Dieser Titel kommt dir etwas krypisch vor? Schön, dass du trotzdem hier gelandet bist. Ich will das Rätsel auch gleich lüften: in diesem Artikel geht es um Mixturen von chemischen Stoffen, die uns in unserem Alltag begegnen, begleiten und unterhalten können.

Denn Chemie ist aus unserem Alltag nicht weg zu denken, und ich spreche dabei nicht über die Chemie zwischen zwei Menschen. Das wäre ebenfalls interessant, aber ein anderes Thema. Ich denke ans Kochen und Putzen, an Lebensmittel und viele Batterie-betriebene Helfer unseres täglichen Lebens. Viele chemische Reaktionen machen uns das Leben leichter, würziger, helfen uns, Dinge haltbar zu machen und manchmal sorgen sie einfach auch nur für eine Portion Spaß! 

Als Kind ging bei uns in der Schule das Gerücht um, dass sich ein Zahn über Nacht in Cola auflöst. Ausprobiert habe ich es nie, aber heute kann ich ganz einfach die Suchmaschine befragen, ob das stimmt. Und siehe da: falsch! Aber immerhin, die Phosphorsäure in der Cola greift den Zahnschmelz des Zahnes kräftig an. 

Dass Cola nicht gesund ist, weiß jedes Kind. Zu viel Zucker und sonstige, zum Teil unbekannte Zusätze, die in unverständlichen Zahlenkombinationen in der Inhaltsangabe zu lesen sind. Ohnehin stecken in vielen Produkten Lebensmittelzusatzstoffe, umgangssprachlich „E“ genannt. Nicht alle sind schädlich für unseren Körper, aber auf einige davon sollten wir so gut es geht verzichten. So auch auf das Zuckercouleur (E 150), das der Cola die schöne braune Farbe verschafft. Es ist möglicherweise gesundheitsschädlich.

Wenn wir schon bei Getränken sind: Wusstest du, dass Essig eine beliebte Limonade im Mittelalter war? Essig wird seit Jahrtausenden zur Erfrischung, als Würze oder zur Konservierung eingesetzt. Es ist leicht herzustellen, was man schon früh entdeckt hat. 

Anders war es bei dem Konservierungsmittel Kochsalz. Wer keinen Zugang zum Meer oder zu Salzseen hatte, der musste teure Handelsware erstehen. Heute weiß man, dass Steinsalz nahezu überall in den Erdschichten lagert. Früher fehlte das Wissen darüber. Aber dazu später mehr.

Ein immer wichtiger werdender und umstrittener Stoff findet man ebenfalls in Salzseen: Lithium. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Batterien unserer Akku-Geräte. Den Begriff Lithium-Ionen-Batterien hast du sicherlich schon mal gehört.

Ich möchte dir in diesem Artikel ein paar Helfer aus dem Haushalts-Chemiekasten näher bringen und dir zeigen, was man mit Essig, Natron, Kochsalz, Cola und Mentos alles so anstellen kann. Außerdem kannst du dir einen Überblick über das Geheimnis hinter der „E“- Deklaration und der Diskussion über Akku-Betriebene Geräte verschaffen.

Für chemische Experimente eignet sich Coca Cola wie hier in einer Reihe in Großaufnahme auf die Etiketten.
Freunde von chemischen Reaktionen werden den Trick mit Cola und Mentos kennen. / Quelle: Opollo Photography_unsplash
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Und los geht's

Essig

Essig, in der Chemie Essigsäure mit der Strukturformel CH3COOH genannt, ist ein perfekter Allrounder. 

Seine Säure nutzt man seit Tausenden von Jahren zum Würzen von Speisen. Der beliebteste Essig ist wohl der Aceto Balsamico, der aus Wein hergestellt wird. Weinessig gibt es weiß und braun, wobei der Aceto Balsamico den angenehmeren, süßlichen Geschmack aufweist. Aus nahezu jeder Obstsorte kann die saure Würze hergestellt werden.

Die Essenz kann man relativ einfach mit Obst und einem Schuss naturtrübem und somit aktivem Essig selber herstellen. Noch leichter gelingt es, wenn du dir eine „Essigmutter“ besorgst.

Die Essigsäure wirkt antibakteriell und sorgt dafür, dass zum Beispiel Gemüse mehrere Jahre haltbar gemacht werden können. Unter einer Bedingung: Das Gefäß muss unbedingt luftdicht verschlossen sein.

