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Die wichtigsten Informationen zum Thema Malerei im Überblick

Von Anna, veröffentlicht am 10/07/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Alles, was Du über die Kunst der Malerei wissen musst!

Sicherlich hattest auch Du Kunst in der Schule und hast nicht nur selber malen gelernt, sondern auch die wichtigsten Kunstepochen besprochen und das ein oder andere Bild analysiert, oder? Was hat Dir dabei am besten gefallen? Die klassisch schönen Gemälde der Renaissance? Der Fokus auf der Allmacht der Natur der Romantiker? Die düstere Seele und die Stillleben des Barock? Oder vielleicht doch eher der Realismus oder die die Vielfältigkeit der Moderne?

Auch wenn schon die Höhlenmenschen an die Wände malten, ging die Kunstgeschichte, wie wir sie heute kennen, erst mit der Renaissance, also ca. im 15. Jahrhundert so richtig los. Tauche mit uns ein in die faszinierende Welt der Kunst, genauer der Malerei und lass Dich verzaubern von mehreren Jahrhunderten inspirierter und inspirierender Künstlerinnen und Künstler.

Die größten Maler der Geschichte

Wenn man sich die Geschichte der Malerei bis Anfang des 20. Jahrhunderts ansieht, muss man recht vorsichtig sein, denn es gilt festzuhalten, dass die Kunstszene bis dahin rein von weißen Männern aus dem Westen dominiert wurde. Oder anders gesehen, setzte man sich in Europa bzw. der westlichen Welt früher einfach nur mit dieser Kunst auseinander, weswegen auch die Kunstrichtungen vor allem auf westeuropäischen Künstlern basieren. Inzwischen ist man da weiter und auch Künstler wie Ai Weiwei sind weltweit bekannt.

Wer sind die größten Maler der Geschichte? Michelangelo, da Vinci, Van Gogh, Picasso & Co. haben die Kunstwelt für immer geprägt. | Quelle: Pixabay

Doch schauen wir erstmal zurück. Wie erwähnt, begann die Geschichte der Malerei, wie wir sie heute im Rückblick hierzulande verstehen, im 15. Jahrhundert, mit der sogenannten Renaissance. Die wichtigsten Vertreter sind große Namen wie Leonardo da Vinci, Michelangelo oder auch Sandro Botticelli.

Doch lösen wir uns mal von der reinen Chronologie (die sehen wir gleich im Kapitel zur Kunstgeschichte wieder) und bemerken, dass Paris schon immer ein künstlerischer Hotspot war. Zahlreiche Künstler und später auch Künstlerinnen tummelten sich dort und fanden gegenseitige Inspiration oder kritisierten die Werke der Konkurrenten.

So ist es kein Wunder, dass unter den größten Namen der Malereigeschichte bis Anfang des 20. Jahrhunderts viele französische Namen auftauchen: Delacroix, Monet, Manet, Cézanne, Gaugin, de Toulouse-Lautrec – um nur einige wenige zu nennen … Und natürlich – zwar kein Franzose, aber auch in Paris tätig – einer der größten Künstler, dessen Name jedes Kind kennt: Pablo Picasso!

Es fehlt noch einer? Stimmt! Und zwar Vincent Van Gogh. Die Geschichte des niederländischen Malers ist besonders tragisch: Nicht nur, dass er sich das Leben nahm – der Maler war zeitlebens unbekannt und erfolglos. Heute jedoch erzielen seine Kunstwerke Millionen und sein Name ist weltweit bekannt!

Die berühmtesten Gemälde der Kunstgeschichte

Doch warum sind die eben genannten Künstler so bekannt? Teilweise aufgrund ihrer Geschichten und einer Art Marketing (auch wenn man das damals noch nicht so nannte), aber hauptsächlich natürlich aufgrund ihrer Werke, die Menschen rund um den Globus berühren und inspirieren. Manche Bilder sind so bekannt, dass sich Millionen von Kopien überall auf der Welt wiederfinden.

