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Diese 15 zeitgenössischen Maler*innen sollte man kennen

Von Anna, veröffentlicht am 10/07/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Welche sind die berühmtesten zeitgenössischen Maler?

„Je limitierter die Mittel, desto stärker der Ausdruck.“ – Pierre Soulages

Laut dem Magazin brand eins sind in Deutschland 3,9 % aller Studierende Kunststudierende. Zum Vergleich: In den USA liegt dieser Wert ähnlich hoch (3,6 %), in der Türkei sind es lediglich 1,5 % und in Großbritannien und Nordirland sind es satte 7,5 %. Spitzenreiter ist Malta mit fast 10 % Kunststudentinnen und -studenten.

Nach Fauvismus, Kubismus, Surrealismus, Impressionismus und anderen Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts ist man sich über die Richtung der zeitgenössischen bildenden Künstler nicht einig. Aber kennt man zeitgenössische Künstler überhaupt wirklich?

Monet, Duchamp, Klimt, Modigliani, Caillebotte, Botticelli, Rembrandt, Gauguin, Kandinsky, Van Gogh, Cézanne, Pissarro, Warhol – welche modernen Künstler folgen auf all diese großen Maler? Wir stellen euch einige der berühmtesten zeitgenössischen Maler vor. Sie sind es, die in Galerien landauf landab ausgestellt werden.

Ein bekannter Name: Gerhard Richter

Gerhard Richter wurde 1932 in Dresden geboren und ist einer der gefragtesten zeitgenössischen Künstler der Welt. Im Jahr 2012 wurde eines seiner Werke für 34,2 Mio. $ verkauft. Ein Jahr später konnte er noch nachlegen: ein weiteres seiner Gemälde ging für 37 Mio. $ unter den Hammer.  

Wie ist Gerhard Richters Stil? Gerhard Richters Stil ist unverkennbar. | Quelle: Visualhunt

Der deutsche Maler ist in der Szene der Malerei seit den 80er-Jahren bekannt. Sein Stil ist eher abstrakt, lässt manchmal aber angedeutete Objekte erkennen. Kunst und Malerei studierte Richter an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, wo er sein Talent für abstrakte Kunst weiterentwickelte. Bald folgten die ersten Ausstellungen. In der Folge unterrichtete er selbst Kunst an verschiedenen Hochschulen und Akademien auf der ganzen Welt.

Zeitgenössische Malerei: Yan Pei-Ming

Der chinesische Maler Yan Pei-Ming wurde 1960 in Shanghai als Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Im Alter von 20 Jahren verlässt er China, das mitten in der Kulturrevolution steckt, und zieht nach Frankreich. Er studiert an der Ecole des Beaux-Arts in Dijon und im Anschluss am Institut des hautes études en arts plastiques in Paris. Zwischenzeitlich wurde ihm auch die Ehre zuteil, in der Villa Medici in Rom verweilen zu dürfen, um dort seinen Stil weiter zu verfeinern.

Heutzutage ist der Künstler für seine Porträts auf großen Leinwänden bekannt. Er hat unter anderem Barack Obama gemalt – eines seiner bekanntesten Gemälde. Viele seiner Motive stehen in Zusammenhang mit aktuellen Geschehnissen, oft auch mit dem Thema Krieg.

Lachende Gesichter: Yue Minjun

Yue Minjun wurde 1962 in China geboren. Er studierte an der Universität in Hebei und fing in den 80er-Jahren damit an, Porträts seiner Arbeitskollegen zu zeichnen.

Heutzutage lebt Yue Munjin in Peking und erarbeitet Gemälde, die weltweite Aufmerksamkeit erfahren. Er wird zur Richtung des zynischen Realismus gezählt. Sein Markenzeichen sind auf beunruhigende Art und Weise lachende Gesichter, ja teilweise schon Fratzen. Seine skurril lachenden Personen klagen die Uniformisierung der chinesischen Gesellschaft an. Yue Munjin – auf jeden Fall ein zeitgenössischer Künstler, den man auf dem Schirm haben sollte.

