„Fehler sind der Beweis dafür, dass man es versucht.“

– Anonymes englisches Zitat

Einer Umfrage zufolge verbrachten 2018  rund 15.900 Schüler und Schülerinnen einen Teil ihrer Schulbildung, nämlich mindestens drei Monate an einer Schule im Ausland. Bereits ab der 1. Klasse lernen Schüler und Schülerinnen in Deutschland eine Fremdsprache, in den meisten Fällen Englisch, und immer mehr von ihnen entscheiden sich in einer höheren Klasse oder während des Studiums dafür, eine Zeit lang im Ausland zu leben.

Aber bist Du auch wirklich schon bereit, auf Englisch zu kommunizieren? Wie kannst Du Dich am besten auf Deine Abreise vorbereiten?

Um den Alltag in einem englischsprachigen Land zu meistern, solltest Du natürlich problemlos Englisch sprechen können. Aber auch englische Texte lesen und verstehen gehört dazu. Und hin und wieder wirst Du auch mal auf Englisch schreiben müssen.

Das gilt besonders, wenn Du im Rahmen Deines Studiums oder aus beruflichen Gründen (Jobsuche, Praktikum etc.) ins Ausland gehst. Es beginnt schon mit der Bewerbung für den Studienplatz oder die Arbeitsstelle.

How to write English texts?

Damit Du die größten Fehler vermeiden kannst und optimal für Deinen Auslandsaufenthalt vorbereitet bist, haben wir in diesem Artikel ein paar Tipps für Dich vorbereitet. Wir erklären Dir, wie Du bestimmte Texte auf Englisch schreibst, wie Du Fehler vermeidest und wie Du am besten auf Englisch Texte lesen solltest, um diese auch wirklich möglichst fehlerfrei zu verstehen.

Höfliche Formulierungen, Anschreiben, Abschlussarbeiten, Motivationsschreiben ... hier lernst Du, wie man all das auf Englisch schreibt.

Wie kann man ein Bewerbung auf Englisch schreiben?

Zu wissen, wie man Englisch schreibt und Englisch spricht, ist eine Fähigkeit, die in der Berufswelt hoch gefragt ist. Daher kann es sein, dass Dich ein Personalvermittler dazu auffordert, eine Bewerbung auf Englisch zu schreiben, um so Dein Sprachniveau besser beurteilen zu können.

Keine Panik!

Ein Bewerbungsschreiben zu schreiben, ist ein schrittweiser Prozess, und es gibt viele Tipps, die Dir beim Schreiben helfen können. Einen englischen Text zu schreiben, muss also nicht unbedingt eine Schwierigkeit sein.

Englische Texte professionell und richtig schreiben. So geht's!
Englische Texte wie beispielsweise ein Bewerbungsschreiben sind auch nur Übung! | Quelle: Unsplash

Zuerst solltest Du eine Tabelle erstellen, in der Du die verschiedenen Teile Deines Anschreibens notieren kannst. Das Motivationsschreiben sollte aus folgenden Absätzen bestehen:

  1. Absatz: Stelle Dich in ein bis zwei Sätzen kurz vor und erkläre, warum Du dieses Schreiben verfasst hast.
  2. Absatz: Schreibe über Deine Motivation, gehe auf Deine bisherigen Erfahrungen ein und hebe wichtige Punkte aus Deinem Lebenslauf besonders hervor.
  3. Absatz: Schreibe über Deine Fähigkeiten und warum gerade Du für die Stelle bzw. den Studienplatz richtig bist. Zeige dem*der Empfänger*in, was Du mitbringst.
  4. Absatz: Beende das Motivationsschreiben mit einem freundlichen Satz.

Sobald diese Tabelle erstellt ist, kannst Du alle Aspekte sammeln, die Du unbedingt in dem Anschreiben nennen möchtest, sowie bestimmte englische Ausdrücke, die dazu passen. Wenn Du diese Vorbereitungen getroffen hast, kann es mit dem Schreiben losgehen. Denk dabei daran, die Sätze kurz und prägnant zu halten, halte Dich nicht mit komplizierten Sätzen auf, die aus grammatikalischer Sicht zu komplex sind – komm zur Sache!

