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Wie unterschieden sich die verschiedenen asiatischen Rezepte?

Von Lea, veröffentlicht am 08/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Asiatisch Essen: Ein Überblick über die Küche in Asien

Die angeblich “chinesischen” Restaurants in Deutschland vermischen häufig viele verschiedene Gerichte aus unterschiedlichen Teilen Asiens.

Ihr hattet sicherlich auch schon einmal in nur einem Restaurant die Wahl zwischen japanischem Sushi, vietnamesischen Sommerrollen und chinesischer Peking-Ente …

Die asiatische Küche basiert auf den wichtigsten Geschmacksarten: sauer, süß, salzig, bitter und natürlich scharf.

Für unsere Geschmacksnerven, die nur süß und salzig gewöhnt sind, kann das anfangs vielleicht ein Schock sein – aber auch genau aus diesem Grund und dieser Spannung ist die asiatische Küche so beliebt.

In diesem Artikel erfahrt Ihr alles über die verschiedenen Arten von asiatischem Essen.

Die chinesische Küche

In einem so großen Land erwarten Euch natürlich auch einige kulinarische Unterschiede. Man sollte also eigentlich eher von „den chinesischen Küchen“ sprechen, als von nur einer Art von Essen.

Viele verschiedene Gerichte und Arten der Zubereitung bilden die chinesische Küche über das ganze Land hinweg.

Die bekanntesten Gebiete für chinesisches Essen sind Sichuan (im südlichen Zentrum, nahe Tibet), Shandong und Jiangsu (im Osten, in der Nähe von Shanghai) und Guangdong (im Süden in der Nähe von Hong Kong).

Es ist nur logisch, dass die regionale Küche in diesen Gebieten stark variiert, was von Faktoren wie Klima, geographische Lage, Geschichte und Lebensart abhängt.

Die grundlegenden Nahrungsmittel in China sind Fleisch, Reis, Nudeln und Gemüse. Man findet außerdem häufig Soja und Tofu sowie Gewürze wie Knoblauch, Ingwer, Schalotten, weißen Pfeffer und Sesamöl.

Auch Sojasauce und Reisessig werden häufig als Würzmittel in der chinesischen Küche verwendet.

Essen in China kann sehr unterschiedlich sein. Dim Sum und Dumplings sind Teil der kantonesischen Küche aus China. | Quelle: Pixabay

Schauen wir uns jetzt von Nord nach Süd die verschiedenen Eigenheiten der chinesischen Küche an:

  • Shandong: Auch bekannt als „Lu Küche“ und die Küche des chinesischen Kaiserhofes. Aus dieser Region kommt der meiste Essig, was man auch an den Gerichten merkt.
  • Jiangsu: Hier werden häufig saisonale Produkte als Zutaten genutzt. Die Zutaten müssen nach Farbe und Form zusammenpassen und eine Suppe dient dazu, einem Gericht mehr Geschmack zu verleihen.
  • Sichuan: Aus der Provinz Sichuan stammen die meisten scharfen chinesischen Gerichte. Die am häufigsten verwendeten Zutaten sind Knoblauch, betäubend scharfer Sichuan Pfeffer, Ingwer und Sesampaste. Passt auf die scharfen Chili Schoten in Eurem Essen auf!
  • Guangdong: Man kann hierzu auch getrost „kantonesische Küche“ sagen. Da Guangdong sehr nah am Meer liegt, nutzt die kantonesische Küche sehr viel Fisch und andere frische Meeresfrüchte. Kantonesischer Reis mit Schweinefleisch gehört zu den kantonesischen Spezialitäten.

Die traditionelle chinesische Medizin ist noch heute eine wichtige Grundlage in ganz China für die Zubereitung von ausgeglichenen Gerichten. In China ist Nahrung heute eine Form von Kunst in Geschmack und Darstellung geworden.

Essen ist außerdem sehr wichtig für ein soziales Leben in China und Zusammenkünfte unter Freunden oder mit der Familie, egal ob zuhause oder in einem Restaurant.

Die Chinesen treffen sich also eher in einer großen Gruppe in einem Restaurant zu einem Festessen, anstatt in einer Bar.

