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Wie unterrichtet man Englisch und wird Englischlehrer?

Von Melanie, veröffentlicht am 28/07/2017 Superprof Blog DE > Sprachen > Englisch > Englischunterricht geben: Diese 5 Dinge solltest Du beachten

Ihr habt ein exzellentes Englischniveau und ein echtes pädagogisches Talent?

Das solltet Ihr nutzen, beispielsweise als Englischlehrer zu Hause oder als Privater Englisch-Nachhilfelehrer.

Ihr fühlt Euch etwas verloren zwischen der Wahl des Tarifs, den Ihr berechnen solltet, der passenden Methodik oder der Suche nach Schülern?

Wir helfen Euch dabei.

Hier sind einige Tipps, damit Ihr ein Superprof für Englisch werdet!

Was Ihr wissen solltet, bevor Ihr Englischkurse gebt

Wie unterrichtet man Englisch? Hier ein paar Tipps:

  • Seid ein guter Lehrer

Ach, was Du nicht sagst…, denkt Ihr Euch jetzt sicher. Ja, es klingt banal, aber die Praxis ist alles andere als das.

Ein guter Englischlehrer sollte die gleichen Qualitäten haben wie ein Lehrer an einer Schule, klar.

Kurz: Geduld, Verständnis, Fähigkeit zum Zuhören, Empathie, Pädagogik.

Allerdings ist ein Englischkurs kein Mathematikkurs. Überraschung! Wir haben heute einen Clown gefrühstückt. Also jetzt mal ernsthaft: Statt stur Formeln zu üben und Grammatikregeln zu notieren solltet Ihr so viel Englisch wie möglich sprechen und die Schüler zum Austausch und zur Kommunikation motivieren.

Hättet Ihr gewusst, dass einige Lehrer einen pädagogischen Berater in Anspruch nehmen, um Ihren Unterricht unvergesslich zu machen?

Oft bestehen bei Schülern nämlich Blockaden und Ängste aus früheren Schuljahren und Hemmungen, auf Englisch zu sprechen, was wiederum auch nur die Spitze des Eisbergs sein kann.

Deshalb ist es wichtig, dass sich Eure Schüler bei Euch wohlfühlen und Ihr ein wahres Vertrauensverhältnis zu ihnen aufbaut, damit derartige Hemmungen fix abgebaut werden können.

Wichtig ist auch, dass Ihr Euch regelmäßig mit anderen Sprachlehrern austauscht: Wie gehen sie das Problem an, gibt es eventuelle Neuerungen, die Ihr nicht mitbekommen habt? Gibt es englischsprachige kulturelle Events oder eventuelle englischsprachige Kinofilme, die Ihr den Schülern empfehlen könnt?

Wieso trinken Engländer "immer" Tee? It’s tea time! Ihr könnt mit Euren Schülern englischen Tee trinken und Euch über die Teegewohnheiten der Briten unterhalten! | Quelle: Visualhunt

Danach benötigt Ihr nur noch eine Prise Selbstvertrauen, etwas Planung, aber auch ein bisschen Improvisation und einen Sack voller Pädagogik.

  • Was ist mit der Bezahlung?

Ihr solltet unbedingt den Tarif VORHER festlegen, damit die Dinge transparent bleiben.

Zur Wahl des geeigneten „angemessenen“ Tarifs schaut doch einfach mal, was die anderen Englischlehrer in Eurer Stadt so verlangen – und passt den Preis dann an Euer persönliches Sprachniveau, etwaige Zertifikate oder Diplome und Eure Lehrerfahrung an.

Weitere hilfreiche Tipps findet Ihr weiter unten im Artikel.

  • Wie finde ich Schüler?

Unzählige Online-Plattformen, wie etwa auch Superprof, bieten Privatlehrern die Möglichkeit, Kleinanzeigen für ihre Kurse in Englisch, Mathematik, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Chinesisch etc. hochzuladen.

Der klassische Weg: Post-Its und Kleinanzeigen beim Bäcker, Supermarkt oder in der Apotheke.

Sich durch Hörensagen und Empfehlungen bekanntmachen.

Zweisprachig und Englischlehrer sein

Zweisprachig zu sein ist mehr als nur Englisch lesen und schreiben können, es bedeutet, auf Englisch zu denken!

Mit anderen Worten: Ihr beherrscht Englisch wie Eure Muttersprache und wollt daher Englisch Nachhilfe geben.

Das reicht allerdings nicht aus, um ein guter Englischlehrer zu sein. Ihr solltet auf einige kritische Punkte achten!

  • Den richtigen Status haben

Ganz egal, was Ihr für ein Diplom habt, ob Englisch auf Lehramt, oder Physik, Chemie und Mathe: Ihr könnt ohne Probleme Englisch Unterricht geben, solange Eure Kompetenzen stimmen.

Was wichtig ist, ist, dass Ihr einen rechtlichen Status habt (z.B. einen Gewerbeschein), damit Ihr legal bezahlt werdet.

  • Wie werde ich Englischlehrer?

