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Yoga oder Pilates: Was hilft Dir weiter?

Von Melanie, veröffentlicht am 01/07/2019 Blog > Sport > Yoga > Yoga vs. Pilates: Unterschiede & Gemeinsamkeiten

Wer nach Entspannungsübungen sucht, stößt dabei oft sowohl auf Yoga als auch Pilates. Beide Workouts liegen zurzeit im Trend und erfreuen sich großer Anhängerschaft. Das ist nicht überraschend, wenn man sich die Vorteile beider Sportarten ansieht. Damit einher geht aber auch eine gewisse Verwechslungsgefahr, die vor allem Einsteiger betrifft. Viele Menschen sind sich der Unterschiede gar nicht bewusst und können so eventuell nicht richtig einschätzen, welche der beiden Methoden besser in ihren Lebensstil passt. In diesem Artikel wollen wir die Mythen aufklären und Dir so die Entscheidung erleichtern, das richtige Workout für Dich zu finden.

Was genau ist Yoga?

Viele verbinden Yoga mit durchtrainierten Menschen und abstrakten Posen. Auch wenn körperliche Übungen natürlich dazu gehören, ist Yoga viel mehr als das. Es ist eine Technik, die Dir hilft, mit Dir ins Reine zu kommen. Bereits vor zweitausend Jahren haben Menschen diese Technik für sich entdeckt, um zu einem klaren Geist zu finden und ihren Körper zu stärken. Seine Wurzeln hat Yoga im Hinduismus und Buddhismus. Aufgrund unseres hektischen Alltags hat es sich aber für viele verschiedene Arten von Menschen als bewährt erwiesen.

Das Großartige beim Yoga ist, dass jeder mitmachen kann: Frauen, Männer, Kinder, Senioren. Es gibt viele verschieden Varianten, bei denen jeder fündig werden kann. Hier muss man also keine Sorge tragen, dass das eigene sportliche Talent nicht ausreicht. Übungen kannst Du je nach körperlicher Verfassung anpassen. Dabei sei aber nicht vergessen, dass auch Yoga, wie andere körperbasierten Trainingsarten, herausfordernd sein kann.

Trägt Yoga zur Entspannung bei? Yoga-Übungen kannst Du quasi überall in der Natur durchführen. | Quelle: Pixabay

Yoga bietet ein enorm großes Angebot verschiedener Stile. Vom AkroYoga, bei dem Akrobatik und Yoga verbunden werden bis hin zum Raja-Yoga, wo Meditationsübungen im Vordergrund stehen, ist alles dabei. Yoga kann schnell, aber auch langsam sein. Manchmal ist es anstrengend, manchmal auch entspannend. Manche Arten eignen sich dabei eher für Anfänger als andere, aber in einem solch breiten Angebot kann jeder die Art finden, die für den eigenen Lebensstil am besten geeignet ist.

Yoga ist nicht nur Sport, es ist eine Lebensphilosophie, die dir zu einem bewussten und gesünderen Leben hilft.

Dabei profitierst Du unter anderem von folgenden Vorteilen:

  • Yoga eignet sich optimal, um an Deiner Flexibilität zu arbeiten. Je mehr Zeit Du in das Stretching investierst, umso flexibler wirst Du.
  • Yoga punktet vor allem im Bereich Gesundheit, denn die Sportart kann Schmerzen lindern, Muskeln stärken und sogar den Blutdruck senken.
  • Wer nicht auf Kissen oder dem eigenen Bett trainieren will, der braucht lediglich eine Matte und etwas Platz. Der Einsatz von Hilfsmitteln ist also minimal.
  • Muskeln werden zwar langsamer als beispielsweise beim Hanteltraining aufgebaut, dafür allerdings wesentlich effektiver, sodass sich auch der Muskelkater lohnt.

Beachten sollte man allerdings folgendes:

Wer sich von Yoga auch ein Ausdauertraining, beispielsweise als Joggingersatz, erhofft, der wird enttäuscht. Dafür sollte man lieber auf andere Sportarten zurückgreifen. Und auch beim Yoga kann es zu Unfällen kommen. Deswegen gilt: Wer sich unsicher ist, sollte lieber mit leichten Übungen anfangen.

Was versteckt sich hinter Pilates?

