Es ist soweit: Du hast Deine erste Ukulele gekauft!

Nun stellst Du Dir sicher die Frage, welches Zubehör Du eigentlich brauchst, um richtig loslegen zu können.

Ganz oben auf der Einkaufsliste sollte ein Stimmgerät stehen. Gerade für Ukulele Anfänger ist er das zuverlässigste Hilfsmittel.

Du hast auch die Möglichkeit, das Instrument anhand von Referenztönen, zum Beispiel von einer Stimmgabel oder einem Klavier, zu stimmen. Das braucht aber etwas Übung und ein feines Gehör.

Auf jeden Fall solltest Du, immer wenn Du die Ukulele in die Hand nimmst, sie sofort einstimmen. Nur dann wird das Ukulele Spielen auch wirklich ein Genuss.

Wie Du das genau machen kannst und welche unterschiedlichen Ukulele Stimmungen es gibt, schauen wir uns jetzt gemeinsam an.

Warum muss eine Ukulele gestimmt werden?

Ein Saiteninstrument verstimmt sich aufgrund von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aber auch durch regelmäßiges Spielen.

Das passiert recht häufig und eine Ukulele muss viel häufiger nachgestimmt werden, als zum Beispiel ein Klavier. Die Prozedur ist aber im Gegenzug natürlich auch viel weniger aufwändig.

Bei der Ukulele geschieht das dadurch, dass die Saiten so lange gespannt bzw. entspannt werden, bis der richtige Ton beim Anschlag wiedergegeben wird.

Gerade, wenn man zusammen mit anderen spielt, ist ein sauber gestimmtes Instrument elementar, damit man auf der gleichen „Wellenlänge“ spielt. Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel ein Streichorchester, bei dem die Geiger, Cellisten und Konsorten nach fast jedem Stück Ihr Instrument nachstimmen.

Aber auch wenn Du alleine spielst, solltest Du immer auf die richtige Stimmung achten. Wenn die Saiten nicht im richtigen Verhältnis zu einander klingen, wird sich auch ein perfekt gegriffener Akkord nicht schön anhören.

Wie oft muss man eine Ukulele stimmen?

Ein erstes Mal stimmt man die Ukulele immer dann, wenn man sie zum Spielen in die Hand nimmt.

Seit dem letzten Mal hat sie sich ziemlich sicher verstimmt. Das passiert einerseits durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Andererseits kann es auch mechanische Ursachen haben. Beim Transport im Gigbag oder durch eine versehentliche Berührung werden die Wirbel manchmal leicht verstellt.

Wie oft Du sie dann während dem Spielen nachstimmen musst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits beeinflusst die Qualität des Instruments die Stimmstabilität, andererseits die Spielweise. Je mehr die Saiten beansprucht werden, umso schneller verziehen sie sich.

Außerdem muss auch bei neuen Instrumenten, die noch nicht eingespielt oder frisch besaitet sind, häufiger nachgestimmt werden.

Die richtige Stimmung erreicht man durch spannen oder lockern der Saiten.
Damit eine Ukulele schön klingt, muss sie gestimmt sein. | Quelle: Ralph Ravi Kayden via Unsplash

Präge Dir den Klang der frisch gestimmten Ukulele ein und Du wirst ziemlich schnell ein Gefühl dafür bekommen, wann noch einmal nachgezogen werden muss.

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Die verschiedenen Ukulele Stimmgeräte

Häufig vergisst man zunächst beim Kauf der ersten Ukulele vor Aufregung oder Vorfreude, auch ein Stimmgerät zu kaufen. Oder man bekommt die Ukulele ohne Zubehör von Freunden geschenkt, die keine Ahnung haben, dass ein Saiteninstrument auch nachgestimmt werden muss.

Am einfachsten geht es mit einem Uke-Tuner. Ein Stimmgerät, dass extra für Ukulelen konzipiert wurde. Der Vorteil davon ist, dass er Dir anzeigt, welche Saite welchen Ton wiedergeben musst und welchen Wirbel Du dazu drehen musst.

Es gibt verschiedene Ukulele Tuner online oder aber auch als kleine Geräte, die Du immer mit Dir herumtragen kannst.

Sehr praktisch sind Clip-Tuner, die man direkt am Kopf des Instruments befestigen kann. Dadurch sind sie auch während des Spielens immer einsatzbereit. Sie erkennen den Ton nicht über ein Mikrofon, sondern über die Vibration. Deshalb eignen sie sich auch in einer lauten Umgebung mit vielen Störgeräuschen.

Gerade wenn Du auch noch andere Instrumente spielst, lohnt sich ein chromatisches Stimmgerät anzuschaffen.

Uke Tuner gibt es als Clip oder online.
Einen Clip-Tuner befestigt man am Kopf des Instruments. | Quelle: ljguitar via Visual Hunt.

Das Stimmen ist auch mit Hilfe des Gehörs anhand eines Referenztons möglich. Dafür kannst Du die gute alte Stimmgabel benutzen. Sie ist leicht zu transportieren, braucht keine Batterien und kostet weniger. Es wird aber etwas schwieriger genau die richtigen Töne zu treffen, da Du Dich dafür voll und ganz auf Deine Ohren verlassen musst.

Ein Stimmgerät kaufen

Die genausten Ergebnisse wirst Du mit einem elektronischen Gerät, einem chromatischen Stimmgerät oder einem Cliptuner erhalten.

Du kannst es im Musikfachhandel, in einem Geschäft oder online, kaufen. Dort wirst Du sehr gute und zuverlässige Produkte finden, die weniger als 10 Euro kosten. Manche Geräte brauchen Batterien, modernere können über ein USB-Kabel aufgeladen werden.

Eine klassische Stimmgabel kostet in der Regel 3 bis 5 Euro. Du kannst natürlich auch teurere Modelle aus besonderen Materialien finden. Das sind dann aber eher Luxusvarianten für Liebhaber. Auch ein billiges Modell aus dem Fachhandel leistet gute Dienste.

Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, welche die richtige Wahl für Dich ist, kannst Du Dich beraten lassen. In Musikfachgeschäften findest Du gut ausgebildetes Personal, dass Dich in allen Zubehörfragen fachgerecht beraten kann.

Auch die großen Musikhändler mit online Shop, zum Beispiel Thomann, bieten eine zuverlässige Kundenberatung per Mail an.

Natürlich gibt es im Internet zahlreiche Angebote von verschiedensten Anbietern, die nicht auf Musik spezialisiert sind. Auch wenn so immer mal wieder gute und preiswerte Artikel gefunden werden können, ist gerade für Anfänger ohne viel Erfahrung Vorsicht geboten.

Die Produktebeschreibungen sind oft mangelhaft, Beratung wird keine angeboten und wenn das Gerät einmal kaputt gehen sollte, gibt es weder eine Garantie, noch ein Angebot zur Reparatur.

Geht das Ganze auch kostenlos?

Du bist eh die ganze Zeit im Internet unterwegs und fragst Dich jetzt, ob nicht auch das Ukulele stimmen online möglich ist?

Die Antwort lautet ja! Und auch da hast Du wieder verschiedene Möglichkeiten.

Die schnellste, aber nicht unbedingt idealste, Möglichkeit ist ein online Uke Tuner. Es reicht aus, den Suchbegriff in die Suchmaschine einzugeben und schon werden Dir verschiedene Seiten mit integriertem Stimmer und einer Anleitung angezeigt.

Damit das Ganze funktioniert muss das Mikrofon Deines Laptops oder Smartphones aktiviert sein und die Website die Berechtigung haben, darauf zuzugreifen. Und natürlich brauchst Du eine stabile Internetverbindung.

Das ist auf jeden Fall eine gute Notlösung. Ob das Ergebnis aber genauso gut sein wird wie mit der analogen Variante, kann aber nicht garantiert werden.

Unter Uke Tuner online kannst Du die passende App finden.
Digitale Stimmgeräte gibt es auch als App. | Quelle: Soundtrap via Unsplash

Die zweite, etwas bessere, digitale Variante ist eine App. Da sie heruntergeladen und auf dem Smartphone installiert wird, ist sie auch offline nutzbar.

Die meisten Apps sind kostenlos und arbeiten recht gut. Einige kommen sogar im Doppelpack mit einem Metronom – das zweite unerlässliche Zubehör, wenn man ein Musikinstrument spielen lernt.

Wiederum wirst Du die Auswahl zwischen einem chromatischen und einem Ukuleletuner haben. Wenn Du ein chromatisches Stimmgerät verwendest, musst Du selbst wissen, welche Saite auf welchen Ton gestimmt werden muss und welchen Wirbel Du dafür bedienen musst.

Die digitale Variante hingegen, zeigt Dir das alles genau an. Für Anfänger ist er daher etwas einfacher zu nutzen. Achte aber darauf, dass es verschiedene Ukulele-Stimmungen gibt (dazu kommen wir später im Artikel noch ausführlich) und Du in der App die richtige auswählen musst.

Viele Apps zum Ukulele stimmen sind gleichzeitig Gitarrenstimmgeräte. Achte auch hier immer auf die richtige Wahl des Instruments.

Wenn Du gerade sowieso schon das Internet durchstöberst, kannst Du Dich auch nach Ukulele Tabulaturen online umsehen und die ersten Lieder spielen lernen.

Die verschiedenen Ukulele Stimmungen

Um das Instrument richtig einstimmen zu können, musst Du zuerst wissen, welche Art von Ukulele Du überhaupt besitzt. Es gibt verschiedene Größen, für die unterschiedliche Standardstimmungen empfohlen werden.

Erkennen und unterscheiden kannst Du sie an der Mensur, die der Länge des freischwingenden Teils der Saite entspricht. Gemessen wird die Mensur ab dem Sattel bis zum Steg.

Sattel und Steg sind die zwei kleinen Balken, über die die Saiten geführt werden und die im rechten Winkel zu ihnen stehen. Den Sattel findest Du am Übergang zwischen Kopf und Hals, den Steg am Korpus auf der Brücke.

Die traditionelle Ukulele, und auch das häufigste Modell, ist die Sopran Ukulele. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass auch Deine in diese Kategorie gehört.

Hier jetzt also die verschiedenen Typen und ihre gängigen Mensuren:

  • Piccolo / Sopranino: ca. 26 cm
  • Sopran: ca. 35 cm
  • Konzert: ca. 38 cm
  • Tenor: ca. 43 cm
  • Bariton: ca. 50 cm
  • Bass: beginnt bei einer Mensur von ca. 50-52 cm. Du kannst sie auch an den deutlich dickeren Saiten erkennen.

Im Gegensatz zur Gitarre, ist bei der Ukulele die oberste Saite in der Regel nicht am tiefsten klingt, sondern eine Oktave höher gestimmt ist. Man nennt das „rückläufige Stimmung“. Diese Besonderheit verleiht ihr den typisch hawaiianischen Klang.

Das Gegenstück dazu ist die lineare Stimmung, wie wir sie von der Gitarre kennen. Sie wird besonders bei Tenor-Ukulelen gerne angewandt. Über die Vorteile und Nachteile davon herrscht unter Ukulelespielern keine Einigkeit. Wenn Du diese ausprobieren möchtest, brauchst Du einen entsprechenden Saitensatz.

Stimmgabeln kosten etwas weniger als Stimmgeräte.
Du kannst auch eine Stimmgabel verwenden und die Ukulele nach Gehör stimmen. | Quelle: Pixabay

Wenn Du Anfänger bist, rate ich Dir erstmal zu der klassischen rückläufigen Stimmung. Die meisten Tabs und Chord Sheets, die Du im Internet finden kannst, sind auf sie ausgelegt.

Die hawaiianische Stimmung (Standartstimmung) für Sopran, Konzert und Tenor Ukulelen ist die C-Stimmung, für die die Töne G – C – E – A verwendet werden. Dafür gibt es auch am meisten Notenmaterial.

Daneben gibt es Alternative Stimmungen, die die Klangfarbe etwas verändern. Für die anderen Größen werden andere Standartstimmungen verwendet, damit sie voll und gut klingen und die Saitenspannung nicht zu hoch wird.

  • Piccolo- / Sopranino-Ukulele: oktavierte C-Stimmung (G – C – E – A) oder oktavierte D-Stimmung (A – D – Fis - H) / oktavierte G-Stimmung (D – G – H – E), wenn Standart-Sopran-Saiten aufgezogen sind
  • Sopran-Ukulele: C (G – C – E – A) oder D (A – D – Fis - H)
  • Konzert-Ukulele: C (G – C – E – A)
  • Tenor-Ukulele: C (G – C – E – A) oder A (E – A – Cis – Fis)
  • Bariton-Ukulele: G (D – G – H – E)
  • Bass-Ukulele: E – A – D – G (wie eine Bassgitarre)

Wir werden in der Folge die C-Stimmung als Beispiel verwenden, da sie die üblichste ist. Du kannst die Anleitung aber natürlich auch auf alle anderen übertragen.

Wie stimmt man eine Ukulele?

Die vier Saiten kann man mit Nummern oder Namen. Die Nummerierung fängt mit der untersten Saite bei 1 an; die oberste Saite ist dementsprechend die vierte.

Die Saiten Namen hängen von der gewählten Stimmung ab, denn sie sind nichts anderes als die Namen der Töne, auf die sie eingestimmt werden sollen. In diesem Fall fängt man bei der obersten Saite an. Bei der Standard C-Stimmungen sind die Namen der Ukulele Saiten also G – C – E – A.

Die Stimmwirbel befinden sich an der Kopfplatte.
Die Tonhöhe verändert man, indem man an den Wirbel dreht. | Quelle: Samuel Ramos via Unsplash

Beim Stimmen geht es darum, dass der Klang jeder Saite der exakt richtigen Tonhöhe entspricht. Verändern kannst Du sie indem Du an den Wirbeln drehst. Welcher Wirbel zu welcher Saite gehört, kannst Du ganz leicht erkennen, da sie daran festgemacht ist.

Wenn Du die Saite lockerst, wird sie danach tiefer klingen; höher, wenn Du sie anspannst. Zum Lockern drehst Du den Wirbel im Uhrzeigersinn, zum Anspannen genau in die andere Richtung.

Jede Saite wird einzeln gestimmt! Wenn Du die Höhe verändert hast, überprüfst Du, ob der Ton jetzt stimmt. Häufig muss mehrfach nachjustiert werden, bis alles genau stimmt.

Ukulele stimmen mit Stimmgerät

Wenn Du ein chromatisches Stimmgerät hast, musst Du es nur einschalten. Bei den anderen Modellen musst Du danach "Ukulele" und die gewünschte Stimmung (in unserem Bespiel C) auswählen.

Spiele nun eine einzelne Saite an. Auf dem Display des Stimmgeräts wird der Name des Tons, den Du spielst. Darunter gibt es eine kleine Nadel, wenn sie genau in der Mitte ruhig stehen bleibt, stimmt der Ton. Wenn sie nach links ausschlägt, ist er zu tief; wenn sie nach rechts ausschlägt, zu hoch.

Bei chromatischen Stimmgeräten musst Du wissen, wie der Ton heißt, der beim Anschlagen der Saite erklingen soll. Der Uke-Tuner nimmt Dir das ab und sagt nur ob Du nach oben oder unten korrigieren musst.

Wenn Du mit einer Saite fertig bist, kannst Du mit der nächsten weitermachen. So arbeitest Du Dich durch alle einzeln durch.

Ukulele stimmen ohne Stimmgerät

Es geht aber auch ohne Stimmgeräte. Du brauchst dazu einen Referenzton und Deine Ohren.

Ein Referenzton kann von einer Stimmgabel oder einem anderen, bereits gestimmten Musikinstrument, kommen. Die Stimmgabel gibt Dir den Kammerton A (440 Hz). Von einem anderen Musikinstrument (wie Klavier oder Gitarre) kannst Du auch ein A als Referenzton nehmen, oder auch den Ton einer anderen Leersaite.

Bei der klassischen C-Stimmung wird die unterste Saite ein A. Du kannst also jetzt den Klang der Saite mit dem des Referenztons vergleichen und sie lockern, bzw. spannen, bis die beiden Klänge übereinstimmen.

Die zweite (von unten) ist die E-Saite. Wenn Du sie im fünften Bund greifst, erklingt auch auf ihr ein A. Du kannst jetzt also die bereits gestimmte A-Saite als Referenz nehmen und mit ihrer Hilfe die E-Saite angleichen. Ein weiteres A findest Du auf der vierten (obersten) Saite im zweiten Bund. Auch diesen Ton vergleichst Du mit der leer angeschlagenen A-Saite.

Bleibt zu guter Letzt nur noch die dritte, die C-Saite. Diese greifst Du im vierten Bund, wodurch ein E erklingen sollte, das Du dem Klang der zuvor gestimmten E-Saite angleichen kannst.

Lerne die Saiten Namen auswendig. Das hilft beim Ukulele lernen und stimmen.
Vergleiche die Töne miteinander, um die Ukulele ohne Stimmgerät zu stimmen.

Die 6-saitige oder 8-saitige Ukulele

Die Vorgehensweise zum Stimmen einer 8- oder 6-saitigen Ukulele ist im Grunde die Gleiche wie bei der viersaitigen. Standartmäßig werden auch diese beiden Modelle in G – C – E – A eingestimmt.

Der Unterschied ist, dass manche Töne doppelt vorkommen, teilweise eine Oktave höher oder tiefer.

Saiten-Namen 6 saitige Ukulele von oben nach unten:

  • G
  • C (eine Oktave höher als der Standardton)
  • C (Standardton)
  • E
  • A (Standardton)
  • A (eine Oktave tiefer als der Standardton)

Es gibt auch Saitensätzen, bei denen die beiden A-Saiten unisono klingen.

Saiten-Namen 8 saitige Ukulele von oben nach unten:

  • G (Standardton)
  • G (eine Oktave tiefer als der Standardton)
  • C (eine Oktave höher als der Standardton)
  • C (Standardton)
  • E (Standardton)
  • E (Standardton)
  • A (Standardton)
  • A (Standardton)

E und A sind also gedoppelt, klingen genau gleich. Bei den anderen Paaren kannst Du Dir merken, dass die höhere Saite über der tieferen liegt. So wird sichergestellt, dass sie beim Anschlag von oben nach unten getroffen wird, und sich nicht unter der dickeren, tieferstellten „verstecken“ kann.

Sonderfall Gitalele

Wie der Name schon andeutet, ist die Gitalele eine Mischung aus Gitarre und Ukulele. Von der Größe und dem Aussehen her, erinnert sie an eine Ukulele.

Sie hat wie die Gitarre sechs Saiten, die auch im gleichen Verhältnis wie Gitarrensaiten eingestimmt sind. Daher wird sie auch gleich gespielt wie eine Gitarre. Die Griffbilder, die Du für die Ukulele gelernt hast, werden auf ihr nicht funktionieren.

Die Gitalele-Stimmung entspricht den Tönen der Gitarre im fünften Bund. Von oben nach unten heißen sie: A – D – G – H – E – A. Beim Stimmen gehst Du genau gleich vor wie bei Ukulelen und gewöhnlichen Gitarren.

Gitalele, 6 saitige Ukulele, 8 saitige Ukulelea haben unterschiedliche Töne, das Stimmen funktoniert sonst gleich.
Eine Gitalele ist nicht dasselbe wie eine 6 saitige Ukulele. | Quelle: FHgitarre via Visual Hun

Tipps & Tricks

Die Ukulele, wie wir sie heute kennen, stammt aus Hawaii. Dort ist sie im 19. Jahrhundert aus einem traditionellen portugiesischen Saiteninstrument entstanden. In den letzten Jahren wurde sie weltweit immer populärer und immer mehr Menschen entscheiden sich, Ukulele spielen zu lernen.

Damit das Saiteninstrument gut klingt, muss es gestimmt sein. Dazu hier nochmal ein kleiner Überblick:

  • Es muss immer vor dem Spielen gestimmt werden und gegebenenfalls immer dann, wenn sie sich beim Spielen verstimmt.
  • Das am meisten vorkommende Modell ist die Sopran-Ukulele. Sie hat standardmäßig die hawaiianische Stimmung (G – C – E – A).
  • Nimm ein Stimmgerät zu Hilfe, ein chromatisches oder einen UkeTuner.
  • Alternativ kannst Du einen Referenzton zu Hilfe nehmen und nach dem Gehör stimmen. Dazu brauchst Du eine Stimmgabel oder ein bereits gestimmtes Musikinstrument (zum Beispiel ein Klavier).
  • Jede Saite wird einzeln gestimmt. Wenn Du ein Gerät (digital oder analog) verwendest, wird sie dazu leer angeschlagen.
  • Um die Tonhöhe zu verändern, drehst Du an den Wirbeln. Oft genügt schon ganz wenig.

Hast Du das Gefühl, dass die Stimmung nicht hält und Du zu oft nachstimmen musst?

Das kann verschiedene Ursachen haben. Gerade neue Instrumente und frisch aufgezogene Saiten sind noch nicht eingespielt und verstimmen sich leichter. Habe etwas Geduld, das ergibt sich meistens recht schnell.

Es kann aber auch daran liegen, dass die Saiten nicht korrekt aufgezogen sind. Dann solltest Du Dir von Deinem Ukulele Lehrer oder Angestellten eines Musikfachgeschäfts zeigen lassen, wie man das richtig macht.

Das Problem kann aber auch an der Stimmmechanik liegen. Im besten Fall ist nur eine Schraube locker, die nachgezogen werden muss. Bei billigen Instrumenten kann es leider vorkommen, dass die Qualität der Mechanik nicht besonders gut ist und das Intrument sich deshalb kaum stimmbar ist.

Schließlich kann es auch an den Saiten selbst liegen. Produktionsfehler oder allgemein eine schlechte Qualität sind bei sehr billigen Produkten nicht auszuschließen. Vielleicht sind sie aber auch einfach schon zu alt und müssen gewechselt werden.

Weitere Tipps zum Ukulele Lernen findest Du hier.

Also, ran an die Saiten! Viel Spaß beim Üben!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.