Zeige Deine Fähigkeiten auf und nenn wichtige Erfahrungen für die gewünschte Position. Deinen englischen Wortschatz solltest Du im Gegensatz zu grammatikalischen Strukturen voll ausschöpfen. Ziel ist es, einen leicht lesbaren und fehlerfreien englischen Text zu schreiben. Versuch aber nicht zu zeigen, dass Du ein Level hast, das Du eigentlich gar nicht hast.

Wenn Du das Anschreiben geschrieben hast, kannst Du Bekannte mit guten Englischkenntnissen fragen, ob sie den Brief lesen und verbessern können. Dies ist der beste Weg, um zu sehen, ob Dein Bewerbungsschreiben klar und effektiv ist. So kannst Du auch die letzten Fehler korrigieren.

Achtung: Das Anschreiben sollte nach Möglichkeit nicht länger als eine Seite sein.

Wenn Du Dich noch nicht wohl genug fühlst, selbst ein Anschreiben auf Englisch zu schreiben, kannst Du Deinen Englischlehrer/Deine Englischlehrerin um Hilfe bitten. In einer Sprachschule oder als Privatlehrer*in kann er*sie Dich bei einem persönlichen Treffen oder per Webcam in einem Englisch Online Kurs beraten und in die richtige Richtung lenken.

Schreiben musst Du es natürlich trotzdem selber. Er oder sie kann Dir aber Beispiele für Formulierungen auf Englisch geben und das Anschreiben mit Dir durchgehen, um sicherzustellen, dass Dein Brief konsistent und fehlerfrei ist. Ein*e Lehrer*in kann Dir auch dabei helfen, Deine Stärken und Schwächen zu ermitteln und zu Papier zu bringen. Das ist nämlich gar nicht so einfach! Zögere also nicht, um Hilfe zu bitten!

Wie schreibt man einen Aufsatz auf Englisch?

Bevor Du in der Lage bist, eine Bewerbung auf Englisch zu schreiben, solltest Du einige Englischkurse besucht haben. Die englische Sprache wird in Unter-, Mittel- und Oberstufen, also bereits ab der 1. Klasse, an deutschen Schulen unterrichtet.

Grammatik-, Konjugations- und Syntaxübungen vertiefen dann das Erlernen der Sprache.

Im Lauf der Schulzeit werden dann verschiedene Themen im Unterricht behandelt. Damit die Schüler*innen lernen, kompliziertere Texte zu schreiben, fangen sie in der Regel mit dem Schreiben von Essays oder einer Hausarbeit auf Englisch an.

So schreibst Du englische Kurzgeschichten Klasse 7.
Eine Geschichte auf Englisch schreiben muss nicht unbedingt schwierig sein. | Quelle: Unsplash

Wenn Du regelmäßig an Deinen Schreibfähigkeiten arbeitest, steht Dir für eine gute Note im Abitur nichts mehr im Weg.

Die Essay-Übung beinhaltet die Entwicklung von Ideen und Argumenten zur Unterstützung Deiner These. Die Übung ermöglicht es Dir nicht nur, neue Vokabeln zu erwerben, sondern auch zu lernen, sich mit ausgefeilteren Sätzen gekonnt auszudrücken.

Zu lernen, wie man den Satzbau und die Argumentation perfektioniert, kann ein großer Vorteil sein, wenn man zum Beispiel Debatten auf Shakespeares Sprache führen will.

Aber bevor Du mit dem Schreiben des Essays beginnen kannst, gilt es, in einem ersten Schritt zunächst einmal die Struktur des Essays aufzubauen. Das kennst Du ja schon aus dem Deutsch-Unterricht.

Vor dem Schreiben einen Schreibplan mit Einführung, Schlussfolgerung und verschiedenen Absätzen aufzustellen, ist eine effektive Methode, um sicherzustellen, dass Dein englischer Text kohärent ist, damit Du nicht vom Thema abkommst. Diesen Entwurf kannst Du dann verwenden, um Dich selbst durch den Schreibprozess zu führen.

Denn beim Schreiben selbst ist es am wichtigsten, sich auf Rechtschreibung, Grammatik und englische Konjugation zu konzentrieren. Und vergiss nicht, den gesamten Text noch einmal Korrektur zu lesen, sobald Du den Aufsatz fertig geschrieben hast. Einige Fehler sind erst sichtbar, wenn man den Text noch einmal liest.

