„Habe keine Angst vor Perfektion – du wirst sie ohnehin nie erreichen.“

Salvador Dalí

In Deutschland gibt es zahlreiche kreative Köpfe und viele Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit der Kunst bestreiten können – sei als Designer, Bildhauerin, Fotograf oder Malerin. Doch viele widmen sich auch einfach nur in ihrer Freizeit künstlerischen Projekten, um ein bisschen runterzufahren und etwas Schönes mit den eigenen Händen zu schaffen.

Wusstest Du, dass Malen das Wohlbefinden steigert? So kann man z.B.:

  • Seine Probleme vergessen: Man konzentriert sich nur auf das Blatt Papier oder die Leinwand vor einem.
  • Sich entspannen und eine neue Sicht auf die Welt entdecken.
  • Sich der Welt öffnen: Matisse sagte einmal: „Das Auge sieht nur das, was der Geist zu begreifen bereit ist“.
  • Sich entfalten: Man ist extrem stolz, wenn man es schafft, ein Bild schön nachzumalen oder sogar etwas ganz Eigenes und Neues zu kreieren.

Hier unser kleiner Guide rund ums Thema Malen Lernen.

Diese Malutensilien brauchst Du

Bevor man loslegen kann, braucht man natürlich erst einmal eine gewisse Grundausstattung fürs Malen. Im Gegensatz zum Zeichnen, wo alleine ein Blatt Papier und ein Bleistift (oder Kohlestift, Rötelstift o.Ä.) reicht, braucht man zum Malen ein bisschen mehr Zubehör.

Was für Künstlerbedarf brauche ich zum Malen?
Pinsel bzw. Malmesser, Farben und Leinwand: Das sind die Basics für die Malerei. | Pexels

Was genau Du brauchst, hängt natürlich davon ab, welche Art von Malerei Du betreiben willst: Aquarellmalerei, Ölmalerei, Gouachemalerei, auf Leinwand oder Papier usw. Doch einige Dinge braucht jeder Maler und jede Malerin, egal, in welche Richtung es geht. Die Art der Farben ist dann einfach der nächste Schritt.

Die Pinsel: Du denkst, ein Pinsel ist einfach ein Pinsel? Weit verfehlt! Denn es gibt zahlreiche verschiedene Größen und Ausfertigungen und je nachdem, was und wie Du malen willst, hast Du die Qual der Wahl:

  • Griff: Kurz oder lang? Naturholz oder lackiert? Dicker oder dünner?
  • Haartyp: Echthaar (Naturhaar) oder Kunsthaar (Synthetikhaar)?
  • Pinselkopfform: Borstenpinsel, Rundpinsel, Stupfpinsel, Katzenzungenpinsel usw.?

Und soll es überhaupt ein Pinsel sein oder willst Du vielleicht auch mit einem Malmesser bzw. Spachtel, Holzstäbchen etc. arbeiten?

Tipp: Wenn Du mal mit Ölfarben, mal mit Acrylfarben arbeiten willst, solltest Du zwei verschiedene Pinselsets haben. Die Farben vertragen sich nicht so gut und es könnte sonst zu ungewünschten Effekten kommen.

Du bist Dir nicht ganz sicher, welcher Pinsel für welche Technik und Farbenart besser geeignet ist? Frag am besten einen Profi (z.B. Kunstlehrerin) oder lass Dich im Fachgeschäft beraten. In Online-Shops für Künstlerbedarf findest Du außerdem auch Produkte nach Kategorien geordnet, z.B. Ölmalpinsel, Acrylpinsel usw.

Nun hast Du also den Pinsel. Was außer der Farbe ist noch nötig, damit man ein Kunstwerk erschaffen kann? Klar, der Malgrund! Für Wasserfarben nimmt man in der Regel gerne Papier oder ein Skizzenbuch (mit speziellem Papier extra für Aquarelle). Mit Ölfarben und Acrylfarben malt man aber oft auch auf eine Leinwand. Schau Dich im Schreibwarenladen nach verschiedenen Papierarten und -dicken um und lass Dich beraten, welche Gewebeart und Keilrahmengröße für Dich infrage kommt.