Ein so ein Beispiel ist „Guernica“ von Pablo Picasso. Das Gemälde behandelt den Luftangriff durch die Nazis auf die spanische Stadt Gernika. Der Stil wird dem Kubismus zugeordnet. Das chaotische, aber gleichermaßen faszinierende Bild prangert den Krieg, die Verwüstung und das Leid, die er hinterlässt, an. Wo wir schon bei Picasso sind, muss man auch „Les Demoiselles d’Avignon“ von ihm nennen. Das Gemälde, das den Kubismus im 20. Jahrhundert begründete, bezieht sich auf ein Rotlichtviertel in Barcelona, in dessen Nähe Picasso wohnte.

Weitere große Gemälde, die es zu nennen gilt, sind beispielsweise „Impression, Sonnenaufgang“ von Claude Monet (womit der Impressionismus begründet wurde), „Das Frühstück im Grünen“ von Édouard Manet (das damals einen regelrechten Skandal auslöste), „Die große Welle vor Kanagawa“ von Katsushika Hokusai (endlich mal ein asiatischer Vertreter, der Millionen von Menschen inspirierte), „Der Schrei“ von Edvard Munch und natürlich die Mutter aller Gemälde: Die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci. Übrigens: War Dir klar, dass die Mona Lisa im Original nur 77 cm x 53 cm groß (bzw. klein) ist?

Wie wirr kann man träumen? Keiner steht für den Surrealismus wie Salvador Dalí. | Quelle: Visualhunt

Ein weiteres Gemälde, das in aller Munde war und ist, ist „Die Beständigkeit der Erinnerung“ von Salvador Dalí, gemeinhin einfach nur als „Die fließenden Uhren“ bekannt. Dalí fasziniert bis heute, denn seine Bilder scheinen wie aus einer anderen Welt bzw. aus unseren verworrensten Träumen zu stammen. Man kann sich regelrecht vorstellen, wie er seine Motive eines Nachts erträumte, um sie dann im nächsten Tag auf die Leinwand zu bringen. Denn anders lassen sich die bizarren Motive kaum erklären: von Tieren mit riesigen Beinen, die in den Himmel aufragen und ganze Gebäude tragen bis hin zu gigantischen Gesichtern, die wie Maschinen in Einzelteile zerlegt sind.

Die Geschichte der Malerei im Überblick

Wir haben es bereits angedeutet: Die lange westlich und von weißen Männern dominierte Kunstgeschichte wird in verschiedene Kategorien und Strömungen eingeteilt, die im 15. Jahrhundert mit der Renaissance ihren Anfang nehmen. Werke wie die „Mona Lisa“, das „Abendmahl“ oder die Deckenbemalung in der Sixtinischen Kapelle sind weltberühmt.

Daraufhin (Anfang des 17. Jahrhunderts) folgt die Barockzeit, die insbesondere durch Künstler wie Caravaggio, Rubens oder auch Rembrandt vertreten wird. Typisch für diese Zeit sind tragische Ereignisse, die genauso dargestellt werden, wie sie passiert sind. So werden Emotionen auf die Leinwand gebracht, die Werke sind allerdings oft recht düster.

Im Kontrast dazu steht die folgende Strömung: der Rokoko. Betont verspielt, opulent und für heutige Verhältnisse fast schon überladen kommt dieser verschnörkelte, mit viel Goldverzierungen besetzte Stil daher, der nicht nur die Malerei, sondern auch Bereiche wie die Innenarchitektur (Möbel, Stuckwerk usw.) erfasste.

Insbesondere durch die Entdeckung von Pompei, die alte, römische Kunst und Architektur zutage förderte, wurde die Epoche des Neoklassizismus eingeläutet. Man besann sich wieder auf die Kunst der Antike und erfreute sich an klassisch schönen Motiven. Natürlich muss die nächste Richtung dem wieder etwas entgegensetzen, und genau das tut die Romantik! Man besann sich zurück auf die Nichtigkeit des Menschen und die überwältigende Macht der Natur, die sich früher oder später ihr Recht und ihr Terrain zurückholt – oft auf Kosten des Menschen.

Als nächstes wollten die Realisten den Menschen wieder in den Mittelpunkt rücken und vor allem auch als Zeitzeugen agieren. Die Gemälde der Strömung des Realismus muten teilweise fast wie Fotografien an – was zu dieser Zeit ein großes Anliegen war, war die echte Fotografie ja noch nicht erfunden. So wurden z.B. Szenen aus der Industrialisierung und allgemein dem Alltagsleben der Menschen gemalt.

