Beim Schwimmen fühlst du dich fast schwerelos und genau darin liegt einer der größten Vorteile. Im Wasser trägt dich der Auftrieb, deine Gelenke werden entlastet und trotzdem arbeitet dein ganzer Körper mit. Arme, Beine, Rücken, Rumpf, Herz und Lunge kommen in Bewegung, ohne dass du deinen Körper so stark belastest wie zum Beispiel beim Joggen.

Genau deshalb gilt Schwimmen als eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Es kann deine Ausdauer verbessern, Muskeln kräftigen, Rückenschmerzen vorbeugen, beim Abnehmen unterstützen und sogar helfen, Stress abzubauen.

Aber: Die Technik sollte stimmen, damit aus dem gesunden Training keine unnötige Belastung für Nacken, Knie oder Rücken wird.

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Schwimmen entlastet Gelenke und Rücken

Einer der größten Vorteile beim Schwimmen ist, dass dein Körper im Wasser deutlich weniger belastet wird. Genau deshalb eignet sich die Sportart besonders gut, wenn du gelenkschonend trainieren möchtest oder schnell Probleme mit Rücken, Knien oder Bandscheiben bekommst.

Wasser entlastet den Körper

Der Grund dafür ist der Wasserauftrieb. Im Wasser fühlt sich dein Körper viel leichter an, weil du nicht dein gesamtes Körpergewicht tragen musst. Häufig wird gesagt, dass auf Gelenken und Bandscheiben nur noch ein Bruchteil des eigentlichen Gewichts lastet. Dadurch entsteht weniger Druck auf Knie, Hüften, Sprunggelenke und Wirbelsäule.

Gerade im Vergleich zum Joggen ist das ein großer Unterschied: Beim Laufen federn deine Gelenke bei jedem Schritt Stöße ab. Beim Schwimmen bewegst du dich dagegen viel sanfter. Gleichzeitig musst du trotzdem aktiv arbeiten, denn Arme, Beine und Rumpf bringen dich gegen den Wasserwiderstand vorwärts.

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Gut bei Rückenschmerzen und Gelenkproblemen

Auch bei Rückenschmerzen oder Gelenkbeschwerden kann Schwimmen angenehm sein. Viele Menschen können sich im Wasser freier bewegen, weil der Körper entlastet wird und Bewegungen weniger schmerzhaft sind.

Zusätzlich stärkst du beim Schwimmen deine Rumpf- und Rückenmuskulatur. Diese Muskeln helfen dabei, deine Wirbelsäule zu stabilisieren und Beschwerden vorzubeugen.

Mehrere Schwimmer beim Rückenschwimmen.
Beim Rückenschwimmen entlastest du deine ganze Wirbelsäule. | Credits: Ryan Fleischer

Auch bei Arthrose kann Schwimmen eine passende Sportart sein. Denn hier gilt: Bewegung ist wichtig, starke Belastung aber eher ungünstig. Im Wasser lassen sich Gelenke bewegen und lockern, ohne dass zu viel Druck auf ihnen liegt. Gleichzeitig werden die Muskeln gestärkt, die deine Gelenke schützen und im Alltag unterstützen.

Rückenschwimmen gilt dabei als besonders rückenfreundlich. Dabei bleiben Nacken und Wirbelsäule eher in einer natürlichen Position. Beim Brustschwimmen solltest du dagegen darauf achten, den Kopf nicht dauerhaft über Wasser zu halten, sonst können Nacken und Rücken schnell verspannen.

Schwimmen stärkt Herz, Kreislauf und Lunge

Schwimmen ist nicht nur gelenkschonend, sondern auch ein gutes Ausdauertraining. Wenn du regelmäßig deine Bahnen ziehst, bringst du dein Herz-Kreislaufsystem in Schwung und verbesserst nach und nach deine Kondition.

Ausdauertraining im Wasser

Beim Schwimmen arbeitet dein Herz stärker, um deinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Der Wasserdruck sorgt dafür, dass die Blutgefäße unter der Haut leicht zusammengedrückt werden. Dadurch wird mehr Blut in Richtung Brustraum geschoben und das Herz muss kräftiger pumpen.

Das klingt erstmal anstrengend, ist für gesunde Menschen aber ein guter Trainingseffekt. Mit der Zeit kann dein Herz leistungsfähiger werden: Du hältst länger durch, kommst weniger schnell aus der Puste und fühlst dich im Alltag belastbarer.

