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Wissenswertes zur Entstehung und Verbreitung der Sprache Molières

Von Anna, veröffentlicht am 25/09/2018 Blog > Sprachen > Französisch > Französische Sprache: Geschichte, Kultur & Rolle in der Welt

Heutzutage gibt es fast nichts Einfacheres, als Privat Französischunterricht zu nehmen oder selbst Französisch Nachhilfe zu geben – nur ein paar Klicks und los geht’s!

Doch viele Menschen zögern, wenn es darum geht, Französisch zu lernen, gilt das Französische doch nicht gerade als die einfachste Fremdsprache.

Mit ihren grammatikalischen Eigenheiten und Ausnahmen der Ausnahmen wird sie sogar als eine der schwierigsten Sprachen der Welt betrachtet.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass die Französische Sprache dank seiner Kultur und seiner Geschichte in der Welt immer noch großen Einfluss hat und es somit große Vorteile haben kann, diese Sprache zu beherrschen.

Hier ein Überblick über die Elemente, die die Sprache Molières so bedeutend machen.

Die lange Geschichte der französischen Sprache

Man kann sagen, dass die französische Sprache nicht gerade ein neues Phänomen ist, und das wäre noch untertrieben.

Im vorgeschichtlichen Zeitalter dominierte EINE indoeuropäische Sprache die Kommunikation.

Diese einheitliche Sprache, die auf dem Mündlichen und der Aussprache basierte, entwickelte sich mit der Entstehung von Zivilisationen weiter. Und da kamen dann die Anfänge der Französischen Sprache auf.

Mit der Invasion der Römer erhielt dieser Vorfahre des Französischen dann seine lateinischen Einflüsse.

Dieses vor allem gesprochene Latein nennen die Linguisten „Vulgärlatein“. Es war die Sprache des Volkes und ist nicht mit dem klassischen Latein der Autoren dieser Zeit zu verwechseln.

Dann kam die Zeit des Altfranzösischen und die Sprache der Franzosen begann, international an Einfluss zu gewinnen.

Es war vor allem der Status des englischen Königs William the Conqueror und die Weiterentwicklung des Handels die ermöglichten, dass sich das Französische auch über die Grenzen hinweg ausbreitete.

Die Sprache entwickelte sich weiter zum klassischen Französisch, das noch viele Ähnlichkeiten mit dem heutigen Französisch aufweist.

Das klassische Französisch hinterließ in den folgenden Sprachen seine Spuren in Form von Fremdwörtern (Lehnwörtern):

  • mittelalterliches Latein
  • Italienisch
  • Englisch
  • Spanisch
  • Portugiesisch

Im Jahr 1634 wurde die Académie Française gegründet und führte zu einer regulierteren Form des Französischen.

Dank der soziolinguistischen Reformen dieses Instituts entwickelte sich die Geschichte des Französischen auf mehreren Ebenen weiter: in der Rechtschreibung, in der Grammatik, im Bereich der Syntax oder auch der Konjugationen.

Auch heute unterliegt das Französische einem schrittweisen Wandel; insbesondere durch immer neue Anglizismen, die sich nach und nach in den französischen Wortschatz schleichen.

Der weltweite Einfluss des Französischen

Wie konnte sich Französisch so stark verbreiten? Als Kolonialmacht exportierte Frankreich das Französische in die ganze Welt. | Quelle: Pexels

Viele Franzosen (und wahrscheinlich auch Menschen anderer Nationalitäten) denken, dass der Einfluss der französischen Sprache international immer weiter zurückgeht – aber das stimmt nicht!

Es gibt immer mehr Länder, in denen man Französisch spricht und Französischkurse außerhalb Frankreichs nehmen ebenfalls zu.

Das Französische ist sogar an 5. Stelle der am meisten gesprochenen Sprachen auf der Welt, gleich hinter dem Spanischen und Hindi!

Übrigens: Französisch ist die einzige Sprache, die ihre Muttersprachler auf allen fünf Kontinenten verteilt hat.

Das liegt natürlich an der Geschichte der Nation: Frankreich war eine Kolonialmacht und exportierte das Französische so in die ganze Welt.

Man kann Französisch also auch gut in einem anderen Land als Frankreich lernen – besonders die Überseegebiete wie beispielsweise La Réunion sind dabei sehr beliebt.

Französisch lernen an paradiesischen Stränden, was gibt es Schöneres?

Französisch wird auch in vielen Ländern in der Schule unterrichtet, von der Grundschule bis in die Oberstufe, und vor allem in den englischsprachigen Ländern scheint es besonders beliebt zu sein.

Warum also Französisch lernen oder sogar so gut lernen, dass man es unterrichten kann? 