Lernt, wie Ihr einen Englischkurs gestalten könnt.

Es ist nicht immer einfach, eine neue Sprache zu erlernen. Ganz im Gegenteil: Es bedeutet, sich auf Neues einzulassen und die eigene Komfortzone zu verlassen sowie einen Lernplan einzuhalten, sich nicht entmutigen zu lassen und andere sprachliche Strukturen als die der Muttersprache zu verinnerlichen.

Ein guter Unterricht entsteht nicht durch Zufall oder indem Ihr auf Euer Glück vertraut. Ihr solltet einiges vorher bedenken, bevor Ihr in das Abenteuer startet:

  • Habt Ihr das Zeug, um ein guter Lehrer zu sein?

Geduld und Empathie sind wichtige Merkmale eines Privatlehrers.

Hinzu kommen pädagogisches Geschick und die Fähigkeit, auch komplizierte Zusammenhänge verständlich erklären zu können und andere zum Lernen motivieren zu können.

Nicht gerade ein Kinderspiel, bedenkt man, mit wie viel Frust und Unlust sich viele Schüler doch dem Vokabelpauken hingeben…

Wie finde ich Schüler für meinen Englischkurs?

Um Euch einen Kundenstamm aufzubauen, solltet Ihr einiges bedenken…

  • Als Erstes solltet Ihr Euch fragen, WO Ihr Unterricht geben wollt.

Zieht Ihr Unterricht zu Hause vor oder seid Ihr eher der Typ für Online-Unterricht via Webcam? (Stichwort: Englisch Lernen Online)

Bei einem Kurs zu Hause könnt Ihr eng mit Eurem Schüler zusammenarbeiten. Ein Austausch unter vier Augen ist lebendiger und bereichernder.

Inzwischen ermöglichen es aber die technischen Mittel auch, problemlos personalisierte Kurse über das Internet – wie etwa mittels Skype – zu geben.

Einen Kurs unter vier Augen zu geben bedeutet, dass Ihr zum Schüler nach Hause fahren oder den Schüler bei Euch empfangen müsst. Es ist also mit weniger Zwang verbunden, Unterricht über das Internet zu geben.

Wenn Ihr Euch und Euren Unterricht einmal gut organisiert habt, wird es ein Leichtes sein, für Euren Englischkurs Schüler zu finden!

Welche Bedeutung haben Kontakte bei meiner Suche nach Schülern? Auch Eurem Bäcker um die Ecke solltet Ihr mitteilen, dass Ihr jetzt Englisch Lehrer seid. | Quelle: visualhunt

  • Sprecht in Eurem Umfeld darüber.

Die kleine Schwester eines Freundes ist in der Unterstufe und Englisch wird eines ihrer Hauptfächer? Informiert ihn darüber, dass Ihr jetzt als Privater Englischlehrer arbeitet.

  • Kleinanzeigen

Geht in die Schulen, aber auch in den nächsten Supermarkt, zur Post, zum Bäcker… und hängt Eure Flyer auf.

  • Das Internet ist Euer bester Freund

Meldet Euch am besten gleich auf den verschiedenen Plattformen an und füllt Euer Profil aus!

Zusätzlich zu Euren Diplomen, Eurer Erfahrung als Nachhilfelehrer und Eurem Wohnort könnt Ihr noch ein paar Wörtchen über Eure Persönlichkeit und Eure Lehrmethode schreiben.

  • Nachhilfeagenturen stellen mit Tests ein

Wenn Ihr Euch über Euer Englischniveau sicher seid, wieso dann nicht ausprobieren?

Was kostet ein Englischkurs?

Auf Superprof habt Ihr die Freiheit, den Tarif für Euren Englischunterricht selber festzulegen.

Aber das heißt nicht, dass Ihr wild drauf loslegen solltet. Was Ihr vorher beachten müsst:

  • Die Konkurrenz

Was verlangen die anderen Privatlehrer?

Wenn Euer Kollege mit dem gleichen Diplom wie Ihr 20 € pro Stunde verlangt, solltet Ihr vermeiden, 50 € zu verlangen.

  • Ansprechend sein

Wenn Ihr Neuling seid, müsst Ihr Schüler durch attraktive Tarife anziehen.

Warum also nicht den ersten Kurs kostenlos anbieten oder je nach Anzahl der Kurse geringere Tarife anbieten?

  • Der Tarif und die Erfahrung

Wenn Ihr nicht so erfahren seid, solltet Ihr akzeptieren, Euren Englischunterricht zunächst einmal etwas günstiger anzubieten.

Mit der Erfahrung kann dann auch Euer Tarif steigen.

  • Der Tarif und das Diplom

Wenn Ihr gerade Jura studiert, habt Ihr natürlich schlechtere Chancen als jemand, der kurz vor dem Abschluss eines Lehramtsstudiums in Englisch steht. Doch vielleicht könnt Ihr ja mit einem längeren Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land punkten?

Vergesst nicht, dass die Schüler Zugriff auf hunderte Profile haben – und diese vergleichen.