Die antibakterielle Wirkung kann man sich auch sonst im Haushalt zu Nutzen machen und sie an Stelle von teurem und umweltschädlichem Putzmittel verwenden. Außerdem geht es mit Essig hässlichen Kalkrändern an den Kragen und Fensterscheiben werden mit ein paar Spritzern im Putzwasser schlierenfrei. Putzmittel auf Essigbasis kann man sehr leicht selber herstellen und auch gegen den beißenden Geruch gibt es ein paar tolle Tipps, die du in unserem Artikel über die Chemie von Essigsäure nachlesen kannst.

Rote Äpfel in Nahaufnahme schwimmen in Wasser.
Mit Äpfeln kann man ganz leicht selber Essig herstellen und eine chemische Reaktion der Natur nutzen! / Quelle: Christian Olaf Adickes_unsplash

Salz

Salz wird in der Chemie als Natriumchlorid (NaCI) bezeichnet. Es ist das Natriumsalz der Salzsäure.

Wie wir heute wissen, war die Erde vor Jahrmillionen hauptsächlich von Meeren bedeckt. Durch die Aufschichtung der Erdmassen wurden diese verdrängt, verdunsteten in Salzseen und wurden mit Erde und Geröll aufgeschüttet. Deshalb findet man nahezu überall in den Erdschichten Salz - Steinsalz genannt - allerdings nicht überall in gleich reiner Form. Es wird heute in verschiedenen Verfahren und zu unterschiedlichen Zwecken abgebaut. Die Verwendung in der Lebensmittelverarbeitung macht nur einen kleinen Teil aus. In vielen Bereichen der Industrie wird Salz als Ausgangsstoff gebraucht.

Meersalz macht einen kleinen Teil des Abbaus aus und wird noch heute in flachen Meeresgebieten in Salzwannen abgebaut.

Schon die Sumerer und Babylonier nutzten das Einlegen von Fleisch, Fisch und Gemüse, um es lange haltbar zu machen. Der Prozess ist einfach: das Salz entzieht dem Lebensmittel die Flüssigkeit, wodurch zersetzenden Bakterien die Lebensgrundlage genommen wird.

Sehr beliebt ist heute der Prozess von fermentiertem Gemüse. Du kannst diesen gesunden Snack ganz leicht selber herstellen. Ein Rezept und viele weitere Informationen über das „weiße Gold“ findest du in unserem Artikel über Kochsalz  - Chemie in der Küche.

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Und los geht's

Lebensmittelzusatzstoffe

Diese Wort klingt übel in unseren Ohren. Aber so schlimm ist es nicht. Nicht alle Lebensmittelzusatzstoffe sind böse. Im Grunde ist auch Salz einer davon, denn durch seine Beigabe wird Nahrung haltbar gemacht. Aber schon sind wir auch beim Problem: Viel Convinence Food - also alles Essen, dass wir schon fix fertig im Supermarkt aus dem Regal nehmen und höchstens noch aufwärmen oder mischen müssen - muss haltbar sein, gut ausschauen und die perfekte Konsistenz haben. Und das ist leider meistens nur mit Zusätzen möglich. 

Manche davon sind natürlichen Ursprungs, wie zum Beispiel Zitronensäure oder Stärke. Aber auch da ist das Maß der Dinge das Zünglein an der Waage. Denn im Fall von Salz ist es leider schon so, dass in Convience Food zu viel davon steckt. Salz gibt Speisen Aroma und sorgt dafür, dass es länger hält. 

Der Buchstabe "E" bedeutet nichts anderes als Europa, die Zahl ist die Zulassungsnummer. Ungefähr 300 Lebensmittelzusatzstoffe sind von der EU zugelassen. Welcher Stoff hinter einer ominösen E-Zahl steckt, muss im Internet recherchiert werden. Bioprodukte haben logischerweise weniger Zusatzstoffe, denn Geschmacksverstärker, Farbstoffe und künstliche Aromen sind da verpönt.

Selber kochen zahlt sich immer aus, denn dann weiss man einfach genau, was im Essen steckt und man kann selber entscheiden, ob in die Salatsauce noch ein wenig Zucker gehört oder nicht.

