgekehrt mag man das Fach, in dem man gute Leistungen erbringt.

Wer also noch nie etwas von Pythagoras gehört hat, will bestimmt kein Mathelehrer werden, und wer kein Wort Englisch spricht, verschwendet auch keinen Gedanken daran, Englisch unterrichten zu wollen.

Das Englischstudium

Ein Englischstudium gibt Dir einen tiefen Einblick in die englischsprachigen Kulturen. Im Englischstudium vertiefst Du Deine linguistischen, literatur- und kulturwissenschaftlichen Kenntnisse. | Quelle: stocksnap

Du hast die Möglichkeit, entweder Englisch im Bachelor auf Lehramt zu studieren oder erst einmal ein allgemeines Englischstudium zu absolvieren.

Die Inhalte beider unterscheiden sich nicht wesentlich.

Im Lehramt erlangst Du nur zusätzlich fachdidaktische Grundlagen.

Ansonsten beschäftigst Du Dich im Englischstudium mit der englischsprachigen Literatur- und Kulturwissenschaft sowie mit der Linguistik (Phonetik, Semantik…).

In Sprachkursen vertiefst Du Deine Englischkenntnisse (z.B. in Übersetzungskursen), und auch landeskundliche Kenntnisse werden Dir vermittelt.

Voraussetzung für dieses Studium sind gute Englischkenntnisse, sprich mindestens das Niveau B2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) für Sprachen.

Als Nachweis hierfür dient Dein Abizeugnis oder ein anderer Eignungstest wie z.B. das International English Language Testing System (IELTS) Certificate.

Falls Du Dir in den ersten Jahren noch keine Weichen stellen willst, kannst Du Dich erst einmal für einen allgemeinen Englisch-Bachelor ohne Lehramtsoption entscheiden.

Dieser dauert in der Regel 6 Semester. Entscheidest Du Dich im Anschluss für den Lehrerberuf, musst Du noch den Master of Education machen (s.u.).

Wie in jedem Sprachstudium wird empfohlen, für längere Zeit ins Ausland zu gehen, um seine Sprachkenntnisse zu perfektionieren.

Manche Universitäten sehen im Rahmen des Englischstudiums sogar einen Pflichtaufenthalt im englischsprachigen Ausland vor (Praktikum, Studium).

Hast Du genügend Credit Points mit Hausarbeiten, mündlichen und schriftlichen Prüfungen gesammelt, schreibst Du am Ende die Bachelorarbeit, woraufhin Du Dich mit dem Titel Bachelor of Arts rühmen kannst.

Master of Education

Nach Deinem Bachelor of Arts, ob allgemein oder auf Lehramt, darfst Du den Master of Education machen.

Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester, in denen Du Klausuren schreibst, mündliche Prüfungen machst, Referate hältst und Hausarbeiten verfasst. Neben fachwissenschaftlichen Kenntnissen vertiefst Du zudem Deine didaktischen Grundlagen.

Die Schulform, in der Du später als Lehrer unterrichten möchtest, legst Du normalerweise schon während Deines Bachelors fest.

Hast Du jedoch einen allgemeinen Bachelor absolviert, musst Du Dich bei Antritt des Masters für eine Schulform entscheiden (Grund-, Haupt-, Realschulen; Gymnasium und Gesamtschule; Berufskollegs; Sonderpädagogik).

Am Ende schreibst Du Deine Masterarbeit, die Dich für das Referendariat berechtigt. Und wie auch beim Lehramtsstudium folgt auf das Referendariat – je nach Bundesland – das 2. Staatsexamen.

An vielen Universitäten wird noch das 1. Staatsexamen angeboten, was sich aber inhaltlich nicht wesentlich vom Bachelor/Master of Education unterscheidet.

Der Master ist mit dem 1. Staatsexamen vergleichbar, da er Dich – wie das 1. Staatsexamen – für das Referendariat berechtigt.

Das Bachelor-/Masterstudium hat gegenüber dem Lehramt den Vorteil, dass Du Dich nicht von Anfang an auf eine Schulform festlegen musst, sondern erst bei Antritt des Masters.

Englisch Lernen außerhalb der Schule oder Universität

Tauche in die englische Sprache ein und erlebe eine außergewöhnliche Zeit! Ein Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land – eine einmalige und bereichernde Erfahrung! | Quelle: unsplash

Die Bedeutung der englischen Sprache – ob in der Schule oder im Beruf – ist zweifellos hoch.

Zweisprachig wird man aber nicht nur auf der Schulbank oder im Hörsaal.

Auch jemand, der nicht Englisch studiert, hat zahlreiche Möglichkeiten, die Sprache fließend sprechen zu lernen, so z.B. auf einer Sprachreise oder einem längeren Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land (UK, Nordirland, USA, Indien, Kanada, Australien, Neuseeland, Singapur, Hongkong).

Eine Alternative: Online Englisch Lernen, z.B. mit einem Privatlehrer per Webcam, wie Ihr sie auf Superprof finden könnt.

Work and Travel Visum

Mit diesem Visum kannst Du ein Jahr lang (einmal verlängerbar) durch eines dieser Länder reisen und gleichzeitig arbeiten, um Dir das Leben dort zu finanzieren.

Eine Berufserfahrung im Ausland ermöglicht Dir, die Phonetik, das Vokabular, die Grammatik und typische Ausdrücke des Englischen sowie Deines Berufsfeld zu erlernen.

Vielleicht wirst Du sogar die Möglichkeit dort bekommen, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten, womit Du zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst: Du lernst Englisch und baust dabei Deine Unterrichtserfahrung aus.

Mit solch fundierten Englischkenntnissen und didaktischen Fähigkeiten erweiterst Du Deine Kompetenz als Englischlehrer an einer Schule und bist zudem auch für Englisch-Nachhilfe qualifiziert.

Englisch-Sprachnachweise

Mit offiziellen Englischzertifikaten öffnen sich Dir neue Wege. Nachweise Deiner Englischkenntnisse sind in jedem Bereich sinnvoll. | Quelle: pixabay

Grundsätzlich kann jeder Englisch-Nachhilfe geben, man braucht dafür keinen Abschluss. Ein Nachweis über Deine englischen Sprachfähigkeiten ist jedoch immer sinnvoll, sei es für Privatunterricht beim Schüler zu Hause, für Schulen, Sprach- und Nachhilfeinstituten oder für einen potenziellen Arbeitsplatz.

Anerkannte Sprachzertifikate sind z.B. der TOEIC, der TOEFL, das IELTS oder der BULATS, die Deiner Karriere zum Aufschwung verhelfen können.

Nachhilfeunterricht – sinnvoll für spätere Englischlehrer?

Englisch unterrichten kannst Du nicht nur an einer Schule, sondern auch beim Schüler zu Hause.

Hierfür brauchst Du kein Staatsexamen, sondern lediglich pädagogisches Geschick und die erforderlichen Englischkenntnisse.

Auf Superprof gibt es zahlreiche Englisch-Privatlehrer, die Kinder und Jugendliche das ganze Schuljahr über begleiten. Oft haben sie Englisch studiert oder sind noch Studenten, die ihr Wissen gern weitergeben möchten.

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