Wie sieht die Geschichte der Malerei aus? Die Geschichte der Malerei ist extrem lang und vielfältig. | Quelle: Pixabay

Wir bewegen uns allmählich auf das Ende des 19. Jahrhunderts zu und schließlich wird die Fotografie erfunden. So kommt es, dass der Realismus in der Malerei abgelöst wird, denn es ist nun nicht mehr nötig, aktuelle Geschehnisse in Form von Gemälden festzuhalten. Kunst wird zur reinen Ausdrucksform und wie heißt „ausdrücken“ auf Englisch? Richtig: „to express“ – der Expressionismus ward geboren!

Es folgten Impressionismus und noch modernere Formen der Malerei, wie Kubismus (Picasso), Surrealismus (Dalí) oder später auch Pop Art (Andy Warhol). Insgesamt war das 20. Jahrhundert eine turbulente Zeit für die Welt der Kunst: Eine Strömung jagte die nächste, eine revolutionärer und kontroverser diskutiert als die andere. Und ehe man sich versah, war man auch schon dort angelangt, was man heute „zeitgenössische Kunst“ nennt, auch wenn die ersten Vertreter schon langsam aussterben. Ich frage mich, wie man wohl im Nachhinein die Zeit danach, also die jetzige Zeit nennen wird …

Die bekanntesten zeitgenössischen Künstler*innen

Die zeitgenössische Kunst ist ziemlich umstritten bzw. man kann sich nicht so wirklich einigen, wo die Moderne aufhört und die zeitgenössische Kunst beginnt. Und wenn die 80er-Jahre schon „zeitgenössisch“ sind, was ist dann heute, fast 40 Jahre später?

Egal, wie man diese Definitionen auslegt – das überlassen wir getrost den Kunstkritikern und -experten –, gibt es doch einige Künstlerinnen und Künstler, die ab Mitte des 20. Jahrhundert und bis heute herausgestochen sind und herausstechen. Sie setzen sich mit bestimmten Themen auseinander, heben sich durch einen markanten Stil hervor oder sind einfach auch als Persönlichkeiten interessant. Besonders ist an ihnen auch, dass sie – salopp gesagt – nicht erst sterben mussten, um berühmt zu werden. Sie verdienen schon heute mit ihren Werken gutes Geld, ja teilweise sogar unvorstellbare Summen.

Das beste Beispiel für einen lebenden, unfassbar erfolgreichen Künstler ist Gerhard Richter. Der deutsche Maler ist in der abstrakten Malerei zu Hause und besticht durch einen unverkennbaren Stil. Eines seiner Werke ging für sage und schreibe 37 Mio. $ unter den Hammer!

Ein weiterer zeitgenössischer Künstler, dessen Namen man sicher schonmal gehört hat, ist Anselm Kiefer. Auch er ist Deutscher und die Tatsache, dass er kurz vor Kriegsende geboren wurde, also in der Nachkriegszeit aufwuchs, ist seinen Bildern anzusehen. Das Hauptmotiv sind der Schrecken und die Verwüstung, die der Krieg hinterlassen hat, was er durch den Einsatz von unkonventionellen Farbmaterialien wie Sand, Erde und Ruß unterstreicht.

Was kommt nach der Malerei? Neben der Malerei entwickelten sich zahlreiche weitere Kunstformen wie z.B. Street Art. | Quelle: Visualhunt

Doch natürlich gibt es auch zahlreiche internationale zeitgenössische Maler, deren Werke zu bestaunen sich lohnt: Yue Minjun, Martial Raysse, Gérard Garouste, Georg Baselitz, Marlene Dumas und Bridget Riley sind nur einige wenige Namen.

Du findest Malerei, auch wenn es abstrakte Malerei ist, eh altmodisch und langweilig und stehst eher auf andere zeitgenössische Kunst? Kein Problem: egal ob Graffiti von Banksy, riesige Luftballontiere von Jeff Koons oder Raum- und Lichtinstallationen von Kara Walker – in der heutigen Kunst bleiben kaum Dinge unversucht. Und wenn doch, dann ist es vielleicht an Dir, das nächste Tabu zu brechen!

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