Weitere Malutensilien, die sinnvoll sein können:

  • Ein Mischpalette: um die Farben entsprechend zu mischen.
  • Eine Staffelei: natürlich nur nötig, wenn Du auf Leinwand malst.
  • Ein Materialkoffer: um alles schön ordentlich zu verstauen und das Material gut transportieren zu können.

Was die Farbwahl angeht, kommt es ganz darauf an, was Du malen willst und wie Dein Niveau ist. Wasserfarben sind besser für Anfänger geeignet als Ölfarben, Acrylfarben sind ein guter Mittelweg. Auf boesner findest Du verschiedene Einsteigersets. Du kannst also auch einfach mal mehrere Farbenarten durchprobieren.

Welche Farbtechniken gibt es?

Die zwei Hauptarten, wenn es um die klassische Malerei auf Leinwand geht, sind Ölmalerei und Acrylmalerei.

Die Ölmalerei gilt als die Königsklasse der klassischen europäischen Malerei ab der Renaissance. Van Gogh, Rembrandt, da Vinci usw. – sie alle malten ihre weltberühmten Gemälde mit Ölfarben. Egal ob Stillleben, Porträt oder Landschaft: Auch heute noch verwenden professionelle Künstlerinnen und Künstler und auch passionierte Hobbymaler gerne diese besondere Art von Farben.

Warum ist Ölmalerei so besonders?
Ölmalerei gilt als die Königsklasse der klassischen Malerei. | Quelle: Pixabay

Der Hauptbestandteil von Ölfarben ist natürlich Öl. Zusätzlich mischt man noch anderes Öl dazu (Terpentinöl und/oder Leinöl), bevor man die Farbe auf die Leinwand aufträgt. Mit wenigen Ausnahmen (Alla-Prima-Technik) wird Ölmalerei in mehreren Farbschichten vollzogen, was zu einer sehr langen Trocknungszeit führt (eine Schicht muss immer erst trocknen, bevor man darüber malen kann). Die Regel dabei ist: „Fett auf mager“. Die nachfolgende Schicht muss also immer öliger sein als die vorherige.

Man hört es schon raus: Ölmalerei ist eine komplexe und langwierige Angelegenheit. Man sollte also schon ein gewisses Niveau haben, bevor man sich dieser Technik widmet.

Für blutige Anfänger im Malen empfehlen wir deshalb eher Wasserfarben. Sie sind günstig und leicht zu handhaben und dadurch, dass man auf Papier malt, ist auch nicht viel verloren, wenn ein Bild missrät. Deswegen übt man wohl damit auch im Fach Kunst in der Schule. Doch keine Angst, diese Art von Malerei ist nicht nur etwas für Kinder. Es gibt durchaus Künstler, die für ihre wunderschönen und ausdrucksstarken Aquarelle bewundert werden.

Ein guter Kompromiss bzw. Mittelweg zwischen der einfachen Handhabung von Wasserfarben und der Strahlkraft auf Leinwand von Ölfarben sind Acrylfarben. Acryl vereint beide Eigenschaften in sich und kann je nach Verdünnungsgrad mehr in die eine oder andere Richtung tendieren.

Probier also einfach mal aus, wie sich die Farben auf Deinem Pinsel anfühlen und wie sie sich verhalten, wenn Du sie aufträgst. Beliebte Motive für den Anfang sind bunte Blumenwiesen oder abstrakte Malerei, denn dort kannst Du die volle Farbkraft ausschöpfen und wenn gewünscht, auch die fließenden Effekte von Aquarell nutzen.

Und gib ja nicht auf, wenn nicht gleich alles klappt! Wie jedes Handwerk erfordert Malerei viel Übung und Geduld! Und sollte es nichts werden mit den großen Kunstwerken, hast Du trotzdem etwas für Dich getan, Dich entspannt und etwas Kreatives geschaffen. Und Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters.

Grundlagen der Malerei

Zwar ist die wichtigste Zutat beim Malen Intuition. Das Ziel ist es, dass du ganz intuitiv vorgehst und deinen eigenen Impulsen folgst, um dein Kunstwerk aufs Papier oder die Leinwand zu bringen.

