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Private Nachhilfe in der Oberstufe – Ziel: Abitur

Von Anna, veröffentlicht am 27/07/2018 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Nachhilfe Geben für die Sekundarstufe II

Nachhilfe Geben in der Sekundarstufe II also in der Regel in der Oberstufe eines Gymnasiums – kann manchmal anstrengend sein, denn Gymnasiasten sind oft einer gehörigen Portion Stress ausgesetzt.

Sie sind teilweise überfordert, ihren vollen Stundenplan und die außerschulischen Aktivitäten unter einen Hut zu bekommen, was zu einer Verschlechterung der Noten führen kann.

Private Nachhilfe kann Abhilfe schaffen.

Mit Geduld und pädagogischer Begleitung können Nachhilfelehrerinnen und -lehrer in dieser schwierigen Zeit helfen.

Ihr oberstes Ziel: Die Schülerinnen und Schüler gut aufs Abitur vorzubereiten.

Das Abitur in der Tasche zu haben, ist ein wichtiger Meilenstein: Es ermöglicht das Aufnehmen eines Studiums und öffnet Türen in viele attraktive Berufe.

Hier einige Tipps für angehende Nachhilfelehrer für die Sekundarstufe II.

Orientierung in der 10. bzw. 11. Jahrgangsstufe

Je nachdem, ob man das acht- oder neunjährige Gymnasium (G8 oder G9) absolviert, muss man sich in der 10. oder 11. Klasse entscheiden, welche Fächer man vertiefen, normal weiterführen oder ggf. abwählen möchte.

Die Wahl der Vertiefungsfächer (je nach Bundesland auch „Profilfächer“, „Leistungskurse“ usw. genannt) bestimmt entscheidend den Unterricht in den letzten beiden Schuljahren vor dem Abitur (und auch die Abiturprüfung selbst) und kann unter Umständen Einfluss auf die Studienfach- oder Berufswahl haben.

„Belege ich lieber naturwissenschaftliche, sprachliche, sozialwissenschaftliche oder künstlerische Fächer als Vertiefung? Oder doch lieber Wirtschaft, weil das sicher nützlich ist für später? Oder einen bunten Mix?“

Diese Fragen stellen sich viele 10.- respektive 11.-Klässler.

Die Vertiefungsfächer sind eine gute Möglichkeit, sich schonmal etwas intensiver mit Bereichen auseinanderzusetzen, die einem liegen und die man sich vielleicht als Studienfach an der Universität oder in beruflicher Richtung vorstellen könnte.

Welchen Beruf will ich einmal ausüben? Drei Jahre vor dem Abitur muss man sich entscheiden, welche Bereiche man vertiefen will. | Quelle: Unsplash

Nachhilfelehrer, die den jeweiligen Schüler vielleicht schon in der Sekundarstufe I betreut haben, können bei dieser Entscheidung helfen.

Während der Nachhilfestunden kannst Du Deinen Schülern zu diesem Zweck folgende Fragen stellen:

  • Was interessiert Dich?
  • Was sind Deine Lieblingsfächer?
  • Interessierst Du Dich mehr für Sprachen oder Naturwissenschaften?
  • Wie stellst Du Dir die Zukunft vor?
  • Möchtest Du eine Ausbildung machen oder lieber studieren?
  • Arbeitest Du lieber mit Deinen Händen oder an kopflastigen Aufgaben?

Sprecht über Zukunftspläne und -vorstellungen, um herauszufinden, welches Berufsfeld ihm/ihr liegen könnte.

Falls eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Vertiefungsfächer und Berufswahl von den Eltern gewünscht ist, könnt ihr auch entsprechende Online-Tests machen und Informationen von der Bundesagentur für Arbeit einholen, um herauszufinden, was ein möglicher Weg wäre.

Auf der Webseite der Agentur für Arbeit findet man eine Übersicht der verschiedenen Berufsfelder und kann auch einen Termin für eine Berufsberatung ausmachen.

Bei der Wahl der Vertiefungsfächer sollte man auch einen Blick auf die bisherigen Noten des Schülers in den einzelnen Fächern werfen: In welchen Fächern werden besonders gute Leistungen erbracht?

Fasse zusammen, was den Schüler am meisten interessiert, was er gut kann und in welchen Bereichen er gute Noten erzielt: So werdet ihr gemeinsam herausfinden, in welche Richtung er gehen möchte.

