Was macht einen Film gut? Sind es die Schauspieler*innen? Die Handlung? Vielleicht wird die Hauptfigur von Eurem Lieblingsschauspieler oder Eurer Lieblingsschauspielerin dargestellt, und der Film gefällt Euch egal, worum es geht.

Vielleicht lässt sich ein guter Film am besten dadurch definieren, dass er die Zuschauer*innen in seinen Bann zieht und ihn nach etwa zwei Stunden mit einem großen Gefühlsausbruch wieder entlässt.

Die meisten Filmkritiker*innen neigen dazu, jeden rezensierten Film, sowohl nach seinen technischen als auch nach seinen künstlerischen Elementen zu sezieren.

Wir, das Publikum, ziehen es vor, unsere ungeschulten Augen auf die Leinwand zu richten - nicht um zu bewerten und zu urteilen, sondern um die Geschichte aufzusaugen und uns hoffentlich mit den Protagonist*innen oder der Idee, die sie vertreten, zu identifizieren, oder?

Französische Filme zu beurteilen ist genauso schwer wie jede andere Produktion.
Was macht einen guten französischen Film überhaupt aus? | Quelle: unsplash

Vor dem Hintergrund, dass die Frage nach dem besten Film auch eine nach der persönlichen Vorliebe ist, stellen wir Euch jetzt zehn Titel aus der Geschichte des französischen Kinos vor, von denen wir glauben, dass auch Ihr sie für perfekte Beispiele des französischen Kinos in seiner besten Form sind.

Mit dem Mythos, die französischen Kinobesucher*innen würden dem französischen Film den Rücken drehen, wollen wir uns gar nicht erst befassen; die Branche ist so produktiv wie eh und je und bringt jedes Jahr etwa 300 Titel heraus!

Schauen wir uns also einige Einträge aus jeder Ära an.

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Die französische Neue Welle

Dieser Begriff wurde für die Beschreibung einer französischen Filmbewegung und der sie vertretenden Regisseur*innen und Schauspieler*innen aus den späten 1950er bis zu den 60er Jahren geprägt.

Prominente Gesichter dieser Bewegung waren: Catherine Deneuve, Jeanne Moreau, Jean-Pierre Leaud und Alain Delon, um nur einige zu nennen.

Regie führten meist Jean-Luc Godard, François Truffaut, Eric Rohmer und Jacques Rivette.

Diese Nouvelle-Vague-Filmemacher*innen lehnten es bewusst ab, die damals so beliebten literarischen Historienfilme zu inszenieren. Stattdessen konzentrierten sie sich auf Stilmittel des Thrillers, einen düsteren Realismus, der die Entwicklung der damaligen Gesellschaft widerspiegelt.

Einige Titel aus dieser Ära sind:

  • Au bout de souffle (Außer Atem)
  • Hiroshima mon Amour
  • Vivre sa vie (Die Geschichte der Nana S.
  • Jules et Jim (Jules und Jim)
  • 400 Coups (Sie küssten und sie schlugen ihn
  • La Grande Vadrouille (Drei Bruchpiloten in Paris)

Erfahrt hier mehr darüber, was genau die französische Nouvelle Vague ausmacht und wie sie die Filmkunst im allgemeinen beeinflusst hat.

Die Post-Nouvelle-Vague-Ära

Von den späten 1960er bis zu den frühen 1980er Jahren experimentierten französische Filmemacher*innen weiter mit dem Cinema verité, indem sie Elemente des Film Noir und der Liebesfilme einfließen ließen, um neue Filmwunder zu schaffen.

Der 1981 erschienene Film Diva trug maßgeblich dazu bei, dass sich die französische Filmindustrie vom Realismus, der sie mehr als ein Jahrzehnt lang beherrscht hatte, abwandte und zur Unbeschwertheit zurückkehrte.

Die Regisseure Luc Besson und Leo Carax erreichten in dieser Zeit große Beachtung, indem sie Schätze wie Le Grand Bleu (Im Rausch der Tiefe) und Les Amants du Pont-Neuf (Die Liebenden von Pont-Neuf) schufen.

Daniel Auteuil wurde in dieser Zeit durch seine Rolle in Jean de Florettes bekannt, die er in der Fortsetzung Manon des Sources wieder aufnahm.

Seine Co-Stars Yves Montand und Emmanuelle Béart waren zu dieser Zeit bereits recht bekannt; dass Auteuil im gleichen Satz mit solchen Größen genannt wird und mit ihnen spielte, zeugt von seinem enormen schauspielerischem Können.

Übrigens war Auteuil für kurze Zeit mit der ewig schönen Emmanuelle Béart verheiratet!

