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Musiklehrer: Wie organisiere ich meinen Privatunterricht?

Von Christiane, veröffentlicht am 31/05/2017 Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Wie kann ich als Privatlehrer Musikunterricht geben?

Du begeisterst Dich für Musik? Du spielt ein Instrument auf hohem Niveau?

Und Du suchst einen Job, um ein wenig Taschengeld zu verdienen?

Warum dann nicht als Privatlehrer Musikunterricht geben?!

Ob Klavier, Gitarre, Trompete, Saxophon, Geige oder Schlagzeug, die Nachfrage ist groß.

Und wie sieht privater Musikunterricht aus?

Je nach Niveau kannst Du mit Kindern musikalische Früherziehung machen oder einen Auffrischungs- oder Perfektionierungskurs leiten.

Die Methodik im Musikunterricht ist im Allgemeinen dieselbe.

Denke nur daran, die Dauer des Musikunterrichts an das Alter Deines Schülers anzupassen. Kleine Kinder können sich z.B. nicht eine ganze Stunde lang konzentrieren.

Du hast Lust bekommen und willst Musik Nachhilfe geben? Dann erhalte im Folgenden wertvolle Tipps für Deinen Musik Privatunterricht!

Wie Musikunterricht abläuft

Wenn man beginnt, ein Instrument zu spielen, träumt manch einer schon davon, wie sein Idol zu musizieren.

Doch man muss geduldig sein und viel üben, bevor man ein Gitarrensolo à la Jimi Hendrix oder Klavier wie Lang Lang spielt.

Zum Musikunterricht gehört neben der Technik auch die Musiklehre.

Privater Musikunterricht besteht aus vier Teilen:

  1. Wiederholung der letzten Musikstunde: Hat Dein Schüler den Inhalt der letzten Stunde verstanden? Wo hat er noch Schwierigkeiten?
  2. Musiklehre: Sie bildet die Basis des Musikunterrichts, ohne die man keine Partituren lesen kann.
  3. Spielen eines Musikstücks: In diesem praktischen Teil bringt der Lehrer dem Schüler Spieltechniken bei und gibt Tipps beim Interpretieren.
  4. Übungen für die nächste Musikstunde: Am Ende der Stunde gibt der Lehrer dem Schüler eine Musikübung als Hausaufgabe, denn nur, wer sein Instrument regelmäßig spielt, macht schnell Fortschritte, so dass das Spiel flüssiger und geschickter wird.

Musikunterricht ist am effektivsten, wenn Du ihn an Deinen Schüler anpasst und auf seine Interessen Rücksicht nimmst. Jeder Privatlehrer hat seine eigene Lehrmethode. Du kannst natürlich auch anders unterrichten. Hauptsache, Deine Methode passt sich an Deinen Schüler an.

Musiklehre wird am besten mit Technikübungen kombiniert, damit sie größeres Interesse beim Schüler weckt. So lernt er das Lesen von Partituren „spielerisch“.

Wenn man als Musiklehrer interessanten Privatunterricht geben möchte, muss man ein guter Pädagoge sein, Geduld haben und sich an den Schüler anpassen.

Wer zudem eine Vertrauensbasis schafft, hat schon viel gewonnen.

Gleiches gilt übrigens auch, wenn Du Deutsch als Fremdsprache unterrichtenprivat Sportunterricht geben oder Nachhilfe in Informatik anbieten willst!

Welche Musikstücke wählt man im Musikunterricht aus?

Die Wahl eines Musikstücks ist beim Lernen eines Instruments entscheidend.

Es muss einerseits dem Niveau des Schülers entsprechen und ihm andererseits neue Techniken beibringen.

In der Vorbereitung Deiner Musikstunde kannst Du Dich entweder auf eine Methode stützen oder auch nach Gutdünken unterrichten.