Doch auch Intuition muss zunächst gefördert werden. Dazu ist es ratsam, dich ein wenig mit den theoretischen Grundlagen des Malens zu beschäftigen.

Einstieg in die Farblehre

Den bekannten Farbkreis, den der Schweizer Künstler und Maler Johannes Itten definiert hat, hast du sicherlich schon einmal gesehen. In vielen Schulen wird er im Rahmen des Kunstunterrichts besprochen und er bildet die Grundlagen der Farblehre ab.

Was sind die Grundlagen des Malens?
In seinem Farbkreis hat der Schweizer Maler Johannes Itten 12 Farbfelder abgebildet | Quelle: Pixabay

In diesem Farbkreis hat Itten 12 Farbfelder abgebildet, darunter die drei Primärfarben blau, gelb und rot. Es handelt sich bei diesen um sogenannte Primärfarben, weil sie aus keinen anderen Farben gemischt werden können. Vielmehr mischst du aus diesen Grundfarben alle anderen Farbtöne.

So ergeben blau und gelb gemischt grün, gelb und rot ergeben orange und aus blau und rot wird lila. Bei diesen Farbmischungen spricht man von Sekundärfarben. Je nach Verhältnis der einzelnen Primärfarben kannst du unterschiedliche Abstufungen der Sekundärfarben erzielen, beispielsweise ob du ein helles oder ein dunkles grün haben möchtest.

Wenn du alle drei Grundfarben miteinander vermischst, erhältst du Brauntöne. Diese sind als Tertiärfarben bekannt. Brauntöne werden vor allem viel in Landschafts- und Naturmalerei verwendet.

Wusstest du übrigens, dass schwarz und weiß im kunsttheoretischen Sinne gar keine Farben sind? Man spricht hier von Un-Farben.

Im Farbkreis werden die Primär- und Sekundärfarben in einigen Abstufungen abgebildet. Wenn du gleichschenkliche Dreiecke in den Kreis legst, liegen die Eckpunkte jeweils an Farbtönen, die gut zusammen passen. Sie harmonieren gut miteinander und werden vom menschlichen Auge in der Kombination als angenehm empfungen. Das ist Teil der Harmonielehre.

Ebenfalls handelt es sich bei den jeweils gegenüberliegenden Farben um Komplementärfarben. Auch diese wirken in der Kombination besonders harmonisch und können gut gemeinsam in einem Malwerk eingesetzt werden.

Jede einzelne Farbe hat außerdem eine bestimmte Wirkung. Diese entfaltet sich natürlich besonders im Zusammenspiel mit anderen Farben, aber vereinfacht ausgedrückt kann jeder Farbe eine bestimmte Wirkung zugesprochen werden.

So wirkt gelb im Allgemeinen freundlich und stimulierend. Deswegen wird es auch oft in Schulgebäuden verwendet, da es angeblich die Konzentration fördert. Rot hingegen steht für Liebe, Leidenschaft und Aktivität, während blau kühl und ruhig empfunden wird.

Wie wirken Farben beim Malen?
Mit unterschiedlichen Farben lassen sich unterschiedliche Wirkungen erzielen | Quelle: Unsplash

Ohnehin gelten rot, gelb und orange als warme und blau, grün und lila als kalte Farben. Letztendlich kommt es aber immer auf das Mischverhältnis und die Kombination mit anderen Farben an.

Die Farbwirkung deines Bildes entfaltet sich im Zusammenspiel aller Farbelemente, so dass du durchaus etwas experimentieren und dich ausprobieren kannst. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, wie du eine bestimmte Wirkung, die dein Kunstwerk haben soll, durch die Farbkompositionen erzielen kannst.

Der richtige Untergrund

Damit deine Farben richtig wirken, kommt es auf die richtige Malunterlage an.

Für Ölfarben muss definitiv eine Leinwand her, Wasser- und Aquarellfarben funktionieren hingegen ebenso gut auf einfachem Papier. Bei Acryl hast du die Wahl, ob Leinwand oder Papier. Es gibt dazu auch spezielles Acrylpapier, das etwas kostengünstiger ist als eine Leinwand.