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Warum auch deine Atmung trainiert wird

Auch deine Lunge profitiert vom Schwimmen. Das Wasser drückt von außen gegen den Brustkorb, wodurch das Einatmen etwas mehr Kraft braucht als an Land. Deine Atemmuskulatur muss also mitarbeiten und wird dadurch trainiert.

Eine Frau fässt sich auf die Brust und atmet bewusst mit geschlossenen Augen.

Zusätzlich hilft dir die Bewegung im Wasser, einen ruhigeren Atemrhythmus zu entwickeln. Besonders beim Kraulen oder Brustschwimmen merkst du schnell:

Atmung und Bewegung müssen gut zusammenpassen. Genau das macht Schwimmen koordinativ anspruchsvoll, aber auch so effektiv.

Schwimmen bei Asthma und Herzproblemen

Viele Menschen mit Asthma empfinden Schwimmen als angenehm, weil die Atemmuskulatur gestärkt und die Atmung bewusster wird. Wichtig ist aber, langsam zu starten, Pausen einzulegen und das Training nicht zu übertreiben. Wenn du Asthma hast, solltest du vorher ärztlich abklären, worauf du achten musst.

Auch bei Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder nach einer längeren Sportpause gilt: Sprich am besten zuerst mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Der Wasserdruck und die Anstrengung im Wasser können den Körper fordern.

Mit der richtigen Einschätzung und einem passenden Trainingsumfang kann Schwimmen aber für viele Menschen eine sehr gute Möglichkeit sein, wieder mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

Schwimmen trainiert viele Muskeln

Schwimmen gilt nicht ohne Grund als Ganzkörpertraining. Damit du im Wasser vorankommst und stabil liegst, arbeiten viele Muskelgruppen gleichzeitig: Arme ziehen, Beine unterstützen den Antrieb, Rumpf und Rücken halten deinen Körper in einer guten Wasserlage.

Welche Muskeln besonders gefordert werden, hängt vom Schwimmstil ab. Brustschwimmen, Kraulen und Rückenschwimmen setzen jeweils etwas andere Schwerpunkte. Wenn du verschiedene Stile abwechselst, trainierst du deinen Körper besonders ausgewogen.

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Welche Muskeln trainierst du beim Schwimmen?

🏊 Rücken und Rumpf: besonders beim Rückenschwimmen und Kraulen
💪 Schultern und Arme: vor allem beim Kraulen, Rückenschwimmen und Brustschwimmen
🫁 Brustmuskulatur: besonders beim Brustschwimmen
🦵 Beine und Oberschenkel: vor allem beim Brustschwimmen und Kraulen
⚖️ Bauch- und Stabilisationsmuskulatur: wichtig beim Kraulen und Rückenschwimmen
🍑 Gesäß und Hüfte: werden besonders beim Brustschwimmen und Kraulen aktiviert

Trotzdem ersetzt Schwimmen kein gezieltes Krafttraining. Die Muskeln werden zwar gekräftigt, arbeiten im Wasser aber weniger gegen die Schwerkraft als an Land. Für Einsteiger*innen kann Schwimmen dennoch schnell spürbare Effekte haben: mehr Körperspannung, bessere Haltung und ein kräftigeres Gefühl im ganzen Körper.

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Schwimmen kann beim Abnehmen helfen

Auch wenn du Gewicht verlieren möchtest, kann Schwimmen eine gute Wahl sein. Gerade bei Übergewicht punktet die Sportart, weil sich dein Körper im Wasser leichter anfühlt und Gelenke, Bänder und Bandscheiben entlastet werden.

Gleichzeitig verbrauchst du beim Schwimmen Energie. Schauen wir uns das Schwimmen in Sachen Kalorienverbrauch einmal an:

Wie viele Kalorien es genau sind, hängt von deinem Körpergewicht, deinem Tempo, der Technik und dem Schwimmstil ab. Lockeres Brustschwimmen verbrennt weniger als intensives Kraulen. Bei sehr hoher Intensität können es bis zu 900 Kalorien pro Stunde sein.

Für die meisten Freizeitschwimmer*innen liegt der Verbrauch aber darunter bei ca. 500 bis 700 kcal/h.