Musikunterricht mit Lehrmethoden

Es gibt eine Vielzahl von erprobten Methoden, auch in musikalischen Fächern gute Nachhilfe geben zu können:

  • Musikerziehungskonzepte wie die Suzuki-Methode
  • Die Schott-Lehrwerke oder die Klavierschule für Kinder Circus Pianissimo
  • Rhythmisch-musikalische Erziehungsmethoden von Musikern wie Dalcroze

Die Auswahl an Lehrmethoden, die Dir im Musikunterricht eine Orientierung geben können, ist groß und insbesondere hilfreich, wenn Du erst seit kurzem Musiklehrer bist oder nur als Student nebenbei Musikunterricht gibst.

Wenn Du jedoch Deinen Musikunterricht individuell gestalten möchtest und Deinem Schüler mit verschiedenen Musikstilen vertraut machen möchtest, eignen sich diese Lehrmethoden weniger.

Musikunterricht muss Spaß machen. Manche Methoden sind einfach zu schulisch und können den einen oder anderen Schüler entmutigen.

In dem Fall ist also Deine eigene Kreativität gefragt. Entwickle ruhig Deine eigene Methode!

Maßgeschneiderter Privatunterricht

Frage Deinen Schüler, für welchen Musikstil er sich interessiert. Lasse ihn die Musikstücke wählen. damit er Spaß an der Musik hat! Orientiere Dich bei der Auswahl der Musikstücke an den Interessen Deines Schülers. So macht er schneller Fortschritte!

Zu Beginn eignen sich die Klassiker am besten, doch es ist auch wichtig, auf den Geschmack Deines Schülers einzugehen.

So motivierst Du Deinen Schüler am besten, denn wenn er gegen seinen Willen Für Elise lernen soll oder den Eindruck hat, nur Tonleitern zu lernen, wird ihm die Freude am Instrument schnell vergehen.

Konzipiere Deinem Schüler ein maßgeschneidertes Programm und biete ihm Musikstücke an, die ihn anspornen.

Der Privatunterricht hat den Vorteil, dass Du Dich komplett nach Deinem Schüler richten kannst!

Im Klavierunterricht kannst Du z.B. klassische Musik mit Jazz oder Filmmusik kombinieren.

Warum nicht einmal ein Stück aus Fluch der Karibik spielen? Das stößt bei einem Jugendlichen sicher auf Anklang.

Und wenn Dein Schüler auf Rockmusik steht, dann spiele mit ihm Gitarrenstücke von den Rolling Stones, Deep Purple, Metallica oder Jimi Hendrix.

Darf Dein Schüler ein Musikstück spielen, das ihm gefällt, verbringt er mehr Zeit mit Üben und macht somit schneller Fortschritte.

Und wenn Du darüber hinaus auch noch sehr gute Englischkenntnisse besitzt, warum dann nicht im Rahmen eines kleinen privaten Englisch-Sprachkurses die Songtexte der entsprechenden Lieder lernen?

Erweitere das musikalische Grundwissen Deines Schülers

Laut dem Branchenverband SOMM und dem Marktforschungsunternehmen Media Control spielen die Deutschen am liebsten (akustische oder elektroakustische) Gitarre (15,9% aller Instrumentenspieler).

Dahinter folgen die Blockflöte mit 14,4% und das Klavier mit 12%.

Als Privatlehrer begrenzt sich Dein Musikunterricht nicht im Lehren einer Technik.

Du vergrößerst auch das musikalische Grundwissen Deines Schülers und erweiterst seinen Horizont.

Die Gitarre ist das beliebteste Instrument der Deutschen. Die Gitarre ist ein facettenreiches Instrument, das sich in allen Musikstilen wiederfindet.

Stelle ihm in Deinem Musikunterricht neue Musikstile und Musiker vor, die er noch nicht kennt.

Oder spreche über den Einfluss großer Musiker auf andere Künstler.

So steigert sich das Interesse Deines Schülers und er merkt, wie facettenreich die Musik doch ist.