Pilates ist eine Mischung aus Kraft, Beweglichkeit und der Konzentration auf die eigene Atmung. Hier liegt der Schwerpunkt allerdings darauf, Muskeln zu stärken und gleichzeitig die Körperhaltung zu verbessern.

Die Sportart wurde von Joseph H. Pilates erfunden und stellt ein Ganzkörpertraining dar, das in der Körpermitte ansetzt. Ganze Muskelketten werden hier beansprucht und führen so zu einer besseren Balance und Haltung, was sich auch im Alltag bewährt macht – vor allen Dingen, weil deine Aufmerksamkeit gezielt auf Fehlhaltungen gelenkt wird.

Auch bei dieser Art von Trainingsmethode beschäftigt man sich mit der Verbindung zwischen Körper und Geist. Während der zahlreichen Übungen wird ständig auf den eigenen Atem geachtet und darauf, wie sich der Körper bewegt. Atmung und Bewegungen werden hierbei so koordiniert und in Einklang gebracht, sodass es nicht nur zur Entspannung, sondern zur allgemeinen Fitness beiträgt.

Welche Pilates-Übungen gibt es? Übungen wie diese gehören zum Pilates-Standardprogramm. | Quelle: Pixabay

Auch wenn Pilates anspruchsvoll ist, kommt es hier mehr auf Qualität statt Quantität an. Es geht weniger darum, möglichst viel zu schwitzen, sondern die richtige Haltung einzunehmen und Übungen korrekt auszuführen. Deine Muskeln wirst du aber definitiv spüren.

Pilates bringt folgende Vorteile mit sich:

  • Zwar kann man beim Pilates auch Hilfsmittel verwenden, aber eine Matte reicht für viele Übungen vollkommen aus. Dadurch, dass man nicht zwangsläufig Equipment oder viel Platz braucht, kann man also auch von zu Hause aus trainieren.
  • Viele Menschen, die sich mit Rückenschmerzen quälen, können von Pilates profitieren. Die Übungen trainieren den gesamten unteren Rücken und sorgen so für mehr Beweglichkeit.
  • Da Pilates eine perfekte Mischung aus Koordinations- und Balancetraining ist, aber auch Muskeln gestärkt werden, ist es auch in Bezug auf andere Sportarten hilfreich. Weil auch die Körperwahrnehmung gestärkt wird, kann Pilates ebenfalls dabei helfen, Verletzungen vorzubeugen.

Folgendes sollte allerdings beachtet werden:

Nicht jede Übung eignet sich für jede Person. Gesundheitliche Einschränkungen müssen beachtet werdet, damit es nicht zu Folgeverletzungen kommt.  Vor allen Dingen bei Schäden an der Wirbelsäule raten Experten davon ab, ohne professionelle Hilfe zu trainieren.

Yoga vs. Pilates: Gemeinsamkeiten

Was bringt Dir Yoga oder Pilates? Fit werden: Das ist eines der Ziele von Yoga und Pilates. | Quelle: Pixabay

Wie Du bereits merkst, gibt es bedeutende Unterschiede zwischen den beiden Sportarten. Allerdings gibt es auch eine Handvoll Gemeinsamkeiten:

  • Beides sind gute Trainingseinheiten nach Verletzungen. Wenn Du es mit dem Sport möglicherweise aufgrund Verletzungen oder nach einer langen Pause langsamer angehen musst, erleichtern Dir sowohl Yoga als auch Pilates ins Sportleben einzusteigen oder zurückzukehren. Da sich beide Sportarten an Deinen körperlichen Zustand anpassen lassen, kann so trotzdem für ein ausgewogenes Training gesorgt sein.
  • Sowohl Yoga als auch Pilates helfen Dir dabei, flexibel zu werden. Ein großer Vorteil, da Flexibilität sich im Alltag immer wieder bezahlt macht. Vor allen Dingen kannst du möglichen Problemen im Alter vorbeugen. Wenn wir uns nicht um die Muskeln unserer Körpermitte kümmern, kann es früher oder später zu Rückenproblemen oder sogar zu Osteoporose kommen.
  • Bei beiden Trainingsart steht die Bewegung im Vordergrund, nicht das Ziel. Es geht darum, sich auf den aktuellen Moment und die Übungen zu konzentrieren und mit den Gedanken genau dort zu sein.
  • Sowohl beim Yoga als auch beim Pilates spielt der Atem eine große Rolle. Hier wird gezielt über den Atem nachgedacht und ganz besonderes darauf geachtet – mit erstaunlichen Resultaten. Der richtige Atem macht einen Unterschied, wie Organe und Muskeln funktionieren und kann sogar bei Asthma helfen.

