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Nähen für Anfänger: die besten Tipps und Tricks!

Von Florence, veröffentlicht am 13/10/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Nähen und Stricken > Hilfreiche Tipps & Tricks zum Nähen lernen!

„Stil hat für mich nichts mit Mode zu tun. Stil – das bedeutet den Mut zum eigenen Charakter zu haben und sich zur eigenen Persönlichkeit zu bekennen.“. Tom Ford

Suchst auch Du Deinen eigenen Stil? Seit einigen Jahren ist das Selbstgemachte (DIY, do it yourself) in aller Munde.

Ob Du Dich für Highfashion interessierst, gerade mit Deiner Schneiderlehre beginnst oder einfach nur Deine eigenen Anziehsachen machen willst, immer mehr Leute möchten Nähen lernen und ihren kreativen Ideen freien Lauf lassen.

Nähen lernen verhilft Dir zu schöneren Anziehsachen mit mehr Persönlichkeit. Außerdem kaufst Du auf diese Weise weniger ein (Kleidung, dekorative Stoffe, Möbelbezüge), und unterstützt somit weniger eine Industrie, die leider oft die Umwelt und die Menschenrechte mit den Füßen tritt.

In einem Nähkurs erlangst Du eine neue Handfertigkeit und Nähkompetenzen. Aber auch noch mehr: Das Gefühl etwas selbst gemacht zu haben, den Stolz einen kleinen Rucksack, einen Faltenrock, ein luftiges Sommerkleid oder ein minimalistisches T-Shirt ganz alleine angefertigt zu haben.

Aber Rom wurde nicht in einem Tag gebaut! Ein Kleid, eine Hose oder einen Rock zu nähen improvisiert sich nicht. Du brauchst gewisses Nähmaterial (was ein kleines Investment darstellt) und Du brauchst die nötige Technik.

 Nähen lernen kannst Du heute auf allen möglichen Wegen:

  • Nähkurse Online,
  • Privater Nähunterricht,
  • Nähen Tutorials Online,
  • Nähkurs-Lehrbücher, um zu lernen wie man eine Krawattenschleife näht z.B.,
  • Webseiten mit vielen Näh- und Nähmaterialtipps: pattydoo z.B.,
  • Lese einen Couture Blog: DIY Eule, piek&fein, FilmundFaden, Fräulein Selbstgemacht,
  • Abonniere Dich bei einem Nähmagazin wie Burda, Fibre Mood, Meine Häkelmode, Mollie Makes, Stricktrends, Ottobre, Mein Style, uvm.

Nähen für Anfänger ist nicht ganz so einfach. Wo kommt nochmal der Garn zu erst hin?

Deswegen haben wir von der Superprof Redaktion hier die besten Tipps für alle Nähanfänger zusammengesucht. So kann es so schnell wie möglich mit dem Nähen losgehen!

Plane Dein Nähprojekt

Das ist vielleicht der wichtigste Tipp für jede/n Schneider/in. Von der richtigen Planung hängt das ganze weitere Nähprojekt ab. Damit Du nicht umherirrst und am Ende dabei ein gut genähtes Kleidungsstück herauskommt, musst Du wissen, worauf Du hinarbeitest.

Das heißt, dass Du eine genaue Vorstellung davon haben solltest, was du nähen willst. Bevor Du mit dem Kissen nähen anfängst, denke also einen Augenblick nach.

Es gibt viele verschiedene Motivationen, die Dich zum Nähen bringen können: Jemandem eine Freude machen, der Nutzen oder einfach nur die Lust kreativ zu sein.

Hast Du schon einmal einen Kissenbezug genäht? Welches Material brauchst Du, um einen Kissenbezug zu nähen? | Quelle: Pexels

Das Endprodukt und die Person, die es erhalten soll, all das bestimmt welche Stoffe Du auswählst und wieviel davon.

Wenn Du ein Top für ein kleines 6-jähriges Mädchen nähen willst, brauchst Du natürlich nicht so viel Stoff, wie wenn Du schwere Vorhänge für Deine Altbauwohnung kreieren willst.

Dein Anfangsprojekt bestimmt also das Material und was Du alles im Nähladen oder auch im Nähshop Online kaufen musst: japanisches Lineal, eine spezifische Nähmaschinennadel, Stoffe, Messband, Faserbällchen, Leinenstoff, usw.

Du willst einen Reißverschluss oder ein Zelt reparieren, ein Mieder oder ein schönes Kleid an Deinen persönlichen Geschmack anpassen? Jedes Mal werden die Farben, die Stoffqualität und -dicke unterschiedlich sein.

Tipp: Unterschätze nicht die Nützlichkeit von Schnittmustern!

Hast Du schon einmal einen Elektroniker gesehen, der eine neue Leitung legt ohne einen Plan des Bauwerks zu haben?

Außerdem macht es Sinn, wenn Du die Arbeit in verschiedene Schritte aufteilst. Alles auf einmal machen, bringt nur Chaos und viel Kopfzerbrechen.

Drei Schritte für den Anfang:

  1. Nimm Dir einen Tag oder Abend, um das Schnittmuster abzupausen,
  2. Einen weiteren Abend, um den Stoff nun dem Schnittmuster nach auszuschneiden,
  3. Und noch einen Abend, um mit dem Nähen anzufangen.

Wenn Dir das alles noch etwas zu kompliziert erscheint, reicht auch ein Nähkit für Anfänger/innen: Die sind meistens kompakt und praktisch, das Material ist optimal ausgesucht, der Stoff schon vorgeschnitten. Die perfekten Bedingungen, um schnelle Fortschritte zu machen!

Du willst nähen, Dir mangelt es gerade aber noch an Inspiration? Dann schau Dir doch einmal die Näh-Blogs auf Google an. Dort findest Du eine Menge guter Ideen! Du kannst natürlich auch einen Nähkurs buchen, dann bekommst Du nicht nur neue Inspiration, sondern auch das technische Know-How in die Hand gedrückt.

Besorge Dir gutes Nähmaterial

Wie bei allen Handarbeiten, brauchst Du auch zum Nähen das passende Material. Was kommt bei uns auf die Einkaufsliste?

Hast Du schon ein voll ausgestattete Nähbox? Gutes Material ist das A und O der Näharbeit. | Quelle: Pexels

Die Näh-Ausstattung gehört zum A und O des Schneiderhandwerks. Hier eine Liste der wichtigsten Näh-Tools:

  • Eine Schneiderschere: eine große Schere, um Stoffe zu schneiden und eine etwas dünnere für Feinarbeiten,
  • Einen Nahttrenner: für Knopflöcher oder um falsche Stiche zu korrigieren,
  • Schnittmusterpapier (Seidenpapier, Pauspapier) um die Vorlagen eventuell an Deine eigenen Bedürfnisse anzupassen,
  • Nähnadeln: Vergleiche gut die verschiedenen Modelle,
  • Nähgarn,
  • Sicherheitsnadeln,
  • Schneiderkreide oder Marker, damit Du den Stoff kennzeichnen kannst,
  • Ein Bügeleisen,
  • Eine Nähmaschine: Eine elektronische Nähmaschine ist einfacher in der Handhabung als eine mechanische, aber dafür auch teurer!

Und das versteht sich von selbst: Optimale Nähbedingungen entstehen erst, wenn Du Deinen eigenen kleinen Arbeitsbereich einrichtest. Füge ruhig ein wenig Deko und vielleicht auch ein Inspirationsboard hinzu damit Du immer in Deinem Element bist.

Suche Dir einen gut beleuchteten Platz aus, räum am besten auf, mach Platz und installiere Deine Nähecke. Ein gut aufgeräumter und sauberer Platz verhilft auch dem Geist zu mehr Klarheit und somit zu besseren Nähergebnissen.

Du solltest Dein Platzbedürfnis nicht unterschätzen. Wie man näht, hängt auch von der Umgebung ab. Deine Nähmaschine kann recht korpulent sein und Du brauchst auch etwas Platz, um Stoffe oder Deine Nähbox abzulegen.

Damit Deine Kreationen auch wirklich in vollem Glanz erstrahlen können, brauchst Du also vielleicht einen kleinen Tisch und eine Lampe. So versinken Dein Arbeitsbereich und Deine Nähmaschine nie im Dunkeln.

Suchst Du noch einen Nähkurs Berlin?

So suchst Du Deinen Nähgarn aus und bereitest Deine Stoffe vor

Die richtige Wahl des Stoffes und des Nähgarns trägt viel zum Nähprojekt bei. So kreierst Du die schönsten Taschen und Kleider für die nächste Sommersaison!

Sackleinen ist sicherlich nicht der richtige Stoff für Dein nächstes Top oder Cocktailkleid!

Welchen Stoff magst Du am meisten? Auf Reisen kannst Du schöne Stoffe sammeln. | Quelle: Pexels

Jersey, Jeans, Leder, Baumwolle, Popeline, Cretonne, gesteppte Baumwolle, Frottee, Flanell, Batist, Samt, Denim, Leinen, Seide, Wolle, Polyester, usw…: Es gibt viele verschiedene Stoffe, natürliche und synthetische, die abhängig von ihrer Herstellungsweise, mehr oder weniger dick, fein oder steif sind.

Das Gleiche gilt für den Garn.

Nachdem Du viele verschiedene Stoffe in einem Stoff- oder Nähladen verglichen und Dich für einige entschieden hast, raten wir Dir die neu gekauften Stoffe zu waschen und zu dekatieren.

Was heißt das? Nachdem Du den Stoff gewaschen hast, bügelst Du ihn mit Wasserdampf, damit er zu seiner echten Größe zusammenschrumpft. Das ist wichtig, damit Du mit der echten Größe des Stoffes arbeitest und später keine schlechten Überraschungen erlebst.

Es wäre doch schade, wenn Du Dir all die Arbeit machst – alle Maße nimmst und sogar 1 cm extra Rand für die Naht auf dem Schnittmuster dazurechnest – und am Ende doch nicht in das Kleidungsstück passt, weil es nachträglich kleiner geworden ist.

So, jetzt kann’s losgehen!

Übe das Nähen mit einfachen Nähaufgaben

Nähen für Anfänger heißt oft auch, dass eine neue Nähmaschine ins Spiel kommt und Du lernen musst, mit Deinem neuen Schmuckstück umzugehen.

Geradstich, Zickzackstich, Hohlsaumstich, Raupenstich, Wabenstich, Fagottstich, Blindstich, Hexenstich, all diese neuen Begriffe aus dem Nähwörterbuch wirst Du nun entdecken!

Übung macht den Meister, das gilt auch für die Nähmaschine

Damit Du Deine neue Singer, Husqvarna oder Brother Nähmaschine wirklich kennenlernst, musst Du vor allem eines tun: Üben, Üben, Üben.

Hast Du es schon mit einfachn Näharbeiten versucht? Es muss nicht gleich ein Hochzeitskleid sein! | Quelle: Pexels

Nimm Dir am besten ein Stück Stoff, den Du nicht mehr brauchst und versuche auf ihm Deine ersten geraden Linien, parallelen Linien, usw. zu nähen.

Das ist die perfekte Gelegenheit, um Geradstiche und Zickzackstiche zu üben und einmal mit verschiedenen Fadenspannungen zu arbeiten.

Zuerst musst Du den Oberfaden in die Oberfadenspule einsetzen. Danach ist der Unterfaden dran. Mach am besten alles nach Anleitung (die in Deiner Nähmaschine mitgeliefert werden sollte). Auf dem Blog Tweedandgreet kannst Du im Detail nachlesen, wie man Unter- und Oberfaden einfädelt.

Die Nähmaschinennadel sollte außerdem zu dem Stoff passen, den Du ausgesucht hast. Wenn Du von festem Stoff wie Jeans zu leichter Seide übergehst, wirst Du auf jeden Fall die Nähmaschinennadel auswechseln müssen.

Eine Letzter Tipp beim Arbeiten mit der Nähmaschine: Keine Panik und immer schön weitermachen!

Wenn Du einmal blockiert bist, einen Stich vermasselt hast und nicht mehr weiterweißt, solltest Du nicht zögern: Geh zurück und fang nochmal von vorne an.

Nähen leicht gemacht!

Egal ob Du mit der Hand nähst oder eine Nähmaschine benutzt, Nähen kann sehr komplex sein!

Die anfänglichen Resultate beim Nähen entsprechen selten den Erwartungen und Träumen des/r Nähanfängers/in.

Deswegen raten wir Dir schrittweise vorzugehen. Das heißt, dass Du nach und nach Aufgaben übernimmst, die schwerer sind. Du könntest z.B. damit beginnen eine Jeans Hose umzunähen.

Fang damit an, Dich an einfachen Stücken zu probieren: Ärmel, Gürtel, Gummibund, Stoffstücke, usw. Anschließend gehst Du dann zu schwierigeren Projekten über: unsichtbare Reißverschlüsse, Knopflöcher, Hemden, Mieder oder Kleider.

Nähen muss immer Spaß machen, eine Leidenschaft, die Deine Kreativität und Deinen Wissensdrang stillt.

Deswegen rät Dir Superprof auch regelmäßig Pausen einzulegen. So nehmen die negativen Gedanken, der Frust und die Ungeduld nicht Überhand. Verliere nicht den Spaß an der Sache, Fehler können jedem/r passieren!

Und ein letzter Tipp: Wenn Du Dein Niveau verbessern oder einmal richtig boosten willst, hilft Dir Nähen Privatunterricht mit einem/r echten Lehrerin weiter!

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