Tawina, eine Studentin aus Thailand, die an einem Institut français in Paris Französisch lernt, erklärt:

„Um Französisch kommt man nicht herum, wenn man international Karriere machen will. Als ich hier ankam, sprach ich nur einige wenige Wörter Französisch. Doch ich habe schnell dazugelernt! Jetzt kann ich mich mit französischen Freunden und Bekannten aus aller Welt unterhalten. Nach dem Französischunterricht gehen wir oft noch zusammen ans Seineufer, um zu entspannen. Es ist wirklich super schön da!“

Französischkenntnisse sind also ein Plus im Lebenslauf (hilfreich ist zum Beispiel auch „Business-Französisch“), aber auch eine Möglichkeit, eine neue Kultur zu entdecken.

Die Französische Sprache ist im Vormarsch: Die internationale Organisation der Frankophonie (OIF) hat sogar verkündet, dass die Sprache Molières in ca. 30 Jahren von mehr Menschen auf der Welt gesprochen werden könnte.

Außerdem ist das Französische auch für die größten internationalen Organisationen enorm wichtig.

So ist es zum Beispiel eine der offiziellen Sprachen der UNO, von Interpol oder auch der FIFA, um nur einige wenige zu nennen.

Noch ein Grund, Französisch zu lernen!

Wo außer in Frankreich kann man Französisch lernen? Französische Überseegebiete sind beliebte Ziele für Sprachaufenthalte. | Quell: Pexels

Französisch: eine Sprache voller Kultur

Das Französische ist in der Welt aber nicht nur aufgrund seiner Geschichte, sondern auch aufgrund seiner Kultur beliebt.

Schon allein der Spitzname „die Sprache Molières“ zeigt, wie reich an Kultur Frankreich ist, denn dieser Dramatiker ist weltbekannt.

Die Literatur ist zweifelsohne einer der wichtigsten Träger, wenn es um die Verbreitung und den Einfluss der französischen Sprache geht.

Émile Zola, Charles Baudelaire oder Victor Hugo … Wer kennt nicht mindestens einen dieser Autoren?

Die französische Literatur ist rebellisch und voller Leidenschaft und spiegelt somit die Eigenheiten der französischen Kunst wider.

Abgesehen von ihrem romanischen Charakter ist die Literatur auch eine Möglichkeit für französischsprachige Autoren, ihre Ideen in schriftlicher Form zu verbreiten.

Viele französische Philosophen der Aufklärung hatten mit ihren aufrührerischen Texten weltweiten Erfolg!

Bekannte Texte sind:

  • Candide oder der Optimismus (von Voltaire)
  • Philosophisches Wörterbuch (von Voltaire)
  • Julie oder Die neue Heloise (von Jean-Jacques Rousseau)
  • Le Rêve de d’Alembert (von Jean-Jacques Rousseau)
  • Jacques der Fatalist und sein Herr (von Diderot)
  • Persische Briefe (von Montesquieu)

Die französische Sprache ist auch dank des Französischen Films berühmt, der überall auf der Welt Anklang findet.

Man denke nur an „The Artist“ von Michel Hazanavicius, der in den USA nicht weniger als 5 Oscars und 3 Golden Globes abgeräumt hat!

Der Glamour der französischen Filmwelt zeigt sich auch in ihren Liedern, die eins romantischer als das andere sind. Manche Musikschaffende wie Edith Piaf sind anderen Ländern Objekt eines regelrechten Kults.

Was ist die romantischste Stadt der Welt? Paris gilt seit jeher als DIE Stadt der Liebe. | Quelle: Visualhunt

Das Französische gibt kulturell so viel her!

Das macht nicht nur das Erlernen der Sprache einfacher, sondern kann von privaten Französischlehrern oder Nachhilfelehrern auch genutzt werden, um den Unterricht interessanter zu gestalten und den Schülern den Zugang zur Sprache zu erleichtern.

Ist die Sprache der Franzosen die romantischste Sprache der Welt?

Ah, Französisch und die Liebe! Zwei Begriffe, die einfach zusammengehören wie Pech und Schwefel – zumindest laut den Nicht-Franzosen.

Laut einer Umfrage von Babbel im Jahr 2015 belegt Französisch den ersten Platz, wenn es um die romantischsten Sprachen geht.

Das ist also doch nicht nur ein Klischee!

Schriftsteller, Sänger, Regisseure … Alle französischen Künstlerinnen und Künstler tragen zu diesem Bild bei, indem sie tragische Liebesgeschichten oder idyllische Bilder von Paris zeichnen.

Und es funktioniert!

Die Franzosen, die am meisten „leiden“ mussten (Edith Piaf, Charles Baudelaire, Émile Zola usw.), sind diejenigen, die den größten internationalen Erfolg genossen.

Um bedeutenden Franzosen nachzueifern und ihre Gefühle mit Leidenschaft kundzutun, bedienen sich auch viele Nicht-Franzosen der französischen Sprache.

