„Übe zehn Stunden pro Tag und Du hast kein Problem.“ Ray Brown

Die meisten von uns haben nicht die Zeit und wahrscheinlich nicht Lust, zehn Stunden pro Tag zu üben. Können wir trotzdem Bass spielen lernen?

Natürlich. Wenn Du Dir von Anfang an vornimmst schon „nur“ mindestens vier Stunden am Tag zu üben, wird Dich das wohl ziemlich schnell frustrieren. Gerade zu Beginn ist es wichtig, sich seine Übungsroutine langsam aufzubauen. Das Bassspielen soll vor allem Spaß machen.

Laut einer Studie von Malcolm Gladwell braucht der Mensch 10.000 Stunden fokussiertes und diszipliniertes Üben, um etwas meisterhaft zu beherrschen. Und zwar in jeder Disziplin, ob Musik, Tanz oder Sport. Ob das tatsächlich so allgemeingültig ist, ist in der Forschung umstritten. Außerdem wollen wir ja nicht alle der nächste Paul McCartney oder Charles Mingus werden.

Trotzdem: ohne Üben wirst Du nicht Bass spielen lernen. Deshalb haben wir Dir in diesem Artikel einige Tipps zusammengestellt, die Dir dabei helfen können, möglichst schnelle Fortschritte zu machen.

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Und los geht's

Bass lernen – setze Dir Ziele

Du willst Bass spielen lernen. So viel ist schon mal klar. Aber das allein ist noch kein konkretes Ziel. Auf welchen Musikstil möchtest Du Dich einmal spezialisieren? Hast Du den Anspruch, eine professionelle Musikkarriere einzuschlagen? Willst Du „nur“ zum Vergnügen ab und zu mit Freund*innen zusammenspielen?

Wenn Du Dir diese Fragen beantwortest, hast Du ein langfristiges Ziel vor Augen, auf dass Du über mehrere Jahre hinweg hinarbeiten wirst. Bis dahin ist es ein weiter Weg, den Du Dir in kleine, überschaubare Abschnitte unterteilen solltest. Das steigert nicht nur die Motivation, sondern erlaubt Dir auch fokussierter zu arbeiten.

Ein mittelfristiges Ziel sollte nicht weiter als ein halbes Jahr entfernt liegen und so hochgesteckt sein, dass es Dich zum Üben anstachelt; und tief genug, dass es auch wirklich in der festgesetzten Zeit erreichbar ist.

Mittelfristige Ziele, für die man sich einige Wochen bis Monate Zeit gibt, können folgendermaßen aussehen:

  • Rhythmische Sicherheit im 4/4-Takt erlangen.
  • Die Slapping-Technik erlernen.
  • Die Grundlagen zum Improvisieren lernen.
  • Alle Dur- und Moll-Tonleitern auswendig und flüssig spielen können.

Zu welchem Zeitpunkt Du Dir welches genaue Ziel setzt, hängt nicht zuletzt von Deinen persönlichen Interessen und dem angestrebten Musikstil ab. Wenn Du einer Lehrmethode folgst, mit oder ohne Basslehrer*in, wird sie Dir die Reihenfolge der Lernschritte vorgeben. Deine Aufgabe ist es dann, festzulegen, in welchem Zeitraum Du wie weit kommen möchtest.

Setze Dir realistische Ziele. Je mehr Zeit Du zum Üben hast, umso mehr kannst Du Dir zumuten. Sehe den Weg dahin nicht als lästige Ansammlung von Aufgaben, die es möglichst schnell zu absolvieren gilt. Je bewusster Du übst, je mehr Spaß Du daran hast, umso mehr wirst Du lernen. Der Weg ist das Ziel.

Du bist noch auf der Suche nach dem perfekten Einsteiger-Bass? Erfahre hier, worauf Du beim Kauf achten musst, wenn Du einen Bass kaufen möchtest.

Mache einen Übungsplan

Um die Übersicht und die Orientierung zu behalten, kannst Du einen Übungsplan anfertigen. In diesem definierst Du nicht nur das mittelfristige Ziel und alle Zwischenetappen. Du teilst Dir die Zeit genau ein, damit Du jede Woche, jeden Tag weißt, woran Du arbeiten musst.

Überlege Dir zuerst, wie viel Zeit Du für das Bass spielen hast.

  • Wie oft pro Woche: jeden Tag, jeden zweiten Tag, dreimal pro Woche
  • Wie lange jeden Tag: eine Stunde, dreißig Minuten, eine Viertelstunde, zweimal zwanzig Minuten…

Generell kann man sagen, dass es besser ist öfters in kurzen Einheiten, als selten stundenlang zu Üben. Wenn Du Dir also pro Woche zwei Stunden Zeit nehmen kannst, ist es sinnvoller, diese auf vier Tage aufzuteilen, als alles an einem Stück einzusetzen.

