Statistik ist für dich wie ein weißes Blatt Papier oder konnte dich in der Schule nie so richtig überzeugen?

Wenn man sich einmal die Grundprinzipien der Statistik veranschaulicht hat, ist sie eigentlich gar nicht so trocken und kompliziert, wie häufig befürchtet. Die Statistik ist zwar ein Teil der Mathematik und an Zahlen und Rechnungen kommst du nicht herum, doch in der Praxis wird ein Großteil der Berechnungen mittlerweile von Computern übernommen.

Dennoch dreht sich in der Statistik natürlich alles um Daten und deren Auswertung. Allerdings ist der Praxisbezug sehr hoch, was die Wissenschaft lebendig und interessant macht.

Statistik begleitet dich jeden Tag im Alltag, ob es dir bewusst ist, oder nicht. Nicht wenige unserer Entscheidungen treffen wir auf Basis von Statistiken oder zumindest Erfahrungswerten. Und eine Zeitung aufzuschlagen, ohne über mindestens eine Statistik zu stolpern, ist quasi unmöglich.

Gründe genug also, sich mit den wichtigsten Inhalten der Statistik auseinanderzusetzen!

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Was ist Statistik?

In der Statistik steht der Umgang mit quantitativen Informationen im Vordergrund. Anders ausgedrückt werden Daten gesammelt, erhoben, aufbereitet, ausgewertet, analysiert, interpretiert und präsentiert.

Das Schöne an der Statistik ist, dass Theorie und Praxis hier eng miteinander verknüpft sind. Es müssen grundlegende statistische und stochastische Methoden erlernt werden, damit diese dann im Praxisbezug korrekt angewendet werden können.

Auf praktischer Ebene dient eine Statistik allgemeinen Informationszwecken, stellt aber häufig auch eine wichtige Entscheidungsgrundlage dar. In der Politik, der Pharmaforschung, der Produktentwicklung, im Versicherungswesen sowie in vielen weiteren Branchen werden Entscheidungen auf die Ergebnisse statistischer Analysen gefußt, um Risiken und Fehlentscheidungen möglichst gering zu halten.

Die Ursprünge der Statistik liegen circa 5.000 Jahre in der Vergangenheit – verrückt, oder? Damals handelte es sich aber natürlich noch um andere Statistiken als heute. Damals betrafen die untersuchten Daten in der Regel den Staat: Es wurden die Männer, Frauen, Kinder, Rinder, Felder und weitere Güter eines Staates gezählt, um einen Überblick über Vermögen und Bevölkerung zu bekommen. Dies waren die allerersten Amtsstatistiken.

Später kamen Handelsstatistiken und Universitätsstatistiken hinzu, doch erst als im 17. Jahrhundert die Wahrscheinlichkeitsrechnung geboren wurde, entstanden die Grundzüge der modernen Statistik.

Wo wird Statistik eingesetzt?
Die Einsatzbereiche und Anwendungsmöglichkeiten der Statistik sind vielfältig | Quelle: Unsplash

Heute werden abhängig vom Untersuchungsziel repräsentative Stichproben untersucht, da nur selten Daten über alle Mitglieder der betroffenen Gesamtheit erfasst werden können. Von einer solchen Stichprobe werden dann mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit gezogen.

Dabei spielen Computer und Statistiksoftware eine erhebliche Rolle. Ohne diese technologischen Entwicklungen wären wir wahrscheinlich nicht in der Lage, all die heute verbreiteten statistischen Rechenverfahren in der gleichen Menge und Geschwindigkeit durchzuführen. Der Einsatz von Computern stellte einen Meilenstein für die Entwicklung der Statistik als Wissenschaft dar und ist nicht mehr wegzudenken.

Die Einsatzgebiete von Statistik umfassen unter anderem die Folgenden:

  • Versicherungswesen
  • Finanzsektor
  • Sportwetten und Sportberichterstattung
  • Wettervorhersagen
  • Produkt- und Marktforschung
  • Volkszählung / Zensus
  • Biostatistik
  • Geologie und Klimaforschung
  • Epidemiologie

Arten und Darstellungsformen von Statistik

Es werden im Wesentlichen zwei Arten der Statistik unterschieden: die deskriptive und die induktive Statistik.

