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Zehn gute Gründe, um Nachhilfelehrer zu werden

Von Franziska, veröffentlicht am 26/09/2017 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Warum Nachhilfe geben?

Ihr seid zweisprachig, besitzt solide Kompetenzen in Informatik oder habt eine Leidenschaft für Musik?

Warum dann nicht Nachhilfe anbieten für Menschen an, die gerne Neues lernen möchten?

Denn ja, es gibt jeden Tag unzählige Menschen in Eurer Stadt oder in Eurer Umgebung, die gerne anfangen würden, Klavier zu spielen, eine Fremdsprache perfektionieren wollen oder Zeichentechniken lernen möchten, um selbst zu Hause künstlerisch tätig zu werden.

Wenn Euch die Idee schon mal in den Sinn gekommen ist, Ihr aber den Sprung noch nicht gewagt habt, könnten diese 10 guten Gründe, Nachhilfe zu geben, Eure Meinung ändern…

Nachhilfe Geben und Euer Wissen Teilen hat zahlreiche Vorteile.

So könnt Ihr Eurer Lieblingsbeschäftigung nachgehen und verdient dabei auch noch gutes Geld!

Welche positiven Aspekte der Private Nachhilfeunterricht noch hat, zeigen wir Euch im Folgenden auf.

Nachhilfe geben: „Macht sich gut im Lebenslauf“

Ob Euer zukünftiger Schüler noch in der Schule ist, studiert oder sogar schon im Berufsleben steht: Es kann sein, dass er sich erst mit dem Gedanken anfreunden muss, Nachhilfe zu nehmen.

Vor allem für die jüngeren Schüler wird der zusätzliche Nachhilfeunterricht oft von den Eltern angefragt, deren vorrangiges Ziel der schulische Erfolg des Kindes ist.

Mit einen Schüler, der sich innerlich gegen Euren Unterricht sträubt oder große Schwierigkeiten in der Schule hat, solltet Ihr Geduld haben und eine vertrauensvolle und ermutigende Atmosphäre für ihn schaffen.

Und ja, Nachhilfe bedeutet auch Austausch.

Und schon für den Lebenslauf alleine ist Nachhilfe geben eine wunderbare Erfahrung!

Nachhilfe sollte als Berufserfahrung keinesfalls unterschätzt werden, denn nur durch studieren lernt man wenig Praktisches. Auch büffeln und einen guten Abschluss zu haben, sind wichtig für den Lebenslauf. Berufserfahrung ist aber kaum zu unterschätzen. University of the Fraser Valley | Quelle: Visualhunt

Ihr seid nicht der gewohnte Lehrer und wisst nichts über die Schullaufbahn oder das private Umfeld des Schülers. Das macht einen Unterschied.

Es liegt also an Euch, das Alltagsleben des Schülers in der Klasse und in der Familie zur Seite zu schieben und einen Moment des Lernens in angenehmer Atmosphäre zu schaffen, in dem Beurteilungen und Benotungen nicht unbedingt ihren Platz finden müssen.

Das stärkt Eure zwischenmenschlichen Kompetenzen, Empathie und die Fähigkeit, zuzuhören (Stichwort: Sozialkompetenz).

Außerdem müsst Ihr den Nachhilfeunterricht organisieren und planen, was sich später auch im Berufsleben, beispielsweise in Projektgruppen, bezahlbar machen kann.

Euer Ziel ist erreicht, wenn der Erfolg sichtbar wird

Euer Schüler hat seine Matheprüfung mit links geschafft, nachdem Ihr euch zahlreiche Stunden gemeinsam mit ihm den Kopf zerbrochen habt?

Ein anderer kann nun sein erstes Lied auf der Gitarre spielen?

Ein Dritter brilliert in seiner mündlichen Englischprüfung?

Jetzt kannst Du einen Freudentanz aufführen, Herr Lehrer oder Frau Lehrerin!

Euch, der Ihr an ihn und seine Fähigkeiten geglaubt habt, ist es gelungen! Die Bemühungen auf beiden Seiten haben sich ausgezahlt und Eure Erwartungen wurden erfüllt.

