Nachhilfe geben steht hoch im Kurs. Laut einer Bertelsmann-Studie von 2016 geben deutsche Eltern im Jahr rund 900 Mio. Euro für Privatunterricht aus.

Und insgesamt nehmen in Deutschland 1,2 Millionen Schüler und Schülerinnen im Alter von 6 bis 16 Jahren Nachhilfe, das heißt jeder siebte Schüler.

Die Nachfrage für Nachhilfe besteht also! Und mit Internetplattformen wie Superprof.de ist es ein Leichtes, seinen Dienst als Nachhilfelehrerin anzubieten und Schüler zu finden.

Nachhilfe geben umfasst nicht nur klassische Schulfächer wie Mathe, Physik, Englisch oder Deutsch/Deutsch als Fremdsprache, sondern kann sich in Form von Privatunterricht oder Coaching auch auf andere Bereiche beziehen, z.B. Yoga, Kochen, Gitarre, Fotografie oder Gesang.

Möchtest Du Nachhilfelehrer werden oder Privatunterricht anbieten, kannst Du Deine Schülerinnen also im Einzel- oder Gruppenunterricht nicht nur auf schulische oder universitäre Prüfungen vorbereiten., sondern auch in Musik unterrichten sowie Fitness- und Ernährungsberatung leisten.

Wie Du siehst, ist der Beruf des Privatlehrers sehr breitgefächert. Alle Kompetenzen können hier weitergegeben werden. Ob Du also Französisch oder Klavier unterrichten willst oder als Personal Trainerin tätig werden möchtest – Du kannst in allen Bereichen Nachhilfe/Unterricht anbieten, und wir von Superprof haben alle nötigen Tipps zum Nachhilfe-Geben!

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Und los geht's

Gute Gründe, Nachhilfe zu geben

Die Arbeit des privaten Nachhilfelehrers begrenzt sich nicht rein auf die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen. Nein, es hat viele weitere Vorteile, Nachhilfe zu geben.

Eine Nachhilfelehrerin teilt mit ihren Schülern auch eine Leidenschaft und versucht, diese an sie weiterzugeben. Wenn sie also selbst mit Enthusiasmus unterrichtet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch auf ihre Schüler übergeht.

Warum Nachhilfe gaben?
Als Nachhilfelehrerin bist Du Deine eigene Chefin und genießt Freiheit in vielerlei Hinsicht! | Quelle: Unsplash

Durch das Unterrichten vertiefst Du zudem Deine eigenen Kenntnisse im jeweiligen Fachgebiet und wächst im Kontakt mit Deinen Schülern auch auf menschlicher Ebene.

Als Nachhilfelehrerin genießt Du außerdem eine pädagogische und organisatorische Freiheit! Du allein bestimmst über Deine Arbeitsweise und Deine Arbeitszeiten und kannst Deinen Nachhilfeunterricht an die Erwartungen und das Niveau einer jeden Schülerin anpassen.

Die Entwicklungsmöglichkeiten eines Nachhilfelehrers sind enorm, da er es stets mit neuen Individuen und Lerntypen aufnehmen muss. Auch wenn das Fach dasselbe bleibt, die Lehrmethoden sind es keinesfalls!

Und wenn Du aus Zeit- oder Kostengründen nicht zum Schüler nach Hause fahren kannst und auch bei Dir zu Hause kaum Platz hast, kannst Du online Nachhilfe geben. Deiner organisatorischen Freiheit als Nachhilfelehrer sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn Dir online unterrichten Spaß macht, hat das auch den weiteren Vorteil, dass sich Deine potentielle Kundenzielgruppe enorm vergrößert!

Falls Du z.B. Deutsch als Fremdsprache unterrichtest, kannst Du so Deinen Muttersprachlervorteil im Ausland voll ausschöpfen.

Auch auf preislicher Ebene bist Du Herr/Frau der Lage. Du kannst Deinen Stundenlohn selbst bestimmen. Dabei spielen natürlich verschiedene Faktoren wie Nachfrage, Erfahrung, Kompetenz und Ort eine Rolle. Mehr dazu erfährst Du weiter unten im Kapitel "Was verdient man als Nachhilfelehrer?".

