„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.“

– E.T.A. Hoffmann

Laut einer Umfrage gibt es ungefähr acht Millionen Klaviere in Deutschland. Trotz der beständigen großen Beliebtheit des Instruments, gingen die Verkaufszahlen im letzten Jahrhundert stark zurück.

Dies liegt nicht etwa an den hohen Preisen oder schwindendem Interesse, sondern daran, dass das Klavier im Vergleich im Gegensatz zu vielen anderen Instrumenten fast unbegrenzt „haltbar“ ist. Bei sorgsamer Pflege muss es nicht bereits nach einigen Jahren ausgetauscht werden.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Musik, die für Pianos komponiert wurde. Auch jahrhundertealte Werke werden heute noch gerne gespielt und gehört. Sie sind, wie das Instrument selbst, zeitlos.

Haydn, Liszt, Berlioz und Mendelssohn sind nur einige der großen Klavier Komponisten der Klassik und Romantik, die wir noch heute nicht nur aus dem Klavierunterricht Hannover kennen. Sie haben durch ihre Kompositionen viele Generationen von Musiker*innen beeinflusst. Ohne sie wäre die Musik, wie wir sie heute kennen, nicht denkbar.

Die Werke bekannter Komponisten*innen laden uns dazu ein, uns an einen Flügel oder ein Keyboard zu setzen und unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Entdecke also mit uns die größten Komponisten klassischer Musik.

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Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach ist der berühmteste Vertreter der Musikerfamilie Bach, die ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis weit ins 19. Jahrhundert hinein viele Stadtmusiker, Organisten und Komponisten hervorbrachte. Er wurde 1685 in Eisenach geboren und lernte bereits als Kind verschiedene Instrumente, darunter auch die Orgel, spielen.

Das Komponieren brachte sich Johann Sebastian Bach selbst bei. Er sah sich selbst nicht nur als Komponist, sondern vielmehr als Musikgelehrten. Er erforschte die Möglichkeiten der Komposition wie kein anderer vor ihm; besonders in Bezug auf die Harmonik beschritt er neue Wege, die die klassische Musik für immer veränderten.

Das Schaffen Bachs ist auch in der Quantität beachtlich: mehr als 1000 Kompositionen sind bekannt, darunter 200 Kantaten, unzählige Werke für Tasteninstrumente und sechs Suiten für Violoncello. Drei berühmte Werke von Johann Sebastian Bach sind die Matthäus-Passion, die Brandenburgischen Konzerte sowie Das wohltemperierte Clavier.

Für Pianist*innen dürfte vor allem letztgenanntes interessant sein. Das wohltemperierte Klavier ist eine Sammlung Präludien und Fugen in allen Tonarten.

Antonio Vivaldi

Der italienische Komponist Antonio Vivaldi war ein Zeitgenosse von Johann Sebastian Bach. Geboren wurde er 1678 in Venedig als Sohn eines Violinisten. So lernte auch schon früh das Geige spielen und wurde zu einem Virtuosen Violinisten und einem der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit.

Vivaldi komponierte fast 500 Konzerte für Soloinstrumente, ungefähr die Hälfte davon für Violine. Er war aber auch ein großer Liebhaber der Oper und hat, nach eigenen Aussagen, 94 Opern geschrieben. Davon sind bisher jedoch „nur“ 49 bekannt.

Das bekannteste Werk Vivaldis sind Die vier Jahreszeiten: vier Violinkonzerte, die jeweils eine Jahreszeit porträtieren.

Antonio Vivaldi gehört zu den ganz Großen unter den bekannten Komponisten. Dementsprechend werden seine Musikstücke auch heute noch viel gespielt. Sie wurden teilweise auch für andere Instrumente transkribiert, sodass Du auch auf dem Klavier Die vier Jahreszeiten spielen kannst. Viele frühe Transkriptionen von Vivaldis Werken für Klavier und Orgel stammen von Johann Sebastian Bach.

Johannes Brahms

Johannes Brahms war als Komponist, Pianist und Dirigent eines der Zugpferde der Epoche der Romantik.

Mit seinem immensen Werk hinterließ er einen unauslöschlichen Fingerabdruck in der klassischen Musik: 122 Kompositionen, davon 17 für Klavier. Neben anderen großen Komponisten wie Schumann oder Chopin scheinen diese Zahlen recht klein. Im Vergleich zu vielen seiner Kollegen ist er mit 63 Jahren auch vergleichsweise alt geworden.

Die Bedeutung Brahms für die europäische Musikgeschichte liegt vielmehr in seiner sehr eigenen und besonderen Art zu komponieren.