Baue Deine wissenschaftliche Arbeit auf Englisch so auf, dass sie für den*die Leser*in angenehm zu lesen ist. Vermeide dabei Wiederholungen durch Synonyme und Pronomen sowie komplizierte Schachtelsätze über mehrere Zeilen.

Wenn Du den Aufsatz zu Hause schreiben darfst, lege ein deutsch-englisches Wörterbuch und Lehrbücher neben Dich. So kannst Du immer wieder die englische Grammatik und die verschiedenen Rechtschreibregeln überprüfen oder nach passenden Vokabeln suchen, die Du in Deinem Aufsatz verwenden kannst.

Besitzt Du kein Wörterbuch, kannst Du auch einfach ein Online-Wörterbuch verwenden. Die Besten sind:

  • leo.org: Deutsch-Englisch sowie Englisch-Deutsch
  • dict.cc: Deutsch-Englisch sowie Englisch-Deutsch
  • lexico.com: Englisch-Englisch (Hier lernst Du das jeweilige Wort im Kontext, da es mit vielen Beispielsätzen sehr gut verständlich erklärt wird. Auf diese Weise kannst Du Dir das Wort dann auch besser merken.)

Jetzt solltest Du bereit sein und kannst endlich mit dem Schreiben beginnen!

So kannst Du das Schreiben von englischen Texten üben

Zu wissen, wie man einen englischen Text richtig verfasst ist gut und schön. Einen wirklich sehr guten Text auf Englisch zu schreiben braucht aber mehr als das – es bedarf viel Übung!

Als erstes solltest Du natürlich dafür sorgen, dass Du die Basics der englischen Sprache sicher beherrschst, denn ohne die wirst Du nicht besonders weit kommen. Zu den Basics gehören vor allem:

  • die englische Grammatik und Rechtschreibung sowie
  • ein breiter Wortschatz.

Sind die Basics vorhanden, kannst Du mit dem Üben beginnen. Wir möchten in diesem Artikel vor allem drei Methoden hervorheben, mit welchen Du Deine Fähigkeiten beim Verfassen englischer Texte ganz einfach verbessern kannst:

  • Englische Texte schreiben
  • Fehlerquellen ermitteln und lernen
  • Englische Texte lesen

Unsere Lehrer von Superprof helfen dir gerne dabei, dich individuell zu fördern. Finde deine perfekte Englisch Nachhilfe in der Stadt deiner Wahl.

Unsere Tipps für eine englische Brieffreundschaft!

Um im Englischen noch schneller voranzukommen, ist es manchmal nicht notwendig, ein Vermögen für den Englischunterricht in Sprachschulen auszugeben. Es gibt auch andere Wege, Dich in Shakespeares Sprache zu verbessern – und das sogar völlig kostenlos: Kommuniziere mit einem englischsprachigen Brieffreund, um Englisch zu lernen.

Neben der Tatsache, dass man neue Leute kennenlernt und eventuell Freundschaften fürs Leben knüpfen kann, hilft Dir das regelmäßige Sprechen mit einem*einer Brieffreund*in dabei, die Sprache zu lernen und motiviert dran zu bleiben.

Je mehr Briefe Du von Deinem*Deiner Freund*in liest, desto mehr typische Ausdrücke und englische Wörter wirst Du finden und selbst verinnerlichen.

Bei einer Brieffreundschaft solltest Du englische Texte lesen und verstehen können.
Mit einer Brieffreundschaft kannst Du nicht nur englische Texte Schreiben üben, sondern auch Freund*innen fürs Leben finden! | Quelle: Unsplash

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man den passende Brieffreund bzw. die passende Brieffreundin finden kann. Beispielsweise kannst Du über die sozialen Netzwerke oder über die Partnerstellen in Deiner Stadt nach der passenden Brieffreundschaft suchen. Du kannst aber auch Deinen Englischlehrer bzw. Deine Englischlehrerin fragen, ob er*sie Dich mit englischsprachigen Menschen in Kontakt setzen kann.

