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Wie kann ich Schülern der Unterstufe & Mittelstufe Nachhilfe Geben?

Von Anna, veröffentlicht am 27/07/2018 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Nachhilfelehrer werden für die Sekundarstufe I

Die Zeit in der Sekundarstufe I (egal, ob auf einer Gesamtschule, Hauptschule, Realschule oder am Gymnasium) ist entscheidend für die weitere Schullaufbahn, da die Schwierigkeit des Lernstoffes ab der 5. Klasse noch einmal anzieht.

Das Ziel? Die Schüler auf ihren ersten Schulabschluss vorzubereiten – den Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife.

Doch manchmal ist es schwierig für die Schüler, die frisch aus der Grundschule kommen, mit dem schnelleren Lerntempo Schritt zu halten.

In diesem Fall kann Private Nachhilfe eine gute Unterstützung bieten.

Als Nachhilfelehrer oder Nachhilfelehrerin ist es dann Deine Aufgabe, den schulischen Erfolg Deiner Schülerinnen und Schüler sicherzustellen und zu verhindern, dass sie den Anschluss verlieren.

Das interessiert und motiviert Dich und Du möchtest Nachhilfelehrer werden?

Dann entdecke hier einige Tipps für angehende Nachhilfelehrer für die Sekundarstufe I.

Welche Standards hat die Kultusministerkonferenz für die Sekundarstufe I vereinbart?

Die Sekundarstufe I ist eine entscheidende Phase, wenn es um den Ausgleich herkunftsbedingter Benachteiligung von Schülern geht.

Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I ist nicht immer einfach, da der Schwierigkeitsgrad in den verschiedenen Fächern steigt und neue Fächer dazu kommen.

Hier nur einige Beispiele, was die Schüler in der Sekundarstufe I erwartet:

  • Mathematik
  • Englisch (evtl. Latein)
  • Deutsch
  • Biologie
  • Musik
  • Geschichte
  • Kunst
  • usw.

Und je nach Bildungsgang (Hauptschule, Realschule, Gymnasium usw.) kommt dann etwas später gegebenenfalls noch eine zweite Fremdsprache oder Chemie- und Physikunterricht dazu.

Warum ist die Sekundarstufe I so wichtig in der Schullaufbahn eines Schüler? In der Sekundarstufe I werden viele Grundlagen gelegt. | Quelle: Pixabay

Je näher man dem ersten Schulabschluss kommt (also ca. ab der 7. Klasse), desto wichtiger werden eigenständiges Denken und das Hinterfragen von scheinbar gegebenen Tatsachen.

Die Kultusministerkonferenz strebt über die unterschiedlichen Bildungsgänge „die Förderung der geistigen, seelischen und körperlichen Gesamtentwicklung der Schülerinnen und Schüler [sowie die] Erziehung zur Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit sowie zu personaler, sozialer und politischer Verantwortung“ an.

Zu diesem Zweck gründet der Unterricht auf der Vermittlung von Wissen über unsere Erde, die Entwicklung argumentativen Denkens sowie auf Aspekten politischer Bildung, sodass die Schülerinnen und Schüler die Werte Deutschlands verstehen lernen und so später leichter zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern werden.

Der Musikunterricht und der Kunstunterricht wiederum haben zum Ziel, die Schüler in ihrer künstlerischen Entwicklung zu fördern.

Der Sportunterricht trägt seinerseits dazu bei, die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu stärken und gleichzeitig ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln und gegenseitigen Respekt sowie Teamgeist zu vermitteln.

Die Fächer, die zuerst genannt wurden (Deutsch, Geschichte usw.), werden außerdem vertieft, sodass die Entwicklung unserer Gesellschaft nachvollzogen werden kann und die Basis für neue Fächer wie naturwissenschaftliche Fächer, weitere Fremdsprachen usw. gelegt wird.

Die Sekundarstufe I bedeutet auch eine gute Möglichkeit für die Schüler, den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu erlernen.

Dank neuer Fächer im Bereich Medien & Informatik lernen die Kinder und Jugendlichen, wie sie sich neue Technologien zunutze machen können, was für ihren weiteren akademischen und beruflichen Werdegang von großer Bedeutung sein wird.

Private Nachhilfe als Unterstützung beim Sprachen Lernen

In vielen Bundesländern wird in der Sekundarstufe I mit dem Erlernen einer ersten Fremdsprache begonnen.

Viele Schüler brauchen Hilfe beim Erlernen der ersten Fremdsprache. Die erste Fremdsprache ist für manche Schüler eine Zusatzbelastung. | Quelle: Visualhunt

Dabei ist das Ziel zunächst das Niveau A1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR).

In den meisten Bundesländern handelt es sich bei der ersten Fremdsprache um Englisch oder Französisch. (Je nach Region und Grenznähe kann aber auch eine andere Sprache als erste Fremdsprache auf dem Lehrplan stehen, z.B. Niederländisch oder Dänisch.)