Also solltet Ihr Euch gut verkaufen!

Wie organisiert man seinen Englischkurs?

Sammelt zuerst die wichtigen Informationen, um dann Euren Englischunterricht optimal vorbereiten und auf die Bedürfnisse des Schülers zuschneiden zu können.

Du willst Sprachen lernen? Sprache und Kommunikation gehen Hand in Hand | Quelle: Visualhunt

  • Wie alt ist der Schüler?

Sicherlich lernen Schüler in der Grundschule oder kurz vor dem Abitur anders als in der Mitte ihrer Schullaufbahn.

Dementsprechend müssen auch Pädagogik und Methodenwahl an das Alter der Schüler angepasst werden.

  • Es ist wichtig, dass Ihr das Englischniveau des Schülers einstuft

Lasst Euch hier vom GER (Gesamteuropäischen Referenzrahmen) helfen.

Ja, jeder sollte Englisch lernen, aber nicht jeder auf die gleiche Art. Deshalb solltet Ihr Euren privaten Englischunterricht den individuellen Bedürfnissen anpassen.

Unregelmäßige Verben, thematische Vokabellisten, englische Grammatik und Aussprache müssen trainiert werden. Viel zu lernen also.

Umso besser, wenn man einen verständnisvollen Lehrer an seiner Seite hat, oder?

  • Das Sprechen ist das A und O

Klar, Ihr solltet es nicht vernachlässigen, mit Eurem Schüler Grammatik zu üben und unregelmäßige Verben zu besprechen.

Dabei solltet Ihr aber nicht den Sinn und Zweck einer Fremdsprache außer Acht lassen: Kommunikation!

Das heißt: Sprechen, sprechen, sprechen. Auch, wenn es am Anfang schwer ist, scheußlich klingt, falsch ist. Animiert den Schüler dazu, zu sprechen. Es gibt nichts Wichtigeres, als die Hemmungen abzubauen und Selbstvertrauen aufzubauen, wenn man eine Fremdsprache lernt.

Der Rest kommt dann ganz von alleine. Versteht man die Sprache erst einmal, hört man immer wieder bestimmte Worte, Redewendungen und Redensarten.

Dann kommt das fließende Sprechen irgendwann von ganz alleine.

Wenn Euer Schüler kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben steht oder bereits arbeitet, fragt Ihn doch, ob er Interesse an Business English hat. Oder Englisch spezialisiert auf seinen oder ihren Beruf, wie etwa Recht, Mechanik oder Medizin.

Viele Schüler wollen den TOEFL- oder TOEIC-Test bzw. eine Cambridge-Prüfung ablegen. Es gibt unzählige Lehrmaterialien, Bücher oder Aufgaben im Internet, um sich optimal auf die Prüfung vorzubereiten.

Andere Schüler benötigen klassische Nachhilfe. Eure Aufgabe ist es dann, ihn oder sie wieder auf den Klassenstand zu bringen.

Die Besonderheit bei außerschulischer Unterstützung liegt darin, dass es regelmäßig sein muss: Ihr müsst den Schüler im Zweifelsfall das ganze Schuljahr lang begleiten. Also solltet Ihr sicher sein, dass Ihr auch genug Zeit habt, bevor Ihr einen solchen Auftrag annehmt.

Wie erreiche ich eine internationale Karriere? Ohne Business-English geht es nicht im Berufsleben. | Quelle: Visualhunt

Schulische Begleitung ist ein persönliches Engagement für den schulischen Erfolg des Schülers.

Ihr bietet nicht nur fachliche Hilfe an, sondern auch eine psychologische Unterstützung.

Einen Schüler zu ermutigen, der schulische Probleme hat, kann Wunder bewirken. Ihr werdet sehen: Wenn Ihr erst einmal schwarz auf weiß seine Noten seht, werdet Ihr nie wieder aufhören wollen, Privatunterricht zu geben.

Eine bessere Bestätigung für Euren Beruf kann es doch nicht geben als einen glücklichen Schüler, der endlich wieder seine Bahn gefunden und neues Selbstvertrauen aufgebaut hat!

Fragt den Schüler nach seinen Zielen und wie viel Zeit er hatWenn er so schnell wie möglich fließend Englisch sprechen will, schlagt ihm doch einen Englisch-Intensivkurs vor!

Seid kreativ. Sucht nach spannenden und innovativen Lernmöglichkeiten, um den Kurs so interessant wie möglich zu gestalten.

Es gibt unzählige Apps für sämtliche Betriebssysteme, um spielerisch Englisch zu lernen, wie z.B.: Duolingo, Babbel oder BBC Learning English.

Gebt Eurem Schüler Hausaufgaben – allerdings ohne ihn zu überlasten. Etwa ein Lied anhören und versuchen, es zu verstehen, einen Film oder eine Serie in Originalversion schauen und in der nächsten Stunde darüber sprechen, etc.

Die Möglichkeiten sind grenzenlos. The sky is the limit!

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