Wenn Du einen passenden Brieffreund/eine passende Brieffreundin gefunden hast, dann geht es nur noch darum, wie häufig ihr euch schreiben möchtet. Anfangs empfehlen wir einen wöchentlichen Austausch, aber das ist natürlich von Deinem Zeitplan und vom Alltag abhängig.

Um möglichst schnell Fortschritte zu erzielen und sich einfacher unterhalten zu können, kannst Du Dir Vokabelblätter erstellen und an der Konjugation arbeiten.

Und denk immer daran: Je häufiger Du in einer fremden Sprache kommunizierst, desto schneller kommst Du in der Sprache voran.

Du kannst sogar einen Sprachaufenthalt planen, um Deinen*Deine Brieffreund*in zu treffen, sein*ihr Land und seine*ihre Lebensweise zu entdecken. Vielleicht kannst Du sogar vorschlagen, dass er*sie ein paar Tage bei Dir zu Hause verbringt.

Nimm Dir die Zeit, das Alltagsenglisch zu entdecken, indem ihr euch einfach unterhaltet und die schönsten Orte in den jeweiligen Ländern besuchst. Du wirst von Tag zu Tag mehr verstehen.

Ein Auslandaufenthalt hilft Dir dabei, in die richtige Verwendung der Sprache einzutauchen. Es gibt nichts Effektiveres, um Englisch zu lernen (British English, American English oder andere).

Fehlerquelle: false friends

Wie vermeide ich false friends im Englischen?

Um zu lernen, wie man einen guten Text auf Englisch schreibt, ist es vor allem wichtig, gut Englisch zu können. Für ein Auslandspraktikum, eine Bewerbung für einen Sommerjob oder eine Arbeitsstelle wirst Du oft von der Personalvermittlung um schriftliche Unterlagen in englischer Sprache gebeten.

Empfehlungsschreiben, Spontanbewerbung, egal welches Dokument geschrieben werden soll, es ist wichtig, Fehler zu vermeiden. Und auch wenn Rechtschreibfehler oft recht leicht zu erkennen sind, gibt es eine weitere Fehlerquelle: falsche Freunde, sog. false friends.

Beim englische Texte Lesen solltest Du Dich vor falschen Freunden in Acht nehmen.
Nur weil ein Wort im Englischen und im Deutschen ähnlich klingt, hat es nicht automatisch die gleiche Bedeutung. | Quelle: Unsplash

Es gibt einige englische Wörter, die auf den ersten Blick eine große Ähnlichkeit zu deutschen Wörtern haben. Beim Übersetzen merkt man dann aber, dass sie eine völlig andere Bedeutung besitzen. Da tappt man schnell mal in die Falle …

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Oldtimer: Im Deutschen ein altes Auto, im Englischen ein alter Mensch.
  • Public Viewing: Im Deutschen das gemeinschaftliche Fußballgucken in der Öffentlichkeit, im Englischen eine öffentliche Leichenschau.
  • Chef: Im Deutschen der*die Vorgesetzte, im Englischen ein Koch oder eine Köchin.
  • ...

Aber wie vermeidet man diese fasle friends, häufige Fehler, die Deutsche im Englischen machen?

Zunächst einmal geht es darum, sie zu identifizieren und gut zu lernen. Sobald Du die wahre Bedeutung des Wortes erkannt und verinnerlicht hast, ist es eher unwahrscheinlich, dass Du noch einmal den gleichen Fehler machst. Wie wäre es mit einer Tabelle mit den wichtigsten false friends?

Diese Hürden verstecken sich überall in der englischen Sprache. Und sei nicht eifersüchtig, denn für Englischsprachige besteht das gleiche Problem, wenn sie Deutsch lernen wollen. Diese Wörter können Verben, gewöhnliche Substantive, Adverbien etc. sein.

Der beste Weg, Fehler zu vermeiden, ist es, in einem englischsprachigen Land Englisch zu lernen. Wenn Du eine Weile in einem Land lebst, in dem die Leute Englisch sprechen, wirst Du zu Beginn wahrscheinlich einige Fehler machen. Bitte Deine Gesprächspartner*innen einfach, Dich zu verbessern, dann wirst Du die meisten Fehler bestimmt nicht noch einmal machen!

