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Außerschulische Intensivkurse: der Schlüssel zum schulischen Erfolg

Von Marie, veröffentlicht am 05/11/2018 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Nachhilfe Intensivkurs unter der Woche geben – so funktioniert’s

Privatunterricht kann mehrere Ziele verfolgen und sich ganz unterschiedlich gestalten:

  • Nachhilfekurs
  • Stunden zum Vorarbeiten des Stoffs (z.B. im Hinblick auf eine zukünftige Vertiefung bzw. Leistungskurs)
  • Auffrischungskurs zur Vorbereitung auf ein Auswahlverfahren oder eine Prüfung oder ganz einfach aus Interesse (Malkurs, Musikunterricht, Spanischkurs, Englischkurs etc.)

Der Privatunterricht kann abends, am Wochenende oder in den Schulferien stattfinden.

Noch ergiebiger sind allerdings Nachhilfeintensivkurse während der Woche. Hier kommen die Schüler noch schneller voran und erweitern noch schneller ihr Wissen.

Für einige Schüler kann diese intensive Form der Nachhilfe auch im laufenden Schuljahr stattfinden. So können sie ihre Erfolgschancen erhöhen bzw. einen Abschluss machen.

Was ist ein Intensivkurs und wie läuft er ab? Lassen sich die Kurse mit der Schule vereinbaren? Kann ich Intensivkurse geben?

Hier die Antworten auf die Fragen:

Wie läuft ein Intensivkurs ab?

Private Nachhilfeintensivkurse können ganz unterschiedliche Formate haben.

Die Schüler bekommen allein oder in der Gruppe jeden Tag 4 bis 5 Stunden Nachhilfeunterricht. Samstags können sie sich dann intensiv mit einem oder mehreren Themen befassen.

Beispielsweise kann man sich jeden zweiten Samstag dem Sprachen Lernen widmen: Englisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch, Portugiesisch, Französisch …

Nachhilfeunterricht oder Intensivkurse gibt es natürlich auch für viele andere Fächer:

  • Mathematik
  • Physik und Chemie
  • Deutsch
  • Informatik usw.

Schüler mit großen Schwierigkeiten in der Schule können auch während des Schuljahres Nachhilfeintensivkurse unter der Woche erhalten. Der Kurs findet dann im Anschluss an den regulären Unterricht statt.

Die Herausforderung für Nachhilfelehrer besteht darin, die optimalen Lernbedingungen für den Intensivunterricht zu schaffen – in methodischer, didaktischer und organisatorischer Hinsicht.

Privatunterricht von Angesicht zu Angesicht dient dem gezielten Wiederholen. Im Intensiv Einzelkurs kann der Nachhilfelehrer sich ganz auf seinen Schüler konzentrieren. | Quelle: Unsplash

Wie laufen Nachhilfeintensivkurse unter der Woche ab?

Egal ob es sich um Gruppen- oder Einzelunterricht handelt – der private Nachhilfeunterricht ist so aufgebaut wie der Unterricht in der Schule. Nur hat er mehr Vorteile:

  • Die Zahl der Schüler ist kleiner (oft zwischen 5 und 10). Die Schüler können besser lernen und individuell betreut werden. Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Und Du als Lehrer kannst auf die Fragen eingehen und sie detailliert beantworten. Du kannst die vorgeschlagenen Übungen ausführlich beschreiben, das Gelernte konsolidieren oder bestimmte Themen weiter ausbauen.
  • Die Schüler befassen sich 2 oder 3 Stunden mit demselben Thema: Es folgt nicht ein Kurs bzw. ein Fach auf das andere, sondern die Schüler können sich vollständig einem einzelnen Thema widmen. Auf diese Weise vertiefen sie ein Themengebiet und entwickeln ein besseres Verständnis. Für Dich als Lehrer kann es hilfreich sein, ab und zu einen kleinen Test schreiben zu lassen, um bearbeitete Themen abzuprüfen. So weißt Du, wie weit Deine Schüler sind.

Der Lehrer kann seine Nachhilfestunde auch mit einer Diskussion zum besprochenen Thema beschließen.

Lassen sich Intensivkurse mit der Schule vereinbaren?

