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Woran liegt es, dass einige Schüler Matheunterricht mögen und er für andere Schüler die reinste Hölle ist?

Von Melanie, veröffentlicht am 09/01/2018 Blog > Nachhilfe > Mathe > Erklärungen für die Panik vor Mathe

Natürlich ist es kein Zeichen für mangelnde Intelligenz, wenn man schlecht in Mathe ist.

Jedes Gehirn ist anders aufgebaut und einigen Schülern fällt es leichter, Mathe Formeln zu lernen.

Für die anderen wiederum ist es ein Kinderspiel, Englisch Vokabeln zu behalten und schnell zu lernen, fließend Englisch zu sprechen.

Aber wir können die Panik vor Mathe natürlich gut nachvollziehen – was allerdings nicht heißt, dass sie gerechtfertigt ist.

Das Problem liegt vielmehr an der Panik an sich.

Denn jemand, der mindestens keine Lust auf Mathe oder sogar Panik vor dem Fach hat, wird sich tunlichst davor drücken, sich mit den Problemen der Mathematik, Gleichungen und vielen Variablen zu beschäftigten.

Das Ergebnis einer Panik vor Mathe ist schlichtweg, dass die Panik noch größer wird, da man ja nicht gelernt hat und somit die Klausur noch fürchterlicher wird als die vor Panik schon sehr unruhig verbrachte Nacht vor der Klausur und alles, was man sich so vorgestellt hat.

Schließlich beendet man das Schulhalbjahr mit einer schlechten Note und dem Gedanken, dass man ja sowieso „zu dumm für Mathe“ ist.

Lasst es Euch gesagt sein: Das ist absoluter Quatsch! Die Essenz der Panik vor Mathe liegt dennoch leider in einem Teufelskreis, der oft schon in der Grundschule entsteht…

Ihr habt alleine beim Gedanken an Mathematik Kopf- und Magenschmerzen oder sogar Brechreiz und Herzrasen? Da seid Ihr nicht alleine.

Oder seid Ihr eher von der Sorte, die es geradezu liiieben, besonders schwierige Knobel-Aufgaben zu lösen und erst bei den härtesten Rechnungen so richtig aufgehen und sowieso bereits beim Bundeswettbewerb Mathematik, der langen Nacht der Mathematik oder beim Känguru der Mathematik mitgemacht habt?

Dann freuen wir uns auch über Eure Kommentare weiter unten, was Euch an Mathematik so fasziniert. Wer weiß, vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, die Mathe-Panik bei einigen Schülern zu besiegen?

Die interessante Frage ist allerdings: Was differenziert die Mathe-Liebhaber von denjenigen, die am liebsten schreiend weglaufen würden, wenn sie nur das Wort „Mathe“ hören?

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Entwicklungen?

Ist die mangelnde Lust auf Mathe ein Fehler der Schule?

Sicherlich gibt es nicht gerade wenige Menschen, die der These zustimmen würden, dass Mathe nicht gerade das sexieste Fach auf dem Lehrplan und ist und dessen Unterrichtsweise schon gar nicht Letzterem entspricht.

Woran liegt das? Ja, genau, denn oft besteht der Matheunterricht heutzutage aus Formeln, Formeln, Formeln, komplizierten und praxisfernen Berechnungen oder auch Möchtegern-Praxisanwendungen à la:

Anna ist 14 und hat einen drei Jahre jüngeren Bruder. Berechne das Gewicht ihrer Schultasche.

Wer kennt diese Aufgaben nicht? Zugeben, jeder kennt sie.

Schließlich basiert der Erfolg im Fach Mathe auf der fleißigen und strukturierten Anwendung und vor allem auf: Üben, Üben, Üben!

Daraus resultiert letzten Endes, dass Mathematik von vielen Schüler als langweilig und wenig ansprechend wahrgenommen wird und diese wahrscheinlich schnell das Interesse verlieren.

Denn wir sind alle sehr unterschiedlich: Der eine benötigt mehr Praxis und der andere mehr theoretisches Hintergrundwissen.

Leider ist es (zu Unrecht) immer noch so, dass die Fähigkeiten im Fach Mathematik als ein wichtiges Kriterium für die Feststellung von Intelligenz im Allgemeinen sind. Daraus folgt, dass man denkt, um gut in Mathe zu sein, muss man nur intelligenter werden.

Ob es um einen Job oder um die Aufnahme an einer bestimmten Universität, Schule oder ein Duales Studium geht – Achtung, Ironie – Mathematik ist DER Intelligenztest schlechthin, und wer ihn nicht schafft, ist eben nicht intelligent genug – Ironie Ende.

Ja, Mathematik wird leider immer noch zu häufig und zu Unrecht als Merkmal von Intelligenz verwendet.

Deshalb ist es kein Wunder, dass so viele Menschen Mathe Lernen bzw. die Mathematik neu erlernen wollen, denn wer will schon nicht als intelligent wahrgenommen werden?

Die hochheilige Differenzierung zwischen „schlecht in Mathe“ und „gut in Mathe“ soll bald ein Ende haben, denn eigentlich gibt es keine Schüler, die schlecht in Mathe sind.

Leider umgibt der Frust mit der Mathematik die sogenannten „schlechten Schüler“ oft mit Angst und in einigen Fällen sogar mit Scham, Weinkrämpfen bis zu depressiven Verstimmungen.

Das wundert natürlich niemanden, wenn man bedenkt, wie viel Druck auf den Schülern lastet, die „Probleme“ in Mathematik haben.

Ist es normal, dass ich Bauchschmerzen bekomme wenn ich an Mathe denke? Bauchschmerzen vor seinen Mathe-Hausaufgaben sind keine Seltenheit und Ihr seid sicherlich nicht alleine damit! | Quelle: Pixabay

Sicher kennt jeder und Ihr besonders das Gefühl, im Matheunterricht plötzlich an die Tafel gerufen zu werden, aber wirklich kleinen blassen Schimmer zu haben, wie man die Lösung angehen soll?

Dieses Gefühl, wenn der Lehrer sich einen Schüler aussucht, der an die Tafel gehen soll, und jeder ganz abwesend auf den Tisch starrt und einfach nur denkt: „Bitte nicht mich, Bitte nicht mich!“

Doch dann fällt das knallharte Urteil, Ihr hört Euren Namen und Ihr seid dran – ab an, die Tafel!

Dieses Szenario gleicht beinahe einem Horrorfilm, dabei ist es doch nur der Matheunterricht… Der aber in der Gesellschaft enorm „hochgespielt“ wird, als gäbe es nichts Wichtigeres und als wäre man „dumm“, wenn man nicht sofort alles versteht.

Mathe ist eine reine Sache der Übung, des Fleißes und des Durchhaltevermögens. Basta.

Ihr solltet Euch darüber im Klaren sein, dass die Mathematik aufeinander aufbaut wie ein Kartenhaus.

Startet Ihr mit einer wackeligen Karte, ist das ganze Haus unstabil – und so auch Eure Mathe-Noten!

Um eine schlechte Karte mit in das Haus einzubauen, genügt es bereits, eine Stunde zu verpassen, die Basis nicht verstanden zu haben oder krankheitsbedingt abwesend zu sein.

Es ist also überlebenswichtig, bei Problemen in Mathe so schnell wie möglich zu handeln, denn das Problem wird erfahrungsgemäß einfach nicht besser, sondern viel schlimmer, als Ihr jemals erwartet hättet… (Um beim Horror-Szenario zu bleiben).

Aber keine Panik, nehmt einfach gleich bei den ersten Anzeichen von Mathe Problemen einen professionellen Mathe Nachhilfelehrer in Anspruch und das Problem wird sich in Luft auflösen!

Wer weiß, vielleicht werdet Ihr ja der nächste Einstein, denn dieser hatte ja bekanntlich auch eine 4 in Mathe! 😉

Wieso gefällt Mathe einigen Menschen (und anderen nicht)? Liegt die Antwort im Gehirn?

Es gibt immer gute und schlechte Schüler in Mathe.

Was ist also der entscheidende Faktor, der dazu führt, dass Personen überdurchschnittliche Fähigkeiten haben, um mit den verschiedensten Problemen in der Mathematik fertig zu werden, und, wer weiß, sogar ausreichende Fähigkeiten haben, um den Nobelpreis Mathematik zu gewinnen?

Wie finde ich wieder Spass an Matthe? Man muss Mathe nicht unbedingt als lästige Aufgabe betrachten, sondern kann es auch als Strategiespiel sehen! | Quelle: Pixabay

Ja, es gibt sie tatsächlich, diese Menschen, die noch nie in ihrem Leben Probleme mit Mathematik Formeln oder unbekannten Mathematik Variablen gehabt haben.

Nehmen wir als Beispiel Florian. Er hat einen Doktor in Mathematik, aber alles fing an mit dem Matheunterricht in der Grundschule mit den ersten Mathe-Rätseln à la „Wenn Anna 10 Murmeln hat und 3 verliert…“.

An der Universität hat er dann abstraktere Fälle, Demonstrationen und Körper kennengelernt.

Und auch noch heute ist er mit Faszination und Leidenschaft dabei, sich mit der Mathematik zu beschäftigen. Aber woran liegt das?

Um gut in Mathe zu sein, muss man einige Voraussetzungen mitbringen, wie zum Beispiel eine gute Analysefähigkeit, logisches Denken, eine gewisse Intuition und ein Gefühl für Zahlen, aber auch Kreativität (ja, ja).

Ist ein Mathematisches Verständnis also eine angeborene Fähigkeit?

Man kann keineswegs damit argumentieren, dass eine Person eben eine ausgeprägtere linke oder rechte Gehirnhälfte hat. Intuition hat jeder, ob links oder rechts.

Denn auch wenn Ihr es nicht glauben wollt, aber auch zum Lösen von Mathematik Gleichungen ist Kreativität gefordert, welche die rechte Gehirnhälfte anspricht…

Die beiden Gehirnhälften funktionieren also in engster Kooperation, niemals einzeln.

Wenn die linke Gehirnhälfte damit beschäftigt ist, die Informationen Schritt für Schritt zu verarbeiten, ist die rechte Gehirnhälfte der Spezialist in der Koordination und beim Zusammenfügen der Informationen.

Damit das gesagt ist: Wir benutzen also sehr wohl beide Gehirnhälften gleichzeitig, ob wir gut in Mathe sind oder nicht!

Was ist dran an der „Veranlagung für Mathe“?

Der berühmte deutsche Neurologe Frantz Gall hat das Mathe Talent oder eine Veranlagung für Mathe einst definiert.

Allerdings existiert eine solche Veranlagung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht.

Mittlerweile hat der Ausdruck seinen Ursprungssinn verloren und wird eher verwendet, um jemanden zu beschreiben, der sich in dieser Disziplin wohlfühlt.

Warum haben Kinder, die Mathematik nicht mögen, physische Schmerzen?

Eine im Jahre 2012 von der Universität Chicago veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass zwischen Mathematik und schmerzhaften Gliederschmerzen ein Zusammenhang besteht, indem das Gehirn eine Übung antizipiert und simuliert.

Anders gesagt: Alleine die Tatsache, an eine stressige Situation zu denken, aktiviert bereits diejenigen Gehirnareale, die für Schmerzen verantwortlich sind.

Erschreckend, oder?

Die Angst vor der Mathematik ist auch mit der emotionalen Sphäre verbunden.

Ob man es merkt oder nicht, Mathematik hat einen Zusammenhang mit schmerzhaften Erlebnissen aus der Vergangenheit, die den Schüler an der Tafel oder vor der Klausur schlicht und ergreifend machtlos werden lässt.

Hinter einer Quadratwurzel kann sich ein familiärer Konflikt und hinter vermeintlich harmlosen Mathematik Funktionen können sich andere traumatisierende Erlebnisse verstecken.

Was kann ich gegen Probleme in Mathe unternehmen? Bei Schwierigkeiten in Mathe ist das Gehirn nicht ganz unschuldig! | Quelle: visualhunt

So wie auch bei Traumata, wie zum Beispiel einer paralysierenden Scham, vor der ganzen Klasse bloßgestellt zu werden, weil man es nicht schafft, eine laut Mathelehrer „einfache“ Gleichung aufzulösen.

Solche Erlebnisse, die zunächst einmal banal erscheinen, können tiefe Wunden hinterlassen.

Daraus entsteht dann natürlich eine tiefe Abneigung gegen die Mathematik, die dazu führt, dass der Schüler versagt und nicht mehr im Unterricht zuhört – mit den Konsequenzen, die wir alle kennen.

Warum mögen wir Mathe nicht?

Mathematik setzt eine gewisse Disziplin, Mühe, Regelmäßigkeit sowie Üben, Üben, Üben voraus.

Einige Personen, die zwar in der Lage sind, diese Merkmale in anderen Fächern zu beweisen, schaffen es allerdings nicht in der Mathematik.