Wie heißt es so schön: Übung macht den Meister!

Die false friends auf Englisch können Dich auch in wirklich lustige Situationen bringen. Es wird also immer genug lustige Anekdoten geben, die man beim nächsten Familienessen erzählen kann!

Englisch Texte lesen: so klappt's!

Ich soll englische Texte lesen, um Schreiben zu lernen? Warum das denn?

Ja, das hast Du schon richtig verstanden. Das liegt ganz einfach daran, dass Lesen und Schreiben Prozesse sind, die sehr eng miteinander verknüpft sind und das Gehirn stark beanspruchen. Verbessert sich Deine Lesekompetenz, wirkt sich das auch positiv auf Deine Schreibkompetenz aus, und andersrum.

Darüber hinaus kannst Du durch das regelmäßige Lesen von englischen Texten Deinen Wortschatz erweitern, lernst neue Redewendungen kennen und vertiefst Dein Verständnis von Grammatik und Satzbau.

Welchen Text soll ich lesen?

Bei der Auswahl des jeweiligen Textes kommt es ganz auf Dein Englischniveau und Deine Interessen an. Am besten ist es zunächst einmal leichtere Texte zu lesen bzw. Texte, die eben Deinem Niveau entsprechen. Beginnst Du mit zu schwierigen Texten, verstehst Du nur Bahnhof und wirst schnell die Motivation verlieren. Das wollen wir auf jeden Fall verhindern!

Kurzgeschichten auf Englisch lesen hilf auch, Deine Schreibkompetenz zu verbessern.
Wer Englisch schreiben will, sollte englische Texte auch lesen und verstehen können. | Quelle: Unsplash

Darüber hinaus ist es sinnvoll, etwas zu lesen, das Dich interessiert oder das Du vielleicht sogar schon einmal gelesen hast. Denn weißt Du grob, worum es in der Geschichte geht und bringst ein wenig Hintergrundwissen mit, kannst Du Dir auch ein Wort, das Du nicht kennst, einfach aus den übrigen Informationen erschließen.

Deshalb ist es auch wichtig, Dir zunächst einmal darüber klar zu werden, was für einen Text Du vor Dir liegen hast, bevor Du mit dem Lesen beginnst. Auf diese Weise kannst Du Dich auf die jeweiligen Themen einstellen, gegebenenfalls zusätzliche Informationen in Deinem Gedächtnis abrufen oder unbekannte Wörter erraten. Handelt es sich um einen Artikel, einen literarischen Text oder vielleicht ein Rezept?

Von der Textart hängt dann auch die jeweilige Lesestrategie ab, mit welcher Du am besten an einen englischsprachigen Text herangehen solltest, um diesen zu verstehen.

Die besten Lesestrategien

Bevor Du mit dem Lesen beginnst, solltest Du Dir also überlegen, welche Lesestrategie für den vorliegenden Text geeignet ist:

  • Detailliertes Lesen: Du liest den Text sehr genau, denn Du möchtest alle Einzelheiten des Textes erkennen und verstehen. Das kann zum Beispiel beim Lesen eines wissenschaftlichen Textes oder aber eines Rezeptes beim Kochen oder Backen erforderlich sein. Hast Du auch wirklich alle Schritte beachtet?
  • Selektives Lesen: Du bist auf der Suche nach konkreten Informationen und sucht im Text nach bestimmten Schlüsselwörtern wie beispielsweise einem Namen oder einer Jahreszahl. Du überfliegst den Text also nur.
  • Globales Lesen: Bei dieser Lesestrategie möchtest Du alle wichtigen Informationen aus dem Text filtern und das in möglichst kurzer Zeit. Diese Strategie eignet sich super für das Lesen von Romanen in Deiner Freizeit.

Natürlich kann es hin und wieder auch erforderlich sein, die verschiedenen Strategien miteinander zu kombinieren oder die Strategie zu wechseln.