Übrigens: Die Ausdrücke „Je t’aime“ oder „Mon amour“ werden überdurchschnittlich oft auf Übersetzungsseiten eingegeben.

Der Klang des Französischen spielt ebenfalls eine Rolle: Noch mehr als nur die Wörter, sind es vor allem die Sprachmelodie und der französische Akzent, die die Menschen auf der ganzen Welt begeistern.

Liz Marasco, Journalistin aus Amerika, die sich auf fremde Kulturen spezialisiert hat, erklärt, was den französischen Akzent jenseits des Atlantiks so sexy macht.

„Ein besonderes Merkmal des französischen Akzents im Englischen ist, dass Französische Muttersprachler oft nicht wissen, auf welcher Silbe englische Wörter betont werden. Das macht die Aussprache und Sprachmelodie der Franzosen in unseren Ohren so charmant.“

Abgesehen von der französischen Art zu sprechen überzeugt auch die Französische Küche.

Hochwertige Weine, raffiniert angerichtete Speisen … In den Augen der Welt ist die französische Gastronomie besonders exquisit.

Welches Land hat die besten Weine? Für viele Menschen sind die großen französischen Weine die besten der Welt. | Quelle: Pixabay

Und schließlich das französische Symbol für die Liebe schlechthin – Paris!

Die Stadt der Liebe (von Franzosen auch „die Stadt der Lichter“ genannt) ist unter Nicht-Franzosen der beliebteste Ort, um einen Heiratsantrag zu machen – und das nicht ohne Grund, denn sie bietet viele kleine romantische Details, die Touristen im Nu verführen.

Es herrscht also kein Zweifel: Französisch ist die Sprache der Liebe!

Die Botschafter des Französischen im Rest der Welt

Künstler, Politiker oder Philosophen … Viele Franzosen haben international Karriere gemacht und erfreuen sich auch im Ausland großer Bekanntheit.

Doch vor allem ist es die französische Feder, die zu verlocken weiß: umstritten, aber ungebrochen. Die Französische Literatur traut sich an Themen, die anstoßen, so sehr, dass sie sogar manchmal zensiert wird.

Mit der Entwicklung der französischen Zivilisation haben sich auch die Künste weiterentwickelt und viele französische Wunderkinder erblickten das Licht der Welt.

Hier eine unvollständige Liste französischer Autoren und Künstler, die weltweiten Erfolg verzeichnen konnten:

  • Voltaire
  • Marcel Proust
  • Gustave Flaubert
  • Émile Zola
  • François Rabelais
  • Edith Piaf
  • Brigitte Bardot
  • Gérard Depardieu
  • Louis de Funès
  • Serge Gainsbourg

Wenn Du Deine Französischkenntnisse verbessern willst, kannst Du dies auch tun, indem Du Dich mit Werken solcher Persönlichkeiten auseinandersetzt.

Diese werden deshalb auch oft im Französischunterricht verwendet, denn der Zugang zu einer Sprache über deren Kultur und Kunst ist immer einfacher und angenehmer als trockenes Grammatikbüffeln.

Film, Musik oder Theater: Was auch immer Deinem Geschmack entspricht, Du findest sicher einen berühmten französischen Vertreter, der dir zusagt.

Inwiefern hatten Latein und Altgriechisch einen Einfluss auf die französische Sprache?

Auch wenn das Erlernen der sogenannten toten Sprachen auch in Frankreich stetig zurückgeht, kann man doch ihren großen Einfluss auf die französische Sprache nicht abstreiten.

Kurzer Geschichtsexkurs: Die lateinischen Wurzeln der Sprache gehen auf die Zeit der römischen Invasion Galliens 120 v. Chr. zurück.

Da das damals vorherrschende Gallisch eine rein gesprochene Sprache war, konnte Lateinisch mit seiner schriftlichen Form die Lücke leicht füllen.

Das erklärt auch, warum die meisten französischen Wörter vom Lateinischen abstammen. Diesem Phänomen widmet sich die Wissenschaft der Etymologie.

Wodurch wurde Französisch beeinflusst? Die römische Kultur und deren Sprache Latein hatten einen großen Einfluss auf das Französische. | Quelle: Pexels

Was das Griechische angeht, ist der Einfluss eher im wissenschaftlichen und kognitiven Bereich zu finden.

Große griechische Denker wie Platon, Thales, Pythagoras, Sokrates usw. haben die Welt nachhaltig beeinflusst.

Aus ihren Werken stammen viele Wörter, die auch heute noch im Französischen (sowie in vielen anderen Sprachen) verwendet werden.

Auf das Altgriechische gehen Wörter wie Biologie, Neurochirurgie, Demokratie und Hemisphäre zurück, die im Französischen genauso oder zumindest sehr ähnlich lauten.

Und so hat das Griechische nicht nur viele weitere Sprachen, sondern eben auch das Französische beeinflusst!

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