Nachhilfe in den Pflichtfächern Mathematik und Deutsch

Egal, welche Vertiefungsfächer gewählt, welche sonstigen Wahlpflicht- und Zusatzmodule belegt und welche verhassten Bereiche abgewählt werden – zwei Fächer bleiben: Mathematik und Deutsch.

In den meisten Bundesländern ist es Pflicht, in diesen beiden Fächern Abitur zu schreiben.

In anderen kommt man durch geschicktes Wählen und Manövrieren um die eigentlichen Abiturprüfungen in Mathe und Deutsch rum (wenn man unbedingt will), aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Leistungen in diesen beiden Fächern während der letzten zwei Schuljahre am Gymnasium mit in die Abiturnote einfließen und dabei stark gewichtet werden.

Also egal wie – um Mathe und Deutsch kommt an deutschen Gymnasien keiner herum!

Auch wenn das so machen Schüler zur Verzweiflung bringt, hat das durchaus seine Berechtigung. Kenntnisse in Mathematik und Deutsch sind nicht nur im Alltag nützlich, sie bilden auch die Basis für viele verschiedene Studiengänge.

Also egal, welches Profil das jeweilige Gymnasium hat, und egal, welche Vertiefungsfächer die Schüler gewählt haben: Mit Nachhilfe in Deutsch und/oder Mathe für die Sekundarstufe II kannst Du als Nachhilfelehrer eigentlich nichts falsch machen.

Gleiches gilt auch für Englisch, wenn auch in etwas geringerem Maße.

Im Normalfall muss man am Gymnasium mindestens eine Fremdsprache bis zum Abitur belegen und die Leistungen in dieser Sprache zählen recht stark in die Gesamtnote rein.

Aufgrund des Status des Englischen als internationale Lingua franca (und weil es dem Deutschen von den gängigen Sprachoptionen am Gymnasium am ähnlichsten und so für viele am einfachsten ist), entscheiden sich viele Schülerinnen und Schüler, diese Sprache bis zum Schluss zu belegen.

Hinzu kommt, dass beispielsweise im Gegensatz zu Französisch oder Latein die meisten Schüler einsehen, dass Englischkenntnisse in vielen Bereichen nützlich sind.

Selbst, wenn man nicht Sprachen oder einen Studiengang mit englischen Vorlesungen studieren möchte: Jedem ist klar, dass die heutige Geschäftswelt ohne das Englische kaum zu meistern ist und auch der Urlaub in Thailand oder Work-and-Travel in Australien so etwas einfacher verlaufen.

Aus diesem Grund sind die Schüler in der Regel recht motiviert, Englisch zu lernen, und auch die Eltern legen großen Wert darauf.

Als Englisch Nachhilfelehrer(in) in der Oberstufe kannst Du Schülerinnen und Schülern nicht nur zu einer besseren Abiturnote verhelfen, sondern ihnen auch wichtige Sprach- und Kulturkenntnisse für den weiteren beruflichen und privaten Lebensweg mitgeben!

Also egal ob Du Mathe, Englisch oder Deutsch unterrichten willst: Der Bedarf an qualifizierten Nachhilfelehrern für diese drei Fächer in der Oberstufe ist hoch und es wird Dir sicher nicht an Arbeit mangeln, wenn Du private Nachhilfe in einem oder mehreren dieser Fächer anbieten kannst.

Was zählt alles fürs Abitur? Nicht vergessen: Fürs Abitur zählen auch die „normalen Noten“ der letzten zwei Gymnasialjahre. | Quelle: Pexels

Private Nachhilfe in den letzten zwei Jahren vor dem Abitur

Wenn man an die Oberstufe denkt, haben viele nur die Abiturprüfung an sich vor Augen.

Doch oft wird vernachlässigt, wie viel auch die Noten zur Abiturnote zählen, die in den letzten zwei Schuljahren vor dem Abitur erbracht werden.

Dabei zählen alle noch belegten Fächer (wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung), z.B.:

  • Mathematik
  • Physik / Chemie
  • Biologie
  • Deutsch
  • Erdkunde / Geschichte / Sozialkunde / Wirtschaft / Religion (bzw. Ethik oder Philosophie)
  • Englisch / Französisch / Latein
  • Sport / Kunst / Musik

Um nur einige zu nennen…

Um eine gute Abiturnote zu erreichen, muss man nicht nur in der eigentlichen Abiturprüfung gut abschneiden, sondern auch während der beiden letzten Schuljahre gute Leistungen erbringen.