Hast Du einen besonders schwierigen Text vor Dir liegen, kannst Du die folgenden Tipps anwenden, um den Text leichter verstehen zu können:

  • Überflieg den Text zunächst einmal, um Dir einen groben Überblick zu verschaffen und herauszufinden, worum es geht.
  • Unterteile den Text in Abschnitte, die Dir sinnvoll erscheinen und gehe ihn dann noch einmal von Abschnitt zu Abschnitt durch.
  • Mache Dir ggf. Notizen an den Rand des Textes.
  • Versuche nicht den Text Wort für Wort zu übersetzen.
  • Versuche Wörter, die Du nicht verstehst, aus dem Kontext zu erschließen statt sie im Wörterbuch nachzuschlagen.

Übrigens: Da Englisch eine Fremdsprache für Dich ist, ist es ganz normal, dass Deine Lesedauer etwas länger ist als bei einem Muttersprachler. Ist doch super, dass Du überhaupt auf zwei Sprachen lesen kannst!

Englische Texte zum Lesen

Wie bereits erwähnt, solltest Du zunächst einmal mit einfacheren Texten beginnen oder mit etwas, das Du schon kennst. Bist Du beispielsweise ein riesen Harry Potter-Fan, wieso dann nicht einfach alle Bücher noch einmal auf Englisch lesen?

Ansonsten empfehlen wir Dir, eher kürzere Texte mit leicht verständlichem Aufbau und Vokabular zu wählen. Kurzgeschichten eignen sich deshalb besonders gut. Fängst Du mit zu langen Texten an, verlierst Du möglicherweise auf halber Strecke die Lust und Motivation. Fange also erst einmal klein an. Mit der Zeit kannst Du Dich dann immer mehr steigern.

Englisch Kurzgeschichten sind eine super Übung, auch fürs Englisch Schreiben.
Es muss nicht gleich ein Buch sein. Wie wäre es mit Kurzgeschichten auf Englisch? | Quelle: Unsplash

Wie haben ein paar beliebte Kurzgeschichten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen für Dich rausgesucht, mit welchen Du Dein Leseverständnis wunderbar trainieren kannst.

  • "There Will Come Soft Rains" von Ray Bradbury: Der US-amerikanische Schriftsteller ist besonders für seinen dystopischen Roman Fahrenheit 451 bekannt. In dieser spannenden Geschichte, die im Jahre 2026 spielt, beschäftigt sich Bradbury mit den Dichotomien zwischen Mensch und Maschine sowie Natur und Technologie. Schwierigkeitsgrad: Sehr einfach! Die Geschichte findest Du hier.
  • "The Tale of Johnny Town-Mouse" von Beatrix Potter: Autorin des berühmten Kinderklassikers The Tale of Peter Rabbit. Diese charmante Kurzgeschichte erzählt von einer Landmaus, die plötzlich mit dem Stadtleben konfrontiert ist. Schwierigkeitsgrad: Sehr einfach! Hier gibt es die Geschichte sogar online.
  • "Harrison Bergeron" von Kurt Vonnegut: Amerikanischer Schriftsteller und Autor des Romans Schlachthof 5. Die Geschichte Harrison Bergeron spielt in der Zukunft. Im Jahre 2081 sind alle Menschen gewaltsam gleichgestellt. Das finden aber nicht alle gut ... Schwierigkeitsgrad: Einfach! Hier ist Vonneguts kurzes Werk.
  • "Rikki-Tikki-Tavi" von Rudyard Kipling: Auch in dieser kurzen Geschichte schreibt der britische Autor des berühmten Dschungelbuch von Tieren, einer Manguste und einer Schlange. Schwierigkeitsgrad: Einfach! Viel Spaß mit der Kurzgeschichte!
  • "A Tiny Feast" von Chris Adrian: Adrian ist nicht nur Autor, sondern auch Kinderarzt. So geht es auch in seiner Geschichte um Krankheit und Tod, aber auch um Feen, die ein Menschenkind adoptieren. Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer! Bei The New Yorker ist die Kurzgeschichte online verfügbar.
  • "Evil Robot Monkey" von Mary Robinette Kowal: Diese bewegende Geschichte der US-amerikanischen Autorin handelt von einem Schimpansen, der klüger ist als seine Artgenossen, aber auch in die Welt der Menschen nicht so ganz reinpasst. Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer! Lies die Story jetzt hier!

Wir hoffen, dass die ein oder andere Geschichte für Dich dabei ist und Du viel Spaß beim Lesen hast!

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.