In der Regel sind die Leinwände, die du kaufen kannst, bereits vorgrundiert. Die Grundierung hat den Effekt, dass so die erste Farbschicht nicht vollständig vom Leinen aufgesogen wird. Stattdessen wird das Leinen glasiert und verhärtet.

Selbst bespannte Keilrahmen musst du vor Beginn selber mit Gesso grundieren, ebenso, wie wenn du auf Holz malen möchtest. Trag dazu mehrere Lagen Gesso nacheinander auf den Untergrund auf, jeweils in entgegengesetzter Pinselrichtung. Nach jeder Schicht musst du diese allerdings erst trocknen lassen, bevor du weitermachen kannst.

Wenn du mit Aquarell auf Leinwand malen möchtest, musst du die Leinwand auf jeden Fall noch einmal zusätzlich richtig grundieren, damit die Farben ihre Wirkung entfalten können. Ansonsten gibt es für Aquarellfarben auch spezielles, raues Aquarellpapier. Auf diesem kommen die Farben besonders gut zur Geltung, da sie in die Fasern einziehen können. Auf glattem Papier geht dieser Effekt verloren.

Der Unterscheid zwischen Aquarellfarben und Wasserfarben ist übrigens, dass es sich bei Aquarellfarben um nicht deckende Farben handelt, die mit Wasser gemischt werden, während Wasserfarben deckende Farben sind, die du mit Wasser mischst.

In welcher Reihenfolge malst du?

Der erste Pinselstrich ist ja bekanntlich der schwierigste und viele Malanfänger fragen sich (zurecht), wie sie ihr Bild beginnen sollen.

Grundsätzlich gilt: Beginne mit dem Hintergrund deines Motivs. Von dort arbeitest du dich dann Schritt für Schritt nach vorne. Aufgrund der Schärfentiefe werden die weiter wegliegenden Gegenstände etwas unscharf gemalt, du kannst diesen Effekt mit dünneren Farben erzielen. Die weiter vorne liegenden Motive werden dann mit klareren Pinselstrichen und dickeren Farben gemalt. So erzielst du eine räumliche Wirkung.

Zusammengefasst: Du malst vom Hintergrund in den Vordergrund und vom Ungenauen ins Genaue.

Sei dir allerdings bewusst, dass es gegebenenfalls schwierig sein kann, später helle Farben auf dunkle, deckende Farben aufzutragen. Eventuell musst du dazu mit Lasierungen arbeiten oder erst die helle Farbe auftragen.

Zeichnen lernen: Tipps für Anfänger

Auch das Zeichnen will gelernt sein! Im Vergleich zum Malen brauchst du hierbei zwar in der Regel weniger Materiel - wenn du so willst nicht mehr als einen Bleistift und ein Blatt Papier.

Doch natürlich gibt es auch beim Zeichnen unterschiedliche Herangehensweisen und Zeichentechniken. Neben dem Bleistift kannst du auch mit Buntstiften, Kohlestiften und Kreide zeichnen. Anders als beim Malen werden üblicherweise im Zeichnen keine unterschiedlichen Farben eingesetzt. Vielmehr entsteht die Wirkung einer Zeichnung aus dem Kontrast von Dunkel und Hell.

Während du mit Bunt- und Bleistiften sehr fein und genau zeichnen kannst, handelt es sich bei Kohle und Kreise um gröbere Materialien. Umso gröber den Material, umso gröber muss auch der Untergrund sein, damit die Partikel vom Papier richtig aufgenommen werden können.

Wie lerne ich am besten zeichnen als Anfänger?
Es gibt beim Zeichnen verschiedene Materialien und unterschiedliche Techniken. Probier dich aus! | Quelle: Unsplash

Da du beim Zeichnen ohne Bindemittel arbeitest, die deine Zeichnung fixieren, ist es sinnvoll, am Ende eine Fixierung aufzutragen. So stellst du die Haltbarkeit deines Werks sicher.