Die Gründe dafür sind sehr persönlich und bei jedem Schüler unterschiedlich; doch haben sie Eines gemeinsam: ein vorher erlebtes Trauma mit der Mathematik oder mit Mathelehrern die herabschauend, kalt, arrogant und viele weitere „tolle“ Persönlichkeitsmerkmale haben, an denen sich tausende Schüler erfreuen – IRONIE ENDE.

Es gibt sogar einige Forscher, die herausgefunden haben, dass es keine Mathematik ohne Tränen geben kann – ob es nun Tränen aus Verzweiflung sind oder Freudentränen, weil man endlich das Mathe-Abitur bestanden hat – jedenfalls Tränen.

Denn die Mathematik ist eine abstrakte Disziplin und hängt daher sehr vom Charakter des Lehrers ab: Wenn man mit dem Lehrer nicht warm wird, wird es auch nichts mit der Mathematik.

Es ist also wichtig, darauf zu achten, dass Ihr nicht etwa eine Angst oder ein zwischenmenschliches Problem auf die Mathematik projiziert.

Eltern sollten darauf achten, sich gleichzeitig die Zeit zu nehmen für einen Austausch mit der Schule, aber auch, um ein Protokoll für zu Hause anzufertigen – wenn notwendig mithilfe eines Psychologen.

Wie kann man einem Kind helfen, das Angst vor Mathe hat?

Manchmal ist die Lösung so einfach wie die des Privatunterrichts in Mathematik, der die Blockaden des Schülers in Ruhe aufarbeitet.

Eine weitere Lösung kann sein, mit einem Psychologen über die Blockade zu sprechen.

Wie kann man einem Kind in Mathe helfen?

Im ersten Schritt kann es eine Hilfe sein, die verschiedenen Fehler des Schülers zu klassifizieren:

  1. Symbolischer Fehler in Bezug auf die Fragen des Kindes und seinen Charakter
  2. Flüchtigkeitsfehler oder Fehler aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit
  3. Fortschrittsfehler: Der Schüler lernt eine neue Regel und vergisst die vorherige
  4. Poetischer Fehler: Vertauschen von Wörtern

Die Eltern haben eine wichtige Rolle inne, was die Unterstützung des Kindes angeht, damit es wieder Selbstvertrauen finden kann.

Eine Person, die schlecht in Mathematik ist, kann trotzdem Erfolg in Mathematik haben und ein bemerkenswertes Niveau erreichen, sobald die Mathematik Blockaden verflogen sind – und dann sogar ihren weiteren Weg mit Mathematik einschlagen, wie zum Beispiel durch einen Mathematik Leistungskurs oder ein Mathematik Studium.

Hier sind unsere Tipps, um wieder mit Mathe durchzustarten:

  • Immer auf das, was man erreicht hat stolz sein.
  • Das Gleiche gilt auch für die Versuche, die man unternommen hat, um dort anzukommen, und die an den Tag gelegte Hartnäckigkeit.
  • Nicht bestrafen, indem man das Versagen durch zu wenig Lernen oder ernsthaftes Arbeiten begründet.
  • Auch mal zur Abwechslung Mathe Rätsel lösen, denn ja, es ist möglich, Mathe mit Spaß zu lernen.

Auf die Frage „Warum gefällt Mathe einigen Menschen mehr und ist für andere Menschen ein Albtraum?“ gibt es also eine Vielzahl von Antworten.

Wie kann es sein, dass manche Menschen derart vernarrt in Zahlen sind? Einige Menschen sind wahre Zahlenfanatiker! | Quelle: Pixabay

Zum einen gibt es sicherlich eine gewisse Grundvoraussetzung, die sich im frühesten Kindesalter bildet, wie zum Beispiel die Fähigkeit zum abstrakten Denken.

Zum anderen kann es sich auch um ein Trauma aus den ersten Schuljahren handeln (oder das im Laufe der Schulzeit aufgetreten ist).

Andere Gründe können auch Lernmethoden sein, die nicht an die kognitive Funktionsweise des Gehirns des Kindes angepasst ist, wie zum Beispiel im Falle von frühreifen oder hyperaktiven Kindern.

Auf jeden Fall ist es das Wichtigste, zu wissen, wie man die Schwierigkeiten in Mathematik so früh wie möglich identifiziert, um entsprechende Lösungen zu finden, bevor sich die Situation verschlimmert.

Darunter kann auch eine psychologische Beratung zählen, um die Mathematik Blockaden aufzulösen.

Vergesst aber nicht, dass Superprof auch Privatunterricht in Mathematik durch qualifizierte Mathelehrer anbietet!

Bis bald auf Superprof !

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