Erfolgreiches Bass lernen hat auch etwas mit eiteinteilung zu tun.
Teile Dir Deine Zeit zum Bass Üben gut ein. | Quelle: Nathan Dumlao via Unsplash

Mit diesem Stundenplan stellst Du sicher, dass Du regelmäßig übst und nicht nur dann, wenn Du gerade nichts Besseres zu tun hast. Du integrierst das Üben in Deinen Alltag und es wird sich ziemlich schnell so selbstverständlich anfühlen wie Zähneputzen, Essen und Serien schauen.

Beispiel Übungsplan für Bass-Anfänger

Damit Du eine Vorstellung davon hast, wie ein Übungsplan über zweieinhalb Monate aussehen könnte, wenn Du Blues spielen lernen möchtest.

Erste Etappe: Sich mit dem Bass vertraut machen

  • Woche 1:
    • Den Bass stimmen lernen
    • Übungen für die Anschlagshand, das abwechselndes Zupfen mit Zeige- und Mittelfinger lernen (Tempo 60)
    • erste Fingerübungen für die Greifhand (Tempo 60)
  • Woche 2:
    • Übungen für die Anschlagshand, das abwechselndes Zupfen mit Zeige- und Mittelfinger lernen (Tempo 80)
    • erste Fingerübungen für die Greifhand (Tempo 80)
    • das Riff von Seven Nation Army spielen lernen.
  • Woche 3:
    • Übungen für die Anschlagshand, das abwechselndes Zupfen mit Zeige- und Mittelfinger lernen (Tempo 100)
    • erste Fingerübungen für die Greifhand (Tempo 100)
    • das Riff von Stand by Me spielen lernen.
  • Woche 4:
    • Übungen für die Anschlagshand, das abwechselndes Zupfen mit Zeige- und Mittelfinger lernen (Tempo 120)
    • erste Fingerübungen für die Greifhand (Tempo 120)
    • die Riffs von Seven Nation Army und Stand by Me wiederholen und perfektionieren.

Zweite Etappe: die Töne auf dem Bass kennen lernen

  • Woche 1: die Dur-Tonleiter
  • Woche 2: die natürliche Moll-Tonleiter
  • Woche 3: Dreiklänge
  • Woche 4: Dominantseptakkorde
  • Woche 5: die Dur-Pentatonik
  • Woche 6: die Moll-Pentatonik

Dritte Etappe: einen Blues in G spielen lernen

  • Woche 1:
  • Woche 2:
    • die Blues-Rhythmik kennenlernen und üben
    • die Töne in einer Lage finden
  • Woche 3:
    • der Turnaround
    • in einer Lage improvisieren lernen
  • Woche 4:
    • den Shuffle perfektionieren
    • das Gelernte wiederholen und zusammensetzen

Zu diesen Schritten gehören nicht nur technische Übungen für beide Hände. Musiktheorie und Gehörbildung sind genauso wichtig, um Bass spielen zu lernen. Wenn Du Dir einen Übungsplan zusammenstellst, sollte alles gleichermaßen vertreten sein. Oft lässt es sich auch ganz einfach verbinden (z.B. beim Üben von Tonleitern).

Einen eigenen Übungsplan erstellen

Bevor Du einen Plan erstellen kannst, ist erstmal eine Bestandsaufnahme notwendig: Was willst Du lernen? Was musst Du dafür können? Was kannst Du bereits? Wo liegen Deine Schwächen?

Wenn Du weißt, dass es Dir noch schwerfällt, Dich auf dem Griffbrett zu orientieren oder Dein Rhythmusgefühl noch nicht so ausgeprägt ist, kannst Du genau darauf den Schwerpunkt in Deinem Übungsplan legen. Die Kunst des Übens besteht daraus, seine Schwächen zu kennen und gezielt daran zu arbeiten.

Das Stimmen gehört zum Bass lernen dazu.
Vor dem Üben musst Du den Bass stimmen. | Quelle: Lukasz Rawa via Unsplash

Sobald Du diese grobe Struktur hast, kannst Du Dir zu jedem Thema die passenden Übungen raussuchen. Nimm für den Anfang eher leichte Übungen, damit Du Dich entspannt in das Thema einarbeiten kannst. Von Woche zu Woche sollte sich dann der Schwierigkeitsgrad steigern und darf dann auch herausfordernd werden. Gehe erst zum nächsten Lernschritt über, wenn Du den vorangehenden sicher und souverän beherrschst.

Neben den konkreten Übungseinheiten, kannst Du durch Musikhören üben. Achte auf die Basslinie, damit schulst Du Dein Gehör, und die Rhythmik. Wenn Du den Takt auch noch mit dem Fuß mitschlägst, wird sich Dein Rhythmusgefühl nach und nach verbessern.

So läuft eine gute Bass-Übungseinheit ab

Wie bereits erwähnt, sind regelmäßige kurze Einheiten deutlich sinnvoller als seltene lange Proben. Aber unabhängig von der Länge geht es auch um die Art und Weise des Übens.

Das Wichtigste dabei sind Konzentration und Fokus. Lass Dich nicht ablenken; weder von den Pflichten, die noch anstehen, noch von den Gedanken ans Abendessen oder die letzte Party mit Deinen Freund*innen. Die Übezeit gehört nur Dir und Deinem Bass.