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Die thailändische Küche

Thailändische Köche achten besonders auf Präzision, Ausgleich und Variation der Zutaten.

Thailändisches Essen lebt von der Leichtigkeit der Gerichte mit starken Aromen und einer gewissen Schärfe.

Essen aus Thailand spricht all unsere Geschmackssinne an: süß, salzig, bitter, sauer und scharf.

Tatsächlich ist die thailändische Küche die beliebteste Gastronomie der Welt. Das kam bei der weltweiten Umfrage „World’s 50 Most Delicious Foods (Readers’ Pick)” von CNN Travel raus, die von mehr als 35.000 Personen beantwortet wurde.

Thailand ist das Land, aus dem die meisten am besten bewerteten Gerichte stammen: Tom Yam Goong (4. Platz), Pad Thai (5.), Som Tam (6.), Massaman Curry (10.) und Moo Nam Tok (36.).

Reis und Chili sind zwei Zutaten, die man auf jeden Fall mit der thailändischen Küche assoziiert.

Es werden allerdings auch Tomaten, Mais, Papaya, Ananas, Koriander, Cashew, Erdnuss und Produkte, die im 15. und 16. Jahrhundert aus Spanien und Portugal importiert wurden, benutzt.

Lernt jetzt in einem Thai Kochkurs, wie man Euer Lieblingsgericht aus Thailand zubereitet!

Die indische Küche

In der indischen Küche werden Gewürze, Gemüse, Kräuter und Früchte auf raffinierte Weise verwendet.

Bei der Größe des Landes, den Unterschieden in Klima, Kultur, Ethnie und Religion innerhalb von Indien gibt es allerdings auch hier gehörige Unterschiede in den indischen Gerichten.

Indisches Essen besteht häufig aus Pasten. In Indien werden viele Hülsenfrüchte und Linsen gegessen. | Quelle: Pixabay

Traditionen und Religion haben in Indien einen großen Einfluss auf die Essgewohnheiten der Inder.

So kommt es, dass eine große Mehrheit der indischen Bevölkerung vegetarisch ist.

Zu den Grundzutaten gehören daher viele stärkehaltige Lebensmittel und Hülsenfrüchte wie Perlhirse (bājra), Reis, Vollkornmehl (aṭṭa) und eine Vielzahl von Linsenarten wie Masoor (rote Linsen), Toor (Taubenerbsen) und Mong (Mungobohnen).

Eines der bekanntesten indischen Gerichte ist Dal (auch dhal, dahl oder daal) aus Linsen.

Dieses Gericht müsst Ihr unbedingt in Eurem Indisch Kochkurs lernen!

Die burmesische Küche aus Myanmar

Burmesische bzw. myanmarische Küche ist sehr stark von China, Indien und Thailand beeinflusst.

Allerdings haben Köche aus Myanmar ihre eigenen Zubereitungstechniken und bestimmte Geschmäcker beibehalten. Es gibt zahlreiche Varianten der sogenannten „Standard“ Gerichte.

Die Burmesen oder Myanmare essen weder mit Stäbchen noch mit einer Gabel, sondern immer mit der Hand – und zwar mit der rechten!

Sie formen eine kleine Reiskugeln zwischen ihren Fingern und lassen diese durch die verschiedenen Zutaten gleiten, bevor sie in ihrem Mund verschwindet.

In Birma ist man sehr viel Obst und Gemüse, außerdem gibt es viele Arten von Fleisch.

Eines der beliebtesten Gemüse ist danyin thi, eine Erbse, die auf einem Baum wächst, oder aber Archidendron pauciflorum, das Ihr vielleicht als Djenkol, Jenkol oder Jering kennt.

Erbsen werden meist gekocht oder geröstet und in Salz, Öl und ab und zu Kokosöl eingeweicht.

Die laotische Küche

Laos ist ein südostasiatisches Binnenland mit Grenzen an China, Myanmar, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Aus diesem Grund findet man in Laos kulinarische Einflüsse aus Kambodscha im Norden und aus Thailand im Süden.

Eine wichtige Zutat in der laotischen Küche ist klebriger Reis (sticky rice auf Englisch), den man mit der Hand isst.

Wusstet Ihr, dass der Reis im Laos am klebrigsten ist? Die Laoten bezeichnen sich selbst gerne als „luk khao niaow“, was wortwörtlich übersetzt „die Kinder des klebrigen Reises“ bedeutet.

Das typischste Gericht für Laos ist Larb mit Fleisch oder rohem Fisch (ähnlich wie Ceviche in Südamerika). Das Protein wird mit Gewürzen und Kräutern mariniert.

Ein weiteres bekanntes laotisches Gericht ist Tam Mak Hoong, ein würziger Papaya-Salat.

Auch in der laotischen Küche gibt es je nach Region des Landes zahlreiche Varianten. In der Hauptstadt Vientiane sind zum Beispiel einige französische Einflüsse aus der Kolonialzeit zu entdecken.

Manchmal gibt es Reis sogar zum Nachtisch! In Laos und Kambodscha wird sehr viel Reis gegessen. | Quelle: Pixabay

Die Küche in Kambodscha

Die kambodschanische Küche oder auch Khmer Küche besteht hauptsächlich aus tropischen Früchten, Reis, Nudeln und verschiedenen Suppen.

Die Gerichte spielen mit verschiedenen Geschmäckern, Temperaturen und Konsistenzen.

Reis ist das Grundnahrungsmittel, welches jeden Tag und zu jedem Gericht serviert wird.

Man isst den Reis in Kambodscha mit frisch gegrilltem Fisch, einer Suppe (samlor), einer Auswahl an Kräutern und mit Salat und Gemüse.

Es gibt zahlreiche Varianten von Reis (Wildreis, brauner Reis, klebriger Reis…), die für asiatische Gerichte verwendet werden. Klebriger Reis wird häufig als Dessert gegessen, zum Beispiel mit Mangoscheiben, Durian oder Kokosmilch.

In Kambodscha ist man Reis übrigens auch als Snack: frittierte Reiskuchen mit Schnittlauch und Spinat oder Reisbrei.

Die vietnamesische Küche

Auch die vietnamesische Küche trifft auf alle grundlegenden Geschmäcker und jedes Gericht kombiniert eines oder mehrere dieser Elemente.

Die wichtigsten Zutaten in Vietnam sind Fischsauce (nuoc mam), Krabbenpaste (mam tôm), Sojasauce, Reis, frische Kräuter, Obst und Gemüse.

Die vietnamesische Küche verwendet außerdem viele Gewürze und Kräuter wie Zitronengras, Ingwer, Minze, Koriander, Zimt, Chili oder Limette.

Die vietnamesische Küche wird häufig für die frischen Produkte geschätzt, ebenso für aromatische Gewürze und die Reichhaltigkeit und Frische der Zutaten aus Gemüse. In Vietnam wird außerdem weniger mit Öl und laktosehaltigen Zutaten gekocht, als in anderen Ländern.

Aus diesem Grund gehört vietnamesisches Essen zu den gesündesten Speisen der Welt.

Lernt am besten gleich, wie Ihr leckeres asiatisches Essen mit dem Wok kochen könnt!

Die japanische Küche

Die japanische Küche achtet besonders auf die Saison der einzelnen Zutaten, die Qualität der Produkte und ein ansprechendes Servieren.

Es gibt überhaupt kein Öl oder andere Fette im japanischen Essen. Der natürliche Geschmack eines Produktes wird so beibehalten.

Es gibt viele regionale Spezialitäten in Japan (kyōdo ryōri auf japanisch), Fisch ist aber so gut wie immer dabei.

Sushi und Sashimi findet Ihr überall im Land der aufgehenden Sonne, weshalb recht wenig Schauplatz für Gerichte mit Fleisch bleibt.

In Japan ist das Essen sehr gesund. Sushi kennt (und liebt) so gut wie jeder – aber was gehört noch zur japanischen Küche? | Quelle: Pixabay

Auf der Insel Okinawa im Süden Japans sorgt das andere Klima jedoch auch für eine andere Küche. Essen aus Okinawa ist von China beeinflusst, ebenso wie von der Süßkartoffel, die seit 1605 eine der Grundzutaten geworden ist.

Die traditionelle japanische Küche wird hier mit chinesischen und thailändischen Einflüssen vermischt. Die Technik des Destillierens des Awamori, dem typischen Schnaps aus Okinawa stammt zum Beispiel aus Thailand.

Die koreanische Küche

Koreanisches Essen basiert nach wie vor auf den prähistorischen Traditionen des Landes. Hier isst man meistens Reis, Gemüse und Fleisch. Die traditionellen Gerichte sind für ihre vielen Beilagen bekannt, die mit Dampfreis serviert werden.

Kimchi gibt es zu so gut wie jedem Essen: Diese scharfe Beilage wird aus Chinakohl, Rettich, Karotten, Knoblauch, Fischsauce, Schnittlauch, Lauchzwiebeln und vielen koreanischen Gewürzen hergestellt und fermentiert.

Weitere Bestandteile der koreanischen Küche sind Sesamöl, Doenjang (eine Paste aus fermentieren Sojabohnen), Sojasauce, Salz, Pfeffer und Gochujang (eine köstliche scharfe, fermentierte Paste).

Korean Barbeque oder Gogi Gui ist ein sehr beliebtes Essen. Hier wird Rindfleisch, Schweinefleisch oder anderes Fleisch auf einem Tischgrill direkt an Eurem Tisch in einer leckeren Marinade gegrillt und mit verschiedenen Beilagen gegessen.

Wart Ihr schon mal beim Korean BBQ? Kimchi ist ein köstlicher fermentierter Kohl aus Korea – Achtung, scharf! | Quelle: Pixabay

Fassen wir also zusammen:

  • Es gibt nicht nur eine einzige asiatische Küche, sondern viele verschiedene. Das ist genauso, als würden wir italienische, deutsche, griechische und französische Küche als eine allgemeine europäische Küche verallgemeinern – das würde niemandem je einfallen!
  • Die chinesische Küche variiert sehr stark in den verschiedenen Regionen des Landes. Generell ist sie nicht sehr scharf, außer in den südlichen Regionen Sichuan und Yunnan.
  • Die thailändische Küche ist sehr scharf und unterschiedlich. Es ist die beliebteste Küche der Welt – probiert also ruhig mal ein Pad Thai oder ein Thai Green Curry.
  • Die indische Küche ist hauptsächlich vegetarisch und sehr reichhaltig an Hülsenfrüchten. In diesem Land gibt es die meisten verschiedenen Arten von Linsen! Typische indische Gerichte sind Dal, Paneer und Curry. Ihr könnt außerdem das Getränk Lassi aus fermentierter Milch probieren.
  • Die burmesische Küche aus Myanmar beinhaltet viele Arten von Gemüse. Häufig wird Austernsauce bei der Zubereitung von Huhn oder traditionellen Gemüsepfannen verwendet.
  • Die laotische Küche ist der burmesischen sehr ähnlich. Typische Gerichte sind Suppen, Nudeln oder Würste aus Laos.
  • Die kambodschanische Küche besteht zum Großteil aus Reis. Seid darauf gefasst, zu jedem Gericht Reis in verschiedenen Formen serviert zu bekommen.
  • Die vietnamesische Küche ist eine der gesündesten Gastronomien der Welt! Probiert also Pho und Sommerrollen, Ihr werdet Euch in den Geschmack der Leichtigkeit verlieben.
  • Die japanische Küche ist ebenfalls sehr gesund aufgrund des geringen Fettanteils. Es werden viele Meeresfrüchte und Fische gegessen. Sushi, Sashimi und Miso Suppe werden Eurem Magen wohl bekommen!
  • Die koreanische Küche beinhaltet viel Reis, Gemüse und Fleisch. Die Koreaner sind die Meister des Barbecues!

Wenn Ihr durch Asien reist, werdet Ihr außerdem merken, dass die Tischmanieren recht anders sein können.

Wer richtig asiatisch Kochen lernen will, sollte sich jetzt nach einem Asia Kochkurs umschauen!

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