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Der Weg zum Privatlehrer

Von Christiane, veröffentlicht am 22/11/2018 Blog > Branche > Wie kann ich Nachhilfelehrer werden?

Nachhilfe geben steht hoch im Kurs. Laut einer Bertelsmann-Studie von 2016 geben Eltern im Jahr rund 900 Millionen Euro für Privatunterricht aus.

Und insgesamt nehmen in Deutschland 1,2 Millionen Schüler und Schülerinnen im Alter von 6 bis 16 Jahren Nachhilfe, das heißt jeder siebte Schüler.

Die Nachfrage für Nachhilfe besteht also! Und mit Internetplattformen wie Superprof.de ist es ein Leichtes, seinen Dienst als Nachhilfelehrer anzubieten und Schüler zu finden.

Nachhilfe umfasst nicht nur klassische Schulfächer wie Mathe, Physik, Englisch oder Deutsch/Deutsch als Fremdsprache sondern auch andere Gebiete, die die Freizeit betreffen, so auch Yoga, Kochen, Gitarre und Gesang.

Möchtest Du „Nachhilfelehrer“ werden, kannst Du Deinen Schüler im Einzel- oder Gruppenunterricht nicht nur auf schulische oder universitäre Prüfungen vorbereiten sondern auch in Musik unterrichten sowie Fitness- und Ernährungsberatung betreiben.

Wie Du siehst, ist der Beruf des Privatlehrers sehr breitgefächert. Alle Kompetenzen können hier weitergegeben werden. Ob Du also Französisch oder Klavier unterrichten oder als Personal Trainer tätig werden möchtest, Du kannst in allen Bereichen Nachhilfe anbieten!

Wie werde ich Nachhilfelehrer?

Zunächst einmal vorab: Jeder kann Nachhilfelehrer werden. Man braucht dafür kein Lehramtsstudium absolviert zu haben. Man benötigt dafür lediglich bestimmte Fachkenntnisse und ein gewisses Maß an pädagogischen Fähigkeiten, um sein Wissen mit Erfolg weitergeben zu können.

Nachhilfe geben kann man zum Beispiel schon als Schüler oder Student.

Möchtest Du in Deutsch oder Englisch Nachhilfe geben? Für Studenten bildet der Nachhilfejob die ideale Einnahmequelle. | Quelle: visualhunt

Viele Studenten sind von einer zusätzlichen Geldquelle abhängig, um ihre Miete zu bezahlen und andere Lebenserhaltungskosten zu bestreiten. Nachhilfe geben bildet für sie den idealen Job, da er zeitlich flexibel ist, gut bezahlt wird und man sein Wissen in einem Bereich weitergibt, in dem man sich auskennt.

Außerdem ist Privater Nachhilfeunterricht weitaus weniger stressig als ein Job in einem privaten Unternehmen oder einer Fast-Food-Kette. Und auch auf menschlicher Ebene bereichernd!

Später kannst Du dann, wenn Du Geschmack daran gefunden hast, nebenberuflich Nachhilfe anbieten, ob in Deutsch als Fremdsprache, Englisch oder einem anderen Bereich.

Wir alle wissen, wie teuer das Leben mit der Zeit wird. Demnach suchen sich immer mehr Menschen einen Nebenjob, um sich einen höheren Lebensstandard zu ermöglichen.

Wenn Du also spezifisches Fachwissen besitzt, liegt es nahe, Privatlehrer zu werden, zumal der Nachhilfejob äußerst flexibel ist.

Registriere Dich zum Beispiel auf Superprof.de und biete zu Deinen verfügbaren Zeiten Nachhilfe in Deinem Fachgebiet an. Den Preis legst Du dafür selber fest. Du wirst sehen, am Ende des Monats wirst Du eine erhebliche Summe dazuverdient haben!

Hauptberuflich Nachhilfe anbieten

Nachhilfe geben kann man natürlich nicht nur nebenberuflich. Du kannst auch hauptberuflich Nachhilfelehrer werden und Dich selbständig machen.

Hier hast Du die Wahl zwischen zwei Modellen: Entweder Du arbeitest als freier Privatlehrer unter Deinem eigenen Namen, oder Du arbeitest als Honorarkraft in einem Nachhilfeinstitut.

Dabei ist zu erwähnen, dass die Bezahlung in Nachhilfeeinrichtungen leider nicht sehr großzügig ausfällt. Als unabhängiger Nachhilfelehrer machst Du einen deutlich höheren Gewinn.