Mit schon ein paar Stunden Nachhilfe in der Woche kannst Du beträchtliche Zusatzeinnahmen im Monat verzeichnen (wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass Nachhilfe geben ein Nebenjob für Dich ist).

Nachhilfe geben bestätigt Dich zudem in Deinen fachlichen Kompetenzen sowie in Deiner Fähigkeit, Dein Wissen erfolgreich an andere weiterzugeben. Es ist einfach ein erhabenes Gefühl, einer Nachhilfeschülerin zu einer besseren Note verholfen zu haben und Zeuge ihres Lernfortschritts zu werden!

Oder einer interessierten Person zu helfen, eine bestimmte Fertigkeit (wie Singen, Fotografieren, Töpfern, Yoga usw.) nun (noch besser) zu beherrschen.

Als nächstes gilt es, Vorteile für Deine Karriere zu nennen.

Wenn Nachhilfe geben in Deinem Lebenslauf erscheint, kann das einen wichtigen Pluspunkt bedeuten. Nicht nur, wenn Du später weiter in einem pädagogischen Bereich tätig sein willst, sondern auch, wenn es Dich in eine ganz andere Richtung verschlägt.

Denn andere erfolgreich unterrichten zu haben, beweist, dass Du zwischenmenschlichen Kompetenzen sowie Empathie besitzt. Außerdem stellst Du mit Nachhilfeunterricht Dein Organisationstalent sowie Deine Anpassungsfähigkeit unter Beweis, was allgemein im Berufsalltag wichtig ist.

Wie Du siehst, gibt es also viele gute Gründe, Nachhilfeunterricht zu geben.

Nachhilfe geben für Lehramtsstudenten

Bevor wir auf die Voraussetzungen und die konkrete Herangehensweise zum Nachhilfelehrer Werden eingehen, möchten wir uns kurz an eine bestimmte Zielgruppe wenden, und zwar Lehramtsstudis und solche, die es vielleicht werden möchten.

Wenn man bestimmte Fächer auf Lehramt (oder im Bachelor/Master of Education) studiert, liegt Nachhilfe geben als Studentenjob auf der Hand.

Nachhilfe Eignung?
Als Lehramtsstudi bist Du natürlich besonders gut als Nachhilfelehrer geeignet. | Quelle: Unsplash

Dein Studium bietet Dir eine zusätzliche Qualifikation (was Du auch bei der Preisgestaltung einberechnen kannst). Außerdem kannst Du verschiedene pädagogische Konzepte und den Umgang mit Schüler*innen so schon einmal ausprobieren, ohne dass es gleich ernst gilt.

Doch vielleicht hast Du auch ein Lehramtsstudium begonnen und dann gemerkt, dass Du doch keine Lust hast, Dein Leben lang vor Großklassen zu stehen und an die Schulferien gebunden zu sein?

In diesem Fall ist Nachhilfe geben die ideale Möglichkeit, Deine bereits erlernten Fähigkeiten doch noch einzusetzen und zumindest im kleinen Rahmen den Traum zu leben, anderen etwas beizubringen.

Oder vielleicht merkst Du während des Studiums, dass Du doch nicht so gut mit Kindern kannst und mehr Lust auf Erwachsenenbildung hättest, aber Professor, Dozentin oder Tutor an der Uni muss dann auch nicht gleich sein?

Auch dann ist Privatunterricht bzw. Nachhilfe genau das Richtige für Dich, denn Weiterbildung oder persönliche Entwicklung ist auch für Berufstätige ein immer wichtigeres Thema.

Privatunterricht geben ist also eine super Möglichkeit, wenn Du nicht möchtest, dass Deine pädagogische (Teil-) Ausbildung umsonst war.

Welche Ausbildung braucht man als Nachhilfelehrer?

Grundsätzlich gilt: Um Nachhilfe zu geben, ist ein Abschluss nicht unbedingt notwendig. Selbst Schüler*innen mit guten Noten können bereits Nachhilfe anbieten (für niedrigere Klassenstufen, versteht sich), und das ab 14 Jahren (laut Jugendarbeitsschutzgesetz).