Bei der deskriptiven Statistik, auch beschreibende Statistik genannt, werden Datensätze einer Stichprobe untersucht, analysiert und interpretiert. So können Zusammenhänge und Rückschlusse in Bezug auf diese Stichprobe getroffen werden. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem verschiedene Mittelmaße und Streuungsmaße.

Ein typisches Mittelmaß ist das arithmetische Mittel, auch als Durchschnitt bekannt. Je nach Datenskala kann dies aber nicht immer berechnet werden. Eine Alternative wäre dann zum Beispiel der Median. Streuungsmaße wie die Standardabweichung oder die Varianz geben Aufschluss darüber, wie stark die einzelnen Werte vom Mittelwert abweichen. So können auch Datensätze mit ähnlichen Mittelwerten miteinander verglichen werden.

Um die Ergebnisse einer Stichprobe auf eine Grundgesamtheit zu übertragen, wird die induktive oder schließende Statistik benötigt. Diese wendet Methoden und Instrumente der Wahrscheinlichkeitsrechnung an. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Zufallsvariablen, Zufallsexperimente, Schätzverfahren, Hypothesentests oder Parametertests.

Welche Arten der Statistik gibt es?
Zufallsexperimente sind eine Methode der induktiven Statistik | Quelle: Unsplash

Mit diesen stochastischen Berechnungen kannst du empirisch gestützte Aussagen in Bezug auf eine Grundgesamtheit treffen, obwohl nur eine Teilerhebung stattgefunden hat.

Um Analyseergebnisse aufzubereiten und ansprechend darzustellen, greifen Statistiker auf diverse Diagramme und andere Darstellungsformen zurück. Die wichtigsten Arten von diesen sind die Folgenden:

  • Tabelle
  • Säulendiagramm
  • Balkendiagramm
  • Kurvendiagramm
  • Kreisdiagramm
  • Boxplot
  • Streudiagramm
  • Kartogramm

Welche Diagrammart verwendet wird, ist abhängig von der Art der Daten, der Zielgruppe, dem Zweck und der Verwendung der Statistik. Die Auswahl erfolgt in Abhängigkeit einer Abwägung, welches Diagramm den Daten und der Aussage, die herübergebracht werden soll, am ehesten gerecht wird.

Bei der Erstellung der Diagramme und Schaubilder kommt statistische Software zum Einsatz. Selbst mit Microsoft Excel ist dies möglich. Diese Programme können innerhalb von Millisekunden die gewünschte Darstellungsform ausspucken, was den Arbeitsalltag eines Statistikers um einiges erleichtert.

Die Grundbegriffe der Statistik

Um statistische Methoden und Darstellungsformen besser verstehen zu können, solltest du dich zunächst mit den Grundbegriffen der Statistik vertraut machen. Die Wichtigsten haben wir dir hier zusammengefasst.

Grundgesamtheit: Eine Grundgesamtheit ist die Menge aller betroffenen Personen oder Objekte, die untersucht werden sollen.

Stichprobe: Bei der Stichprobe handelt es sich um die Personen oder Objekte, die im Rahmen der Datenerhebung tatsächlich befragt oder untersucht wurden. Man spricht auch von der Summe der Merkmalsträger.

Skalenniveau: Bei der Erhebung von Daten können diese unterschiedlich skaliert werden. Man unterscheidet zwischen einer Nominalskala, Ordinalskala oder metrischen Skala. Bei einer Nominalskala sind die Merkmalsausprägungen klar voneinander unterscheidbar und nicht in eine Rangfolge zu bringen. Ein Beispiel wäre zum Beispiel das Geschlecht. Bei einer Ordinalskala sind die Merkmalsausprägungen auch klar voneinander unterscheidbar, allerdings können sie hier auch in eine Rangfolge gebracht werden, wie zum Beispiel Schulnoten. Metrische Skala bedeutet, dass die Merkmalsausprägungen nicht nur in eine Rangfolge gebracht, sondern die Abstände auch gemessen werden können. Das ist zum Beispiel bei Merkmalen wie dem Alter, der Größe, dem Gewicht oder dem Einkommen der Fall.

Was sind die wichtigsten Grundbegriffe der Statistik?
Wenn du mit den Grundbegriffen der Statistik vertraut bist, kannst du dich in alles andere schnell hineindenken! | Quelle: Unsplash

Mittelmaße: Ein Mittelmaß gibt den Mittelwert der Verteilung von Merkmalsausprägungen an. Klassisch wäre das arithmetische Mittel, möglich ist auch ein gewichtetes arithmetisches Mittel. Alternativen sind der Median oder der Modus. Beim Median handelt es sich um den Wert, der genau in der Mitte liegt und die Datenmenge in zwei gleich große Teile teilt. Der Modus ist der am häufigsten vorkommende Wert.