Hauptberuflich als Nachhilfelehrer unterrichten bringt gutes Geld. Nicht wenige finden Geschmack am Nachhilfegeben und üben es irgendwann hauptberuflich aus. | Quelle: visualhunt

Das Honorar hängt von der Nachfrage im Fach und der Region ab, in der Du unterrichtest. In der Regel nimmt ein Nachhilfelehrer zwischen 10 und 50 Euro pro Stunde.

Du kannst natürlich auch zwei Schüler gleichzeitig unterrichten. So senkst Du den Tarif pro Nachhilfeschüler und erhöhst gleichzeitig Deinen Stundensatz.

Wenn Du beim Schüler zu Hause, in Deinem Arbeitszimmer oder online Nachhilfe geben willst, brauchst Du kein Gewerbe anzumelden. Je nach Geschäftsmodell kann es jedoch nötig werden. Verkaufst Du zum Beispiel in Deiner eigenen Nachhilfeschule eigenes Lehrmaterial, kann eine Gewerbeanmeldung obligatorisch werden. Erkundige Dich am besten bei Deinem Finanzamt.

Durch die Kleinunternehmerregelung musst Du Deine Einnahmen nicht versteuern, wenn sie den Betrag von 17.500€ und im Folgejahr von 50.000€ nicht übersteigen.

Deine Einnahmen errechnest Du mit der simplen Einnahme-Überschuss-Rechnung.

Auch kompetente Ruheständler können selbstverständlich Nachhilfe geben, sei es, um sich zu beschäftigen oder um ihre Rente aufzustocken. Nach ihrer beruflichen Karriere haben Rentner alles, was man als Nachhilfelehrer benötigt, nämlich umfassendes Fachwissen und Zeit.

Werbung für Deine Nachhilfe

Neben Deiner Registrierung auf Superprof.de solltest Du in Deinem Umfeld von Deiner Nachhilfetätigkeit sprechen. Drucke außerdem Flyer und Aushänge aus und verteile sie in den Schulen, Universitäten, Büchereien und Geschäften Deiner Wohngegend.

Gebe dabei an, welche Fächer Du an welchen Orten unterrichtest (beim Schüler, bei Dir, in Bibliotheken, in Co-Working Spaces, im Freien…), wie hoch Dein Tarif ist und ob Du auch online Nachhilfe geben möchtest.

Durch Skype ist letzteres ganz einfach. Mit einer guten Kamera und einem guten Mikrofon erreichst Du so auch Nachhilfeschüler, die nicht unmittelbar in Deiner Nähe wohnen.

Welchen Abschluss braucht man als Nachhilfelehrer?

Grundsätzlich gilt: Um Nachhilfe zu geben, brauchst Du nicht unbedingt einen Abschluss. Selbst Schüler mit guten Noten können bereits Nachhilfe anbieten, und das ab 14 Jahren (laut Jugendarbeitsschutzgesetz).

Ein Diplom erhöht den Stundenlohn des Nachhilfelehrers. Ein Abschluss ist für Nachhilfelehrer nicht obligatorisch, trägt jedoch zur Glaubwürdigkeit bei. | Quelle: visualhunt

Möchtest Du jedoch einen höheren Stundenlohn verlangen und auch höhere Niveaus unterrichten, ist ein Abschluss im jeweiligen Fachgebiet empfehlenswert. Außerdem ist ein Nachhilfelehrer im Studium/in der Ausbildung oder mit Diplom/Abschluss einfach glaubwürdiger.

Auch Deine Erfahrung im jeweiligen Gebiet zählt, zum Beispiel, wenn Du schon seit Jahren Nachhilfe gibst oder bereits auf einige Jahre Berufserfahrung zurückblicken kannst.

Darüber hinaus benötigst Du ein gewisses Maß an pädagogischem Geschick. Ein Lehramtsstudium kann hierbei helfen, ist jedoch keine Voraussetzung. Es gibt auch Nachhilfelehrer, die von Natur aus allein mit ihrem Menschenverstand gut unterrichten können.

Ein akademischer Abschluss ist aber grundsätzlich das beste Aushängeschild für Nachhilfelehrer und hat entscheidenden Einfluss auf den Stundenlohn. Ein Diplom trägt zudem zur Glaubwürdigkeit des Privatlehrers bei.

Hebe also auf jeden Fall in Deiner Web-Anzeige oder in Deinen Aushängen als Nachhilfelehrer Deine Diplome/Abschlüsse/Zertifikate hervor, egal, ob Du nun Englisch, Deutsch als Fremdsprache, Mathe, Wirtschaft oder Yoga unterrichten möchtest.

Nachhilfe geben ohne Diplom

Besitzt Du in einem Fachgebiet ausgeprägte Kompetenzen, ohne einen Abschluss vorweisen zu können (Autodidakten gibt es immer!), kannst Du als Nachhilfelehrer natürlich auch Dein Glück versuchen. Hier ist es in erster Linie Deine Erfahrung in diesem Gebiet, die zählt. Sie macht Deine Kompetenzen glaubwürdiger.