Diese „normalen Noten“ in Klassenarbeiten, Schulaufgaben, Tests (oder wie auch immer man schriftliche Leistungsüberprüfungen nennen mag) dürfen nicht unterschätzt werden!

„Kleinvieh macht auch Mist“, wie man so schön sagt, und durch konstante, gute Leistungen während des normalen Schulunterrichts kann der ein oder andere Ausrutscher in der eigentlichen Abiturprüfung aufgefangen werden.

Deshalb ergibt Nachhilfe über die gesamte Oberstufe hinweg Sinn (und nicht erst ein halbes Jahr vor dem Abi, wenn Eltern und Schüler kalte Füße kriegen).

Möglich sind dabei alle Fächer, wobei die Nachfrage in den Hauptfächern (meistens Deutsch, Mathematik, Englisch / Französisch / Latein, Physik / Chemie) natürlich am größten ist.

Als Nachhilfelehrer kannst Du in dieser Zeit nicht nur inhaltlich, sondern auch taktisch von großer Hilfe sein.

Das Oberstufensystem in Deutschland ist sehr ausgeklügelt und oft kann man gezielt Fächer belegen, um bestimmte Leistungen in die Abiturnote „einzubringen“ und andere zu streichen.

Dein Schüler spielt Fußball und kann sich damit eine Bestnote im Bereich Sport sichern?

Wenn die erforderliche Anzahl an Punkten erbracht ist, kann man sich die Mühe in Leichtathletik vielleicht sparen und anstatt Sprints zu trainieren, lieber auf die nächste Bio-Arbeit lernen.

In Geschichte darf ein Halbjahr gestrichen werden und die Leistungen fließen somit nicht in die Abiturnote ein?

Dann ist es ja nicht so schlimm, dass die Allianzen im 1. Weltkrieg nicht so ganz verstanden wurden, die Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands versteht Deine Nachhilfeschülerin sowieso viel besser.

Es gibt zahlreiche solcher Beispiele.

Fakt ist: Durch geschicktes Taktieren und gezieltes Vorbereiten auf wichtige Prüfungen während der letzten zwei Schuljahre vor dem Abi kann schon viel erreicht werden.

Nachhilfelehrer sind dabei eine große Unterstützung, denn sie kennen das Schulsystem und die Schüler und können so Beratung leisten, welche Leistungspunkte in welchen Bereichen eingebracht werden sollten und was vielleicht etwas weniger stark priorisiert werden kann.

Und natürlich nicht zu vergessen: Sie leisten die inhaltliche Unterstützung begleitend zum Unterricht, sodass konstant gute Noten erzielt werden können.

Inhaltliche Vorbereitung auf die Abiturprüfung(en)

Die Vertiefungsfächer und Zusatz-/Wahlpflichtmodule sind gewählt, die Oberstufe nimmt so ihren Lauf… Und auf einmal ist es nur noch ein halbes Jahr bis zum Abi!

Spätestens jetzt wird es Zeit für eine gezielte Abiturvorbereitung.

Wann sollte man anfangen, fürs Abi zu lernen? Es ist wichtig, rechtzeitig mit der inhaltlichen Vorbereitung aufs Abitur zu beginnen. | Quelle: Pixabay

Je nach Profil des Gymnasiums und der gewählten Vertiefungsfächer steht in der Regel schon früh fest, in welchen Fächern schriftliche Abiturprüfungen abgelegt werden müssen.

Eventuell stehen auch mündliche Prüfungen an und man kann selbst entscheiden, in welchem Fach man diese ablegen möchte. Auch in diesem Fall kann der Rat des Nachhilfelehrers hilfreich sein.

Steht also fest, in welchen Bereichen man am großen Tag X geprüft werden wird, geht es an die Vorbereitung.

Als Nachhilfelehrer ist es dabei wichtig, dass Du gemeinsam mit dem Schüler einen strukturierten Lernplan erstellst.

Nur so kann gewährleistet werden, dass der gesamte Stoff in der zur Verfügung stehenden Zeit abgedeckt werden kann.

Am besten beginnt Ihr zunächst mit der Wiederholung des Lernstoffs in den besagten Abiturfächern.

Verschaffe Dir einen Überblick, welche Themen sich der Schüler gut gemerkt und schon verinnerlicht hat und was eventuell nochmal intensiver wiederholt werden muss.

Dabei ist es wichtig, dem Schüler Techniken zum eigenständigen Lernen zu vermitteln, denn an der Universität wird er diese Fähigkeit in noch größerem Ausmaß brauchen!