Nouveau Réalisme: Martial Raysse

Martial Raysse ist ein französischer Künstler, der 1936 in Golfe-Juan im Département Alpes-Maritimes geboren wurde. Heutzutage findet sein Leben und Schaffen in der Dordogne statt. Seine Gemälde haben ihn zu einem der bekanntesten Künstler der zeitgenössischen Kunstepoche gemacht. Nach einer Ausstellung an der Seite von Jean Cocteau im Jahr 1958 begibt er sich in die USA, wo er sich dem Stil des Pop Art annähert. Anfang der 60er-Jahre begründet er die Strömung des Nouveau Réalisme mit, wird sich allerdings schnell wieder selbst davon abwenden.

Martial Raysse, der auch Bildhauer ist, nutzt Alltagsgegenstände aus Plastik, um eine Art Bestandsaufnahme unserer neuen Konsumgesellschaft zu machen. Im Jahr 2014 wurde ihm im Centre Pompidou in Paris eine Ausstellung gewidmet, die den Künstler ins Zentrum der zeitgenössischen Kunst der letzten Jahrzehnte rückte.

Geprägt von der Nachkriegszeit: Anselm Kiefer

Anselm Kiefer wurde 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland geboren und bekam so die Nachkriegszeit am eigenen Leib mit. Dies sieht man auch deutlich an seinen Kunstwerken.

Was ist besonders an Anselm Kiefer? Anselm Kiefer ist bekannt für die Verwendung ungewöhnlicher Materialien. | Quelle: Visualhunt

Der in Frankreich lebende deutsche (und mittlerweile auch österreichische) Künstler begann in Deutschland zunächst mit einem Studium in Jura und Literatur, bevor er verschiedene Kunstakademien besuchte.

Anselm Kiefer erlangte große Aufmerksamkeit durch Fotos, die ihn in verschiedenen europäischen Städten zeigen, wie er den Hitlergruß macht. Sein Ziel dabei ist es, auf den immer noch präsenten Nazismus innerhalb Europas hinzuweisen und die Alarmglocken zu schlagen. In einem angespannten politischen Klima möchte er so die Tabus seiner Zeit brechen.

Der Krieg wird zu seinem Hauptmotiv. Dazu sagte der Künstler:


„Die Geschichte ist für mich ein Material wie Landschaften oder Farben.“


Die Materialien auf seinen Gemälden bestehen oft aus Erde, Asche, Ruß oder Sand und erinnern so an das Chaos und die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg genauso wie an den Holocaust. Der Künstler zählt sich selbst zur Kunstströmung der Post-Romantik.

Dich interessiert das Thema und Dich reizen die ungewöhnlichen Materialien? Dann mach einen Kurs zum Thema abstrakte Malerei und mal eines von Anselm Kiefers Gemälden nach!

Zeitgenössischer Maler: Philippe Garel

Philippe Garel (nicht zu verwechseln mit dem Schauspieler und Regisseur Philippe Garrel) ist ein französischer Künstler. Er wurde ebenfalls 1945 geboren, allerdings in Frankreich. Er studierte an der Ecole des beaux-arts in Quimper (in der Bretagne), dann in Rennes und schließlich in Paris. Zwischen 1962 und 1968 erlernte er die Grundlagen der Malerei und der Kunst im Allgemeinen und wurde 1967 bei der Biennale des jeunes de Paris ausgestellt.

Schnell erlangt der französische Künstler Bekanntheit und es folgen Ausstellungen auf der ganzen Welt verstreut: Paris, Madrid, München, New York, Brüssel, Bologna, Mailand, Rom, Turin, Houston, Genf, Amsterdam – die Metropolen der Welt öffnen ihm ihre Türen und verhelfen ihm, sich in der Szene einen Namen zu machen.

Im Anschluss unterrichtet er an der École régionale des Beaux-arts in Rouen (Frankreich), bevor er 2015 an die Académie des beaux-arts in Paris gerufen wird.

Möchtest auch Du malen lernen?

Mythen und Legenden: Gérard Garouste

Noch ein französischer Vertreter der zeitgenössischen Kunst ist Gérard Garouste, der 1946 in Paris geboren wurde. Außer der Malerei widmet er sich noch der Gravur und Bildhauerei. Der Künstler lebt zwischen Paris und der Normandie.

Der Großteil seiner Gemälde hat Themen aus dem Bereich Erbe, Mythen und Kultur zum Motiv. Die Weitergabe von Dingen und Eigenschaften von einer Generation zur nächsten sowie deren Entstehung sind Teil seiner Leidenschaft. Gérard Garouste stellt auf seinen Gemälden gerne phantastische Tiere und Figuren dar und lässt sich dabei von der Bibel, literarischen Texten und Volksmärchen inspirieren.

Wie malt Gerard Garouste? Gérard Garouste malt gerne phantastische Tierwesen. | Quelle: Visualhunt

Neoexpressionist: Miquel Barceló

Miquel Barceló wurde 1957 auf Mallorca geboren. Der Künstler ist in der Welt der zeitgenössischen Kunst anerkannt. Er ist außer Maler noch Zeichner, Graveur und Bildhauer und wird zur Richtung des Neoexpressionismus gezählt. Er ist besonders für seine Skulpturen, aber auch seine Gemälde bekannt.

Bekanntheit erlangt der Künstler in den 80er-Jahren mit einer ersten großen Ausstellung in der neuen Galerie Axe Art Actuel in Toulouse. In der Folge trifft er große Künstler wie Jean-Michel Basquiat und macht sich nach und nach einen Namen in der Szene. So rückt er immer mehr in den Vordergrund und wird oft mit der Strömung der Jungen Wilden assoziiert.

Im Krieg geboren: Vladimir Veličković

Vladimir Veličković wurde im Jahr 1935 in Belgrad im damaligen Jugoslawien geboren. Im Jahr 1960 beginnt er seine Ausbildung in Architektur, wendet sich aber bald der Malerei zu. Seine erste Ausstellung folgt im Jahr 1963. Schnell wird seine Arbeit von Erfolg gekrönt, denn 1965 erhält er den Prix de la Biennale de Paris. 1967 wird er auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht und er findet definitiv seinen Platz in der zeitgenössischen Kunst. Seine Gemälde werden zur Kategorie Narrative Figuration gezählt.

Der Künstler verarbeitet in seinen Werken den Schrecken des Krieges, den er in seiner Kindheit miterlebt hat. So finden sich auf deinen Gemälden Leichen und gewaltvolle Kriegsszenerien. Der Künstler ist damit weltweit berühmt. Einige Jahre unterrichtete er auch an der Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris.

Auf den Kopf gestellt: Georg Baselitz

Georg Baselitz wurde 1938 in Deutschland geboren. Er ist insbesondere bekannt für seine Gemälde, die auf dem Kopf stehen und so auch dem Betrachter den Kopf verdrehen. Der Künstler wächst mitten in der sowjetischen Besatzungszone auf, bevor er nach Westdeutschland geht, um dort zu studieren. Dort beginnt auch seine Karriere. Der Künstler, der wie Barceló zum Neoexpressionismus gezählt wird, unterrichtete an der Hochschule der Künste in Berlin.

Schwarz und Licht: Pierre Soulages

Pierre Soulages, ein weiterer zeitgenössischer Maler aus Frankreich, wurde 1919 geboren. Während seiner Karriere malte er über 1500 Gemälde! Seine Werke zählen zur Kategorie abstrakte Malerei und er ist insbesondere für seine schwarzen Balkenformen vor hellem Grund bekannt.