Aber Ihr wusstet ja schon: Nachhilfe geben macht einen Unterschied.

Denn dieser Unterricht bringt Schüler dazu, Neues zu lernen, Entdeckungen zu machen, ihr Wissen zu vertiefen und Kompetenzen zu stärken.

Und dann wird der Erfolg (ob in der Schule oder auswärts) auch sichtbar… Alle kommen so auf ihre Kosten und die gegenseitigen Ziele sind erreicht.

Nachhilfe: ein nicht zu vernachlässigendes Zusatzeinkommen

Wenn Ihr Student seid und ein wenig freie Zeit habt, könnt Ihr mit Nachhilfe Geld verdienen!

Welche Kompetenz Ihr auch immer weitergeben wollt (Mathe, Sprachen, Informatik, Musik, Sport): Ihr könnt das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und Euer Budget damit erheblich aufbessern.

Als deutsche Muttersprachler könnt Ihr beispielsweise auch Deutsch als Fremdsprache unterrichten.

Warum denkst du nicht mal an alternative Fächer wie Kunst oder Musik, wenn du dein Expertengebiet überlegst? Das Tolle an Nachhilfe ist, dass sie sich nicht auf Deutsch und Mathe beschränkt. Du kannst auch Kunst unterrichten. Jeremy Wilburn | Quelle: Visualhunt

Zahlreiche Schüler suchen gezielt nach Privater Nachhilfe – ob sie nun zu Hause oder per Videoschaltung bzw. Skype stattfindet.

Neue Bekanntschaften machen, sich für ein gemeinsames Interesse zusammenfinden oder einem Schüler Mut machen, damit er endlich Wertschätzung erfährt – es gibt schlimmere Arbeit, findet Ihr nicht?

Habt Ihr den richtigen Abschluss, um Nachhilfe zu geben?

Legt selbst den Tarif Eurer Nachhilfestunde fest

Wenn Ihr Nachhilfe anbietet, könnt Ihr ganz alleine entscheiden, welchen Tarif Ihr für Eure zukünftigen Schüler festlegen möchtet.

Je nach Euren finanziellen Bedürfnissen und Euren Zielen müsst Ihr Euch nichtsdestotrotz einen fairen und gleichzeitig so hohen Preis überlegen, dass am Ende nach Abzug aller Kosten auch wirklich noch etwas für Euch übrig bleibt.

Nicht alle Eltern haben die Mittel, 45 Euro pro Stunde zu zahlen, um ihrem lieben Spross Nachhilfestunden zu ermöglichen.

Es liegt also an Euch, sich mit dem Schüler auf halbem Wege zu treffen, um Eurer Leistung einerseits einen Wert zu geben und andererseits Euren Tarif auf ein annehmbares Niveau für denjenigen zu setzen, der am Ende bezahlen muss.

In der Mehrzahl der Fälle könnt Ihr mit einiger Erfahrung und einer hohen Kompetenz in Eurem Fach mehr Geld verlangen als Nachhilfelehrer, die gerade erst anfangen und in ihrem Fachgebiet weniger bewandert sind

Im Gegensatz zu Frankreich gibt es in Deutschland noch keine repräsentativen Studien über das Durchschnittsgehalt von Nachhilfelehrern. Dort liegt es bei 21,60 € pro Stunde.

Nachhilfe geben für den Spaß am Weitergeben

Nachhilfelehrer werden – da geht es auch um das Glück am Lehren!

Ein Maximum an Erfahrungen einbringen und seine Fähigkeiten von Minute Eins an unbekannte Personen weitergeben.

Denn die Weitergabe bzw. Wissen zu teilen ist eine menschliche Eigenschaft. Was reicht man über die Generation weiter, wenn nicht Geschichten und Wissen?

Diese Weitergabe muss allerdings immer noch wohlorganisiert sein!

Seinen Zeitplan komplett autonom verwalten zu können ist sicher das überzeugendste Argument, um Privat Nachhilfe zu geben!