Wenn dann die Inhalte sitzen, könnt Ihr Euch an alte Abitur Aufgaben machen.

Es gibt zahlreiche Bücher mit solchen Aufgaben, angepasst an Bundesland, Profil, G8/G9 usw.

Wer Nachhilfelehrer werden will, sollte also genauestens Bescheid wissen über die aktuellen Anforderungen fürs Abitur in dem Bundesland, für das er/sie Nachhilfe gibt!

Abiturprüfungen beinhalten meistens eine ganz bestimmte Art von Aufgabentypen.

Für die Schülerinnen und Schüler ist es enorm wichtig zu wissen, was von ihnen erwartet wird, denn niemand will ausgerechnet am Tag der Abiturprüfung überrascht werden.

Deshalb ist es besonders wertvoll, mit dem Nachhilfeschüler alte Abituraufgaben durchzugehen und so eine Strategie zu entwickeln, wie man welche Aufgaben angeht.

Besonders in Mathematik (aber auch in Deutsch) ist die Vorgehensweise oft ähnlich und es kann helfen, sich eine Art Anleitung zu erarbeiten: „Als erstes lese ich die Aufgabenstellung genau durch. Dann lese ich den Text / schaue mir die mathematischen Formeln an. Anschließend markiere ich…“

Je öfter man nach dem gleichen Schema vorgeht, desto routinierter wird man und die Vorgehensweise wird zum Automatismus.

Das gibt die nötige Ruhe, um die Prüfung trotz Aufregung gut hinter sich zu bringen.

Mentale Vorbereitung auf die Abiturprüfung(en)

Und damit kommen wir auch schon zum letzten Punkt: Die psychologische Seite der Abiturprüfungen.

Vom Abitur hängt viel ab, die Erwartungen der Familie aber auch die Erwartungen an sich selbst sind groß – das führt zu einer starken mentalen Belastung der Schüler.

Warum fallen manche Schüler durchs Abitur? Für viele Schüler ist das bevorstehende Abitur eine enorme Stresssituation. | Quelle: Pixabay

Vermutlich war man in seinem bisherigen Leben noch nie oder zumindest selten so aufgeregt wie vor dem Abitur.

Das ist auch absolut verständlich, denn es geht um viel: Die Weichen für den weiteren Lebensweg werden gestellt.

Für viele geht es ums Bestehen, andere brauchen vielleicht sogar einen besonders guten Schnitt, um in bestimmten Studiengängen mit Numerus clausus zugelassen zu werden.

Gerade in dieser stressigen Zeit können Nachhilfelehrer zusätzlich zur inhaltlichen Unterstützung wertvolle Tipps zum mentalen Umgang mit der Belastungssituation geben.

Versuche, dem Nachhilfeschüler Selbstvertrauen zu geben, indem Du ihm konstruktives Feedback gibst und auf seine Lernerfolge hinweist.

Durch regelmäßiges Durchgehen alter Prüfungen kann er sich an den Ablauf gewöhnen, was ihm ein Gefühl von Sicherheit verleiht.

Wenn der Schüler merkt, dass es ihm immer leichter fällt, diese Aufgaben gut zu meistern, verliert er nach und nach seine Angst vor der echten Prüfung und gewinnt an Selbstvertrauen.

Außerdem ist es wichtig, für genügend Ausgleich zum Lernen zu sorgen.

Ermutige Deinen Nachhilfeschüler, seine Hobbys nicht zu vernachlässigen (vielleicht musst Du auch den Eltern erklären, wie wichtig das für die mentale Stabilität des Jugendlichen ist).

Vor allem sportliche Aktivitäten schaffen einen guten Ausgleich zum Lernstress.

Zusätzlich kannst Du dem Schüler kleine Entspannungs- und Atemübungen beibringen.

Diese können helfen, den Stress und die allgemeine Aufregung herunterzufahren, und sind auch eine gute Möglichkeit, direkt vor der Prüfung für Beruhigung zu sorgen.

Und schließlich muss man dem Schüler eines klar machen: Jedes Jahr machen tausende von Schülern das Gleiche durch.

Man ist damit nicht alleine und wenn man sich gut vorbereitet hat und die Noten der letzten zwei Jahre einigermaßen gut sind, gibt es keinen Grund, warum man das Abitur nicht schaffen sollte.

Da gab es auch schon ganz andere, die das gepackt haben…

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