Streuungsmaße: Streuungsmaße untersuchen, wie weit die einzelnen Werte um den Mittelwert herum gestreut sind. Die Berechnung ergibt nur bei arithmetischen Mitteln Sinn. Die typischsten Streuungsmaße sind die Varianz und die Standardabweichung. Alternativ kannst du aber auch die Spannweite, den Variationskoeffizienten oder die Quartile untersuchen.

Hypothesentest: Bei einem Hypothesentest wird eine eigens aufgestellte Hypothese mittels verschiedener Verfahren der Wahrscheinlichkeitsrechnung untersucht und anschließend entweder angenommen oder abgelehnt. Ein Hypothesentest ist Teil der induktiven Statistik, die Aussagen über die Grundgesamtheit treffen möchte.

Wie arbeitet ein Statistiker?

Der Job eines Statistikers ist überwiegend ein Schreibtisch- beziehungsweise Bildschirmjob. Schließlich muss er in seinem Arbeitsalltag viele große Datenmengen sammeln, aufbereiten, untersuchen und darstellen. Dabei helfen ihm verschiedene Statistiksoftwares.

Langweilig ist dieser Beruf aber keinesfalls: Schließlich haben die untersuchten Daten in der Regel einen hohen Praxisbezug und liefern mitunter spannende oder überraschende Ergebnisse.

Statistiker können in vielen Branchen und Organisationen arbeiten. Dadurch ist das Berufsbild alles andere als eintönig, sondern die Arbeit ist stets abhängig vom konkreten Feld, in dem gearbeitet wird. Interessante Einsatzstellen und Arbeitgeber für Statistiker sind zum Beispiel die folgenden:

  • Marktforschung
  • Pharmaforschung
  • Öffentliche Verbände
  • Klimaforschung
  • Politik
  • Banken
  • Versicherungen
  • Unternehmen

Teilweise werden messbare Daten von diversen Quellen gesammelt, in anderen Fällen werden aber auch eigens Daten erhoben. Dann ist es die Aufgabe des Statistikers, die geeigneten Methoden zur Datenerhebung auszuwählen, zu planen und durchzuführen.

Es ist auch eine Option, in die Lehre zu gehen und an Schulen, Fachhochschulen und Universitäten Statistik zu unterrichten. In dem Fall findet der Großteil des Arbeitstages im Vorlesungssaal oder Schulraum statt – eine gute Möglichkeit für die Statistiker, die nicht so gerne lange im Büro sitzen.

Um als Statistiker arbeiten zu können, musst du ein Hochschulstudium im Fach Statistik oder im Fach Mathematik mit Schwerpunkt Statistik absolvieren und abschließen. Diese Studiengänge werden deutschlandweit angeboten und haben üblicherweise keinen Numerus Clausus, so dass eine Zulassung zum Studium mit (Fach-)Hochschulreife normalerweise problemlos möglich ist.

Wie arbeitet ein Statistiker?
Die Arbeit eines Statistikers findet zu großen Teilen am Computer statt | Quelle: Unsplash

Was du für diesen Berufsweg jedoch mitbringen solltest, sind analytisches und mathematisches Denken, Sorgfalt, eine gewisse Frustrationstoleranz, Zielstrebigkeit, Geduld, Kommunikationsfähigkeiten und Softwareaffinität. Und natürlich viel Spaß am Umgang mit Zahlen und Daten!

Die gute Nachricht zum Abschluss: Die Karrierechancen als Statistiker sind ausgesprochen gut. Es handelt sich um eine viel gefragte und gesuchte Fachkraft, da es vergleichsweise wenig Hochschulabsolventen in diesem Bereich gibt. Dadurch ist zum einen die Arbeitslosigkeit unter Statistikern sehr gering, zum anderen sind die Gehaltsaussichten vielversprechend: Das Einstiegsgehalt liegt bei über 3.000 Euro brutto im Monat und steigt nach wenigen Jahren Berufserfahrung auf durchschnittlich über 5.000 Euro brutto im Monat.

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.