Bei diesem Schritt in eine neue Sprachwelt kann private Nachhilfe sehr hilfreich sein.

Die Kultusministerkonferenz legt als Standard (ausgehend von Englisch oder Französisch als erste Fremdsprache) in der Sekundarstufe I das Niveau B1 des GeR fest. 

Dabei darf nicht vergessen werden, dass es sich dabei um ein komplett neues Fach für die Schüler handelt und es manchmal schwer fallen kann, eine andere Sprache als die Muttersprache zu erlernen.

Durch Unterstützung bei den Hausaufgaben und das Stellen zusätzlicher Aufgaben kann der private Nachhilfelehrer den Schüler in seiner Entwicklung begleiten sowie Schwächen benennen und gezielt angehen.

Für Schüler der Sekundarstufe I sind wöchentliche Nachhilfelektionen à 60-120 Minuten sinnvoll.

Das Erlernen einer Fremdsprache kann schwierig sein, vor allem in zu großen Klassen.

Private Nachhilfe kann eine Möglichkeit sein, um trotz neuer Sprache in der Schule am Ball zu bleiben.

Als Nachhilfelehrer kann man an dieser Stelle wertvolle Unterstützung leisten, indem man individuell auf die Interessen des Kindes eingeht und dem Schüler mit spielerischen Methoden diese neue Sprachwelt näherbringt.

Vorteile von Privatunterricht: Bei erhöhtem Lerntempo mithalten, Sitzenbleiben verhindern

Der Unterricht in der Sekundarstufe I ist ein wichtiger Schritt in der Schulbildung eines Schülers, da neue komplexere Fächer eingeführt werden.

Leider können viele Schüler nicht mit der höheren Fächeranzahl und dem erhöhten Schwierigkeitsgrad des Lernstoffs mithalten.

Allein in Berlin blieben im Jahr 2016 ca. 4.000 Schülerinnen und Schüler sitzen. Davon wurden 3.000 von der Schule aus nicht in die nächsthöhere Klasse versetzt und ca. 1.000 wiederholten freiwillig.

Der Hauptgrund für dieses schulische Versagen?

  • Zu große Klassen (bis zu 35 Schüler pro Klasse) – das macht es schwierig, den Lernfortschritt der einzelnen Schüler im Auge zu behalten.
  • Ein zu hohes Lerntempo.
  • Lehrerinnen und Lehrer, die manchmal frustriert sind, weil durch verschiedene Reformen und Vorgaben ihre pädagogischen Ansätze infrage gestellt werden.

Was muss man bei Jugendlichen beachten? Für Jugendliche ist es wichtig, Schule und Freizeit gut miteinander zu vereinbaren. | Quelle: Unsplash

Um den schulischen Erfolg ihrer Kinder zu gewährleisten, wenden sich Eltern oft an private Nachhilfelehrer in ihrer Nähe, die dem Schüler personalisierte Nachhilfestunden geben können.

Nachhilfeunterricht Privat für Schüler der Sekundarstufe I gibt es ab 15€ pro Stunde.

Der Preis kann aber je nach Qualifikation und Wohnortnähe des jeweiligen Nachhilfelehrers stark variieren.

Dank ihrer pädagogischen Mittel und fachlichen Qualifikationen können Nachhilfelehrer wertvolle Unterstützung leisten: sei es in den Fremdsprachen, Mathe, Chemie… oder auch dadurch, dass sie Deutsch unterrichten und so bei Themen wie Rechtschreibung & Grammatik helfen!

Der Privatunterricht kann dabei helfen, das in der Schule Gelernte zu festigen, die Fähigkeiten des Schülers zu erweitern und gezielt Bereiche anzugehen, die in der Schule vielleicht zu kurz kommen.

Mathematik, Biologie, Chemie, Physik: Die naturwissenschaftlichen Fächer werden immer komplexer

In der Sekundarstufe I ist ein Ziel, die naturwissenschaftlichen Fähigkeiten der Schüler auszubauen.

Denn in der Grundschule werden naturwissenschaftliche Aspekte oft nur rudimentär behandelt und außer Mathematik werden alle anderen Bereiche entweder noch gar nicht oder in einem Fach zusammengefasst behandelt (je nach Bundesland haben diese Unterschiedliche Namen, zum Beispiel „Mensch & Umwelt“).

Um den Schülern ab der Sekundarstufe I in den neuen, jetzt einzelnen, naturwissenschaftlichen Fächern zu helfen, musst Du als Privatlehrer dem Schüler wissenschaftliches Denken vermitteln, indem Du natürliche Phänomene ganz genau erklärst.

Mit naturwissenschaftlichen Texten muss man ganz anders umgehen als mit literarischen und deswegen ist es wichtig, eigene Erfahrungen zu sammeln und zu lernen, wie man Sachverhalte beschreibt.