Wenn Ihr einen Aushang in der Bäckerei um die Ecke macht, dann wählt Ihr eure Arbeitszeiten selber, denn Ihr seid es ja, die die Initiative ergreifen.

Habt Ihr zum Beispiel schon einen Vollzeitjob? Oder Ihr habt vielleicht nur dienstags, mittwochs und freitags Uni? Oder Ihr seid nur morgens verfügbar?

Kein Problem! Sagt es einfach Eurem Schüler – über die Annonce.

Behaltet trotzdem im Hinterkopf, dass Ihr, je flexibler Ihr seid, desto öfter unterrichten könnt… Ist ja logisch.

Warum nicht mal an einem neutralen Ort wie der Bibliothek unterrichten? Bei der Nachhilfe sind weder Schüler noch Lehrer an einen Ort gebunden. NEC Corporation of America | Quelle: Visualhunt

Es ist also einfach, sich zu organisieren, um Nachhilfe zu geben.

Außerdem gilt natürlich: Wenn Ihr Schülern Englischkurse geben oder sie auf die anstehende Matheklausur vorbereiten möchtet, dann müsst Ihr Euch natürlich zu einem gewissen Grad an ihren Unterrichtsrhythmus und ihre Verfügbarkeiten anpassen.

Wählt Eure Lehrmethoden je nach Unterricht, den Ihr gebt

Ihr kennt das aus Eurer Schulzeit: Lehrmethoden variieren von einem Lehrer zum anderen, und Lernmethoden von einem Schüler zum anderen.

Manchmal haut das hin, manchmal ist es katastrophal! Es ist alles eine Frage der Herangehensweise, des Verständnisses und der Diplomatie.

Wenn Ihr einem Schüler Nachhilfeunterricht anbietet, steht Ihr vor der Notwendigkeit, Eure eigenen Lehrmethoden an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Die Anforderungen an Eure Fähigkeit, Euer Wissen zu teilen und einem Schüler zu vermitteln, unterscheiden sich von einem Schüler zum anderen.

Das Alter, der Charakter, wie zielstrebig jemand in seiner Schullaufbahn war, wie schnell jemand begreift etc. … – all das variiert von einer Person zur anderen und es liegt an Euch, Euch so gut wie möglich anzupassen.

Was die Art zu lehren anbetrifft, gibt es leider weder Wunder noch Patentrezepte!

Ihr seid dafür verantwortlich, eine passende Methode zu entwickeln und den Ablauf vor dem Unterricht so gut wie möglich zu planen.

Ihr könnt nichtsdestotrotz einigen grundlegenden Ratschlägen folgen, um bei Eurer Mission erfolgreich zu sein: Seht zu, dass Euer Schüler Vertrauen zu Euch gewinnt, seid da, um Trost zu spenden, wenn nötig, und baut etwas Humor in den Unterricht ein. Das kann nie schaden.

Achtet außerdem darauf, Arbeits- und Pausenzeiten miteinander in Einklang zu bringen.

Warum wählen zahlreiche Studenten Nachhilfe geben als Job?

Lange Zeit (und auch heute noch) haben sich Studierende mit Minijobs bei Fast-Food-Ketten zufriedengegeben, um sich neben dem Studium etwas dazuzuverdienen.

Diese Läden sind an solches Personal gewöhnt und bieten meist flexible Arbeitszeiten.

Aber mit einem Stundentarif von 22,50 € (das war im Jahr 2016 der Durchschnitt für alle Fächer auf Superprof) und vor allem dank beruflicher Perspektiven, die allemal interessanter sind als Burger herzustellen, wählen Studierende immer häufiger Nachhilfe statt Burgerbude!

Aber es ist in der Tat der finanzielle Aspekt, der den Unterschied für die Studierenden macht.

Dies erklärt, dass allein im vergangenen Jahr mehr als 6.000 Nachhilfelehrer auf Superprof jünger als 19 waren (übrigens waren 35.000 zwischen 20 und 29), obwohl es im Jahr davor nur 2.500 waren (gegenüber 33.500 20- bis 29-Jährigen). Das ist ein Anstieg von 145% in einem Jahr!