Brahms ist vor allem für seine uneinheitliche musikalische Herangehensweise bekannt. Neben seinen Klavierstücken findet man auch einige Präludien und Fugen für Orgel sowie einige eindrucksvolle Kammermusikstücke für kleinere Formationen.

Immer wieder als Erbe von Beethoven bezeichnet, wies Brahms Vergleiche dieser Art stets zurück. Diese kamen aber nicht von ungefähr. Brahms Schaffen zeichnet sich aus durch das Übernehmen tradierter Formen, aus denen er etwas Eigenes, Neues schuf.

Die erste Symphonie von Brahms wird oft scherzhaft als Beethovens zehnte bezeichnet.

Franz Liszt

Ein weiterer Komponist und Klaviervirtuose der Romantik ist Franz Liszt. Mit mehr als 1300 Werken und Bearbeitungen gehört er zu den produktivsten Komponisten seiner Zeit. Geboren wurde Liszt 1811 in Raiding (Österreich-Ungarn). Sein Vater war Verwaltungsbeamter und Musiklehrer. Das Notenschreiben brachte sich Franz Liszt in seiner Kindheit jedoch selbst bei.

Sein Werk beschränkt sich nicht nur auf Klavierkompositionen auch in der sinfonischen Dichtung und Orchestrmusik setzte er neue Impulse. Als Beispiel kannst Du Dir die Ungarischen Rhapsodien anhören.

Insbesondere erneuerte Franz Liszt die bis dahin übliche Form des Klavierspiels durch seine Kompositionen und sein eigenes außergewöhnliches, virtuoses Spiel. Von seinen Zeitgenoss*innen wurde er wie ein Popstar gefeiert.

Zudem gehört er zu den Gründungsmittgliedern des „Allgemeinen Deutschen Musikvereins“, der es sich zur Aufgabe machte, neuere Kompositionen aufzuführen und so zeitgenössische Komponisten zu unterstützen und zu fördern.

Franz Schubert

Der Wiener Franz Schubert kann als Vorgänger der großen romantischen Komponisten Mendelssohn, Schumann, Liszt und Brahms gesehen werden. Eine seiner ersten bekannten Kompositionen, eine Klavierfantasie in G-Dur, schrieb er bereits im Alter von 13 Jahren. Von seinem Vater gefördert, erhielt Schubert unter anderem Unterricht bei dem italienischen Komponisten Antonio Salieri.

Franz Schubert war in vielen Bereichen tätig. Er komponierte zum Beispiel Sinfonien, Ouvertüren, Kammermusik, Chormusik und Klaviermusik. Am bekanntesten und einflussreichsten dürften aber seine mehr als 600 Lieder sein. Dabei handelt es sich zumeist um Gedichtvertonungen für Gesangsstimme und Klavier.

Vielleicht kennst Du bereits einige Schubert-Lieder, ohne dass es Dir bewusst ist: Das Wandern ist des Müllers Lust, Heidenröslein oder Der Lindenbaum (Am Brunnen vor dem Tore) sind bereits im 19. Jahrhundert zu Volksliedern geworden.

Franz Schubert starb im Alter von nur 31 Jahren, wahrscheinlich an einer Infektionskrankheit.

Ludwig van Beethoven

Im Alter von 12 Jahren hatte er bereits drei kleine Sonaten geschrieben. Mit 26 fing der wichtigste Sinn für einen Komponisten an ihn im Stich zu lassen: das Gehör.

In der Mondscheinsonate verlieh er seinen negativen Gefühlen und dem Schmerz über das Ertauben Ausdruck.

Beethovens Kompositionen sind extrem interessant, weil sie sich zeitlich zwischen den Epochen der Klassik und der Romantik einordnen lassen.

Seine ersten Werke waren von der Wiener Schule (deren führende Köpfe Mozart und Haydn waren) geprägt. In der Folge veränderte sich sein Schaffen, wie sich die Musik im Allgemeinen veränderte. Schließlich gehörte Beethoven zu den großen Künstlern, die die nachfolgende Generation beeinflussten.

Sein Schaffen war auch unglaublich vielseitig: Kammermusik, Kirchenmusik, Schauspielmusik und natürlich die Symphonien, für die er immer noch bekannt und anerkannt ist.

Die 5. Symphonie ist wohl die bekannteste. Es gibt kaum jemanden, der nicht wenigstens die ersten Takte davon kennt.

Aus der 9. Symphonie kennst Du ziemlich sicher das Thema Ode an die Freude aus dem letzten Satz, das als offizielle Hymne der Europäischen Union verwendet wird.

Das ganze Werk zeugt von einer großen Virtuosität. Richard Wagner hielt Beethovens 9. für die beste Symphonie, die je geschrieben worden sei.