Möchtest Du jedoch einen höheren Stundenlohn verlangen und auch höhere Niveaus unterrichten, ist ein Abschluss im jeweiligen Fachgebiet empfehlenswert.

Außerdem ist ein Nachhilfelehrer im Studium/in der Ausbildung oder mit Diplom/Abschluss einfach glaubwürdiger – und das macht wiederum das Marketing für Nachhilfelehrer einfacher (s. unten).

Auch Deine Erfahrung im jeweiligen Gebiet zählt, zum Beispiel, wenn Du schon seit Jahren Nachhilfe gibst oder bereits auf einige Jahre Berufserfahrung zurückblicken kannst.

Ein gewisser Abschluss erhöht den Stundenlohn des Nachhilfelehrers.
Ein Abschluss ist für Nachhilfelehrer*innen nicht obligatorisch, trägt jedoch zur Glaubwürdigkeit bei. | Quelle: Unsplash

Wenn Du eine kreative Disziplin unterrichten willst, kann ein Abschluss in diesem Bereich auch von Vorteil sein, vielmehr zählt aber Deine Erfahrung. Arbeitest Du z.B. als erfolgreiche Fotografin oder bist Du ein renommierter Balletttänzer? Dann hat das mehr Gewicht als irgendein schulischer Wisch.

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Welche Voraussetzungen sollte man als Nachhilfelehrerin erfüllen?

Gehen wir also davon aus, dass die fachliche Kompetenz kein Problem ist (weil Du entweder eine Ausbildung oder genügend Erfahrung in dem Bereich hast).

Wenn Du nun nicht gerade eine pädagogische Ausbildung genossen hast, hapert es dann vielleicht an pädagogischen/didaktischen Fähigkeiten.

Wir alle kennen das von Fachleuten (und leider manchmal sogar von Lehrern): Man merkt, dass die Person voll der Crack ist und mega gut in ihrem Gebiet Bescheid weiß, aber sie schafft es einfach nicht, sich in uns Dummies reinzuversetzen und die Dinge so zu erklären, dass wir folgen können (ich hatte leider mal so einen Mathe-Lehrer).

Voraussetzung Nummer 1 für eine gute Nachhilfelehrerin ist also ein gewisses Maß an pädagogischem Geschick. Manche haben von Natur aus die nötige Empathie oder erinnern sich noch selbst, wie es war, als sie die Sprache/die Fertigkeit selbst lernen mussten.

Mir ist es in der Französisch-Nachhilfe z.B. immer recht leicht gefallen, die Verständnisprobleme meiner Nachhilfeschüler nachzuvollziehen, weil ich selbst Deutschmuttersprachlerin bin und mühsam lernen musste, was dieser komische subjonctif ist und wann man ihn in welcher Konjugation verwendet.

Wenn Dir das nicht so leicht fällt (weil Du z.B. eine begnadete Violinistin bist und nicht verstehst, wie Dein Schüler die Noten falsch spielen kann), solltest Du Dich im Bereich Didaktik und/oder Coaching noch weiterbilden.

Außerdem muss ein Nachhilfelehrer nicht nur auf adäquate Weise sein Wissen vermitteln können, er muss auch zuhören und sich mit seinen Lehrmethoden an das Niveau des Schülers anpassen können.

Es gibt kein Patenrezept, das für alle funktioniert. Man braucht also ein Gespür dafür, wie man welche Schülerin am besten erreicht, sollte herausfinden, welche Themen sie besonders interessieren (z.B. um Französisch, Englisch oder Spanisch über dieses Thema zu vermitteln), und merken, wenn das Lerntempo zu schnell oder langsam ist.

Auf diese Erkenntnisse muss man entsprechend reagieren können. Man braucht also auch eine gewisse Flexibilität – nicht nur, was die Admin und Orga angeht, sondern eben auch die Inhalte und Lehrmethoden.

Daneben sollte eine gute Nachhilfelehrerin Geduld an den Tag legen. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und Dein Nachhilfeschüler wird nicht nach 3 Lektionen alle Mathe-Aufgaben fehlerfrei lösen können.

Gib ihm Zeit, sich einzufinden und weiterzuentwickeln und feier kleine Erfolge, um ihn bei der Stange zu halten.

Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt: Als Nachhilfelehrer solltest Du Deine Schülerinnen motivieren können. Bei freiwilliger Erwachsenenbildung ist das vielleicht weniger wichtig als bei Schülern, die von den Eltern zur Nachhilfe "gezwungen" werden, aber trotzdem ...

Jede*r Schüler*in kommt mal an den Punkt, an dem er*sie das Gefühl hat, nicht weiterzukommen. In solchen Momenten ist es wichtig, dass Du als Tutor*in/Mentor*in diese Person aufbauen kannst und zu neuer Energie und Motivation inspirieren kannst.

Nicht vergessen: Ihr seid ein Team!

Wie kann ich denn nun konkret Nachhilfelehrer werden?

Nachhilfe geben als Nebenjob

Wie bereits erwähnt, kann theoretisch jede*r Nachhilfelehrer*in werden, auch Schüler oder Studentinnen.

Wie kann ich Nachhilfelehrer werden?
Für Studis ist ein Nachhilfejob eine ideale Einnahmequelle. | Quelle: Unsplash

Viele Studierende sind von einer zusätzlichen Geldquelle abhängig, um ihre Miete zu bezahlen und andere Lebenshaltungskosten abzudecken. Nachhilfe geben ist für sie ein idealer Nebenjob, da er zeitlich flexibel ist, gut bezahlt wird und man sein Wissen in einem Bereich weitergibt, in dem man sich auskennt (idealerweise im Studienfach).

Außerdem ist pprivater Nachhilfeunterricht weitaus weniger stressig als ein Job in einem Unternehmen oder Kellnern. Und auch auf menschlicher Ebene bereichernd!

Später kannst Du dann, wenn Du Geschmack daran gefunden hast, weiterhin nebenberuflich Nachhilfe anbieten, ob Du nun Deutsch als Fremdsprache unterrichten, Englisch-Nachhilfe geben oder Klavier unterrichten willst.

Wir alle wissen, wie teuer das Leben mit der Zeit wird. Demnach suchen sich immer mehr Menschen einen Nebenjob, um sich einen höheren Lebensstandard zu ermöglichen.

Wenn Du dabei Dein Hobby zum Beruf machst und Deine Leidenschaft teilen kannst, umso besser!

Eine Möglichkeit, das zu tun, ist, Dich zum Beispiel auf Superprof.de zu registrieren. Du kannst neben Deinem Standort, Deinem Fachgebiet und Preis pro Stunde auch angeben, ob du lediglich vor Ort unterrichten möchtest oder auch Unterricht via Webcam anbietest.

Deine Erfahrungen verleihen Deinem Profil mehr Glaubwürdigkeit und die Chance steigt, dass der Superprof-Algorithmus den Interessierten Dich als erstgenannten Treffer anzeigt.

Alternativ (oder zusätzlich) kannst Du natürlich auch traditionellere Methoden der Kundenakquise wählen:

  • eine Kleinanzeige in der Zeitung oder im Internet schalten (z.B. Quoka, eBay-Kleinanzeigen)
  • Aushänge in lokalen Bäckereien, Cafés, Supermärkten, Schulen usw. machen
  • entsprechenden Börsen und Facebook-Gruppen beitreten – im Team ist man stärker
  • Mund-zu-Mund-Propaganda
  • usw.

Als Schülerin oder Student musst Du Dir administrativ keine Gedanken machen. Dein Nebenjob wird wahrscheinlich nicht die gesetzlich vorgeschriebene Summe dessen, was man monatlich steuerfrei verdienen darf, überschreiten.

Dieser Betrag lag für Studierende 2020 bei 9.408 € im Jahr, also durchschnittlich bei 784 € im Monat. So viel muss man als Nachhilfelehrer im Nebenjob erstmal erwirtschaften ... Und wenn Du diesen Betrag wirklich überschreitest, ist es auch fair, ein bisschen Steuern fürs Allgemeinwohl abzudrücken, oder? ;)

Wenn Du nicht mehr studierst, sieht es mit Deinen Einnahmen etwas anders aus, aber dann hängt es stark davon ab, was Du hauptberuflich arbeitest (und ob diese Tätigkeit selbstständig oder in Anstellung erfolgt).

In diesem Fall schaust Du Dich am besten mal für Deine konkrete Arbeitssituation im Internet um oder fragst direkt bei einer Steuerberaterin oder dem Lohnsteuerhilfeverein nach.

Hauptberuflich Privatunterricht geben

Doch Nachhilfe und Privatunterricht kann man natürlich nicht nur nebenberuflich geben, sondern auch als Hauptjob machen. In diesem Fall würdest Du Dich als Nachhilfelehrer selbständig machen.

Hier hast Du mehrere Optionen: Entweder Du arbeitest als freie Privatlehrerin unter Deinem eigenen Namen (also quasi in Deinem eigenen Kleinunternehmen bzw. als Solo-Selbstständige) oder Du arbeitest als Honorarkraft in einem Nachhilfeinstitut.

Alternativ kannst Du natürlich auch ein eigenes Nachhilfeinstitut gründen. Da das aber schon richtig ins Unternehmertum reingeht (mit vielen steuerlichen, organisatorischen und rechtlichen Fragen), lassen wir dieses Thema für einen anderen Artikel.

Der Vorteil, für ein Nachhilfeinstitut zu arbeiten, liegt hauptsächlich darin, dass Du Dich nicht selbst um die Kundenakquise, Organisation, Räumlichkeiten und Material kümmern musst.

Der Nachteil ist allerdings, dass die Bezahlung in Nachhilfeeinrichtungen leider nicht sehr großzügig ausfällt, da das Institut quasi als Agentur zwischengeschaltet ist und entsprechend ein großes Stück vom Kuchen abhaben will.

Als unabhängiger Nachhilfelehrer kannst Du also einen deutlich höheren Gewinn erzielen, musst dafür aber auch mehr Zeit und Geld in die Akquise, Vorbereitung, Ausstattung usw. investieren.

Hauptberuflich als Nachhilfelehrer unterrichten bringt gutes Geld.
Nicht wenige finden Geschmack am Nachhilfegeben und üben es irgendwann hauptberuflich aus.

Als selbstständige Nachhilfelehrerin bist Du Deine eigene Chefin und somit auch frei in der Unterrichtsgestaltung. Lektionen in Zweiergrüppchen, Gruppenkurse oder spezielle Prüfungsvorbereitungskurse sind besonders beliebt und meist lukrativer als nur Einzelunterricht zu geben.

Und als Team ist man bekanntlich stärker ...

Und wie sieht es mit den rechtlichen und administrativen Vorgaben aus?

Wenn Du beim Schüler zu Hause, in Deinem Arbeitszimmer bei Dir zu Hause oder online Nachhilfe geben willst, brauchst Du kein Gewerbe anzumelden.

Je nach Geschäftsmodell kann es jedoch nötig werden. Hast du eigene Räumlichkeiten (also fast wie ein kleines Nachhilfeinstitut) und verkaufst Du zum Beispiel dort auch Lehrmaterial, ist eine Gewerbeanmeldung obligatorisch. Erkundige Dich am besten bei Deinem Finanzamt, was für Deinen konkreten Fall zutrifft.

Durch die Kleinunternehmerregelung musst Du Deine Einnahmen zu Beginn Deiner Karriere nicht versteuern, wenn sie den Betrag von 17.500 € und im Folgejahr von 50.000 € nicht übersteigen. Damit kannst Du Dir erstmal beruhigt etwas aufbauen, ohne gleich wieder rund die Hälfte abgeben zu müssen.

Deine Einnahmen errechnest Du mit der simplen Einnahme-Überschuss-Rechnung. Für Kleinunternehmerinnen reicht dabei eine einfache Tabelle, in der alle Einnahmen und Ausgaben und der resultierende Gewinn (oder Verlust) aufgeführt sind.

