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Das müsst Ihr wissen, wenn Ihr Arabisch Lehrer werden wollt

Von Lea, veröffentlicht am 11/01/2019 Blog > Sprachen > Arabisch > Arabisch Sprachkurse geben: Tipps & Tricks für angehende Arabischlehrer

Arabisch ist Eure Muttersprache oder Ihr lernt seit vielen Jahren Arabisch und könnt inzwischen fließend Arabisch lesen, sprechen und schreiben? Wieso macht Ihr das nicht zu Eurem Beruf und werdet Arabisch Lehrer?

Klingt super, schließlich kann man sich mit Arabisch Unterricht ziemlich einfach schnell etwas Geld dazuverdienen. Aber welches Niveau braucht Ihr, um Arabisch unterrichten zu können und ist der Beruf als privater Arabischlehrer vom Staat reguliert?

In diesem Artikel erklären wir Euch alles, was Ihr übers Arabisch Unterrichten wissen müsst, damit Ihr erfolgreiche Arabischlehrer werden könnt.

Wie werde ich Arabischlehrer?

Viele Sprachbegeisterte denken bei neuen Sprachen erst einmal an Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Mandarin, Japanisch oder Russisch – aber Arabisch?

Irgendwie denkt man nur selten daran, dabei ist Arabisch zu lernen und unterrichten eine unglaublich spannende Aktivität. Arabisch gibt es schon seit mehr als 2000 Jahren und ist die Muttersprache von mehr als 270 Millionen Einwohnern. Arabisch hat sich stets an seine Zeit angepasst und ist so noch heute eine der wichtigsten Sprachen der Welt.

Um Arabisch unterrichten zu können, braucht Ihr einige Fähigkeiten und Eigenschaften:

  • Ihr müsst Euch extrem gut mit der arabischen Sprache und ihren Dialekten auskennen
  • Gut zuhören können
  • Geduld
  • Euch an Eure Schüler anpassen
  • Eure Lehrmethoden gut umsetzen
  • Euer Wissen weitergeben können
  • Gute zwischenmenschliche Fähigkeiten
  • Ein Arabisch Sprachzertifikat vorweisen können
  • Streng und gleichzeitig freundlich und offen sein
  • Gut unterrichten
  • Zeitlich verfügbar sein
  • Organisationstalent

Wenn Ihr Lehrer werden wollt, ist der klassische Weg über ein Studium in Arabistik und Islamwissenschaften. Hier lernt Ihr alles über die Geschichte und Gegenwart der arabischen Welt, von Politik über die Kultur bis hin zur arabischen Sprache.

Wie wäre es mit einem Arabisch Studium? Um Arabischlehrer zu werden, könnt Ihr Arabistik studieren. | Quelle: Pixabay

Euch sollte jedoch bewusst sein, dass es sehr viel weniger offene Posten für Arabischlehrer gibt, als zum Beispiel für Englisch- oder Französischlehrer, besonders für Nicht-Muttersprachler. Am besten seid Ihr wahrscheinlich in einer arabischen Sprachschule, einer Universität oder als privater Arabischlehrer aufgestellt.

Wer Arabischunterricht nur nebenbei machen möchte, kann natürlich auch privat Arabischlehrer werden. Wenn Ihr Euch mit Eurem Sprachniveau sicher genug fühlt, um Arabisch anderen beibringen zu können, dann könnt Ihr Euch entweder in einem Arabisch Sprachinstitut bewerben oder privat Arabischunterricht anbieten.

So könnt Ihr Arabisch unterrichten, dabei Geld verdienen und bleibt selbst im Training. Auf Plattformen wie YouTube könnt Ihr z.B. sogar einen online Arabisch Sprachkurs geben. Das geht übrigens auch mit einem Massive Open Online Course (MOOC) zum Thema Arabisch Lernen. Übers Internet erreicht Ihr nämlich unglaublich viele Schüler.

Welches Sprachniveau brauche ich, um Arabisch unterrichten zu können?

Selbst um privat Arabisch unterrichten zu können, solltet Ihr ein Sprachzertifikat vorweisen können. Das ist zwar keine förmliche Voraussetzung, allerdings könnt Ihr so sehr viel schneller und einfacher das Vertrauen neuer Schüler gewinnen.

In Deutschland darf jeder ab 16 Jahren jobben. Kinder unter 16 Jahre dürfen das übrigens auch, allerdings nur mit Erlaubnis der Eltern. Arabisch kann also so gut wie jeder legal privat unterrichten. Allerdings gilt die Formel, dass ein guter Arabischlehrer mindestens 3 Jahre mehr Erfahrung mit der Sprache haben sollte, als sein Schüler.

Die Nachfrage für Arabischlehrer steigt mit jedem Jahr und es gibt zahlreiche Arten von Arabischunterricht:

  • In der Schule
  • In AGs und Organisationen (z.B. Sprachschule)
  • In religiösen Instituten
  • In Privatinstituten, die Euch die arabische Sprache und Kultur nahebringen
  • Privat organisierter Arabischunterricht zuhause

Um Arabischlehrer werden zu können, müsst Ihr erst einmal selbst Arabisch lernen. Auch als Muttersprachler solltet Ihr Euch übrigens noch einmal genau mit den arabischen Grammatikregeln auseinandersetzen, bevor Ihr ans Unterrichten geht.

Während Eures Arabisch Studiums lernt Ihr dann fließend Arabisch. Dazu gehören die arabische Grammatik, arabischer mündlich und schriftlicher Ausdruck, arabische Schrift, arabische Geschichte, das arabische Alphabet und sprachliche sowie kulturelle Hintergründe.

Weist Eure Sprachkenntnisse nach. Ein Arabisch Sprachzertifikat oder Diplom ist sehr hilfreich für Arabischlehrer. | Quelle: Pixabay

Wie bereits erwähnt braucht Ihr als privater Arabischlehrer nicht unbedingt ein Diplom oder Zertifikat. Allerdings müsst Ihr Eure Sprachkenntnisse nachweisen können und ein Arabisch Sprachtest kann Euch dabei helfen, das Vertrauen Eurer zukünftigen Schüler zu wecken – das kann sich dann übrigens auch in den Preisen für Euren Arabischunterricht widerspiegeln…

Wenn Ihr die arabische Sprache beherrscht, braucht Ihr nicht unbedingt eine Ausbildung als Lehrer. Pädagogische Fähigkeiten sind jedoch nötig, um Euren Schülern das arabische Alphabet, arabische Vokabeln, die arabische Grammatik und Arabisch Lesen und Schreiben beizubringen.

Jetzt braucht Ihr nur noch Schüler für Euren Arabisch Unterricht…

Wie finde ich Schüler für meinen Arabisch Sprachkurs?

Egal ob Ihr Arabisch Muttersprachler seid oder Arabisch als Fremdsprache studiert habt – Ihr wollt die Sprache jetzt unterrichten und dafür braucht Ihr besonders eines: Schüler!

Aber wie findet man Kunden für einen Arabisch Sprachkurs?

Versucht es erst einmal mit Euren persönlichen Kontakten. Fragt bei Euren Freunden und Bekannten nach, ob jemand jemanden kennt, der Arabisch lernen möchte. Das ist wichtig, denn so habt Ihr gute Chancen, Euren ersten Arabisch Schüler zu finden. Wenn Ihr in Eurem Bekanntenkreis verbreitet, dass Ihr guten Arabischunterricht gebt und auf der Suche nach Schülern seid, dann wird sich diese Nachricht wie im Lauffeuer verbreiten – und ehe Ihr Euch verseht, habt Ihr gleich mehrere interessierte Kontakte!

Sollte das Euch zu lange dauern oder beim ersten Versuch nicht klappen, könnt Ihr auch kostenlose Kleinanzeigen aufgeben: In der Stadt, im Supermarkt um die Ecke, bei einer Moschee, in Schulen, Universitäten und im Internet. Stellt Euch interessant dar und hebt Eure Arabischkenntnisse und Eure Erfahrungen hervor.

Auf Plattformen wie Superprof könnt Ihr Euch ein Profil als privater Arabisch Lehrer anlegen. Hier könnt Ihr Eure Erfahrungen, Sprachkenntnisse, Eure Beziehung zur arabischen Sprache sowie Eure Unterrichtsmethoden angeben. Die potenziellen Schüler in Eurer Nähe finden Euch dann wie von alleine!

Per Webcam könnt Ihr übrigens auch mit Schülern aus ganz Deutschland in Verbindung treten und Arabisch online unterrichten.

Wie findet Ihr Schüler für Euren privaten Unterricht? Bei einer Online Plattform wie Superprof findet Ihr ganz einfach Schüler. | Quelle: Pixabay

Wenn Ihr Euch bei Superprof anmeldet, um Euren Arabischunterricht zu verbreiten, werdet Ihr:

  • Euren Schülern Arabisch beibringen können
  • Das arabische Alphabet unterrichten
  • Arabisch Lesen und Schreiben beibringen
  • Arabische Vokabeln unterrichten
  • Arabische Ausdrücke weitergeben
  • Arabische Aussprache mit Euren Schülern trainieren
  • Ihre Kenntnisse über arabische Wörter verbessern
  • Arabische Grammatik unterrichten

Der letzte wichtige Schritt, um Euer Profil als Arabischlehrer zu vervollständigen, ist das Festsetzen Eures Preises – wie viel soll Euer Arabischunterricht kosten?

So wählt Ihr den richtigen Preis für Euren Arabischunterricht

Mit Eurem Arabisch Sprachkurs wollt Ihr natürlich nicht nur ehrenhaft Eure Arabischkenntnisse weitergeben, sondern auch Geld verdienen. Der durchschnittliche Preis für eine Stunde Arabischunterricht liegt in Deutschland um die 20 Euro.

Der Tarif kann jedoch stark variieren, je nach Sprachniveau des Lehrers, dem unterrichteten Niveau des Schülers, der Anzahl der Stunden pro Woche, der Distanz zum Schüler, der wirtschaftlichen Lage der Region und nach Alter und Situation Eures Schülers (für Kinder solltet Ihr weniger verlangen, als für Berufstätige, die Business Arabisch lernen wollen).

Man kann noch immer beobachten, dass in den alten Bundesländern die Preise im Durchschnitt höher liegen, als in den neuen.

Hocharabisch hat außerdem meist andere Preise, als ein bestimmter Dialekt. Ihr könnt Eure Tarife natürlich auch je nach Form des Sprachkurses variieren, z.B. Intensivkurs und einfacher Arabisch Sprachkurs einmal pro Woche.

Bei der Festsetzung Eurer Preise für Euren Arabisch-Unterricht solltet Ihr folgende Aspekte beachten:

  • Schaut Euch auf dem Markt um: Vergleicht die Preise in der Region
  • Gebt Eure Zielgruppe an: Wollt Ihr Studenten, Schüler, Anfänger oder Erwachsene unterrichten?
  • Legt Eure Arten von Arabischunterricht fest: Intensiv Sprachkurs Arabisch, Arabisch für Anfänger, Arabisch Einzelstunden, Arabisch Gruppenstunden
  • Erwähnt Euer eigenes Niveau und Eure Erfahrungen, Diplome und alles, was mit Eurem Arabischkurs zu tun hat
  • Schätzt das Niveau Eurer neuen Schüler ein, um Euch daran anzupassen
  • Verändert Eure Preise: Es braucht im Schnitt 88 Wochen, um Arabisch zu lernen – wie wäre es also z.B. mit einem Mengenrabatt oder einer Art Zehnerkarte?
  • Passt Eure Preise an die Wirtschaftslage in Eurer Region an
  • Legt eine Spezialisierung fest: Hocharabisch, Arabische Dialekte, Arabisch für den Koran, ägyptisches Arabisch, syrisches Arabisch usw.

Überlegt Euch die Preise für Euren Unterricht genau. Mit Eurem Unterricht wollt Ihr auch Geld verdienen. | Quelle: Pixabay

Wenn Ihr all diese Faktoren aufgelistet habt, könnt Ihr den Preis für Euren Arabischunterricht festlegen. Er sollte zwischen 13 und 28 Euro liegen – abhängig von all den eben aufgezählten Faktoren!

Ihr werdet sehen, schon bald könnt Ihr mit dem Arabisch Unterrichten loslegen!

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