Traurige Berühmtheit erlangte sie auch als letzte Symphonie Beethovens. Der Fluch der neun – der Mythos, dass kein Komponist über seine neunte Symphonie herauskommt - wird durch sie weiter befeuert.

Beethoven befindet sich in dem Sinne in illustrer Gesellschaft mit Antonin Dvorak, Franz Schubert und Gustav Mahler.

Joseph Haydn

Im Klavierunterricht Berlin hast Du bestimmt schon von ihm gehört: Joseph Haydn gehört mit Beethoven und Mozart zu der berühmten „klassischen Trias“, den bedeutendsten Vertretern der Wiener Klassik. Auch wenn sie heute oft in einem Atemzug genannt werden, war Haydn erst einmal ein Vorbild für Mozart.

Ähnlich wie Beethoven steht er zwischen den Epochen. Er ist einer der Antriebe des Übergangs vom Barock in die Klassik.

Weltbekannt ist Haydn als großer Meister der Symphonie und Streichquartetten. Manche Expert*innen bezeichnen ihn als „Vater der Symphonie“ oder „Vater des Streichquartetts“.

Um Haydns Entwicklung zu verstehen, widmet man sich am besten seinen Symphonien; seinem Spezialgebiet. Über 40 Jahre hinweg komponierte er 106 der großen Orchesterwerke.

Es ist die einzige musikalische Form, der er sein Leben lang treu blieb. Obwohl er auch als Erfinder des Streichquartetts gilt, setzte er diese Ausdrucksform nur sehr sparsam ein.

Wolfgang Amadeus Mozart

Das Wunderkind!

Mozarts Einfluss ist enorm; auf die klassische Musik einerseits, andererseits ist sein Name ein Synonym für Genie, das sich schon in frühster Kindheit zeigt.

Als er im Alter von nur 35 Jahren starb, hinterließ er ein Werk von mehr als 600 Kompositionen.

Der 24 Jahre ältere Joseph Haydn sah in ihm den größten Komponisten aller Zeiten. Das ist ein durchaus schmeichelndes Kompliment vom großen Meister der Kunst der Symphonie.

Mozart war in gewisser Weise ein Erbe Haydns und führte, die von ihm entwickelten Formen weiter. Der Schwerpunkt seines Schaffens lag auf Symphonien, Konzerten und Sonaten. Das Genie beherrschte die drei klassischen Formen in Perfektion.

Robert Schumann

Auch Robert Schumann hat seinen Platz unter den größten Komponisten der Musikgeschichte. Sein Werk ist ein Höhepunkt der Romantik, die auf die Klassik folgte und sich ihr musikalisch entgegenstellte.

Schumann gehört mit Brahms und Schubert zu den bedeutendsten Verfechtern einer neuen Ausdrucksform, die in der Romantik entstanden ist: dem Lied, das ganz einfach als Vertonung von Gedichten definiert werden kann. Das Lied war vor allem beim deutschsprachigen Publikum sehr beliebt.

Das Schaffen des deutschen Komponisten Schumann war überaus vielseitig. Neben Liedern komponierte er auch für Stücke Symphonie- und Kammerorchester. Unter seinen Werken finden sich Geigen-, Cello- und Klavierkonzerte.

Besonders für seine Symphonien ließ er sich von Beethoven inspirieren.

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Frédéric Chopin

Frédéric Chopin war ein virtuoser Pianist einerseits, ein großer Komponist andererseits.

Wie sein Zeitgenosse Franz Liszt gehört er zu den Vätern der modernen Kompositionstechnik. Sein Einfluss auf nachfolgende Generationen von Künstler*innen ist unbestreitbar.

Um nur einige seiner Erben zu nennen: Maurice Ravel, Claude Debussy und Sergei Rachmaninow.

In seinem Bekanntenkreis wurde oft Chopins spontane Kreativität gelobt. Jederzeit hätte der Funken springen können, besonders im Sommer. Darauf folgten viele Wochen harter Arbeit, in denen die Ideen zu Papier gebracht wurden.

Laut seiner Frau, George Sand, schloss er sich manchmal sehr lange in seinem Zimmer ein. Dort ließ er alle noch so widersprüchlichen Gefühle nebeneinander existieren, die er für das Komponieren brauchte: Wut, Traurigkeit, Wahnsinn genauso wie Freude.

George Sand sprach sogar von einer „akribischen und hoffnungslosen Ausdauer“.

Claude Debussy

Der Franzose Claude Debussy wurde oft als „Erneuerer der Musik“ bezeichnet, seine Kompositionen sind ein Bindeglied zwischen Romantik und Moderne. Er ist einer der Hauptvertreter des Impressionismus, in dem es anders als zuvor nicht mehr um die Form, sondern nur noch um das Klangbild geht.