Besonders gemein sind die Täuschungen bei den Farben von Lebensmitteln. Nicht alles was natürlich ausschaut, ist ohne Geheimwaffe hergestellt. Wenn du mehr über die Tricks der Lebensmittelindustrie erfahren möchtest, empfehle ich dir unseren Artikel zum Thema Lebensmittelzusatzstoffe. Es ist ziemlich erstaunlich, wo alles gepantscht wird.

eine gelbe Flüssigkeit in einer Sprühflasche mit danebenliegenden drei Zitronen auf einer Küchenablage weisen auf Informationen zur Herstellung von Putzmittel hin.
Mit Hilfe natürlicher Säure und Soda lassen sich umweltfreundliche Putzmittel herstellen. / Quelle: Precious Plastic Melbourne_unsplash

Backpulver, Natron und Soda

Sicherlich hast du diese Begriffe im Zusammenhang mit kochen, backen oder putzen schon gehört. Natron und Soda gehören in jeden Haushalt! 

Natron (NaHCO3  Natriumhydrogencarbonat) und Soda (Na2Co3, Natriumcarbonat) sind verwandte Stoffe, wie du schon an ihrer Formel erkennen kannst. Im Kontakt mit Säure (zum Beispiel Zitronensäure oder Essigsäure) wird Kohlenmonoxid freigesetzt, was für die typischen Gasbläschen in einer Flüssigkeit sorgt. Beim Backen wird dadurch die Speise schön luftig, beim Putzen hat es einen schmutzlösenden Effekt.

Backpulver ist Natron in einer Fertigmischung, die bereits mit Zitronensäure und Trennmitteln (Stärke) angereichert ist. Deshalb reicht es, dass Backpulver mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, um aktiv zu werden.

Zum Putzen eignet sich das schärfere Soda, Natron benutzt man für Lebensmittel und Kosmetik und Backpulver ist die etwas teurere Fertigmischung mit Natron, Zitronensäure und Stärke.

Unzählige Einsatzgebiete und Tricks findest du in unserem Artikel über die magische Wirkung von Natron, Soda und Backpulver!

Lithiumbatterien

Erst vor ein paar Jahren schien das Problem mit fossilen Brennstoffen bald Geschichte zu sein. Elektro hieß das neue Zauberwort. Elektro-Autos, Elektro-Haushaltsgeräte, alles wiederaufladbar und ewig nutzbar. Dass erstens die Akkus nicht ewig halten und dass das in den Batterien vorhandene Lithium problematisch ist, wissen wir inzwischen. Und das ist ganz schön frustrierend! 

Woher kommt Lithium? Das Vorkommen dieses Minerals ist leider nicht wie Salz weit verbreitet, sondern beschränkt sich auf ein paar Salzseen in Südamerika. Und das ist ein mehrfaches Problem. Dort wird das wertvolle Gut einerseits unter zum Teil fragwürdigen Umständen, zum Beispiel mit schlechten Arbeitsbedingungen für die Arbeiter, abgebaut und andererseits wird es nach der Gewinnung um die halbe Welt nach Asien zur Weiterverarbeitung geschickt. Leider gibt es bis zum heutigen Zeitpunkt wenig Fabriken in Europa und gar keine in Südamerika, die Lithiumbatterien herstellen. Aber damit nicht genug. Für die Herstellung der Batterien wir Strom benötigt, der wiederum oft aus fossilem Brennstoff gewonnen wird. Man müsste Wind- und Wasserenergie nutzen können, um die Batterien umweltfreundlicher herzustellen. Eine wichtige Lösung sind Recycling-Anlagen und das Arbeiten an einer möglichst langen Lebensdauer einer Batterie. 

Möchtest du wissen, wie Lithium-Ionen-Batterien chemisch funktionieren? In unserem Artikel findest du eine ausführliche Erklärung.

Chemie ist überall zu finden wie auch in diesem weißen von vorne fotografierten Tesla in einer Garage.
Für den Bau von Elektroautos benötigt man Lithium, das in Südamerika abgebaut wird. / Quelle: Charlie Deets_unsplash

Zum Schluss möchte ich den Kreis schließen und zurück auf die Cola kommen. Auch wenn sie keine Milchzähne über Nacht auflöst, kann man mit dem Getränk ziemlich witzige chemische Experimente machen. Eines davon ist die Cola-Fontäne mit Mentos Bonbons. Der Aufwand ist klein und der Effekt groß. So groß, dass du das Experiment unbedingt im Freien machen solltest. Viel Vergnügen!

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Vera

aus der Pädagogik komme ich, in Kunst und Kultur bin ich zu Hause, Europäerin bin ich, Sprache(n) liebe ich, Neugierde und Offenheit möchte ich immer behalten.