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Welches Englisch-Zertifikat ist das richtige für Euch?

Von Tobias, veröffentlicht am 23/10/2017 Blog > Sprachen > Englisch > Englisch Sprachzertifikate im Überblick

In der Arbeitswelt ist ein Mindestmaß an Englisch heute unumgänglich. In unserer globalisierten Wirtschaft ist Englisch immer häufiger notwendig.

Deshalb sollte man jegliche Aversion gegenüber der Sprache Shakespeares ad acta legen und sich vielmehr ins Zeug legen, um ein möglichst gutes Sprachniveau zu erreichen.

Aber selbst wenn Ihr sehr gut Englisch könnt, müsst Ihr Eure Sprachkenntnisse ja auch irgendwie glaubhaft auf Eurem Lebenslauf nachweisen.

Es gibt eine große Auswahl an Diplomen und Zertifikaten, die Englisch nachweisen. Oft hat man dabei dann die Qual der Wahl: Welches Englisch Sprachzertifikat eignet sich denn für mich am besten?

Genau auf diese Frage soll Euch dieser Artikel eine Antwort geben. Wir gehen mit Euch die geläufigsten Tests durch und erklären Euch die wichtigsten Fakten.

Englisch Tests der Uni Cambridge

Die Universität in Cambridge ist gemeinhin als Elite-Uni anerkannt. Zusammen mit Oxford ist sie das berühmteste Bildungsinstitut Englands und in der ganzen Welt ein Begriff.

Via dem Cambridge English Language Assessment bietet die Uni schon seit langer Zeit Zertifikate für Englisch an, die in über 2.700 Testcentern auf der ganzen Welt absolviert werden können.

Key English Test (KET)

Der KET ist auch unter dem Namen “Cambridge English Key” geläufig.

Er richtet sich an Anfänger und Sprecher mit niedrigem Niveau und zertifiziert in etwa ein A2-Level.

Getestet wird Euer Englisch hier in alltäglichen, einfachen Situationen.

Der KET besteht aus 3 Teilen.

  • Reading and Writing (Lesen und Schreiben): 1h10 Minuten, 56 Fragen, 50 % der Gesamtnote. Ihr müsst zeigen, dass Ihr simple Zeichen und Texte verstehen könnt, z.B. in Magazinen oder auf Straßenschildern.
  • Listening (Hörverständnis): 30 Minuten, 25 Fragen, 50% der Gesamtnote. Hier geht es darum, langsam gesprochene Anweisungen und Gespräche zu verstehen.
  • Speaking (Sprechen): 8-10 Minuten. Ihr werdet in eine realistische Gesprächssituation gebracht mit anderen Kandidaten und zwei Prüfern. Ihr müsst in der Lage sein, am Gespräch teilzunehmen und selbst dazu beizutragen.

Mit den Tests der Uni Cambridge könnt Ihr Eure Englischkenntnisse nachweisen Die Uni Cambridge bietet international anerkannte Englisch-Nachweise an! | Quelle: Pixabay

Der Preliminary English Test (PET)

Der PET (oder “Cambridge English Preliminary”) ist dem KET sehr ähnlich, nur verlangt er ein etwas besseres Niveau (B1 anstatt A2).

Hier wird Englisch für den Alltag verlangt und geprüft. Der PET belegt, dass Ihr über ein anwendungsorientiertes Englisch für Beruf, Studium und Reisen verfügt.

Er wird von den weltweit größten Unternehmen anerkannt (wie etwa Coca-Cola, HP und Sony), aber auch von Unis und Hochschulen im englischsprachigen Ausland.

Wie bei den anderen Cambridge-Tests könnt Ihr die Prüfungen Online finden und herunterladen.

Der Aufbau des PET unterscheidet sich nur leicht vom KET:

  • Reading (35 Fragen) und Writing (7 Fragen) in 1:30h zählen 50% der Gesamtnote
  • Listening (25 Fragen) in 36 Minuten machen 25% der Endnote aus
  • Speaking (10-12 Minuten) zu zweit mit einem anderen Kandidaten zählt ebenfalls 25%.

First Certificate in English (FCE)

Wir arbeiten uns langsam nach oben!

Zertifiziert der KET das Niveau A2 und der PET B1, so könnt Ihr mit dem FCE ein B2-Niveau nachweisen! Dieser Test heißt auch „Cambridge English First“.