Im Gitarrenunterricht z.B. kannst Du ihn in den Blues, den Jazz, den Reggae, den Rock, den Pop und die Countrymusik einführen und ihm dabei Techniken wie das Zupfen, das Sweeping und das Bottleneckspiel beibringen.

Denke daran: Nachhilfe Geben soll auch Dir als Lehrer Spaß machen!

Einführung in die Improvisation im privaten Musikunterricht

Im Musizieren drückt sich die Lebensfreude eines jeden Musikers aus.

Darüber hinaus bildet es ein wichtiges Ausdrucksmittel, ob er nun das Stück eines anderen Künstlers spielt oder improvisiert.

Das Spielen eines Instruments bringt Gefühle zum Ausdruck.

Du hattest bestimmt auch schon einmal Gänsehaut beim Musizieren oder Musikhören.

Deine Schüler möchten eine Musikgruppe gründen oder mit ihren Freunden eine Jamsession veranstalten?

Dann führe sie in die Kunst der Improvisation ein.

Auch wenn es zu Beginn schwierig scheint, mit einigen guten Ratschlägen und Grundtechniken kann das Improvisieren Spaß machen.

Was ist Improvisation?

Wer improvisiert, braucht ein gutes Gehör und musikalische Grundkenntisse. Improvisation steigert das Selbstbewusstsein Deines Schülers und festigt musikalische Grundkenntnisse!

Natürlich braucht man fürs Improvisieren gewisse Grundkenntnisse.

Um instinktiv ein Instrument spielen und seine Gefühle musikalisch ausdrücken zu können, sollte Dein Schüler bereits Grundkenntnisse aus der Musiklehre haben, Noten und Harmonien kennen.

Mit Übung, Durchhaltevermögen und den richtigen Tipps von Dir wird es Deinem Schüler aber gelingen.

Improvisation kann den privaten Musikunterricht ungemein bereichern und interessanter machen.

Aspekte, auf die Du achten solltest:

  1. Das Gehör ist der Schlüssel zu einer guten Improvisation. Schule also das Gehör Deines Schülers, indem Du ihm richtige und falsche Noten und Akkorde vorspielst.
  2. Beim Improvisieren spielt man oft bekannte Notenläufe oder Sätze, die man zusammenfügen kann. Bringe ihm also solche bei.
  3. Da man es gewohnt ist, nach Noten zu spielen, fällt einem das Improvisieren anfangs nicht leicht. Ermutige Deinen Schüler, beliebige Notenläufe zu spielen. Auch wenn die ersten Versuche enttäuschend sein können, was zählt, ist das Austesten von Notenkombinationen. Am Ende wird er sich die gut klingenden Notenläufe merken und sie hinterher leichter verwenden können.

Die Improvisation ist eine weiterbildende Kunst.

So wie Autodidakten gelernt haben, nach Gehör zu spielen, ohne das Notenlesen gelernt zu haben, bringt die Improvisation Deinen Schüler dazu, das Gelernte anzuwenden und zu verfestigen.

Eine gute Methode, das Spielen eines Instruments zu perfektionieren, und eine Bereicherung für Deinen privaten Musikunterricht.

Zudem stärkt die Improvisation das Selbstbewusstsein Deines Schülers.

Vielleicht bekommt er dadurch sogar Lust, eigene kleine Kompositionen zu schaffen!

Das Improvisieren bietet also eine Hilfestellung für jeden Musiker von morgen.

Bist Du bereit, privaten Musikunterricht zu geben?

Dann lege je nach Deiner Erfahrung und Deinen Abschlüssen Deinen Stundenlohn fest und verfasse eine Anzeige für Privatunterricht.

Vergleiche auf Superprof beispielsweise die Angebote fürs Nachhilfe Geben München oder in anderen deutschen Städten.

Wenn Du nicht von einem Schüler zum anderen fahren möchtest, kannst Du natürlich auch Musikunterricht via Webcam geben.

Erhalte hier weitere Tipps, wie man guten Privatunterricht in seinem Spezialgebiet gibt.

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