Pierre Soulages gehört zu den ältesten Vertretern der zeitgenössischen Kunst. Seine Werke werden rund um den Erdball ausgestellt.

Körperlichkeit: Marlene Dumas

Marlene Dumas wurde 1953 in Kapstadt geboren und zieht 1976 in die Niederlande, um am Künstlerinstitut Ateliers ’63 zu studieren. Im Anschluss pausiert sie einige Jahre im Bereich der Kunst, um sich einem Psychologiestudium zu widmen. 1979 stellt sie ihre Gemälde in Paris aus und erlangt so Bekanntheit in der Pariser Kunstszene.

Die Künstlerin findet ihre Inspiration im Thema Apartheid, aber auch in der Literatur und Sexualität. Ihre Werke sind tendenziell als expressionistisch zu bezeichnen. Um die Themen, die ihr am Herzen liegen, darzustellen, verwendet Marlene Dumas hauptsächlich menschliche Körper.

Optische Täuschungen: Bridget Riley

Bridget Riley wurde 1931 in West Norwood (London) geboren. Sie ist eine der führenden Vertreterinnen der Op-Art. Riley verbrachte ihre Kindheit in Cornwall und machte von 1946 bis 1948 eine Kunstausbildung am Cheltenham Ladies’ College. Später studierte sie auch am Royal College of Art in London.

Der Stil von Riley ist zu Beginn an den Pointilismus angelehnt, später arbeitet sie mehr mit geometrischen Formen und Flächen. Wie für Op-Art typisch arbeitet sie gerne mit optischen Täuschungen und Illusionen. Bridget Riley erhielt verschiedene Auszeichnungen und von ihr ist auch ein Buch mit dem Titel „Malen, um zu sehen“ erschienen.

The American Flag: Jasper Johns

Jasper Johns ist ein US-amerikanischer Künstler, der 1930 in Augusta, Georgia geboren wurde. Er ist insbesondere dafür bekannt, die US-amerikanische Flagge zu malen. Das erste Werk dieser Art besteht aus Zeitungspapier als Grundierung, während die roten, weißen und blauen Farben der US-Flagge mit heißem Wachs aufgetragen wurden.

Was ist das Lieblingsmotiv von Jasper Johns? Jasper Johns – Lieblingsmotiv: die amerikanische Flagge. | Quelle: Visualhunt

Der Künstler studierte in den 40er-Jahren an der University of South Carolina sowie der Parsons School of Design in New York, bevor er seinen Militärdienst in South Carolina sowie in Japan leistete. Später verdiente er mit Gelegenheitsjobs sein Geld, arbeitete auch in einem Buchladen und als Schaufensterdekorateur. 1958 fand die erste Einzelausstellung von Jasper Johns statt und später wurden einiger seiner Werke auch im MoMA in New York ausgestellt.

Heutzutage lebt Jasper Johns zwischen New York und Edisto Beach in South Carolina.

Die Geschichte der Sklaverei: Kara Walker

Kara Walker wurde 1969 in Kalifornien geboren, lebt und arbeitet heutzutage aber in New York. Nach ihrem Studium am Atlanta College of Art und der Rhode Island School of Arts ging sie im Jahr 2002 als Dozentin an die Columbia University in New York.

Walker ist bekannt für ihre scherenschnittartigen Arbeiten, in denen sie die Sklaverei thematisiert. Ihre Werke handeln von Macht, Unterdrückung, Rassismus und Sexualität und haben schon das ein oder andere Mal Kontroversen ausgelöst. Oft sind ihre Arbeiten weniger klassische Gemälde als scherenschnittartige Projektionen, die durch verschiedene Lichtquellen angestrahlt werden.

Na, hast auch Du Lust, Dich mit Kunst und Malerei auseinanderzusetzen? Dann finde jetzt heraus, wie auch Du malen lernen kannst!

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