Wenn Ihr hier gut abschneidet dann beweist das, dass Ihr Englisch schriftlich wie mündlich gut beherrscht. Dieses Diplom könnt Ihr dann nutzen, um im Ausland zu arbeiten oder zu studieren, unter Umständen sogar in einer Elite-Uni!

Cambridge-English-First-Prüfungen werden weltweit von ungefähr 2.800 Prüfungszentren angeboten.

Dazu gehören:

  • Arbeitgeber wie American Express, Agfa-Gevaert, Siemens und Procter & Gamble
  • Universitäten und Hochschulen, wie die University of Bath and die Universidad de Salamanca.

Der Test besteht aus 4 Teilen:

  • Reading Comprehension und use of English, 52 Fragen, 1:15h
  • Writing, 1:20h
  • Listening Comprehension, 30 Fragen, 40 Minuten
  • Speaking, 14 Minuten mit einem anderen Kandidaten

Certificate in Advanced English (CAE)

Und es geht noch weiter! Wir sind inzwischen beim europäischen Sprachniveau C1 angelangt.

Mit dem Cambridge English Advanced befinden wir uns schon fast im Bereich der Zweisprachigkeit.

Mehr als 6.000 Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Regierungsbehörden weltweit erkennen Cambridge English: Advanced (CAE) als Nachweis von Spitzenleistungen an.

Der CAE belegt, dass Lernende über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen, um komplexe Forschungsaufgaben durchzuführen, um effektiv auf professioneller Ebene zu kommunizieren und um sich von der Masse abzuheben.

So bekommt Ihr zum Beispiel auch einfacher Zugang zu einem Studenten- oder Work-&-Travel-Visum in Australien!

Ihr wollt in Australien auf einer Farm arbeiten? Beim Work & Travel in Australien lernt Ihr beim arbeiten automatisch Englisch | Quelle: Pixabay

2015 wurde die Prüfung überarbeitet und setzt sich heute wie folgt zusammen:

  • Reading comprehension und use of English, 56 Fragen, 1:30h
  • Writing, 1:30h
  • Listening Comprehension, 30 Fragen, 40 Minuten
  • Speaking, 15 Minuten zu zweit

Certificate of Proficiency in English (CPE)

Ihr sprecht genauso gut Englisch wie echte Briten, oder sogar besser? Dann ist der CPE genau richtig für Euch!

Mit ihm weist Ihr ein C2-Niveau nach! Besser geht es nicht! Damit hebt Ihr Euch garantiert von der Masse ab.

Damit öffnet Ihr Euch die Tür zu den meisten Unternehmen und Bildungseinrichtungen wie die Uni Toronto und Cambridge, KPMG, Sony oder Coca-Cola…

Oder Ihr könnt dank Eures Englisch Sprachzertifikats selbst Unterricht in Englisch geben!

Der Test dauert ganze 4 Stunden und läuft identisch ab wie der CAE.

Business Language Testing Service (BULATS)

Wir entfernen uns nun ein wenig von den literarischen Herausforderungen der Sprache Shakespeares und beschäftigen und mit den Fähigkeiten, die der internationale Handel von Euch verlangt.

Mit dem BULATS können Unternehmen und andere Einrichtungen die Sprachkenntnisse ihrer Angestellten sowie von Bewerbern einstufen. Getestet werden können die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch.

Der Test kann direkt im Unternehmen am Computer, Online oder auf Papier absolviert werden.

Der BULATS wurde gemeinsam von Cambridge ESOL, dem Goethe-Institut, dem Institut Français und der Universidad de Salamanca entwickelt. In zwei Stunden werden Eure schriftlichen und mündlichen Fähigkeiten überprüft.

International English Language Testing System (IELTS)

Dieser Test ist weltweit am beliebtesten und zählt über 2,7 Millionen Teilnehmer jährlich.

9.000 private und öffentliche Einrichtungen erkennen ihn an, darunter sogar der Europarat!

Die Teilnahme kostet Euch in etwa 220€, also bereitet Euch in jedem Fall gut vor.

Im IELTS kann man nicht wirklich durchfallen, es gibt lediglich eine Punktzahl zwischen 2,5 und 9, die man erreichen kann und die Euch in verschiedene Niveaus einteilt, beginnend mit A2.

Auch als Einwanderer in einem englischsprachigen Land wird dieser Test von der öffentlichen Hand anerkannt!

Solltet Ihr z.B. ein Masterstudium in den USA anstreben, ist vielleicht auch der GMAT als international anerkannter Englisch Test interessant für Euch.

Englisch Tests und Zertifikate der ETS

Springen wir nun von der „alten“ in die „neue“ Welt…

Der ETS oder Educational Testing Service wurde 1947 von der Uni Princeton ins Leben gerufen.

Die Tests der ETS sind weniger theorielastig und prüfen Englisch im praktischen und beruflichen Umfeld.

Test of English as a Foreign Language (TOEFL)

Der 1964 geschaffene TOEFL ist vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt.

Mit ihm habt Ihr eine Art Eintrittskarte für höhere Bildungsniveaus in der Hand. Das hat aber seinen Preis: Einige hundert Euro werden für die Teilnahme fällig.

Beim TOEFL werdet Ihr zur Kasse gebeten Englisch-Zertifikate können ziemlich teuer sein! | Quelle: Pixabay

Ähnlich wie beim IELTS kann man nicht wirklich durchfallen. Vielmehr wird der Kandidat mithilfe einer Punktzahl, die sein Abschneiden widerspiegelt, eingeordnet.

Der TOEFL wird in Form eines Multiple-Choice-Tests abgelegt. Dabei gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

  • PBT (auf Papier), bis maximal 677 Punkte
  • CBT (auf dem Computer), bis maximal 300 Punkte
  • iBT (Online), bis 120 Punkte

Der Test besteht aus 4 Teilen, die je ¼ des Gesamtergebnisses ausmachen:

  • Reading – 1h
  • Listening – 1h-1:30h (mit einem Headset)
  • Speaking – 20 Minuten (mit einem Mikrofon)
  • Writing – 20 Minuten 

Ihr könnt auch nur einen oder zwei der 4 Teile absolvieren und so ein anders Zertifikat -z.B. den TOEFL Speaking Academic Test – erhalten.

Der weltweit anerkannte TOEFL ist zwei Jahre lang gültig.

Test of English for International Communication (TOEIC)

Beim TOEIC handelt es sich um ein weiteres Englisch Zertifikat der ETS-Gruppe.

Anders als der TOEFL, der sich hauptsächlich an Studenten richtet (oder Schüler, mit der „Junior-Version“), ist der TOEIC der Test der Unternehmens- und Wirtschaftswelt).

Er existiert seit 1979 und Teilnehmer können bis zu 990 Punkte erreichen. Das jeweilige Abschneiden wir mit einer bestimmten Farbe dargestellt (Gold, Blau, Grün, Braun und Orange).

Auf Basis eines Multiple-Choice-Tests werden im TOEIC Eure Fähigkeiten im Listening & Reading geprüft. Genauer gesagt:

  • 100 Fragen zur Listening Comrepehnsion – 45 Minuten
  • 100 Fragen zur Reading Comprehension – 1:15h

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich in Speaking & Writing testen zu lassen.

Um sich auf den TOEIC vorzubereiten, empfiehlt sich der TOEIC Official Learning and Preparation Course, während sich der TOEIC Bridge eher mithilfe von Englisch-Online Unterricht üben lässt.

Gold bis Orange - welche Farbe spiegelt Euer Niveau im TOEIC wider? Die Farben zeigen Euch an, wie gut Ihr im TOEIC abgeschnitten habt | Quelle: Pixabay

Staatliche Englisch-Zertifikate

LCCI-Test (London Chamber of Commerce and Industry)

Die Tests der Londoner Handelskammer (LCCI) richten sich vor allem an berufliche Bewerber, die ihre sprachlichen Qualifikationen in English for Business (EFB), im English Language Skills Assessment (ELSA) sowie im JETSET and Spoken English for Industry and Commerce (SEFIC) nachweisen möchten.

Die LCCI-Tests können in den meisten größeren Städten in Deutschland absolviert werden.

Die Kosten betragen etwa 200 Euro, je nach gewünschtem Test.

Im Vornherein kann man sich per Online-Test für ein Niveau einstufen lassen, für das man dann getestet werden möchte.

Welcher Test der richtige für Euch ist, müsst Ihr nun selbst entscheiden!

Wir hoffen, dass Euch unsere kleine Übersicht bei der Entscheidung helfen konnte.

Und wenn Ihr selbst Tipps für Englischlernende habt, die bei der Wahl des geeigneten Tests für Euch eine Rolle gespielt haben, teilt sie gerne in den Kommentaren mit uns!

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