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Welche Ausbildung brauche ich, um Arabischlehrer zu werden?

Von Lea, veröffentlicht am 11/01/2019 Blog > Sprachen > Arabisch > Welches Sprachniveau ist erforderlich, um Arabisch zu unterrichten?

Während in Deutschland fast jeder Englisch und Französisch oder Spanisch quasi von alleine in der Schule lernt, tauchen immer mehr neue, außergewöhnlichere Sprachen in der Nachfrage von Sprachbegeisterten auf. Dazu gehört auch Arabisch, denn Arabisch Lernen bringt einem viele Vorteile.

Jeder Arabischschüler braucht logischerweise einen Arabischlehrer. Ihr sprecht Arabisch und möchtet Arabisch unterrichten? Tolle Sache, aber welches Niveau braucht Ihr selbst, um Arabischunterricht geben zu können? Braucht Ihr ein bestimmtes Zertifikat oder Studium?

Wir von Superprof fassen Euch in diesem Artikel die wichtigsten Informationen zusammen, die Ihr benötigt, um erfolgreich und richtig Arabisch Lehrer in Deutschland werden zu können.

Arabischunterricht in Deutschland

Es gibt verschiedene Arten von Arabisch Sprachkursen in Deutschland.

Klar, Ihr könnt Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch oder Deutsch als Fremdsprache unterrichten, aber auch für besondere Sprachen wie Ungarisch, Japanisch, Koreanisch, Mandarin Chinesisch und Arabisch gibt es eine immer höhere Nachfrage. Tatsächlich möchten immer mehr Deutsche Arabisch lernen.

Doch wie sieht es mit dem Angebot aus? Gibt es viele Arabischlehrer in Deutschland?

Noch fällt die Antwort auf diese Fragen relativ negativ aus, besonders, da es noch keine richtige Ausbildung zum Arabischlehrer gibt. Aus diesem Grund richten sich die meisten Leute, die Arabisch unterrichten wollen, an Agenturen, Sprachschulen oder ähnliche Organismen.

Hier hat man am ehesten die Möglichkeit, einen Arabisch Sprachkurs zu finden. Aber wie wird man nun Arabischlehrer?

Die 3 Arten von Arabischunterricht

Es gibt 3 Arten von Arabischsprachkursen:

  • Arabischunterricht in einer Bildungseinrichtung, der darauf ausgelegt ist, nicht nur die arabische Sprache, sondern auch die Kultur und Geschichte der arabischen Welt zu vermitteln.
  • Arabischkurs in Schulen oder Universitäten als Einführung in die Sprache und normaler Sprachunterricht, ähnlich wie Englisch oder Französisch.
  • Arabischstunden von einer religiösen Einrichtung aus, meist in einer Moschee oder einem arabischen Institut. Häufig spezialisiert auf Hocharabisch oder Arabisch für den Koran.

Diese verschiedenen Unterrichtsarten sind alle in Deutschland noch sehr wenig verbreitet, besonders in Schulen. Zurzeit existiert allerdings eine politische Debatte, Arabischunterricht vermehrt einzuführen. Schließlich könnte so womöglich die Integration von Kindern mit arabischem Hintergrund erleichtert werden.

Heute gibt es an öffentlichen Einrichtungen so gut wie ausschließlich in der Universität Arabisch als Sprachkurs, z.B. im Arabistik und Islamwissenschaften Studium oder für Studenten der internationalen Beziehungen.

Arabisch Privatunterricht

Unter diesen Voraussetzungen ist es keine Überraschung, wenn viele Arabischlehrer privat nach Schülern für Ihren Arabischkurs suchen, zum Beispiel über eine Nachhilfe Plattform im Internet wie Superprof.

Im Einzelunterricht hat der Lehrer die Möglichkeit, den Sprachkurs ganz personalisiert für jeden Schüler zu gestalten. Wenn man die verschiedenen Arten von Sprachkursen kennt, die Kenntnisse und Ziele des Schülers in Betracht zieht und weiß, welche Vorgaben es für Arabisch Sprachzertifikate gibt, kann ein Lehrer den Unterricht optimal an die Bedürfnisse des Schülers anpassen.