Dadurch dass Du zu Beginn wahrscheinlich auch relativ Material anschaffen musst (Lehrbücher, Hefte, Büromaterial, vielleicht einen neuen Computer), wirst Du die Einnahmenschwelle vermutlich nicht gleich überschreiten.

Übrigens: Auch kompetente Ruheständler können selbstverständlich Nachhilfe geben, sei es, um sich zu beschäftigen oder um ihre Rente aufzustocken.

Nach ihrer beruflichen Karriere haben Rentnerinnen alles, was man als Nachhilfelehrer benötigt, nämlich umfassendes Fachwissen, Zeit und häufig auch eine Extraportion Geduld.

Besonders pensionierte Lehrer*innen geben nach ihrer aktiven Zeit als Pädagogen gerne weiter privat Unterricht. So haben sie noch eine zusätzliche Einnahmequelle und bleiben weiterhin mit Schüler*innen in Kontakt – eine gute Option.

Nachhilfe und Schwarzarbeit – Widersteh der Versuchung!

Doch egal ob als Lehrer*in im Ruhestand oder Studi: Du solltest der Versuchung widerstehen, schwarz Nachhilfe zu geben, also Deine Einnahmen nicht beim Finanzamt zu deklarieren.

Klar, in diesem Bereich bietet sich das an: Man kommt zur Schülerin nach Hause, erhält (ggf. von den Eltern) die Bezahlung bar auf die Kralle und gut ist.

Vorsicht mit Nachhilfe und Schwarzarbeit
Als Nachhilfelehrerin bist Du Deine eigene Chefin und genießt Freiheit in vielerlei Hinsicht! | Quelle: Unsplash

Könnte man meinen ... Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass das Finanzamt auch Kontrollen durchführt und insbesondere, wenn Du auch ein bisschen (sinnvolles) Marketing betreibst, ist im Internet für alle ersichtlich, dass Du als Nachhilfelehrerin oder privater Lehrer kostenpflichtigen Unterricht gibst und somit Einnahmen erzielst.

Erwischt zu werden, kann ganz schön teuer und unangenehm werden!

Und außerdem ist es ja auch irgendwie fair, dass man sich am Wohl der Gesellschaft beteiligt, wenn man entsprechend viel verdient.

Und wie bereits erwähnt: Wenn Du Nachhilfe als Studenten- oder Nebenjob gibst, kommst Du aufgrund der Kleinunternehmerregelung wahrscheinlich sowieso nicht über die Schwelle. Das ist doch eine Win-Win-Situation: Du deklarierst Deine Einnahmen, gibst somit guten Gewissens legal Nachhilfe und musst trotzdem keine Steuern zahlen.

Als Selbstständige*r ist es natürlich Quatsch, schwarz zu arbeiten, denn Du willst Dir ja auf ehrliche Art und Weise Dein Business aufbauen und einen Namen machen. Außerdem kannst Du dann auch allerlei von der Steuer absetzen, wie eben Materialien, Bürozeugs, IT & Computer, das Arbeitszimmer oder sogar einen Geschäftswagen (wenn Du hauptsächlich zu Deinen Schülerinnen fährst).

Ab einem gewissen Umsatz pro Jahr musst Du außerdem Mehrwertsteuer verlangen und abführen, was Kunden gegenüber wiederum professioneller wirkt (z.B. bei privatem Unterricht in Fotografie) und Dein Business aufs nächste Level hebt.

Was verdient man als Nachhilfelehrerin?

Doch Steuern hin oder her – was verdient man denn so brutto als Nachhilfelehrer?

Nun, wie so oft ist die Antwort: Es kommt ganz darauf an. Bei der Preisgestaltung für Deine Nachhilfe-Lektionen oder Deinen privaten Unterricht spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Ort

Beginnen wir ganz simpel: mit Deinem Einsatzort. Je nachdem, wo in Deutschland (oder auf der Welt) Du Dich aufhältst, liegen Deine Lebenshaltungskosten in einem bestimmten Bereich.

Und selbst wenn Du nicht hauptberuflich Lehrer*in für Nachhilfe oder Privatunterricht bist, sollte das Unterrichten doch einen gewissen Betrag abwerfen, damit es sich für Dich lohnt (und Dir zumindest Deine nächste Pizza & Cola finanziert).

Schau Dich also am besten mal im Internet (z.B. auf superprof.de) um, was eine Lektion in Deinem Fach in Deiner Stadt so kostet.

Wir erzählen Dir sicher nichts Neues, wenn wir erklären, dass eine Lektion Mathe-Nachhilfe in Weimar oder Ulm weniger kostet als in München oder Hamburg.

Fachgebiet

Wie überall auf dem freien Markt ist der Preis natürlich auch immer ein Resultat von Angebot und Nachfrage.

In der Schülernachhilfe sind z.B. naturwissenschaftliche Fächer besonders gefragt, wahrscheinlich weil viele Schüler*innen damit Probleme haben und vielleicht ganz so viele naturwissenschaftlich Begabte Lust haben, Nachhilfe zu geben, wer weiß.

Was verdient man als Nachhilfelehrer?
Manche Nachhilfefächer sind gefragter als andere – und das spiegelt sich im Preis wider. | Quelle: Unsplash

Ähnlich verhält es sich mit privatem Unterricht. Für Fremdsprachen kann man in der Regel etwas weniger verlangen als z.B. für Personal Training oder Geigenunterricht.

Wenn Du mehrere Bereiche zur Auswahl hast, könnte es sich also durchaus lohnen, eine Art Marktanalyse zu starten und zu schauen, welche Richtung mehr gefragt und somit auch besser bezahlt ist.

Ausbildung und Erfahrung

Doch der Standort ist natürlich nicht das einzige Kriterium. Viel hängt auch von Deiner Ausbildung und Erfahrung ab.

Hast Du ein Studium in Operngesang absolviert (oder bist gerade noch dabei)? Dann kannst Du gut und gerne ein paar Euronen draufschlagen bei Deinem Honorar.

Gibst Du schon seit Jahren Nachhilfe und Privatunterricht oder bist sogar Lehrer*in? Auch das spielt mit rein.

Und natürlich lässt sich auch Dein Ruf im jeweiligen Bereich in bare Münze umwandeln, also wenn Du besonders erfahren und/oder bekannt bist, z.B. als Gitarrist, Malerin oder Yogi.

Das Honorar hängt von der Nachfrage im Fach und der Region ab, in der Du unterrichtest. In der Regel nimmt ein Nachhilfelehrer zwischen 10 und 50 Euro pro Stunde.

Nachhilfe-Marketing – so findest Du mehr Schüler*innen

Je nachdem wie professionell Dein Nachhilfe-Business sein soll, lohnt es sich, ein paar Gedanken übers richtige Marketing zu machen.

Wenn Du als Studi einfach bisschen nebenbei jobben willst, reicht es vielleicht, eine Kleinanzeige zu schalten oder an einer nahegelegenen Schule einen Aushang zu machen.

Wenn Du dagegen etwas mehr mit Privatunterricht verdienen willst oder sogar gerne hauptberuflich Nachhilfe geben möchtest, ist es natürlich wichtig, dass Du laufend neue Kundinnen und Kunden gewinnst.

Diese Möglichkeiten hast Du beispielsweise:

  • Flyer und Broschüren verteilen, Aushänge machen
  • Dich als Google Business oder in örtlichen Verzeichnissen registrieren und um Bewertungen bitten
  • Dich auf Nachhilfeportalen registrieren (z.B. Superprof)
  • Eine eigene Website schalten
  • Auf Social Media aktiv sein und Follower Deiner perfekten Kundengruppen gewinnen
  • Networking (online und im "echten Leben") – mit Kolleginnen, Eltern, Schülern usw.
  • uvm.

Wir wünschen Dir viel Erfolg mit Deinem Abenteuer erfolgreich Nachhilfe geben!

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Christiane

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