Für Schüler, die einen Nachhilfeintensivkurs unter der Woche besuchen möchten, stellt es eine besondere Herausforderung dar, Schule und Nachhilfe miteinander zu vereinbaren.

Wie soll ich noch meine Hausaufgaben schaffen? Die Stoffmenge ist zu groß!

Diese Fragen und Aussagen sind selbstverständlich legitim. Letztlich ist es jedoch alles eine Frage der Organisation.

Hier ein paar Tipps, wie sich Schule und intensive Nachhilfe auch unter der Woche miteinander vereinbaren lassen:

  1. Der Schüler muss zunächst das Fach bzw. die Fächer erkennen, in denen er intensive Nachhilfe benötigt. Auf dieser Grundlage kannst Du als Lehrer den Unterricht zusammenstellen.
  2. Der Schüler muss außerdem seine Zeit sehr gut nutzen können: In einer freien Stunde tagsüber zum Beispiel kann er die Hausaufgaben für die Schule erledigen. Im Nachhilfeunterricht ist er dann wesentlich konzentrierter bei der Sache.

Nachhilfestunden unter der Woche eignen sich insbesondere für selbstständige und gut organisierte Schüler. Wenn Du Nachhilfe Intensivunterricht unter der Woche anbietest, ist es aber auch Deine Aufgabe, denjenigen Kindern unter die Arme zu greifen, die sich nicht so gut organisieren können.

Nachhilfeintensivunterricht unter der Woche lässt sich also dann mit dem Schulalltag vereinbaren, wenn der Nachhilfelehrer Verständnis hat und der Schüler sich bemüht, so viele Kompetenzen wie möglich zu erwerben.

Es ist ganz wichtig, die Schüler zu unterstützen und zu ermutigen.

In kleinen Gruppen kann ein Intensivkurs noch effektiver sein. Nachhilfe macht in kleinen Gruppen definitiv mehr Spaß – und sie motiviert! | Quelle: Unsplash

Für welche Schüler eignet sich diese Form des Nachhilfeunterrichts?

Nachhilfe Intensivkurse in der Woche sind insbesondere für Schüler mit großen Schwierigkeiten konzipiert. Studien der Bertelsmann-Stiftung belegen, dass die Teilhabe an Bildung immer noch stark von der sozialen Herkunft abhängig ist.

Auf der Seite der Chancenstiftung ist zu lesen:

„Jedes vierte Kind braucht außerschulische Nachhilfe.“

Intensive Nachhilfe kann hier Abhilfe schaffen. Tatsächlich fühlen sich manche Schüler sowohl in Grund- als auch weiterführenden Schulen rasch von ihren Wissenslücken überfordert und es kommt zu schulischem Versagen.

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OEZD) stieg der Anteil der 15-Jährigen, die die Schule nicht erfolgreich abschließen, zwischen 2000 und 2009 von 15 auf 20 %.

Auch unter den Studierenden gibt es Personen, die nicht über die nötigen Grundlagen verfügen und sich dadurch schnell entmutigen lassen. In Online-Kursen und im Rahmen von Nachhilfeintensivunterricht unter der Woche hast Du die Möglichkeit, die Schüler zu ermutigen, sodass sie nicht die Schule abbrechen.

Als Lehrer kannst Du Dir die Zeit nehmen, ihnen die Dinge zu erklären, die sie nicht verstehen. So fühlen sie sich nicht im Stich gelassen.

Damit Dein Unterricht so effektiv wie möglich ist, solltest Du Deinem Schüler deshalb die folgenden Fragen stellen:

  • Hast Du das gut verstanden?
  • Was bedeutet dieses Wort?
  • Kannst Du diese Übung lösen?

Diese Fragen tragen dazu bei, dass sich der Schüler wohlfühlt. Und so traut er sich, seine Lücken während des Unterrichts auch wirklich anzusprechen.

Es gibt noch einen weiteren Personenkreis, für den Intensivkurse von Interesse sein könnten: Erwachsene, die sich beruflich neuorientieren.

In der Tat haben viele Erwachsene den Wunsch, den Beruf zu wechseln und ihrer vertrauten Branche komplett den Rücken zu kehren.

Diese Menschen wollen ihr Leben und ihren Beruf oftmals schnell verändern. Deshalb können Intensivkurse für sie interessant sein.