Reicht es, eine Leidenschaft zu haben, wenn man Nachhilfe geben will?

Seine Fähigkeiten und sein Wissen weiterzugeben ist auf einem menschlichen Level sehr bereichernd.

Indem Ihr Nachhilfe gebt, verschafft Ihr Eurem Schüler Fortschritte und erlaubt ihm, in seinem eigenen Tempo Erfolge zu erzielen.

Und da Arbeit offensichtlich aus Zusammenarbeit und Austausch besteht, ist auch der Erfolg am Ende zum Teil Eurer.

Die Bemühungen, die Ihr investiert habt, und die Ergebnisse, die Euer Schüler erzielt, werden zu einer wahren Quelle des Glücks und der Selbstverwirklichung.

Was gibt es Tolleres, als einen Schüler zu sehen, der voller Selbstvertrauen Fortschritte macht, da er sich von seinem Lehrer unterstützt fühlt?

Es geht (fast) nichts über Schüler mit Selbstvertrauen, denn daran hapert es mitunter am meisten. Es ist eines der wertvollsten Geschenke für den Lehrer, einen motivierten Schüler zu haben, der Selbstvertrauen geschöpft hat. Arno Kleine Schaars | Quelle: Visualhunt

Kurz gesagt: Wenn Ihr menschliche Beziehungen und Dialog schätzt, aber auch Misserfolge einstecken könnt, wartet nicht länger und bietet Nachhilfe an!

Aber reicht es, eine Leidenschaft zu haben, wenn man Nachhilfe geben möchte?

Sagen wir, die Arbeit ist damit zu 90% schon gemacht. Weil ein engagierter Lehrer immer effizienter ist als einer, der aus der Not heraus unterrichtet.

Aber Ihr müsst trotzdem all euer Wissen fordern und vermitteln!

Und dafür gibt es mehrere Lösungen wie diejenigen, die sich aus bestimmten Studienrichtungen ergeben – ein Studium der Bildungswissenschaften, zum Beispiel.

Diejenigen, die es etwas eiliger haben, können sich auch für einen der vielen MOOC (Massive Open Online Course) im Web eintragen.

Nachhilfeunterricht geben, um frei arbeiten zu können!

Der Vorteil von Nachhilfekursen ist, dass man als Privatlehrer wirkliche Freiheit genießt, was den Tarif und den Ort der Lehre anbetrifft.

Obwohl Nachhilfeunterricht traditionellerweise beim Lehrer oder Schüler zuhause stattfindet, könnt Ihr auch einen anderen Ort wählen, der euch beiden passt, um dadurch unnötige Transportkosten oder Zeitverlust zu vermeiden.

Die verschiedenen Online-Werkzeuge in Eurer Reichweite erlauben Euch auch, Fernunterricht zu geben, wenn das keine Schwierigkeiten für Euren Schüler bedeutet.

Es liegt an Euch, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und Euren Unterricht in der Bibliothek oder einem ruhigen Café zu geben oder, warum nicht, per Videoschaltung aus Eurem Esszimmer.

Dank Privater Nachhilfe Euer professionelles Netzwerk erweitern

Wenn Ihr euch dazu entscheidet, Teil eines dichten und bekannten Lehrernetzwerks wie Superprof zu werden, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Ihr online oder persönlich auf Kollegen trefft, die denselben Beruf ausüben wie Ihr und erfolgreich online Nachhilfe geben.

Diese Art von professionellem Netzwerk erlaubt Euch, Beziehungen zu formen, wertvolle Informationen auszutauschen und gleichzeitig, Euch unter anderen Profis desselben Fachgebiets hervorzuheben.

Ein erweitertes berufliches Netzwerk zu haben wird meist positiv aufgefasst und kann durchaus Türen öffnen, beispielsweise durch Mundpropaganda. Das kann viel helfen, wenn Ihr noch studiert oder auf Jobsuche in diesem Bereich seid.

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