Neben verschiedenen Materialien stehen dir beim Zeichnen auch unterschiedliche Methoden und Techniken zur Verfügung. Die gängigsten sind die folgenden:

  • Schummern: kreisförmige Bewegungen
  • Schraffieren: parallele Linien in verschiedener Stärke, beispielsweise um Schatten darzustellen
  • Frottage: das Papier auf einen Gegenstand legen und die Struktur dieses Gegenstands "abpauschen"
  • Radieren: Teile aus der Zeichnung herausradieren
  • Verwischen: Linien mit dem Finger oder einem Tuch anschließend verwischen
  • das einfache Zeichnen

Für Anfänger eignet sich die Rastermethode, um einen Einstieg in die Welt des Zeichnens zu finden. Dabei teilst du ein Motiv in einzelne Raster, also abgetrennte Bereiche ein. Dieses Rastermuster überträgst du auch auf dein leeres Blatt Papier.

Am einfachsten ist es, du suchst dir für den Anfang ein Motiv aus, dass du abzeichnen möchtest. Mit der Rastermethode kannst du dann Raster für Raster nacheinander übertragen. Du musst also nicht direkt das gesamte Bild im Blick haben, sondern kannst dich Schritt für Schritt dem Ergebnis annähern.

Zum Abschluss kannst du die Übergänge an den Rasterfeldern noch ausbessern und verfeinern. Geh am besten insgesamt so vor, dass du mit groben Linien anfängst und dich anschließend den feineren Details widmest. So entsteht mit viel Geduld deine erste Zeichnung!

Wenn du dich am Schraffieren üben möchtest, um deiner Zeichnung Schattierungen zuzufügen, so beginne dabei mit den Umrissen. Anschließend kannst du dich an die Schraffierung wagen. Die Reihenfolge ist optimalerweise von dunkel nach hell.

Du kannst beim Schraffieren nicht nur mit parallelen Linien arbeiten, sondern auch die Kreuztechnik versuchen. Dabei setzt du über parallele Linien nochmals um 90° gedrehte, ebenfalls parallele Linien. Die Wirkung von Schatten ist dieselbe, aber die Technik ist eine andere.

Wie auch beim Malen, solltest du dich auch beim Zeichnen einfach ausprobieren. Gerade in der Kunst geht Probieren über Studieren! Hab keine Angst vor Fehlern - fang einfach an und erlaube dir, mit jedem Bild etwas besser zu werden. Vielleicht findest du auch im Internet eine gute Anleitung für deinen ersten Versuch.

Solange du Spaß am Zeichnen hast und mit Leidenschaft bei der Sache ist, spielt das Ergebnis ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.

Wie kann ich online Zeichnen und Malen lernen?

Wenn man heutzutage etwas Neues lernen möchte, hat man natürlich oft den Reflex, ins Internet zu gehen und sich erstmal dort ein bisschen umzuschauen. Und das ist auch ganz logisch: Kein anderes Medium ist so vielfältig und schier unendlich, bietet Zugriff auf Inhalte aus aller Welt und ist dabei oft auch noch kostenlos!

Abgesehen von der Vielfalt und den geringen (bis keinen) Kosten, gibt es noch weitere Vorteile, wenn man mithilfe des Internets malen lernt:

  • Flexibilität beim Lernen, was Ort und Zeit angeht
  • Genau das lernen, wofür Du Dich interessierst
  • Du hast selbst in der Hand, wie oft und wie intensiv Du lernen und üben willst

Doch wie kann man vorgehen, wenn man online malen lernen möchte? Wo findet man passende Angebote?

Als erstes ist natürlich YouTube zu nennen, die Mutter aller Plattformen für DIY-Tutorials. Du findest bestimmte Channels rund ums Thema Malen und Zeichnen, wo immer wieder neue Videos zu verschiedenen Themen aufgeschaltet werden und natürlich auch einzelne Videos zu bestimmten Farbarten, Techniken, Malarten, Geräten (z.B. Grafiktabletts) und Motiven (z.B. Tiere malen, Pflanzen malen, Landschaften malen, Menschen malen, Porträts malen, abstrakt malen usw.).

Anleitungen, Videos, Blogartikel und Inspirationen findest Du außerdem auf spezialisierten Webseiten und Blogs sowie auf Instagram, Pinterest & Co.

Und bei allem Fleiß und praktischen Ansätzen darf man auch nicht unterschätzen, wie viel die theoretische Weiterbildung und die ästhetische Schulung des Auges bringt. Im Internet findest Du zahlreiche Bilder von Werken großer Künstler und theoretische Ausführungen zu bestimmten Techniken, Epochen usw. Sei aufmerksam und lass Dich von den ganz Großen inspirieren.

Gerade am Anfang kann es auch eine gute Idee sein, einfach mal bekannte Bilder nachzumalen und so Aspekte aus Bildkomposition, Farbmischung, Pinselstrichrichtung usw. zu verinnerlichen. Wenn Du dann genug Selbstbewusstsein und das Gefühl hast, Du hast die verschiedenen Techniken im Griff, werden Deine eigenen Bilder und Kreationen umso schöner!

Übrigens: Das Internet hilft nicht nur dabei, selbst (also alleine als Autodidakt*in) malen zu lernen, es kann auch als Kommunikationsmittel mit Profis dienen. Finde einen passenden Malkurs online und kontaktiere die Kursleiterin, falls Du fragen hast oder nimm gleich maßgeschneiderten Privatunterricht bei einem Kreativ-Coach via Webcam!

Mit einem privaten Coach Zeichnen und Malen lernen

Wenn Du einfach so als Hobby malen lernen willst, hast Du mehrere Möglichkeiten. Du kannst z.B. in einem Verein, an einer Volkshochschule oder privaten Einrichtung Kurse belegen. Meist handelt es sich dabei allerdings um Kurse in der Gruppe (v.a. an der VHS) oder teuren Privatunterricht (private Kunstakademien), was jeweils Vor- und Nachteile hat.

So ist ein Gruppenkurs an der VHS zwar günstiger, aber dafür ist die Betreuung nicht so individuell. Du könntest unterfordert sein und zu wenig lernen oder Du kommst nicht ganz mit, bräuchtest eigentlich etwas mehr Zeit und wirst dann irgendwie abgehängt.

Ein privater Kurs an einer Einrichtung dagegen ist zwar super individuell, kostet oft aber auch eine Stange Geld, weil Du nicht nur den Kunstlehrer bezahlst, sondern auch die ganze Struktur, Admin, Raummiete bzw. Vermittlungsleistung der Einrichtung, also Agenturkommission.

Ein guter Zwischenweg für ein maßgeschneidertes Angebot, das aber nicht ganz so viel kostet, ist Privatunterricht, den man auf eigene Faust organisiert. Du kannst Dir also selbst eine Privatlehrerin suchen. Vor allem, wenn es sich dabei um Studenten handelt, kannst Du ein recht gutes Schnäppchen machen. Dein Privatlehrer gibt dir in seinem Kurs die passende Anleitung, um langsam verschiedene Maltechniken zu erlernen.

Welche Vorteile hat privater Kunstunterricht?

  • Flexibilität: Der Unterricht kann bei Dir zu Hause, bei der Lehrkraft (z.B. im Atelier) oder via Webcam stattfinden.
  • Zeitmanagement: Die Kurszeiten sind nicht fix, es ist leichter, mal eine Lektion zu verschieben oder spontan länger oder kürzer zu machen, je nach Inspiration und Flow.
  • Zugang: Auch wenn Du nicht in einer Großstadt wohnst, hast Du so Zugang zu Profis aus ganz Deutschland und darüber hinaus.
  • Spezialisierte Angebote: Du hast ein ganz bestimmtes Ziel, das Du verfolgst, z.B. ein hieb- und stichfestes Portfolio mit Deiner Bewerbung an einer Kunsthochschule einzureichen? Es gibt Kunststudenten und Privatlehrerinnen, die Dir in ihrem Kurs genau dabei helfen können.
Was bringt Privatunterricht Malerei?
Lerne mit einem Kreativ-Coach und entwickle Dein eigenen Malstil weiter. | Quelle: Pixabay

Haben wir Dich überzeugt? Dann hör Dich jetzt in Deiner Umgebung um, mach Aushänge oder such gleich auf Superprof den passenden Malerei-Privatlehrer für Dich! Einfach „Malerei“, Unterrichtsart (per Webcam oder Angesicht zu Angesicht), Deinen Ort (+ Radius) angeben und los kann es gehen mit Deiner künstlerischen Aus- bzw. Weiterbildung! 

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Anna

Man lernt nie aus ...