In dieser Zeit entwickelte sich das Filmschaffen in Frankreich in eine etwas andere Richtung.

Auch Frankreich produziert Animationsfilme.
Bis der Animationsfilm auch die französische Kinolandschaft eroberte, dauerte es eine Weile! | Quelle: unsplash

Dank Filmen wie L’Ange werden animierte Filme immer beliebter.

"Die Masken löschen jede menschliche Persönlichkeit in den Figuren aus" - Filmkritiker Raphael Bassan

Diese Abkehr von der nackten Realität, von übertriebener Mimik und offenkundigen Emotionen stellte die Geschichte über die Fähigkeit der Darsteller*innen, sich in ihre Figur hineinzuversetzen.

Dadurch hatten Regisseur*innen auch die totale, autonome Kontrolle, um ihre Vision zu verwirklichen, schließlich wurde L’Ange zu einer der meistdiskutierten Einreichungen in Cannes im Jahr 1982.

Übrigens: Die Goldene Palme ging in diesem Jahr an die Filme Missing und Yol - beides keine französischsprachigen Filme, aber dennoch exquisite Werke.

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Französische Filme in den 1990er Jahren

In diesem Jahrzehnt sticht Cyrano de Bergerac heraus, ein Film, der nicht nur in Frankreich mehrere Cesar-Preise erhielt, sondern auch für den amerikanischen Oscar als bester ausländischer Film nominiert wurde.

Der etablierte Schauspieler Gérard Depardieu wurde für seine Rolle in der Titelrolle als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Da immer wieder die gleichen großen Namen der französischen Filmindustrie genannt werden, könnte man meinen, dass sie von überschaubarer Größe ist. Das ist aber weit von der Wahrheit entfernt!

La Cité des enfants perdus (Die Stadt der verlorenen Kinder), ein weiterer herausragender Film dieses Jahrzehnts, ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die jungen Talente der Zeit ständig neu definierten und mehr und mehr Leinwandzeit beanspruchten.

Der Science-Fantasy-Film unter Regie von Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro ist ein internationales Projekt mit dem amerikanischen Schauspieler Ron Pearlman, sowie unter Mithilfe vom französischen Kostümbildner Jean-Paul Gaultier.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte definitiv nachsehen, ob er im präferierten Streaming-Dienst verfügbar ist; er ist definitiv ein Must-See!

Andere Filmemacher*innen dieses Jahrzehnts versuchten vor allem, die Welle des Animationsfilms für sich zu nutzen, die durch den Erfolg von L’Ange bei Cannes losgetreten worden war.

Michel Ocelot beispielsweise nutzte die Gunst der Zeit und schuf mit dem Animationsfilm Kirikou et la Sorcière (Kiriku und die Zauberin) ein weiteres Argument für das Genre.

Französische Filme begeistern immer mehr auch die ganze Welt.
Auch die 1990er Jahre waren eine reiche Zeit für das französische Kino! | Quelle: unsplash

Weitere wichtige Filme des Jahrzehnts sind Le Cinquième Élément (Das fünfte Element), der einerseits die Karriere einer gewissen Milla Jovovich begründete, andererseits aber sehr unterschiedlich bei den Filmkritiker*innen ankam.

Ob man ihn liebt oder hasst, er war damals ein Kassenerfolg, spielte fast das Dreifache seines Produktionsbudgets wieder ein und ist auch heute noch Kult.

Leider sollte Claude Sautet in diesem Jahrzehnt seinen letzten Film drehen: Das Meisterwerk Un cœur en hiver (Ein Herz im Winter) gilt als der entscheidende Film seiner Karriere.

Wir fragen uns, was er mit der digitalen Kinotechnik hätte machen können…

Französische Filme des neuen Jahrtausends

Der offensichtliche Auftakt zu den herausragenden französischen Filmen dieser neuen Ära ist Amelie, mit der unbändigen, jungen Audrey Tautou in der Hauptrolle. Dieser Film hat die Beliebtheit des französischen Kinos nicht nur in Frankreich selbst enorm gesteigert.

Während Hollywood eine Formel für das Genre der romantischen Komödie zu haben scheint, traut sich, Amelie die Standardstruktur von Anziehung-Ablehnung-unvermeidlichem Ende abzulegen, und erforscht lieber die durch ihre ungewöhnliche Erziehung geförderte Isolation der Hauptfigur.

Dieses Juwel und die bezaubernde Audrey, die es zum Leben erweckt, ist nach einigen Angaben der bekannteste französische Film überhaupt.

Acht Jahre später eroberte ein anderer Star mit ihrer Darstellung in La Vie en Rose die internationale Kinobesucherschaft.