Wöchentliche Intensivkurse sind da eine hervorragende Möglichkeit, ganz unterschiedliche Themen in sehr kurzer Zeit kennenzulernen und Kenntnisse in verschiedenen Bereichen zu erlangen, z. B. in Wirtschaft, Rechnungswesen, Unternehmertum, Mathematik oder Sprachen.

Du musst für diese Personen die Intensivkurse so konzipieren, dass sie maximale Fortschritte erzielen können. Außerdem musst Du ihnen die Kompetenzen vermitteln, die sie für ihre zukünftige Ausrichtung benötigen.

So wie Studenten haben auch diese Erwachsenen oftmals nach der Arbeit für Privatunterricht am Abend Zeit.

Weiterbildung kann auch abends stattfinden - oder am Wochenende! Nach der Arbeit kannst Du vor allem Berufstätigen ideal Unterricht geben. | Quelle: Unsplash

Um andere auf Dein Angebot aufmerksam zu machen, kannst Du Aushänge an öffentlichen Orten in Deinem Viertel, an Schulen und Hochschulen machen.

Und nicht vergessen: soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und LinkedIn. Sie eignen sich perfekt, um Gebote zu posten! Umgekehrt können natürlich auch Schüler und andere Interessierte Gesuche für Privatkurse posten.

Prüfungsvorbereitung, Nachhilfe oder Nachhilfeintensivkurs

Drei Monate vor Prüfungen haben manche Schüler das Bedürfnis, private Nachhilfestunden zu nehmen. Manchen graut es vor der Aussicht, nicht bereit zu sein für den Tag X.

Dann ist für sie ein Intensivkurs genau das Richtige. So können sie neben der Uni bzw. der Schule ihr Wissen weiter vertiefen – und mit Deiner Hilfe vielleicht sogar eine Auszeichnung bekommen!

Als Lehrer privater Nachhilfeintensivkurse kannst Du die Schüler nach Fach und Niveau gemeinsam unterrichten. Sie können sich gemeinsam mit Dir auf ihre Prüfung vorbereiten und gleichzeitig mit den anderen Schülern austauschen und Fortschritte machen.

Ein gestresster Schüler fühlt sich dann wohler, wenn er mit anderen zusammen ist, die ebenfalls Schwierigkeiten mit dem Unterrichtsstoff haben. Tatsächlich haben viele Kinder hierzulande Angst vor der Schule.

Laut Focus leiden schätzungsweise „zwischen 600.000 und 1,2 Millionen der derzeit zwölf Millionen Schüler an einer ausgeprägten Form von Schulangst“.

Mach sie am besten mit ein paar methodischen Grundlagen vertraut. Denn: Du wirst als pädagogischer Ratgeber gesehen, der sie dabei unterstützt, mit dem Stoff voranzukommen.

In Privatstunden unter der Woche beispielsweise kannst Du Deinen Schülern zeigen, wie man Karteikarten schreibt. Und Du kannst ihnen verschiedene Techniken beibringen, um den Unterricht nachzuarbeiten.

Mit diesen Tipps gibst Du ihnen Sicherheit und die Schüler können den Schulalltag besser meistern.

Nutze Einzelunterricht, um individuell Fragen beantworten zu können. Deinen Nachhilfeunterricht kannst Du voll und ganz nach Deinem Schüler ausrichten. | Quelle: Unsplash

Mit den ersten Stunden, in denen Du die methodischen Grundlagen vermittelst, legst Du einen wichtigen Grundstein.

Nur so kannst Du Deinen Schülern wirklich helfen. Denn einige von ihnen wissen nicht, wie sie strukturiert lernen können. Und das macht sich natürlich auch in ihren Arbeiten bemerkbar.

In der Tat sind diese Schüler es nicht gewohnt, Schule, Denken und Hausaufgaben zu strukturieren. Wenn sie älter werden und in höheren Klassenstufen sind, werden die Lehrer vermehrt eine strukturierte Arbeitsweise von ihnen erwarten.

Als Privatlehrer solltest Du auch Deine eigenen Lernmethoden vermitteln.

Denn darum geht es ja schließlich: Deinen Schülern alle Tipps mit an die Hand zu geben, damit sie Erfolg haben. Und da gehören die Lernmethoden einfach dazu.

 

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