Die Übungen sollten nicht einfach nur runtergespielt werden, damit sie gespielt sind. Mache Dir klar, warum Du genau diese Übung machst und worum es dabei geht. Führe sie dann korrekt aus und achte dabei stets auf mögliche Fehler.

Sollte immer wieder an derselben Stelle etwas nicht klappen, pickst Du Dir genau diese raus und übst sie einzeln, bis es klappt. Erst dann setzt Du wieder alles zusammen und fängst von vorne an. Zu Beginn wird nicht alles sofort im gewünschten Tempo klappen. Du musst Dich einfach auf zu viele Dinge gleichzeitig konzentrieren.

Übe mit einem Metronom und stelle es erstmal ganz langsam ein. Erst wenn alles mehrmals gut geklappt hat, kannst Du das Tempo ein wenig erhöhen. So arbeitest Du Dich Schritt für Schritt an die gewünschte Geschwindigkeit heran.

Eine Übungssession fängt immer mit dem Stimmen des Instruments an. Ein Stimmgerät gehört wie ein Metronom zur Grundausstattung an Zubehör beim Bass lernen. Ist das gemacht, nimmst Du Dir zehn Minuten Zeit, um Dich aufzuwärmen. Das kann durch Übungen für die Hände und Arme geschehen, wie Du sie aus dem Sportunterricht kennst und durch einfache Übungen am Instrument geschehen.

Die verbleibende Übezeit teilst Du Dir dann in überschaubare Einheiten von 10 bis 15 Minuten ein, während denen Du Dich ganz konkret einer Sache widmest: Fingerübungen für die Greifhand, Anschlagstechnik, Improvisationsübung, einen Song lernen…

Gestalte Deinen Übungsplan abwechslungsreich. Widme Dich jedem Tag unterschiedlichen Lerngebieten oder mache Thementage; je nach Deiner Vorliebe. Achte dabei darauf, dass alle Einheiten auf Dein mittelfristiges Ziel hinführen und es aus unterschiedlichen Perspektiven angehen.

Regelmäßig üben ist beim Bass lernen sehr wichtig.
Kenne Deine Schwächen beim Bass spielen und arbeite gezielt daran. | Quelle: Hannah Gibbs via Unsplash

Tipps zum Bass Üben – motiviert und erfolgreich

Zum Bass spielen lernen gehört einiges an Ausdauer und Disziplin, soviel haben wir mittlerweile verstanden. Das heißt aber nicht, dass das Ganze keinen Spaß machen darf. Ganz im Gegenteil!

Um am Ball zu bleiben und Fortschritte zu machen, braucht man Motivation und Freude. Damit diese erhalten bleiben, gibt es einige Tricks, die man, nicht nur beim Bass lernen, anwenden kann:

  • Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen: Üben heißt Fehler machen. Erkenne sie und sei dankbar dafür, denn sie zeigen Dir auf, woran Du noch arbeiten musst. Denke zurück an das Zitat am Anfang des Artikels. Auch die größten Bassisten aller Zeiten haben unendliche viele Stunden gebraucht, um zu richtig guten Musikern zu werden. Talent ist nur ein kleiner Teil beim Musizieren, der Rest ist Arbeit.
  • Sei nicht zu hart mit Dir selbst: Um effizient üben zu können, musst Du Dich kritisch beobachten und Deine Fehler erkennen. Oft neigt man jedoch dazu nur noch das zu sehen, was nicht klappt. Selbstzweifel sind vorprogrammiert. Vergiss also nicht, Dich ab und zu zu loben. Schaue zurück auf letzte Woche oder letzten Monat. Seither hast Du doch schon einiges gelernt. Darauf kannst Du stolz sein!
  • Mach nicht den zweiten Schritt vor dem ersten: Du bist hochmotiviert und möchtest so viel wie möglich auf einmal lernen? Das geht oft nach hinten los. Arbeite lieber in kleinen Schritten und dafür gründlich. Du wirst viel schneller lernen, als wenn Du alles ein bisschen ausprobierst. Drücke Dich auch nicht vor Dingen, die Dir nicht so viel Spaß bereiten und mit denen Du Dich schwertust. Es braucht zwar etwas Überwindung, sich da immer wieder damit auseinanderzusetzen, aber eines Tages wird es klappen. Dieses Gefühl solltest Du Dir nicht entgehen lassen.
  • Ein bisschen Spaß muss sein: Bei all der konzentrierten Arbeit: gönn Dir Momente, in denen Du Spaß hast. Du kannst Deine Bassübungen so wählen, dass sie Dich an Deinen Lieblingssong heranführen. Es ist absolut nichts dagegen auszusetzen, wenn Du ihn zum Ausgleich einmal pro Woche spielst, soweit Du ihn schon kannst, um dabei einfach nur Spaß zu haben.

Nun bist Du bereit, Dich ins Abenteuer zu stürzen. An die Saiten, fertig, los!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.