Achtung Verwechslungsgefahr!

Nun da wir die wichtigsten Gemeinsamkeiten zusammengefasst haben, geht es darum, Verwechslungen vorzubeugen. Sportarten, die sich so ähnlich scheinen wie diese beiden, sorgen gerne mal für Verwirrung, dabei gibt es auch grundlegende Unterschiede.

Das fängt bereits bei der Entstehung an. Yoga ist eine Jahrtausende alte Technik, in dem auch die Philosophie eine wichtige Rolle spielt, während Pilates während des Ersten Weltkriegs von Joseph Hubert Pilates erfunden wurde. Sein Ziel war es, seine eigene schwache Verfassung aufzubessern. Später verhalf er Soldaten damit zu einem ganzheitlichen Körpertraining.

Bei Übungen im Pilates kommt es auf Wiederholungen an. Trainiert wird entweder nach Wiederholungen oder nach Zählzeiten. Im Yoga ist das anders: Hier werden die Posen mehrere Atemzüge lang gehalten. Trainiert wird beim Pilates übrigens auch nicht nur auf der Matte. Oft werden Bälle oder Pilatesringe mit eingebunden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Atemtechnik. Im Yoga wird durch die Nase ein- und auch wieder ausgeatmet, während man beim Pilates durch die Nase ein und durch den Mund ausatmet. Die Rolle des Atems nimmt im Yoga dazu einen weitaus höheren Stellenwert ein.

Yoga vs. Pilates: Ziele

Jeder, der sich für ein Workout entscheidet, will etwas erreichen, setzt sich oftmals Ziele. Beim Yoga und Pilates ist aber gerade das Ziel eines der wichtigsten Unterschiede.

Pilates fokussiert sich darauf, tiefsitzende Muskeln wie Bauch- und Rückenmuskeln zu verbessern und Körperhaltung sowie Beweglichkeit zu fördern.

Beim Yoga nimmt die Spiritualität einen höheren Stellenwert ein. Wer Yoga macht, möchte sich von Stress befreien, die Gesundheit fördern und so zu einer besseren Lebensqualität beitragen. Es geht darum, Körper und Geist zu vereinen und so zu einer geistigen Balance zu finden. Yoga ist somit nicht nur ein Workout, sondern für viele eine Lebenseinstellung.
Wie bereits erwähnt, stellt auch der Atem einen Unterschied da. Das ist nicht ohne Grund, denn beim Yoga wird die Atmung zur gezielten Entspannung verwendet, bei Pilates verhilft die richtige Atmung zur Stärkung.

Abgesehen davon gibt es natürlich ein weiteres Ziel, das viele zu sportlichen Aktivitäten treibt: Gewichtsverlust. Dafür eignen sich tatsächlich beide Trainingsarten. Beim Pilates werden generell mehr Kalorien verbrannt als beim Yoga. Wer seine Ziele höher stecken will, kann dafür die Intensität des Trainings steigern.

Helfen Yoga und Pilates beim Abnehmen? Du möchtest Abnehmen? Mit Yoga und Pilates lassen sich Deine Ziele erreichen. | Quelle: Pixabay

Ob Yoga oder Pilates – es gibt kein Workout, das effektiver ist als das andere – es hängt komplett von Deinen Erwartungen und Zielen ab. Während Pilates Rückenproblemen den Kampf ansagt und auf körperliche Ergebnisse abzielt, bringt Yoga Körper und Geist in Einklang und hilft zu einem bewussteren Lebensstil.

Generell lässt sich sagen, dass Pilates sich also eher als Sportart eignet, wenn man auf körperliche Fitness setzt und damit vor allem die Körpermitte stärken will und an seiner Kraft arbeiten möchte. Yoga eignet sich besser, wenn Du nach Entspannung suchst und Dich von Stress befreien möchtest.

Bei der Frage nach der richtigen Sportart sind gerade Yoga und Pilates allerdings ein gutes Beispiel dafür, dass man sich nicht immer nur für eine Variante entscheiden kann. Stattdessen ergänzen sich beide Trainingsmethoden und können gerade in Kombination ein gutes Trainingsprogramm ausmachen.

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