„Die Stimme eines schönen Tenors ist wie der Klang einer Trompete, die von Seide gedämpft wird.“ 

– Alec Guinness

Singen zu lernen ist ein guter Anfang: Jetzt musst Du nur noch Deine Sinnesorgane trainieren, um Deine Stimme perfekt auszubilden.

Auf einer Klaviertastatur gilt: Je weiter sich eine Note auf der linken Seite befindet, desto tiefer ist sie; umgekehrt, je weiter rechts sie ist, desto höher wird sie sein.

Menschliche Stimmen können musikalische Noten reproduzieren: Das ist das Prinzip der Gesangskunst.

Händel, Mozart, Gounod, Wagner, Donizetti, Purcell: all das sind große Komponisten, die dem Musikliebhaber die Kunst des Singens näherbringen.

Aber eine schöne Stimme zu haben, um eine komische Oper oder eine berühmte Arie zu interpretieren, ist nicht jedermanns Sache.

Auch wenn jeder Einzelne von uns sowohl ein C als auch ein D oder E oder E sowie F singen kann (ohne das G, A und B zu vergessen), wird er nicht in der Lage sein, alle Oktaven zu reproduzieren. Ihre Amplitude ist schlichtweg zu groß für ein einzelnes Stimmorgan.

Aus diesem Grund werden die Stimmen nach Register oder Tonumfang klassifiziert, je nach dem, welche mehr oder weniger hohen bzw. tiefen Oktaven von der Stimme umfasst werden.

In diesen Zusammenhang reiht sich der Begriff „Tenor“ ein. Tenor ist die höchste Männerstimme der klassischen Musik – mit Ausnahme des Barock, der noch auf Kastraten zurückgriff, die noch höher singen konnten.

Wie lässt sich die Stimmlage charakterisieren?
Besonders hoch in der Stimmlage: Tenöre. | Quelle: Pixabay

Bei den Frauenstimmen spricht man gerne von der Sopran- oder Mezzosopranistin als weiblichem Pendant zum Tenor bei Männern.

Intensität, Tonhöhe, Rhythmus und Timbre sind die Vier Jahreszeiten (ah, Vivaldi!) aller Stimmen.

Schauen wir uns also genauer an, was ein Tenor ist. Außerdem betrachten wir, wie man weiß, ob man ein Tenor ist und wie man eine solche Stimme am besten ausüben kann. Fortschritte zu erzielen, ohne die Stimme zu übermüden – das ist das Ziel.

Wir werden versuchen, so wissenschaftlich und realistisch wie möglich zu bleiben, denn es geht nicht darum, die Stimmen nur zum Spaß zu erheben, sondern für die Ehre der Musik!

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Was ist ein Tenorsänger?

Rein akustisch gesehen ist der Tenor eine Opernstimme, die zwischen Bass und Alter liegt, aber die Spitze der „normalen“ Männerpyramide markiert.

Tatsächlich bleibt der Tenor meist eine Bruststimme, vor allem dank romantischer Musik und Opern des 19. Jahrhunderts. Dagegen gehören die Countertenöre mit meist höheren Tonlagen zum Bereich der Kopfstimme.

Im Operngesang basieren die meisten wichtigen Stücke für Männer, auf der Tenorstimme, beispielsweise bei Giuseppe Verdi (in Rigoletto zum Beispiel).

Die Orientierung auf eine Tenorstimme kann – sofern nichts dagegenspricht – unter Ausnutzung der natürlichen Begabung in der Jugendzeit erfolgen, sofern man bereits ein musikalisches Gespür entwickelt hat.

In der Praxis ist es einfacher, von hoch nach tief zu gleiten, von Kopf- in Richtung Bruststimme. Dies kann als echte „Mutation“ oder einfach als „zweiter Stimmbruch“ bezeichnet werden.

Die Voraussetzung für eine solche Gesangstechnik ist natürlich.... das richtige Singen. Falls Du dies noch nicht beherrscht, hätten wir mit dem Gesangsunterricht auf unserer Plattform vielleicht das richtige Angebot für Dich. Nach ein paar Auffrischungskursen solltest Du mit Deinem Weg zum Tenor loslegen können.