Ihr wollt richtig guten Unterricht geben? Als Privatlehrer könnt Ihr Euch voll und ganz auf einen Schüler konzentrieren. | Quelle: Pixabay

Wer sich auf einer Plattform für Privatunterricht einschreibt kann seine Kompetenzen leichter verbreiten, als in einer Arabisch Sprachschule oder Universität. Schließlich ist das Internet für viele die allererste Quelle, die nach einem Sprachkurs suchen.

Allerdings gibt es einige Kriterien, die jeder Arabischlehrer erfüllen sollte:

  • Erfahrung im Unterrichten haben
  • Pädagogisches Denken
  • Im besten Fall ein Arabisch Sprachzertifikat
  • Regelmäßige Verfügbarkeit
  • Sich auf einen Stundenlohn zwischen 15 und 25 Euro einstellen, je nach Region und Situation

Diese Ausbildung und Zertifikate braucht Ihr, um Arabisch zu unterrichten

Egal was Euer Hintergrund ist, Euch muss klar sein, dass man sich als Lehrer auf Arabischunterricht vorbereiten muss. Allerdings ist Arabisch die einzige Sprache der Vereinten Nationen, für die es in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine universitären Qualifizierungsangebote für schulische Lehrkräfte bestehen. Es ist also sehr schwierig, Arabischlehrer in Deutschland an einer öffentlichen Einrichtung zu werden.

Einfacher ist das Ganze daher, wenn Ihr privat Arabisch unterrichten wollt. Meldet Euch bei einer Plattform wie Superprof an, über die Ihr ganz einfach Schüler in Eurer Nähe findet. Doch auch als private Arabischlehrer habt Ihr natürlich eine große Verantwortung für den Fortschritt und Erfolg Eurer Schüler. Ihr müsst also einige Voraussetzungen erfüllen.

Als Arabisch Muttersprachler braucht Ihr womöglich kein ausführliches Arabisch-Studium, allerdings müsst Ihr Euch noch einmal ganz genau mit der arabischen Grammatik auseinandersetzen. Könnt Ihr alle Grammatik Regeln, die Ihr automatisch befolgt, auch gut erklären?

Als Nicht-Muttersprachler braucht Ihr offensichtlich selbst einmal einen guten Arabisch Sprachkurs und ein entsprechendes Zertifikat.

Offizielle Arabisch Sprachniveaus

Genau wie in anderen Sprachen gibt es auch für Arabisch offizielle Niveaustufen, die Eure Sprachkenntnisse beschreiben. Mit dem europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachen werden diese Kenntnisse in die Stufen A1 (Absoluter Anfänger) bis C2 (Annähernd muttersprachliche Kenntnisse) eingeteilt.

Diese Stufen dienen zum internationalen Vergleich und werden auch für Sprachzertifikate genutzt, damit Ihr Euer jeweiliges Sprachniveau schnell und übersichtlich nachweisen könnt. Auch für Arabisch existiert diese Einteilung.

Als Arabischlehrer solltet Ihr auf jeden Fall mindestens 3 Jahre mehr Erfahrung mit der Sprache haben, als Euer Schüler. Das bedeutet auch dass Ihr mindestens 2, am besten 3 oder mehr Stufen höher auf der Skala des europäischen Referenzrahmen stehen solltet. Wenn Euer Schüler also z.B. das Niveau A2 hat, solltet Ihr B2 höher haben.

Euer Sprachniveau könnt Ihr übrigens ganz schnell und einfach im Internet testen. Allerdings ist ein offizieller Sprachtest Arabisch sehr viel aussagekräftiger und im Anschluss erhaltet Ihr ein Zertifikat, das Eure Kenntnisse genau nachweist.

Der bekannteste offizielle Sprachtest für Arabisch heißt telc. Das steht ganz einfach für The European Language Certificates. Er entspricht in etwa dem TOEFL oder IELTS in Englisch.

In der telc Arabischprüfung werden dann Euer schriftliches und mündliches Verständnis getestet. Dazu gehören je nach Niveau verschiedene Aufgaben in Arabisch Lesen, Schreiben, Hörverstehen und Kommunikation. Der mündliche Teil findet in der Regel mit anderen Teilnehmern oder einem Prüfer statt. Insgesamt dauert die Prüfung zwei bis drei Stunden.

Mit einem offiziellen Sprachzertifikat seid Ihr Euch nicht nur selbst sicher, dass Ihr Arabisch unterrichten könnt, sondern werdet auch sehr viel leichter Arabischschüler finden. Schließlich ist ein Lehrer mit einem Nachweis für seine Sprachkenntnisse sehr vertrauenswürdig.

Arabisch Studieren

Eine sehr naheliegende Ausbildung zum Arabischlehrer ist ein Arabisch Studium. In Deutschland habt Ihr die Möglichkeit, die Fächer Arabistik und Islamwissenschaften zu studieren.

In diesem Studium lernt Ihr nicht nur Modernes Standard Arabisch fließend und sogar einige arabische Dialekte, sondern erfahrt auch alles, was es über die Geschichte, Kultur, Politik und Gesellschaft der arabischen Welt zu wissen gibt. Dazu gehören außerdem Arabisches Recht und die wirtschaftlichen Gegebenheiten im Nahen und Mittleren Osten, was Euch auch zu einer großen Karriere verhelfen kann.

Der Bachelor in Arabistik ist meist auf 6 Semester ausgelegt. Anschließend könnt Ihr in 4 Semester einen Master machen.

Interessiert Ihr Euch für die arabische Welt? Im Arabistikstudium beschäftigt Ihr Euch auch mit der arabischen Geschichte und Kultur. | Quelle: Pixabay

Arabischlehrer werden mit einem Pädagogik Studium

Das Pädagogikstudium wird auch als Erziehungswissenschaften oder Bildungswissenschaft bezeichnet. Wie der Name schon andeutet qualifiziert Euch dieses Studium für verschiedene Bereiche im Bildungswesen.

Besonders für die Arabischmuttersprachler unter Euch kann dieser Weg ziemlich interessant sein. Schließlich sprecht Ihr schon zu gut Arabisch, um das Fach noch einmal über mehrere Jahre zu studieren – für eine Auffrischung der Grammatikregeln reicht meist ein kurzer Kurs oder sogar ein Selbststudium. Jetzt fehlt Euch also nur noch der Pädagogik-Teil.

Im Pädagogik-Studium lernt Ihr Aspekte der Soziologie, Philosophie und Psychologie und setzt Euch damit auseinander, wie Bildungsprozesse gestaltet werden können. Die perfekte Grundlage also für jeden, der Lehrer werden möchte!

Pädagogik wird an mehr als 35 deutschen Hochschulen angeboten, darunter der LMU in München, der Uni Würzburg und der Uni Köln.

Arabisch online unterrichten

Mit dem Internet und insbesondere mit sozialen Medien wie YouTube könnt Ihr heutzutage ganz einfach Euren eigenen Arabisch Sprachkurs online anbieten. So haben alle, die sich für Arabisch interessieren, Zugriff auf Eure Tipps und Arabisch Lektionen.

Eine tolle Möglichkeit, auf diese Weise auch Schüler für einen richtigen Sprachkurs zu bekommen, ist es z.B., wenn Ihr nur Teile der Arabischlektionen über die arabische Schrift oder Grammatik online hochladet. Wer mehr erfahren und richtig Arabisch lernen will, ist dann sehr daran interessiert, von Euch persönlich Arabisch zu lernen.

Online Arabischunterricht geht schließlich auch per Webcam. Mit Skype, Face Time oder anderen Tools könnt Ihr Schüler von überall kontaktieren.

Für diese Art von Unterricht braucht Ihr eigentlich kein richtiges Diplom, denn schließlich stellt Ihr im Video bereits Eure Arabisch Sprachkenntnisse unter Beweis und diese Art des Unterrichts wird von Euren Schülern auf jeden Fall mit Begeisterung aufgenommen.

Wir hoffen, dass Ihr jetzt einen großen Schritt weitergekommen seid mit der Planung, Arabischlehrer zu werden. Schaut Euch ruhig einmal bei Superprof um und erstellt Euch ein Profil als Lehrer – Ihr werdet schon bald mit dem Unterrichten loslegen können!

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