Es gilt viele Fähigkeiten zu entwickeln:

  • Durchführung wissenschaftlicher Experimente
  • Verwendung digitaler Hilfsmittel
  • Erlernen der technischen Fachbegriffe
  • Beobachtung und Interpretation natürlicher Phänomene

Das Hauptziel der naturwissenschaftlichen Fächer ist es, den Schülerinnen und Schülern die Erde, den menschlichen Körper, die Tier- und Pflanzenwelt und die Umwelt näher zu bringen.

Wenn Du Nachhilfe in Biologie, Physik oder Chemie gibst, musst du dem Schüler zunächst einmal beibringen, die Welt durch eine naturwissenschaftliche Brille zu sehen.

Erkläre die im Unterricht durchgenommenen Experimente und Themenbereiche Schritt für Schritt, sodass der Schüler Ursache und Folge nachvollziehen kann.

Im Mathematikunterricht steht ab der Sekundarstufe I nicht mehr nur reines Rechnen im Vordergrund, sondern es werden Kenntnisse in Algebra und Geometrie vertieft und die Logik dahinter untersucht.

Als Nachhilfelehrer kann man zunächst noch einfach beginnen und hauptsächlich Papier und Stift verwenden, bevor man dann nach und nach technische Hilfsmittel einführt (Taschenrechner, Kalkulationsprogramme usw.).

Achte dabei aber darauf, was in der Schule verwendet wird und was erlaubt ist – je nach Bundesland kann das sehr stark variieren!

Es sollte stets überprüft werden, ob der Schüler die Informationen richtig verarbeitet, Transferarbeit leisten kann und die gestellten Probleme löst.

Dabei ist es wichtig, dass der Schüler selbst kontrolliert, ob ihm Fehler unterlaufen sind.

In welchen Fächern wird viel Nachhilfe gebraucht? Besonders in Mathematik brauchen viele Schüler Hilfe. | Quelle: Pexels

Hierbei ist die Selbständigkeit des Schülers von größter Bedeutung, da Du bei Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen nicht da sein wirst, um ihm zu helfen!

Vorbereitung auf Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe I

Die Bildung in der Sekundarstufe I hat zunächst einmal ein großes Ziel: Die Schülerinnen und Schüler auf ihren ersten Schulabschluss vorzubereiten.

Wer nach der Sekundarstufe I die Schule mit einem Abschlusszeugnis in der Hand verlassen möchte, muss Prüfungen zum Erhalt des Hauptschulabschlusses oder der mittleren Reife (Realschulabschluss) ablegen.

Diese zu bestehen, ist kein Selbstläufer – Nachhilfelehrer können bei der gezielten Vorbereitung helfen.

Dabei muss man sich klarmachen, dass 15- oder 16-jährige Schüler vermutlich anderes im Kopf haben, als auf Prüfungen zu lernen.

Deshalb ist es wichtig, mit dem Schüler über seine Ängste und Sorgen zu sprechen, und gemeinsam einen effizienten Lernplan für die Wiederholung des Stoffs zu erstellen.

Eine gute Organisation ist dabei sehr wertvoll!

Der Schüler oder die Schülerin muss es schaffen, den Unterricht, die Hausaufgaben, die Nachhilfe und die Freizeitaktivitäten unter einen Hut zu bringen.

Gelingt dies, wird es auch leichter fallen, sich auf den Nachhilfeunterricht zu konzentrieren und möglichst viel mitzunehmen.

Bitte Deinen Nachhilfeschüler, den Inhalt der letzten Schulstunde im entsprechenden Fach zu wiederholen:

Was wurde eventuell nicht verstanden?

Gibt es Fächer, die ihm/ihr besser liegen als andere?

Indem Du gleich zu Beginn der Nachhilfelektion herausfindest, wo die Probleme liegen, kannst Du die Zeit besser einteilen und die Nachhilfe effizienter gestalten.

Ihr könnt auch zusammen alte Prüfungen durchgehen und Simulationsprüfungen abhalten.

Es ist wichtig, dass der Schüler genau weiß, welche Art von Aufgaben ihn erwartet, damit er am Tag der Prüfung nicht überrascht wird.

Hier eine (unvollständige) Liste von möglichen Übungsformen:

  • Allgemeine Wiederholung des Lernstoffs, der in der Prüfung vorausgesetzt wird
  • Gezielte Übungen aus Bereichen, die dem Schüler schwerfallen
  • Durcharbeiten alter Prüfungen
  • Durchführen von Simulationsprüfungen mit anschließender Korrektur und Besprechung

Falls Du das Gefühl hast, dass Dein Schüler trotzdem noch zu weit hinterherhinkt, kannst Du den Eltern einen Ferien-Intensivkurs vorschlagen.

So liegen die Nachhilfelektionen zeitlich näher beieinander und der Schüler kann das Gelernte so besser wiederholen und abrufen.

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