Ein Tenor zeichnet sich besonders durch tiefe Entspannung und eine dynamische Atmung vor allem durch den Bauch aus.

Dies sind die zwei Wege, die Deine Stimme erforschen muss, um Deine Ziele zu erreichen – damit nicht Dir, sondern anderen die Spucke wegbleibt und Du ganz neue Erfahrungen in Bezug auf Deine Stimme machen kannst.

So unpassend es auch erscheinen mag, es gibt Situationen, in denen der Rückgriff auf einen Logopäden sehr empfehlenswert ist. Letztendlich bietet aber ein guter privater Gesangslehrer den besten Weg, um Deine Stimme nach Deinen Wünschen und Möglichkeiten zu formen.

Natürlich sind dabei Kenntnisse der Musiktheorie zur Entschlüsselung der Partituren unerlässlich.

Ebenso ist es ein Plus, Grundkenntnisse als Pianist oder Gitarrist zu haben (oder natürlich jedes andere Instrument wie Saxophon, Kontrabass, Cembalo, Klarinette, Cello oder Oboe), um sich gut auszukennen und eventuell auch mal mit musikalischer Begleitung singen zu können.

Die berühmtesten Tenöre der Musikgeschichte

Der Höhepunkt der Tenöre in der Geschichte des Gesangs (die logischerweise noch immer andauert) findet sich wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der vielleicht größte Name, an den man sich erinnern sollte, ist der des Pariser Tenors Gilbert-Louis Duprez, der dazu beitrug, den Tenor zu einer Bruststimme zu machen.

Er hat sich vor allem im Barbier von Sevilla in Paris, aber auch mit Otello und Wilhelm Tell in Italien ausgezeichnet.

Welche Stücke sind für Tenöre gemacht?
Eine Szene aus dem "Barbier von Sevilla". | Quelle: Pixabay

Darin verkörpert er den „Belcanto“ von Rossini und Bellini, und diese revolutionären Elemente werden auch, teilweise unbewusst, von Veristen wie Puccini übernommen.

Diese historischen Elemente erlauben es uns, sofort zu verstehen, wie die Stimme eines Tenors funktioniert, was wir im Folgenden weiter entwickeln werden.

In jüngster Zeit dominieren einige wenige Tenöre die Opernwelt, wie Luciano Pavarotti. Eine der Stärken des Italieners, 2007 verstorben, war es, dass er sowohl „tenore leggero“ als auch lyrischer Tenor war.

Roberto Alagna scheint heute sein „musikalischer Sohn“ zu sein, der in die gleiche Kerbe schlägt: große Rollen in Rigoletto oder Der Freischütz, aber auch die Fähigkeit, populäre und traditionelle Lieder mit „Brio“ neu zu interpretieren.

Plácido Domingo ist eine weitere Größe, mit einem tieferen Spektrum. Er übernahm beispielsweise die Titelrollen von Don José (Carmen von Georges Bizet), Calaf (Turandot von Giacomo Puccini) oder Manrico (Il Trovatore).

Es wird nicht einfach sein, all diesen Berühmtheiten nachzueifern – übrigens auch nicht für Damen, die sich Nathalie Dessay zum Vorbild nehmen könnten.

Die verschiedenen Kategorien von Tenören

Auch wenn der Tenor an sich schon ein vollwertiger Tonumfang ist (neben Bariton, Bass,...), ist er eigentlich eine große Familie, die mehrere Auslegungen und Variationen zulässt.

Wie trainiert man die Tenorstimme?
Wer es an eine große Oper wie hier in Frankfurt schaffen möchte, muss trainieren. | Quelle: Pixabay

Musikwissenschaftler unterscheiden üblicherweise fünf große Gruppen von Tenören, von Hoch nach Tief:

  • der tenore di grazia, ziemlich selten, mit einem Ambitus von c bis d‘‘ (oder ausnahmsweise sogar f‘‘, wie im Solo „Credeasi misera“ von Bellini in Puritani);
  • der tenore leggero, mit einer größeren Tiefe;
  • der lyrische Tenor, nahe dem vorherigen, aber mit mehr Breite (von c bis c#‘‘) - diese beiden letzten Kategorien sind die vielseitigsten und erfolgreichsten in den großen Opern des 19. Jahrhunderts;
  • der lirico spinto, der in Richtung einer dunkleren Stimme geht, mit einer kürzeren Reichweite;
  • der Heldentenor (oder dramatische Tenor), mit einem Bereich von c bis c‘‘ oder sogar H bis a‘ für die besten Tenöre, sehr mächtig und kann 120 dB überschreiten.

