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Alle Tricks, Englisch zu Meistern, ohne Reisen zu Müssen

Von Franziska, veröffentlicht am 04/11/2017 Blog > Sprachen > Englisch > Wie kann ich in Englisch Zweisprachig werden, ohne im Ausland zu leben?

Es gibt gewisse Leute, die es lieben zu reisen. Andere mögen es wiederum gar nicht.

Einige haben auch die Zeit und das Geld, um neue Gegenden zu erkunden. Das ist aber nicht bei allen der Fall.

Ihr musstet sicher überall lesen oder habt gehört, dass es viel leichter sei, fließend Englisch sprechen zu lernen, wenn man sich in ein englischsprachiges Land begibt?

Das ist wahr.

Trotzdem ist es auch möglich, die Sprache von Shakespeare & Co. zu meistern, wenn Ihr nicht verreist.

Sogar, wenn Ihr in Euren eigenen vier Wänden bleibt.

Nach der Lektüre unseres Artikels habt Ihr die Schlüssel in der Hand, um zu beginnen, Englisch zu lernen, ganz ohne Euch nach London oder New York begeben zu müssen.

Einen Englisch Sprachpartner finden

Das Erste, was man tun sollte, um gut Englisch zu lernen ohne Unterricht zu nehmen oder in ein englischsprachiges Land zu gehen, ist, einen Partner zum Sprachaustausch zu finden.

Glücklicherweise befinden wir uns in einer Zeit, in der uns eine große Bandbreite an Werkzeugen zur Verfügung steht, um leicht zu kommunizieren, sogar mit Menschen, die weit weg sind.

Wir geben Euch einige Vorschläge für Software, die Euch dabei hilft.

A) Gmail und Google Hangouts

Ihr habt einen Gmail-Account, um Mails zu schicken? Wusstet Ihr, dass man mit diesem Konto auch chatten kann?

Das geht mit Google Hangouts.

Mit nur ein paar Klicks ist es ganz simpel, Euren Sprachaustauschpartner zu kontaktieren, wenn Ihr seht, dass er online ist. Dann könnt ihr mit dem „Instant Message Service“ einfach mit der Unterhaltung loslegen.

Um Englisch zu lernen, ohne ins anglofone Ausland verreisen zu müssen, ist der Chat sehr praktisch.

Das ist übrigens auch eine gute Wahl für diejenigen, die sich mit mündlicher Konversation nicht wohlfühlen.

Das ist oft der Fall, wenn man gerade mit dem Sprachenlernen beginnt, oder kann seinen Ursprung darin haben, dass man denkt, man hat einen zu starken Akzent oder Ausspracheprobleme.

So hilft Euch das Üben der Shakespeare-Sprache allein beim Schreiben, einige Verständnisbarrieren zu überwinden.

Sich schriftlich auszudrücken gibt Euch außerdem die Gelegenheit, die Sätze Eures Gesprächspartners zu lesen. So könnt Ihr Euch die Schreibweise von englischen Wörtern richtig einprägen.

Es ist ideal, um jeden Tag Fortschritte zu machen, indem Ihr Euer Vokabular, Eure Grammatik wie auch, und warum auch nicht, unregelmäßige Verben verbessert.

Sei es per Mail oder Instant Messaging – versucht, schriftliche Konversation auf Englisch regelmäßig zu üben.

B) Skype

Fühlt Ihr Euch erstmal sicherer im Umgang mit der englischen Sprache, könnt Ihr Euch an die nächste Stufe heranwagen: Probiert, von einem schriftlichen Medium wie dem eben vorgestellten zu Skype-Sitzungen (oder einem anderen Medium, mit dem Video-Konferenzen möglich sind) überzugehen.

Extra-Tipp: Auch via Google Hangouts sind Videochats möglich!

Die rasante technologische Entwicklung erlaubt es uns, leicht von Angesicht zu Angesicht mit Leuten zu diskutieren (hier, englischsprachigen) – und das sogar, ohne dass Ihr ein Vermögen dafür ausgeben müsst.

Online Englisch Lernen mit speziellen Videokursen per Webcam ist eine kleine Revolution.

Außer, dass es leicht und schnell zu installieren ist, ist Skype auch sehr einfach zu bedienen und kostenlos (selbstverständlich abgesehen von Eurem Internetvertrag).

Neuerdings ist alles, was Ihr neben Motivation und Engagement zum Sprachenlernen braucht, eine ordentliche Internetverbindung. Die Erfindung von Skype ist wirklich ein Segen, wenn man von fern eine Sprache lernen will. | Quelle: Pixabay

Das Gute an der Videokonferenz ist, dass Ihr keinen Sprachaufenthalt in London braucht, um Euch mit Engländern zu unterhalten.

Fragt Euren Sprachpartner einfach, ob es ihn oder sie stört, mit Euch mal mündlich Konversation zu betreiben. Damit könnt Ihr üben, die Aussprache von englischen Wörtern (am besten zusammen mit dem richtigen Akzent) zu üben.

Vergesst dabei nicht, dass man in so einem Dialog – mit jemandem, dessen Muttersprache Englisch ist – das Gegenüber imitieren kann. Dies ist eine gute Methode, um schnell mit Englisch zweisprachig zu werden.

In die englische Sprache eintauchen

Ein exzellentes Mittel, um eine Sprache zu lernen und schnell bilingual zu werden: Voll und ganz in Sprache und Kultur eintauchen.

Weil Ihr euch in einem gewohnten Umfeld befindet, in dem die Hauptsprache höchstwahrscheinlich Deutsch ist, wird es nötig sein, dass Ihr einen Ort findet, der vom Englischen beherrscht wird.

Englische Musik

Ihr mögt sicher Musik? Das ist übrigens ein Bereich, auf den sich ausnahmsweise alle einigen können. Es gibt nämlich tatsächlich wenige Menschen auf der Welt, die nicht gern einem Orchester oder den Titeln ihrer Lieblingsband zuhören.

Wusstet Ihr, dass Musik ein exzellentes Mittel ist, um kostenlos Englisch zu lernen?

Das sollte in 6 Schritten passieren:

  1. Wählt einen oder mehrere Songs, die Ihr gerne hört.
  2. Hört sie an und versucht, sie zu singen, ohne den Text anzusehen. (Ihr habt hierbei das Recht, irgendetwas Sinnloses zu brabbeln 😉 )
  3. Versucht, den Text, den Ihr versteht, aufzuschreiben. (Dafür müsst Ihr schon ein gutes Verständnis der Sprache haben.)
  4. Schritt: Recherchiert den Text (die so genannten „Lyrics”) und seht, ob Ihr Fehler gemacht habt.
  5. Hört das Lied nochmal an und recherchiert danach die Übersetzung des englischen Vokabulars, das Ihr nicht verstanden habt.
  6. Lernt den Text, indem Ihr ihn singt.

Dir fällt sicher spontan eine Band ein, die auf englisch singt und dich begeistert, oder? Musik ist ein exzellentes Mittel, um sich eine neue Sprache spielerisch anzueignen. | Quelle: Pixabay

Dank der Musik, die Ihr mögt, könnt Ihr die ganze Zeit das Gleiche wiederholen, ohne dass Ihr dessen überdrüssig werdet.

Das ist sehr wichtig, wenn Ihr die Begriffe und Ausdrücke langfristig behalten wollt.

Deshalb ist die Musik eine sehr wertvolle Stütze zum Englisch Lernen.

Nachrichten auf Englisch

Eine weitere interessante pädagogische Lernhilfe: die Presse.

Nachrichten sind aus 3 Gründen interessant:

  • Sie erlauben Euch, Euch über nationale oder internationale Schlagzeilen auf dem Laufenden zu halten.
  • Sie verbessern Euer Vokabular.
  • Sie sind jeden Tag anders.

Ihr habt mehrere Möglichkeiten:

  • Englischsprachige Nachrichtenkanäle verfolgen
  • Englischsprachige Zeitungen lesen

In beiden Fällen solltet Ihr Euch nicht aufregen, wenn Ihr nicht alles versteht. Das ist normal. Besonders, wenn Ihr gerade mit dem Lernen der englischen Sprache anfangt.

Stattet Euch mit einem kleinen Notizbuch aus und notiert die Wörter, die Ihr nicht versteht. Ihr könnt sie später übersetzen.

Lernt Ihr vor dem Fernseher, konzentriert Euch maximal für eine Zeitspanne von 5 Minuten auf das Gesehene und Gehörte. Versucht, zu verstehen, was gesagt wird und aufzuschreiben, was Ihr nicht verstanden habt.

Dann, sobald die Sendung vorüber ist, recherchiert die Übersetzung dessen, was Ihr nicht verstanden habt.

Im Allgemeinen beziehen sich Journalisten oft auf die Informationen, über die am Vortag berichtet wurde. Sie bauen sie mit neuen Erkenntnissen aus.

Nachrichten wiederholen sich also relativ beständig. Das kann Euch helfen, Euch in der Fremdsprache zu verbessern.

Das ist ein exzellentes Mittel, Englisch zu lernen und Euch mit verschiedenen semantischen Feldern vertraut zu machen (Wirtschaftsenglisch ist ein gutes Beispiel dafür.)

Wann hast Du dich das letzte Mal hingesetzt, um vor dem Fernseher oder mithilfe einer Zeitschrift eine Sprache zu lernen? Seien es Zeitschriften oder Nachrichten, die im Fernsehen übertragen werden: Um das Sprachverständnis zu verbessern, sind alle Medien hilfreich. | Quelle: Pixabay

Englische Bücher

Ihr lest gerne? Warum verbindet Ihr nicht Eure Passion mit dem Wissensdurst, eine neue Sprache zu lernen?

Beginnt, entsprechend Eures Englischlevels, mit mehr oder weniger einfachen Werken.

Seid Ihr zum Beispiel Anfänger, haltet Euch an Kinderbücher. Aus denen lernt Ihr Grundvokabular, das praktisch für den Alltag ist.

Fühlt Ihr Euch mit diesem einmal sicher, könnt Ihr zu Jugendromanen übergehen. Warum zieht Ihr keinen Nutzen daraus? Sie können durchaus amüsant sein. Nicht zuletzt könnt Ihr auch einfach wieder in die Welt von Harry Potter eintauchen…

Sobald Ihr Eure Verständnisschwierigkeiten überwunden habt und Euch mit der Lektüre wohlfühlt, legt noch eins drauf, und zwar mit Romanen, von denen bekannt ist, dass sie etwas schwieriger zu lesen sind.

Wie wäre es etwa mit „A Song of Ice and Fire“ von George RR Martin, welches die Grundlage für die TV-Serie Game of Thrones lieferte?

Habt Ihr außerdem eine bestimmte Leidenschaft, ist es auch möglich, Euch Fachbüchern zuzuwenden. Das können Geschichtsbücher oder Bücher über Kunst, Theater, Wirtschaft, Marketing, das britische Königreich oder ein anderes Fachgebiet sein.

An dieser Stelle liegt es an Euch, den Fachbereich auszuwählen, der am besten zu Euch passt.

Englischsprachige Filme und Serien

Es ist unmöglich, die amerikanische und englische Filmlandschaft außer Acht zu lassen.

Wenn Ihr Cineasten seid oder regelmäßig bei Netflix & Co. aus dem Vollen schöpft, werdet Ihr beim Lesen der folgenden Zeilen äußerst zufrieden sein: Ja, es ist möglich, Fortschritte im Englischen zu machen, indem man sich Filme und Serien ansieht.

Das wiederum erfordert eine andere Herangehensweise und einige Wiederholungen:

  • Beginnt damit, den Film oder die Episode, die Ihr ausgewählt habt, in Originalversion mit deutschen Untertiteln zu sehen.
  • Schaut den Film/die Episode noch einmal mit englischen Untertiteln.
  • Schaut ihn/sie ein letztes Mal in der Originalversion und diesmal ohne Untertitel.

Die 3 Punkte bieten eine Methode. Diese lässt sich allerdings variieren. Mit allen übt Ihr Hören und Lesen in der Fremdsprache.

Im Kontext des Erlernens einer Sprache darfst du sogar Trash-Filme ohne schlechtes Gewissen ansehen. Sogar aus Filmen und Serien, die sonst pädagogisch wenig wertvoll sind, könnt Ihr etwas herausziehen: Fürs Sprachenlernen eignen sie sich immernoch wunderbar. | Quelle: Pixabay

Eine radikale Herangehensweise übernehmen

Weil es schwieriger ist, komplett ins Englische einzutauchen, wenn Ihr zu Hause bzw. in einer gewohnten Umgebung bleibt, müsst Ihr drastische Maßnahmen ergreifen.

Wenn Ihr schnell bilingual werden wollt, solltet Ihr Euch auf einige Veränderungen in Eurem Leben vorbereiten. Diese beinhalten den „Massive Input“, auf Deutsch auch Immersion genannt.

Keine Angst, auch das schafft man.

A) Stellt Euer Telefon auf Englisch

Nach der Umstellung beim Fernsehen, der Musik, den Büchern und der Presse raten wir Euch, all Eure Apparate auf Englisch umzustellen.

Und weil wir so viel Zeit vor dem Smartphone verbringen, ist es besonders wichtig, dass Ihr auch hier die Sprache umstellt. Indem Ihr das tut, „formatiert“ Ihr Euer Gehirn.

Denn ja, die Grundlage für den „Massive Input” stützt sich auf den Fakt, dass Ihr alles, was sich in Eurem Leben um die Aufnahme von Information dreht, auf Englisch umstellt.

Das Ziel: Von Eurem Gehirn zu fordern, dass es im sprachlichen Bereich Automatismen annimmt.

B) Sein GPS auf Englisch anhören und ihm auf Englisch folgen

Neben dem Smartphone denken wir auch an das Ortungssystem für das Auto. Weil dieses Ding unverzichtbar für jede längere Autoreise geworden ist (und oft auch, wenn wir zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind), benutzen wir es andauernd. Also stellt es einfach auch auf Englisch um.

Ein GPS, das auf Englisch gestellt ist, ist ein hervorragendes Mittel, um das Hören und das Sprachverständnis zu trainieren. Auch, wenn Ihr es nicht jeden Tag benutzt, raten wir Euch, das Gerät unverzüglich auf Englisch umzustellen.

C) Alles auf Englisch machen

Ihr habt verstanden: Um zweisprachig zu werden, ohne sich in einem anglofonen Land aufzuhalten, müsst Ihr Euch in eine Situation begeben, die ein passives Lernen der Sprache fördert.

In einem englischsprachigen Land kann man gar nicht anders, als direkt in die Sprache einzutauchen (unter der Bedingung, dass Ihr gleichzeitig ein wenig von Eurer Muttersprache ablasst). In einem deutschsprachigen Land ist das schwieriger. Deshalb raten wir Euch, alle Geräte auf Englisch umzustellen.

Immer, wenn Ihr die Möglichkeit habt, Deutsch zu vermeiden: Tut es.

Wenn Ihr fernseht, Bücher lest, Radio hört, Eure Lieblingsspiele spielt oder Musik hört: Je mehr Ihr Englisch in Euer Leben einbaut, desto wohler fühlt Ihr Euch bald in der Sprache.

So beginnt Ihr irgendwann vielleicht ja auch damit, auf Englisch zu denken!

Mit Englisch zweisprachig zu werden ist möglich, ohne zu verreisen.

Voraussetzungen dafür sind allerdings einige Umstellungen in Eurem Leben und ein gewisser persönlicher Einsatz.

Aber mit diesem Engagement und mit Motivation werdet Ihr es schaffen, mindestens so erfolgreich zu werden wie jemand, der mehrere Monate in einem englischsprachigen Land gelebt hat.

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