Hast Du Dir zum Beispiel selbst das Klavierspielen beigebracht und spielst in einer Band oder gibst Konzerte, zählt das annähernd genauso viel wie ein Diplom.

Letztendlich kann ein Nachhilfelehrer ohne Diplom genauso, wenn nicht sogar noch kompetenter sein als einer mit Diplom ohne jegliches pädagogisches Geschick.

Ein Nachhilfelehrer muss nicht nur auf adäquate Weise sein Wissen vermitteln können. Er muss auch zuhören und sich mit seinen Lehrmethoden an das Niveau des Schülers anpassen können.

Daneben sollte er Geduld an den Tag legen und natürlich pädagogisch sein, um seine Fachkenntnisse effektiv vermitteln zu können.

Und über diese Eigenschaften können auch Nachhilfelehrer ohne Abschluss verfügen.

Die Vorteile eines Nachhilfelehrers

Die Arbeit des privaten Nachhilfelehrers begrenzt sich nicht auf die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen. Nein, ein Nachhilfelehrer teilt mit seinen Schülern auch seine Leidenschaft und versucht, diese an sie weiterzugeben. Wenn er also selbst mit Enthusiasmus unterrichtet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch auf seine Schüler übergeht.

Durch das Unterrichten vertiefst Du zudem Deine eigenen Kenntnisse im jeweiligen Fachgebiet und wächst im Kontakt mit Deinen Schülern auch auf menschlicher Ebene.

Als Nachhilfelehrer genießt Du außerdem eine pädagogische und organisatorische Freiheit! Du allein bestimmst über Deine Arbeitsweise und Deine Arbeitszeiten und kannst Deinen Nachhilfeunterricht an die Erwartungen und das Niveau jedes einzelnen Schülers anpassen.

Nachhilfe geben bedeutet, selbstbestimmt zu arbeiten. Als Nachhilfelehrer bist Du Dein eigener Chef und genießt Freiheit in vielerlei Hinsicht! | Quelle: visualhunt

Die Entwicklungsmöglichkeiten eines Nachhilfelehrers sind enorm, da er es stets mit neuen Individuen und Lerntypen aufnehmen muss. Auch wenn das Fach dasselbe bleibt, die Lehrmethoden sind es keinesfalls!

Und wenn Du aus Zeit- oder Kostengründen nicht zum Schüler nach Hause fahren kannst und auch bei Dir zu Hause kaum Platz hast, kannst Du online Nachhilfe geben. Deiner organisatorischen Freiheit als Nachhilfelehrer sind keine Grenzen gesetzt.

Auch auf preislicher Ebene bist Du Herr/Frau der Lage. Je nach Nachfrage im Fach, Erfahrung, Kompetenz und Ort kannst Du Deinen Stundenlohn selbst bestimmen. Mit schon ein paar Stunden Nachhilfe in der Woche kannst Du beträchtliche Zusatzeinnahmen im Monat verzeichnen.

Nachhilfe geben bestätigt Dich zudem in Deinen fachlichen Kompetenzen sowie in Deiner Fähigkeit, Dein Wissen erfolgreich an andere weiterzugeben. Es ist einfach ein erhabenes Gefühl, einem Nachhilfeschüler zu einer besseren Note verholfen zu haben und Zeuge seines Lernfortschritts zu werden!

Gute Gründe, um Nachhilfe zu geben

Zunächst einmal bildet Nachhilfe geben im Lebenslauf einen Pluspunkt, denn dies beweist, dass Du zwischenmenschlichen Kompetenzen sowie Empathie besitzt. Außerdem stellst Du mit Nachhilfeunterricht Dein Organisationstalent sowie Deine Anpassungsfähigkeit unter Beweis, die auch im Berufsleben wichtig sind. Schließlich dürfen sich Deine Unterrichtstermine nicht überschneiden, und Du musst Deine Lehrmethoden an die Bedürfnisse Deines Schülers anpassen.

Außerdem ermöglicht Dir Nachhilfeunterricht, wie bereits erwähnt, ein leicht verdientes Zusatzeinkommen. Den Stundenlohn kannst Du, im Gegensatz zu anderen Arbeiten, selber festlegen, genauso wie Deine Arbeitszeiten und den Unterrichtsort (der auch virtuell sein kann!).

Und Deine Zufriedenheit und der Stolz, die Dich nach jedem Erfolgserlebnis Deines Nachhilfeschülers erfüllen, ist mit nichts zu vergleichen!

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