Marion Cotillards lebensnahe Darstellung des tragischen Lebens und frühen Todes der Chansonette Edith Piaf muss ganz oben auf der Liste der Filme stehen, die Musikliebhaber*innen - und Filmfans - unbedingt gesehen haben sollten.

Obwohl Cannes in einer der berühmtesten Regionen Frankreichs an der Côte d'Azur liegt, war die Akademie der Filmfestspiele seltsamerweise sehr knauserig, wenn es darum ging, Filmen aus ihrem eigenen Land die höchste Auszeichnung zu verleihen.

Vielleicht ist das ein Beweis dafür, dass die Juroren versuchen, völlig unvoreingenommen nach dem besten Film zu suchen.

Das hat sich in dieser Ära des französischen Films geändert, mit augenöffnenden Beiträgen wie Entre les Murs (Gewinner der Goldenen Palme 2008) sowie der unvergesslichen Leistung von Isabelle Huppert in La Pianiste (2001).

Der einzige französische Film, der es bezüglich Zuschauerzahlen und Einspielergebnis mit James Camerons Titanic aufnehmen kann, ist die Komödie Bienvenue chez les Ch’tis.

Der Film wurde auf der internationalen Bühne leider übersehen, denn gleichzeitig liefen mehrere Action-Thriller unter der Regie französischer Hochkaräter mit Starbesetzung aus verschiedenen Ländern.

Einige dieser Titel sind:

  • Riders
  • Catwoman
  • Überfall auf Revier 13
  • Stiller Hügel
  • Mirrors
  • die Transporter-Trilogie

Wusstet Ihr, dass bis zu 40 % der Filme, die heute in Frankreich gedreht werden, von Erstregisseur*innen geleitet werden?

Was dieses Jahrzehnt zu bieten hat

Wenn wir uns heute das französische Kino ansehen, sehen wir eine einzigartige Mischung aus so genannten Arthouse-Filmen, also dem, was in den USA als Indie-Filme gilt, und bewusst kommerziell ausgerichteten Produktionen, die in Richtung Action- und Animationsfilm gehen.

Was denkt Ihr, gehört Untouchable zur ersten oder zur zweiten Kategorie?

Die Tragikomödie aus dem Jahr 2011, die die Geschichte eines querschnittsgelähmten Mannes und seines Pflegers erzählt, war ein riesiger Kassenhit und ein großer Erfolg bei den Kritiker*innen.

Die Geschichte hört sich auf den ersten Blick nicht gerade spannend an oder?

Naja, dank ein bisschen Action, Drama und ein paar Lachern bietet er eine vielseitige Geschichte, mit der sich sicher viele Zuschauer*innen identifizieren können.

Möglicherweise ist es genau dieser Aspekt, der den Reiz dieses Films ausmacht.

Wir lieben Ziemlich beste Freunde.
Keine Liste der besten französischen Filme führt an Ziemlich beste Freunde vorbei! | Quelle: unsplash

Welcher andere Film aus diesem Jahrtausend sollte unbedingt gesehen werden?

Diese Frage führt uns zurück zu unserer Ausgangsfrage: Was macht einen guten Film aus?

Mögt Ihr gerne Jean Dujardin oder bevorzugt Ihr die Filme von Claire Denis?

Würdet Ihr Auberge Espagnole spannend finden? Wie sieht es mit La vie d’Adèle aus?

Man kann natürlich immer auf den allgemeinen Konsens schauen, aber aus all diesen großartigen Titeln aus 60 Jahren französischem Filmschaffen spiegelt die folgende Tabelle unsere Auswahl der besten französischen Filme wider:

EpocheTitelHauptdarsteller*innen
Nouvelle VagueHiroshima mon AmourEmmanuelle Riva
Eiji Okada
Nouvelle VagueLa Grande VadrouilleBourvil
Louis de Funes
Nouvelle VagueLes 400 CoupsJean-Pierre Leaud
Albert Remy
Post Nouvelle VagueJean de FlorettesYves Montand
Gerard Depardieu
1990er JahreCyrano de BergeracGerard Depardieu
Anne Brochet
1990er JahreLa Cite des Enfants PerdusRon Pearlman
Judith Vittet
2000er JahreLe Fabuleux Destin d'Amelie PoulainAudrey Tautou
Matthieu Kassovitz
2000er JahreLa Vie en RoseMarion Cotillard
Gerard Depardieu
2010er JahreIntouchablesFrançois Cluzet
Omar Sy
2010er JahreLa Vie d'Adele - Kapitel 1 und 2Léa Seydoux
Adèle Exarchopoulos

Wenn Euch dieser Artikel gefallen hat, wird Euch sicher auch unser Beitrag über die Liebe der französischen Gesellschaft zum Kino interessieren.

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus