Wer sieht sich nicht gerne einen guten Film an, an einem verregneten Nachmittag auf dem Sofa… Oder vielleicht erinnert Ihr Euch noch daran, was für ein Erlebnis ein Kinobesuch früher war?

Auch heute, mit dem durch Kinoeingänge wehenden Duft von Popcorn und verlockenden Plakaten an den Wänden, ist die Verlockung, wenn auch nur für eine Weile in eine andere Welt oder Zeit zu entkommen, eine Beschäftigung, der die meisten von uns regelmäßig nachgehen.

Aber machen wir uns auch Gedanken darüber, wie diese Form der Unterhaltung überhaupt zustande gekommen ist? Über die lange Geschichte des Kinos und der mühsame Weg, den es zurückgelegt hat, um uns mit Glanz, Pathos, Nervenkitzel und Lacher auf der Leinwand zu verwöhnen?

Und warum ist das französische Kino besonders reizvoll?

Wir sprechen heute über französische Meisterwerke des Kinos und die Stars, die sie zum Leben erwecken, über die Visionäre und Visionärinnen, die ihre Fantasiewelten in etwas verwandeln, das die Welt sehen soll, und über die Zuschauer*innen, die sich an den Performances erfreuen.

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Und los geht's

Die zehn berühmtesten französischen Schauspieler

Ende Januar dieses Jahres hat der ehemalige Arzt David Tennant gegen News of the World eine Klage wegen Verletzung der Privatsphäre eingereicht. Man hatte angeblich sein Telefon und die Telefone mehrerer anderer prominenter Persönlichkeiten gehackt.

Außerdem wurde in seinem Namen ein gefälschtes Twitter-Konto eingerichtet, welches sein Pressesprecher schnell als solches klarstellte: Der echte David Tennant - ironischerweise war der Name des Kontos the real David Tennant - verabscheut die Plattform und würde niemals ein Konto einrichten!

Französische Berühmtheiten haben viele Paparazzi am Hals.
Wir leben in einer Zeit, in der Promis ständiger öffentlicher Aufmerksamkeit ausgesetzt sind, auch in Frankreich! | Quelle: unsplash

Solche unverschämten Aktionen gegen populäre Persönlichkeiten sind ein Zeichen der Zeit: Wir sind so versessen auf jeden Mucks der Menschen, die wir vergöttern, dass wir alles tun, um ein Stück von ihnen zu bekommen.

Offensichtlich ist dieses manische Verhalten allgegenwärtig; vielleicht nicht von den Fans selbst, aber sicherlich von den Fotografen der Presse, die die Fans mit dem versorgen, was sie begehren.

Wir brauchen nur an Lady Dianas tragisches, vorzeitiges Ableben auf den Straßen von Paris zu denken, um zu erkennen, dass ein solches räuberisches Verhalten selbst in der ultrazivilisierten Ville Lumière existiert!

Daraus können wir schließen, dass eine Person eine erstaunliche Tapferkeit besitzen muss, um Karriere in der Öffentlichkeit zu machen.

Außerdem muss diese Person außerordentlich begabt sein und eine mystische Anziehungskraft besitzen, um Legionen von treuen Fans zu gewinnen.

In Frankreich gibt es viele solcher Koryphäen. Erfahrt mehr über die berühmtesten französischen Schauspieler und Schauspielerinnen.

Die Leading Men Frankreichs

Gerard Depardieu hat sein schauspielerisches Können in den 54 Jahren, in denen er im Geschäft ist, zweifelsohne unter Beweis gestellt!

Er begann seine Karriere im Advent der französischen Neuen Welle und erlangte durch seine Rolle in Jean de Florette internationalen Ruhm, den er mit der Titelrolle in Cyrano de Bergerac ausbaute.

Er hatte auch das große Glück, schon früh in seiner Karriere mit dem berühmten François Truffaut und an der Seite von Catherine Deneuve in Truffaut’s Die letzte Metro zusammenzuarbeiten.

Auch Daniel Auteuil spielte in Jean de Florette und in der Fortsetzung Manon des Sources an der Seite von Monsieur Depardieu. Diese Rollen, machten ihn zu einem der gelobtesten und bestbezahlten Schauspieler Frankreichs.

Sein Schauspielstil ist so vielseitig, dass er sich in Komödien und Krimis gleichermaßen wohl fühlt.

Er war einst mit seiner Co-Darstellerin aus Manon des Sources Emmanuelle Béart liiert und hat mit ihr eine Tochter. Seine andere Tochter, Aurore, ist selbst Schauspielerin.

Alain Delon galt zu Beginn seiner Karriere als Sexsymbol; auch er gehörte zur Neuen Welle.

In Frankreich wurde er durch seine Hauptrolle in der Komödie Faibles Femmes berühmt. International bekannt wurde er durch seine Rolle des Tom Ripley in Plein soleil (dt. Nur die Sonne war Zeuge).

Um sein Fenster zum Ruhm nicht zu verpassen, geht er nach Hollywood und dreht dort einige Filme mit mäßigem Erfolg. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich wird er mit Auszeichnungen überhäuft und wird beliebter denn je.

Die kurze Karriere von Albert Remy wiederum ist bemerkenswert, da er in zahlreichen Filmen mitwirkte und in einigen der bekanntesten französischen Geschichten mitspielte: Les Quatre Cents Coups und Paris brûle-t-il?, um nur zwei zu nennen.

In den dreiundzwanzig Jahren, die er vor der Kamera verbrachte, wirkte er in 98 Werken mit, von denen einige für das Fernsehen bestimmt waren.

Yves Montand ist dadurch hervorzuheben, dass er von Edith Piaf als Schauspieler entdeckt und gefördert wurde. Sie nahm ihn in ihre Show auf, nachdem sie ihn in einem Varieté hatte singen sehen.

Tatsächlich wird Montand sowohl als Sänger als auch als Schauspieler gesehen und ist vor allem für Filme bekannt, in denen sein Gesangstalent gefragt war.

Am Ende seiner Karriere wurde er für die Hauptrolle des intriganten Onkels in Jean de Florettes und dessen Fortsetzung engagiert. Er drehte auch eine Reihe amerikanischer Filme, vor allem Let's Make Love an der Seite von Marylin Monroe.

Obwohl er viele öffentlichkeitswirksame Liebesaffären hatte, vor allem mit Marylin Monroe, blieb er bis zu ihrem Tod mit der deutsch-französischen Schauspielerin Simone Signoret verheiratet, die als erste Französin einen amerikanischen Academy Award gewann.

Die Damen des französischen Films

Brigitte Bardot ist leider mehr für ihre Schmolllippen und ihre langen blonden Haare bekannt als für ihre schauspielerischen Leistungen.

Sie arbeitete unter der Regie von einigen der größten Namen des französischen Films, wie Roger Vadim und Jean-Luc Godard.

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, nach nur 21 Jahren vor der Kamera, zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück. Seitdem hat sie ihr Leben dem Aktivismus gewidmet und wurde mehrfach wegen Anstiftung zum Rassenhass angeklagt.

Seltsamerweise bezeichnet sie sich selbst als Tierrechtsaktivistin, aber ihr Hass richtet sich gegen Menschen, die nicht unbedingt Tiere misshandeln!

Im Vergleich zu B.B. - wie Madame Bardot auch genannt wird - hat Audrey Tautou ein blitzsauberes Image.

Audrey Tautou hatte ihren Durchbruch in der bezaubernden romantischen Komödie Amelie und hat seitdem fast jedes Genre ausprobiert, von Mystery-Thriller (The Da Vinci Code) bis zum Drama (Un long dimanche de fiançailles).

Obwohl Tautou auch englischsprachige Filme gedreht hat, besteht sie darauf, dass sie im Grunde eine französische Schauspielerin ist. Im Gegensatz zu vielen anderen, die ihrer Werke viel aktiver in den USA und international vertreiben, will sie fest in Frankreich verwurzelt bleiben.

Glückliches Frankreich!

Die Pariser Schauspielerin Isabelle Huppert ist die meistnominierte Schauspielerin für den César-Preis, das französische Pendant zu den amerikanischen Academy Awards.

Sie ist auch die am häufigsten nominierte Schauspielerin für den Molière-Preis, mit dem herausragende Leistungen auf der Bühne gewürdigt werden.

In ihrer fast 50-jährigen Karriere hat sie mehr als 110 Filme gedreht und in nicht weniger als 25 Theaterstücken mitgewirkt.

Der britische Filmkritiker David Thomson hält sie für eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Welt.

Im Vergleich zu Isabelle Adjani hält er ihre Leistungen jedoch für eher schwach.

Marion Cotillard ist die jüngste französische Schauspielerin, die für ihre Darstellung von Frankreichs berühmtestem Singvogel in La Vie en Rose einen amerikanischen Academy Award erhalten hat.

Sie gilt als die erfolgreichste französische Schauspielerin des 21. Jahrhunderts und hat kein Problem damit, den Ozean zu überqueren und in Hollywood für jede Rolle vor der Kamera zu stehen, die ihr liegen könnte.

Ihr letzter Film, Allied, spielte angeblich eine Rolle bei der jüngsten Scheidung von Brad Pitt!

Dieser Film war aber nicht ihr erster Kriegsfilm; sie spielte auch an der Seite von Audrey Tautou in Un long dimanche de fiançailles.

Keine Liste der großen französischen Schauspielerinnen wäre vollständig ohne die schillernde Danielle Darrieux.

In ihrer über 80 Jahre währenden Karriere hat Danielle Darrieux jedes Genre und jedes Medium abgedeckt: Bühne, Fernsehen und Film.

Als wäre das nicht genug, sang und tanzte sie auch noch. So kam sie zu ihrem großen Durchbruch: Ihr erster Film war der 1936 gedrehte Meyerling.

Sie gilt als eine der größten französischen Schauspielerinnen aller Zeiten und nahm aufgrund ihres Engagements und ihrer Hingabe an ihr Handwerk noch im reifen Alter von 93 Jahren Rollen an.

Bei einer solchen Arbeitsmoral ist es kein Wunder, dass man sie unbedingt für das nächste Projekt engagieren wollten!

Die zehn besten französischen Filme

Mehr als alles andere spiegeln französische Filme die französische Kultur wider, in all ihrer Großartigkeit und mit all ihren Tücken.

Während Hollywood-Blockbuster dazu neigen, einer bestimmten Formel zu folgen, erzählt das französische Kino eine Geschichte und lässt die Zuschauer*innen die Dinge für sich selbst herausfinden.

Selbst innerhalb der gleichen Kategorien folgen diese Geschichten keinen vorhersehbaren Linien!

Nehmen wir zum Beispiel zwei romantische Werke von Audrey Tautou: Amelie und Un long dimanche de fiançailles.

Der erste Film ist humorvoll und skurril, der zweite eher ergreifend und pointiert - wer würde erwarten, dass eine Geschichte über eine unsterbliche Liebe mit einem so tiefgründigen sozialen Kommentar unterlegt ist?

Diese Erkenntnisse werfen die Frage auf: Sollen wir französische Filme nach ihren technischen Aspekten, ihren schauspielerischen Leistungen, ihrer emotionalen oder sozialen Wirkung beurteilen? Alles von alledem?

Nichts von alledem?

Die Kinoleinwand macht jeden französischen Film noch besser.
Diese zehn französischen Filme lohnt es sich, wenn möglich, im Kino anzuschauen! | Quelle: unsplash

In Anbetracht der Tatsache, dass keine zwei Menschen genau dasselbe aus genau denselben Gründen mögen, schlagen wir diese Liste französischer Filme vor, die man gesehen haben muss.

HINWEIS: Dies sind zusätzlich zu den bereits in diesem Text erwähnten Filmen!

  • Les Parapluies de Cherbourg (Die Regenschirme von Cherbourg): Ein romantisches Musical unter der Regie von Jacques Demy
  • Intouchables (Ziemlich beste Freunde): Eine Dramedy über Freundschaft und Behinderung
  • La Règle du jeu (Die Spielregel): Jean Renoirs satirischer Kommentar zu den gesellschaftlichen Verhältnissen in Frankreich
  • À bout de souffle (Außer Atem): Ein Möchtegern-Gangster sinniert über den Wert des Lebens
  • Hiroshima mon Amour: Ein Dialog zwischen einer französischen Frau und einem japanischen Mann
  • La vie d’Adèle (Blau ist eine warme Farbe): Ein Drama über das Erwachsenwerden
  • La Haine (Hass): Drei Jugendliche kämpfen um ihren Platz im Leben
  • Les Choristes (Die Kinder des Monsieur Mathieu): Der Chorleiter kümmert sich um Jungen, die in Schwierigkeiten stecken
  • Jules et Jim (Jules und Jim): Ein Liebesdrama über eine Dreiecksbeziehung
  • La double vie de Véronique (Die zwei Leben der Veronique) erforscht die Identität und die Komplexität des Lebens einer Frau

Bitte vergesst nicht, dass es außerordentlich schwierig war, aus dem riesigen Angebot des französischen Kinos in Vergangenheit und Gegenwart nur zehn Filme auszuwählen.

Welche von Euren Favoriten fehlen in dieser Liste?

Die Geschichte des französischen Films

Bedauerlicherweise steht die französische Filmindustrie stets vor einem ziemlichen Dilemma.

Da die Franzosen und Französinnen jedes Jahr nur einen Bruchteil ihrer Filme exportieren, können sie nicht mit Hollywood oder Hongkong konkurrieren, die beide ein viel größeres internationales Profil und eine größere Zahl treuer Zuschauer*innen haben.

Wenn sie mehr Titel auf dem internationalen Markt veröffentlichen würden, hätten sie natürlich auch mehr Zuschauer, oder?

Die Gründe dafür, warum das nicht passiert, werden Euch überraschen!

Werfen wir einen Blick auf die Geschichte des französischen Kinos.

Zum einen ist es wäre da die wenig bekannte Tatsache, dass Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg verpflichtet war, mehr amerikanische als französische Filme zu zeigen, um seine Schulden bei den amerikanischen Befreiern zu begleichen.

Die Kinobesucher*innen waren damit einverstanden und erfreuten sich etwa ein Jahrzehnt lang an nicht französischen Geschichten.

Irgendwann Mitte der fünfziger Jahre waren die Künstler*innen und Visionär*innen frustriert, dass das Publikum so viel Müll zu sehen bekam - nichts mit Substanz und schon gar nichts, was mit dem französischen Volk oder der französischen Kultur zu tun hatte.

Die größten Visionär*innen des modernen Kinos verschrieben sich also der Idee, dass ein Film das direkte Produkt der Vision von einer Person ist: des Regisseurs oder der Regisseurin.

Sie lehnten auch ab, was bis dahin als Standardkost im französischen Film galt: literarische und historische Filme, die ein längst vergangenes Frankreich repräsentierten.

Robert Bresson war einer der Regisseure, die die größte Entwicklung im französischen Kino vorantrieben: La Nouvelle Vague - die Neue Welle.

Der französische Filmemacher Jean-Luc Godard, vielleicht einer der bekanntesten Regisseure dieser Bewegung sah Bresson als Essenz der Bewegung:

“Robert Bresson ist das französische Kino wie Dostojewski der russische Roman und Mozart die deutsche Musik.” - Jean-Luc Godard

Von da an ging es im französischen Film mehr um Realismus und die Qualität der Geschichten als um die Qualität der Aufnahmen, also die technischen Aspekte des Filmemachens.

Auch heute noch wird in den über 200 Filmen, die die französischen Filmgrößen jährlich produzieren, die Theorie des Autorenfilms zumindest bis zu einem gewissen Grad befolgt.

Was geschah vor Mitte der 1950er Jahre?

Die dunkle Ära

Natürlich braucht man Licht, um einen Film zu drehen oder zu sehen, sonst wäre selbst die beste Geschichte, die auf Film, festgehalten wurde, nur ein Haufen zerknittertes Plastik.

Es ist also logisch, dass diese Ära der Filmindustrie - und des gesamten Lebens in Europa - komplett vom zweiten Weltkrieg bestimmt wurde.

Da alles, auch der Strom, rationiert war, hatten zu dieser Zeit nur wenige Studios die Mittel, um Filme zu produzieren.

Dennoch verlangten sowohl die Kriegstreiber als auch die Zivilbevölkerung Unterhaltung, und so entstanden doch einige Highlights für die Leinwand.

Es überrascht nicht, dass einige davon Komödien waren, wie z. B. Paris New-York und Tobie est un ange.

Im Jahr nach der Einstellung der Feindseligkeiten wurde trotz der Rationierung und der harten Bedingungen ein Film gedreht, der als der einflussreichste Film aller Zeiten gilt.

Wer kennt die Schöne und das Biest nicht?
Die schöne und das Biest ist einer der einflussreichsten Filme der Kinogeschichte! | Quelle: unsplash

Schon einmal von Die Schöne und das Biest gehört?

In Jean Cocteaus ursprünglichem Meisterwerk spielten Jean Marais als Biest und Josette Day als Schöne die Hauptrollen.

Seitdem wurde die Geschichte nicht weniger als 13 Mal neu erzählt: als Live-Action, Animation, Fernsehserie, Parodie und Satire.

Keine schlechte Bilanz für eine Geschichte, die vor mehr als 300 Jahren geschrieben wurde, oder?

Es war die französische Filmemacherin Alice Guy, die das Konzept der Filmerzählung erfand, als sie im Studio von Leon Gaumont arbeitete.

Herr Gaumont, damals Partner von Gustav Eiffel, übernahm die Leitung des damaligen Fotogeschäfts und sattelte direkt auf Filmproduktion um.

Gemeinsam mit Alice Guy, der ersten weiblichen Regisseurin der Welt, wurde Gaumont zu einem der wichtigsten Akteure der französischen Filmindustrie.

Alice Guy war nicht nur eine Pionierin der Filmwelt, sondern auch die erste, die mit mullethnischer Besetzung, Toneffekten und der Farbgebung von Filmen experimentierte.

Bevor sie nach Amerika ging und schließlich die Solax-Studios in New Jersey, der ursprünglichen Filmhauptstadt Amerikas, gründete, gehörte sie zu den wenigen Glücklichen, die 1895 an der Veranstaltung der Brüder Lumiere teilgenommen hatten.

Am 22. März diesen Jahres wurde zum ersten Mal eine Filmaufführung gezeigt, was Frankreich zum absoluten Vorreiter in der Filmindustrie machte.

Da Louis Lumiere den Farbfotofilm als Höhepunkt der Vorführung geplant hatte, war er etwas enttäuscht über die große Aufmerksamkeit seines Publikums für das schwarz-weiße bewegte Bild.

Der erste Film, der den 200 zahlenden Zuschauer*innen offiziell vorgeführt wurde, war ihr allererster Film namens La Sortie de l’Usine Lumière à Lyon (Arbeiter verlassen die Lumière-Werke), ein 46 Sekunden langer Clip, der nichts anderes zeigte als Arbeiter, die ihre Fabrik verließen.

Aufregend, oder?

Und wie! Dieser erste filmische Schritt war nicht nur ein Wunder der Technik an sich, sondern erklärte auch den klaren Sieger im Rennen um den ersten Kinofilm.

So sehr Frankreich auch zitterten, dass diese Ehre den Amis zuteil werden würde, die Lumiere-Brüder schafften das Kunststück einige Monate vor Thomas Edison und werden als die Väter des Kinos für immer unsterblich sein.

Das erklärt zwar immer noch nicht, warum es nicht mehr französische Filme mit englischen Untertiteln gibt, aber es erklärt sicherlich den unbändigen Stolz der Franzosen und Französinnen auf ihre Filmindustrie, oder?

Der Grund, warum nicht mehr französische Filme auf den internationalen Markt kommen, ist, dass der digitale Vertrieb ausländischen Filmen in Kinos und im Fernsehen einen Strich durch die Rechnung macht.

Da man heutzutage so gut wie alles streamen kann, mit oder ohne Mitgliedschaft auf irgendeiner Website, warum sollte man sich dann noch einen Arthouse-Film ansehen und den hohen Preis für diese nicht immer leichte Kost bezahlen?

Es scheint, als seien die französischen Filmemacher*innen ganz zufrieden damit, dass ihre besten Filmvorführungen ihrer eigenen Bevölkerung und die Einnahmen dadurch auch den eigenen Unternehmen vorbehalten bleiben.

Sind sie deshalb so ungewöhnlich stolz auf ihre französischsprachigen Filme?

Sind die Franzosen vom Film besessen?

Das jährliche französische Filmfestival in Cannes lädt eine multinationale Jury ein, um die eingereichten Filme zu bewerten und Preise zu vergeben, darunter - vor allem - die berühmte Goldene Palme.

Jedes Jahr werden eine Reihe von Filmen aus verschiedenen Ländern ausgezeichnet, die für die beste Schauspielerin, den besten Schauspieler, das beste Drehbuch und den Film des Jahres die begehrte goldene Palme erhalten.

Bei einem derart gefeierten Ereignis der Filmindustrie, das auf französischem Boden stattfindet, könnte man meinen, dass französische Regisseur*innen und Schauspieler*innen die Veranstaltung überschwemmen und dass französische Filme die Beiträge anderer Länder übertrumpfen würden.

Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Die Filmfestspiele in Cannes sind ein wichtiges Ereignis der Filmindustrie.
Nur ein geringer Teil der Auszeichnungen in Cannes gehen an französische Filmproduktionen! | Quelle: unsplash

In der Tat gehen relativ wenige Beiträge und noch weniger Gewinne auf das Konto der französischen Filmindustrie.

Natürlich gehen französische Schauspieler*innen dorthin, schließlich findet die Veranstaltung an der Côte d'Azur statt, und der Glamour und die Publicity lassen sich nicht leugnen.

Aber ist die Veranstaltung von Hybris umhüllt? Veranstaltet die französische Filmbranche dieses internationale Filmfestival, weil ihre besondere Art des Geschichtenerzählens die meiste Anerkennung verdient?

Ganz und gar nicht, wenn man die französische Seite hierzu anhört.

Die Filmfestspiele von Cannes wurden 1946 ins Leben gerufen, als die Stimmung schlecht war und die Branche schwächelte; Sie sollten den Film als Kunstform würdigen.

Es sollte außerdem mit dem Filmfestival von Venedig konkurrieren, was ihm so gut gelang, dass das Festival von Cannes in den Frühling verlegt werden musste, weil das Festival von Venedig im Herbst stattfand und die Interessierten nicht an zwei Orten gleichzeitig sein konnten.

Wenn die Franzosen und Französinnen also Filme aller Art, vom Dokumentarfilm bis zum Thriller, so diplomatisch betrachten, warum erwecken sie dann den Eindruck, dass sie verrückt nach Filmen sind?

In Frankreich gilt der Film als die siebte Kunst, gleichrangig mit Tanz, Musik, Bildhauerei, Malerei, Architektur und Poesie.

So wie es sich bei all diesen Medien um grundlegende Ausdrucksformen einer Kultur handelt, ist man in Frankreich der Meinung, dass das Kino eine weitere Darstellung der französischen Kultur und Geschichte ist.

So wie Großbritannien die englische Sprache in der ganzen Welt verbreitet hat und darauf Stolz ist, sieht auch Frankreich, das Filmschaffen als Teil des nationalen Erbes.

Wir sehen also, dass es nicht die Filme selbst sind, auf die die Franzosen und Französinnen so stolz sind, sondern die Tatsache, dass sie ein weiteres künstlerisches Medium geschaffen haben, mit dem sie Geschichten erzählen können, und dass sie es der Welt zur Verfügung gestellt haben!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus