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Warum es sich lohnt, anderen Erwachsenen Privat-Unterricht zu geben

Von Tobias, veröffentlicht am 06/02/2019 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Welche Vorteile hat es, Kurse für Erwachsene anzubieten?

Eine neue Sprache lernen, sich in Mathematik zu verbessern oder sich auf eine Prüfung vorbereiten – alles, was uns intellektuell fordert ist lobenswert, unabhängig vom Alter. Immer mehr Erwachsene schreiben sich heute für Fortbildungen und Schulungen ein oder legen sich ganz einfach einen privaten Lehrer zu (zum Beispiel hier auf Superprof!).

Im Jahr 2018 gab es rund 15,06 Millionen Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre, die besonderes Informationsinteresse an beruflicher Weiterbildung hatten. Für private Nachhilfelehrer bedeutet das Hochkonjunktur. Wenig verwunderlich ist es also, dass sich immer mehr Menschen dazu entscheiden, ihr Wissen durch Privatunterricht an andere weiterzugeben. Egal, ob es sich dabei um eine Fremdsprache (Englisch, Französisch, Chinesisch, Arabisch…), Mathematik, eine Sportart oder Kochen handelt. Der Beruf ist so lukrativ wie vielfältig!

Kinder und Jugendliche sind längst nicht mehr die einzigen Nutznießer des Nachhilfe-Unterrichts. Heute gilt die Devise: Man lernt nie aus! Denn nur, weil man nicht mehr zur Schule oder Universität geht, heißt das doch noch lange nicht, dass es im Leben nichts mehr zu entdecken oder zu verbessern gibt, oder?!

Worin liegen die Besonderheiten des Nachhilfe-Unterrichts für Erwachsene?

Wer sich dazu entscheidet, anderen Erwachsenen sein Wissen zu vermitteln, egal, ob in Gruppenunterricht, privat beim Schüler zu Hause oder im Unternehmen, der hat sich für einen interessanten und gut bezahlten Berufsweg entschieden! Wer schon einmal Kindern oder Jugendlichen Nachhilfeunterricht erteilt hat, der weiß, dass diese oftmals ziemlich aufgedreht und unaufmerksam sein können. Bei Erwachsenen ist das natürlich so gut wie nie der Fall! Das ist aber nicht der einzige Unterschied zwischen dem Unterricht für Kinder und dem für Erwachsene.

Generell sind Erwachsene meist ruhiger und besonnener, wenn es darum geht, sich Wissen anzueignen. Das habt Ihr sicher im Laufe der Jahre auch an Euch selbst festgestellt. Erwachsene sind konzentrierter und meist auch motivierter, was dazu führt, dass der Inhalt des Unterrichts wesentlich schneller aufgenommen werden kann. Für Euch als Lehrer sowie für Eure Schüler ist das natürlich motivierend.

Erwachsene entscheiden sich selbst für Bildung Erwachsene sind motivierter beim Lernen | Quelle: Pixabay

Denn auch Ihr als Lehrer müsst Euch vor jeder Stunde immer wieder neu motivieren. Mit lernwilligen, erwachsenen Schülern geht das meist ganz einfach, indem Ihr merkt, dass Euer Gegenüber interessiert an Eurem Wissen ist. Kinder können da schon mal etwas trotziger sein, auch, weil sie sich in vielen Fällen nicht selbst für einen privaten Nachhilfelehrer entschieden haben und die Stunden einfach nur irgendwie „aussitzen“ wollen.

Im Vergleich zum Unterricht für Kinder und Jugendlicher bietet der Unterricht für Erwachsene also eine Vielzahl an Vorteilen:

  • Der Lehr-Inhalt wird schneller und effizienter übermittelt
  • Euer Gegenüber ist neugierig und lehrwillig
  • Es geht meist um „echtes“ Interesse, das nicht nur der Verbesserung einer Note etc. dient
  • Ihr könnt Euch auf Augenhöhe mit Euren Schülern unterhalten
  • Etc.

Kurz gesagt: Indem Ihr Erwachsenen Unterricht gebt, macht Ihr Euch das Leben leichter. Auch, wenn Ihr Euren Unterricht stets individuell an den jeweiligen Schüler anpassen müsst, so kann man doch festhalten: Egal, ob Spanisch-, Instrumental-, oder Physikunterricht – Ihr werdet Eure Entscheidung, Erwachsenen Privatunterricht zu erteilen, wahrscheinlich nicht bereuen!

Erwachsene sind die besseren Schüler, weil sie sich für den Stoff interessieren

Ohne den Nachhilfeunterricht mit Kindern und Jugendlichen schlecht reden zu wollen, so ist es doch wahrscheinlich, dass Unterricht mit Erwachsenen für Euch als Lehrer viel erfüllender sein wird als mit Schülern, die viel jünger sind als Ihr selbst. Obwohl das Alter natürlich nicht zwangsläufig mit der persönlichen Reife verknüpft ist, so steigt mit zunehmendem Alter meist auch die Bereitschaft und das Interesse, sich für ein von einem Privatlehrer unterrichtetes Thema zu begeistern.

Für Euch als Lehrer ist das ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung, ob Ihr lieber Kindern und Jugendlichen oder Erwachsenen Unterricht erteilen möchtet. Denn die Mitarbeit Eurer Schüler ist wichtig! Egal, ob es sich bei Eurem Unterricht um Physik-, Sprach-, oder Sportkurse handelt – er sollte immer aus einem Dialog zwischen Schüler und Lehrer bestehen. Nur dann kann Privatunterricht wirklich Spaß machen und je mehr Spaß er macht, desto größer werden am Ende auch die Früchte Eures Erfolges sein!

Beim Unterrichten ist es wichtig, dass man sich gegenseitig zuhört Kommunikation ist beim Unterrichten das A und O | Quelle: Pixabay

Manche Menschen glauben, dass sie alles wichtige Wissen fürs Leben nach Abschluss der Schule oder der Universität bereits erlangt hätten. Das ist natürlich blanker Unfug, genau das Gegenteil ist der Fall! Auch Erwachsene müssen sich fortwährend weiterbilden, um im Leben voranzukommen, egal ob aus privatem oder beruflichem Interesse. Ein privater Nachhilfelehrer kann diese Fortbildung perfekt übernehmen.

Erwachsenenfortbildung basiert in der Regel auf freiwilliger Basis. Ihr als Lehrer könnt Euch also des Interesses Eurer Schüler sicher sein! Es gibt nichts, was als Lehrer motivierender ist, als wenn ein Schüler sich wirklich für Euer Wissen interessiert und es in sich aufsaugt. Eure Lust und Leidenschaft am Beruf des Privatlehrers wird daher in großem Maße von Euren Schülern beeinflusst.

Durch konstruktive Gespräche den Unterricht mit Erwachsenen interessanter gestalten

Wer sich für ein Thema interessiert, der ist auch aufnahmefähiger und wird den Unterrichtsinhalt schneller verinnerlichen. Außerdem könnt Ihr das Interesse in Euren Schülern auch durch konstruktive Diskussionen zum Thema fördern. So stellt Ihr sicher, dass Euer Schüler mit seiner Aufmerksamkeit voll anwesend ist und der Unterricht auch für Euch als Lehrer immer interessant bleibt. Denn erwachsene Schüler haben oft etwas zum Thema beizutragen, vielleicht, weil sie schon einmal etwas gehört haben, was Euren Ansichten widerspricht etc.

Außerdem könnt Ihr so gezielt Antworten auf die Fragen Eures Schülers geben und seine Stärken und Schwächen ganz genau ausloten. Lasst Euch auf Debatten ein, die den Unterricht für beide Seiten angenehmer gestalten als ein reiner Monolog, wie er oft beim Nachhilfeunterricht für Kinder oder Jugendliche der Fall wäre.

Der Dialog trägt zum Gelingen Eures Unterrichts bei Erwachsene haben oft selbst viel zum Thema beizutragen | Quelle: Pixabay

Ihr lernt Euer Gegenüber besser kennen und könnt den Unterricht noch besser individuell an Eure Schüler anpassen. Genau das wird ein Erwachsener im Gegensatz zu einem Kind auch von Euch erwarten. Der Unterricht lebt hier nicht nur von einem fachlichen Austausch, sondern auch von einem menschlichen und intellektuellem, in dem beide Parteien aufeinander eingehen. Wenn das kein guter Grund ist, um schnell mit dem Nachhilfeunterricht für Erwachsene zu beginnen!

Mit Erwachsenen den Unterricht auf eine neue Ebene bringen

Ihr seht also, Unterricht für Erwachsene kann für Euch als Lehrer genauso spannend und lehrreich sein, wie für Eure Schüler. Das ähnliche Alter erlaubt es Euch, eine tiefere Beziehung zu Euren Schülern einzugehen, sie besser zu verstehen, ihre Aufmerksamkeit leichter sicherzustellen, aber Euch auch auf eine spannende Diskussion mit ihnen einzulassen.

Dieser intellektuelle und menschliche Austausch zwischen Lehrer und Schüler ist das Fundament einer gelungenen Unterrichtsstunde und sorgt dafür, dass Ihr mit Erwachsenen ein Thema viel weiter spinnen könnt als mit einem Kind oder Jugendlichen. Ein weiterer Vorteil am Privatunterricht für Erwachsene, der Euch und Euer Gegenüber motivieren wird.

So könnt Ihr Euch als Gitarrenlehrer über die Lieblings-Gitarristen Eures erwachsenen Schülers austauschen und Euch vielleicht sogar gegenseitig tolle neue Stücke zeigen. Der Unterricht wird außerdem produktiver sein, da Erwachsene darauf erpicht sind, Ihre Lieblingslieder so schnell wie möglich spielen zu können, während Kinder meist von ihren Eltern zum Unterricht geschickt werden, um Anfänger-Lieder zu spielen.

Inspiriert Eure Schüler mit Eurer Leidenschaft! Gitarrenlehrer und -schüler verbindet eine gemeinsame Leidenschaft | Quelle: Pixabay

Das gilt natürlich auch für Erwachsene, die sich für Mathe, Physik oder Fremdsprachen interessieren. Als Spanisch-Lehrer habt Ihr mit Eurem Spanisch sprachigen Schüler sicher einiges zum Thema Südamerika, Kultur und Küche zu besprechen. Diese Themen könnt Ihr dann ganz gezielt in den Unterricht mit einfließen lassen und so die Motivation Eurer Schüler noch zusätzlich erhöhen, sodass sie die Lerninhalte noch schneller aufsaugen.

Diese Schnelligkeit im Lernen, verbunden mit dem aufgebauten Vertrauen zwischen Lehrer und Schüler führt daher zu:

  • Einem schnelleren und flüssigeren Fortschritt im Lehrplan,
  • Der Möglichkeit, mehr Zeit mit einem Konzept oder einer Definition zu verbringen, wenn Ihr das möchtet,
  • Einem konstruktiveren und produktiveren Dialog,
  • Sichtbaren und unsichtbaren Fortschritten in kurzer Zeit,
  • Selbstvertrauen, das sich mit dem Fortschritt des Schülers erhöht,
  • Mehr Spaß und Motivation für Schüler und Lehrer,
  • Etc.

Glaubt Ihr uns nun, dass es eine gute Idee ist, als Privatlehrer auch Erwachsenen Unterricht zu erteilen? Dank des zwischenmenschlichen Vertrauens zwischen Lehrern und Schülern, dem beidseitigen Interesse an einem Thema und dem Austausch auf Augenhöhe ist Nachhilfelehrer für Erwachsene nicht nur eine lukrative, sondern auch eine wirklich schöne Tätigkeit, die Euch auch selbst viel Freude und neue Erkenntnisse bringen wird.

Viel Erfolg beim Unterrichten!

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