Eine Frau beim Freestyle.
Schwimmen ist ein super Sport um Fett zu verlieren. | Credits: Johanna Steppan

Wichtig ist deshalb vor allem Regelmäßigkeit. Einzelne Bahnen zwischendurch sind gut, bringen beim Abnehmen aber nur begrenzt etwas. Wenn du langfristig Fortschritte sehen möchtest, solltest du Schwimmen fest in deinen Alltag einbauen, zum Beispiel zwei- bis dreimal pro Woche.

Genauso wichtig ist eine passende Ernährung: Wer nach dem Training deutlich mehr isst als vorher, nimmt die verbrauchten Kalorien schnell wieder auf.

Schwimmen ist gut für Psyche, Stress und Konzentration

Schwimmen tut nicht nur deinem Körper gut, sondern kann auch im Kopf für Ruhe sorgen. Die gleichmäßigen Bewegungen, der Rhythmus der Atmung und das Gefühl im Wasser helfen vielen Menschen dabei, abzuschalten.

Du konzentrierst dich automatisch auf deine Wasserlage, deine Technik und den nächsten Atemzug und bist dadurch für eine Weile ganz im Moment.

Auch für Konzentration und Koordination ist Schwimmen spannend. Arme, Beine, Rumpf und Atmung müssen zusammenspielen, damit du ruhig und effizient durchs Wasser kommst. Gleichzeitig zählt Schwimmen zu den Ausdauersportarten, die den Kreislauf anregen und die Durchblutung fördern.

Das kann dir helfen, dich wacher, ausgeglichener und nach dem Training oft angenehm entspannt zu fühlen.

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Schwimmen in der Schwangerschaft und im Alter

Schwimmen eignet sich für viele Menschen, weil es den Körper entlastet und trotzdem in Bewegung bringt. In der Schwangerschaft empfinden viele Frauen das Wasser als besonders angenehm:

Der Auftrieb lässt den Körper leichter wirken, Gelenke werden entlastet und der Wasserdruck kann bei schweren Beinen oder Wassereinlagerungen wohltuend sein. Wenn du schwanger bist und unsicher bist, solltest du dein Training aber vorher ärztlich abklären lassen.

add
Wann du vor dem Schwimmen ärztlich nachfragen solltest

Schwimmen ist für viele Menschen gesund und schonend. In manchen Fällen solltest du aber lieber kurz ärztlich abklären, ob und wie du trainieren kannst:
❤️ Herzerkrankungen
🩺 Bluthochdruck
🫁 starke Atemprobleme
🦴 akute Verletzungen
⚠️ Schmerzen in Schulter, Knie, Rücken oder Nacken
🌊 Unsicherheit im Wasser

Für ältere Menschen ist Schwimmen ebenfalls eine gute Möglichkeit, Ausdauer, Beweglichkeit und Muskulatur schonend zu fördern. Gerade wenn Gelenke schneller schmerzen oder andere Sportarten zu belastend sind, kann Bewegung im Wasser sehr angenehm sein.

Trotzdem sollte Schwimmen nicht die einzige Bewegungsform bleiben. Übungen an Land, zum Beispiel leichtes Krafttraining, Spaziergänge, Gymnastik oder Gleichgewichtstraining, sind wichtig, um im Alltag sicher zu bleiben und Stürzen vorzubeugen.

Referenzen

  1. Heed, L., & Augustin, B. (2026, March 27). Warum Schwimmen so gesund ist. ndr.de. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/warum-schwimmen-so-gesund-ist,schwimmen1556.html
  2. Gesundheitskasse, A.-. D. (2025, March 26). 8 Gründe, warum Schwimmen so gesund ist. AOK - Die Gesundheitskasse. https://www.aok.de/pk/magazin/sport/fitness/8-gruende-warum-schwimmen-so-gesund-ist/
  3. Syring, U. (2024, June 4). Ist Schwimmen gesund? - So effektiv sind Kraulen & andere Stile. Fitness First Magazin. https://www.fitnessfirst.de/magazin/koerper-geist/gesundheit/schwimmen

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Vera

Aus der Pädagogik komme ich, in Kunst und Kultur bin ich zu Hause, Europäerin bin ich, Sprache(n) liebe ich, Neugierde und Offenheit möchte ich immer behalten.