Während die Zugehörigkeit zu jeder dieser Strömungen stark von der angeborenen Stimme abhängt und mit dem Alter variieren kann (eine Stimme wird mit zunehmendem Alter häufig tiefer), können auch wiederholte Übungen und kontinuierliche Anstrengungen einen Einfluss haben.

Zusammengefasst lässt sich also festhalten, dass die Kraft der Stimme weitgehend angeboren ist und Dich dadurch zu dieser oder jener Unterfamilie führen wird.

Musikalische Übungen zur Arbeit an einer Tenorstimme

Die grundlegenden Gesangstechniken teilen Tenöre mit jedem anderen Sänger. In diesem Bereich musst Du Dich auf einen kompetenten Gesangscoach verlassen können.

Ohne einen ausgezeichneten Gesangslehrer würde das Vibrato schnell demoralisierend werden. Bevor Du virtuose Klänge von Dir geben kannst, scheint Gesangsunterricht oder Gesangsunterricht online notwendig zu sein.

Vocal Coaching kann sehr anstrengend sein und ist dazu da, Dir selbst die edelsten Gesangstechniken beizubringen zu verfeinern.

Das erste, woran man arbeiten muss, ist die Einstellung des eigenen Körpers zum Gesang: Man sollte beispielsweise sein Brustbein während der Vokalisen nicht zu sehr entspannen.

Ein solcher Fehler kann (nach der Stimmerwärmung) durch das Zwerchfell und Atemübungen behoben werden.

Ebenso muss der Tenor gegen seine natürliche Tendenz kämpfen, seinen Kehlkopf zu heben und mit dem oberen Teil seiner Lunge zu atmen.

Für eine echte Bruststimme ist es in der Tat notwendig, hauptsächlich mit dem Bauch zu atmen. Eine gute Atmung im Oberkörper ist das Hauptaugenmerk von mehr als nur einer Unterrichtsstunde.

Wenn sich eine schöne Stimmlage bei Dir entfalten soll, braucht man vor allem... Gelassenheit. Dazu gehören der Kampf gegen Lampenfieber, die Fähigkeit, in der Öffentlichkeit zu sprechen, Selbstvertrauen und ein Hang zur Improvisation.

Eine gute Gesangsstunde sollte sich daher nicht nur auf die Stimmbänder konzentrieren, sondern Dich zwingen, durch harmonische Entspannung zum Beispiel gegen das Heiserwerden zu kämpfen.

Was hilft beim Tenor Training?
Auftritte auf kleinen Bühnen helfen beim Training ebenso. | Quelle: Pixabay

Die Besonderheit des Tenors ist die spezifische Arbeit in den Höhen. Nach und nach werden sich diese weiterentwickeln. Mit ein paar Übungen kannst Du Deine Bandbreite zumindest ein wenig steigern.

Wichtig ist, einen Schritt nach dem anderen zu gehen: Du solltest Dich zunächst an einen höheren Halbton heranwagen und diesen richtig meistern, bevor die nächste Etappe folgt. Eine Note, die zunächst in der Kopfstimme gesungen wird, muss dann auch in der Bruststimme beherrscht werden. Geduld und Ausdauer werden den Rest erledigen!

Tägliche Übungen sind jedenfalls erforderlich, um nicht zu stagnieren, sondern im Gegenteil unter der Anleitung eines Lehrers immer weiter voranzukommen.

 

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Melanie

Verliebt in die Schönheit von (Fremd-)Sprachen & süchtig danach, Neues zu lernen, Fremdes zu entdecken & Horizonte zu erweitern.