Claude Debussy löste sich von den starren Vorgaben, die die klassische Musik seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts prägten. Er ließ sich von außereuropäischer Musik inspirieren und ließ diese Klangfarben in seine Kompositionen einfließen.

Bei Debussy findest Du weder eine Dur-Moll-basierte Harmonik noch eine starre, durchgehende Rhythmik. Er schuf viel mehr Klangteppiche, die Dich tragen und mitreißen.

Zu den bekanntesten Werken Debussys gehören das Orchesterwerk Nocturnes, Clair de Lune aus der Klaviersuite Suite bergamasque und die sinfonische Dichtung Prélude à l’après-midi d’un faune.

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Wenn man über berühmte Klavierkomponisten spricht, ist es unvermeidbar, einen Blick nach Russland zu werfen.

Namen wie Igor Strawinsky, Dmitri Schostakowitsch, Sergei Prokofiev und Sergei Rachmaninow stehen für das immense Talent in der russischen Musikgeschichte.

Tschaikowski hat die Türen für alle ihm nachfolgenden Komponisten geöffnet. Er ist die Stützsäule der russischen Romantik.

Sein Werk ist üppig und vielfältig: acht Symphonien, vier Orchestersuiten, fünf Konzerte, drei Ballette, elf Opern, mehr als hundert Lieder und fast gleich viele Klavierstücke.

Am bekanntesten sind seine Werke für Orchester, unvergessen die Melodien aus den Balletten Der Nussknacker und Schwanensee.

Tschaikowski wird für die Mischung europäischer Musikkultur und russischer Folklore geschätzt, die den unverkennbaren Klang seines Schaffens ausmacht.

Igor Strawinsky

Als einer der wichtigsten Vertreter der Neuen Musik gilt Igor Strawinsky, der 1882 in Russland geboren wurde. Bereits als Kind spielte er Klavier und interessierte sich leidenschaftlich für Musik. Auf Wunsch seiner Eltern, begann er aber zunächst ein Studium der Rechtswissenschaften, bevor er sich doch voll und ganz der Komposition zuwandte.

Nach einem Musikstudium in Sankt Petersburg war er als Dirigent und Komponist tätig. Bereits 1910 reiste er ein erstes Mal nach Paris. Nach der bolschewistischen Revolution lebte er ab 1920 dauerhaft in Frankreich. Während des Zweiten Weltkriegs zog Strawinsky in die USA, wo er bis zu seinem Tod 1971 wohnhaft blieb.

Seine früheren Ballette wie Der Feuervogel oder Le sacre du Printemps weisen eine zu dieser Zeit vollkommen neue Tonsprache auf, die auf Grund der außergewöhnlichen Harmonien, Klänge und Rhythmen zunächst für skandalös gehalten wurden. Heute gehören sie zu den wichtigsten Kompositionen Strawinskys und sind Schlüsselwerke der Neuen Musik.

Sergei Rachmaninow

Ebenfalls aus Russland stammte Sergei Rachmaninow, der bereits im Alter von vier Jahren Klavier spielte. Seine professionelle Ausbildung zum Pianisten und Komponisten erhielt an der Musikschule in Moskau.

In den darauffolgenden Jahren arbeitete er als Kapellmeister und Dirigent; neben dieser Arbeit komponierte Rachmaninow neben sinfonischen Werken und Kammermusik hauptsächlich für das Klavier.

Seine Klavierkonzerte machten ihn Komponist und Pianist weit über Russland hinaus berühmt und ermöglichten ihm Konzertreisen durch Europa und die USA. Diese internationale Erfolgsgeschichte wurde vom Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen.

Noch vor Ende des Krieges verließ Rachmaninow Russland und lebte fortan im Exil in der Schweiz und den USA, wo er 1942 im Alter von knapp 70 Jahren an Krebs starb. Seine Musik lebt bis heute weiter. Ein Motiv aus dem Mittelsatz seines 2. Klavierkonzerts wurde in dem weltbekannten Song All By Myself verarbeitet.

Giuseppe Verdi

Im Klavierunterricht hast Du sicher schon mal von Giuseppe Verdi gehört. Wie Russland hat auch Italien einige der größten Namen unter den klassischen Komponisten hervorgebracht: Puccini, Rossini oder Verdi.

Guiseppe Verdi hat sich wie viele seiner Landsmänner der Oper verschrieben.

Maßgeblich beeinflusst wurden seine Kompositionen von seinem Zeitgenossen Richard Wagner.

Die Opern von Verdi gehören zu den beliebtesten und bekanntesten überhaupt. Dazu gehören Otello, Rigoletto, Nabucco und La Traviata; alles Opern in drei bis vier Akten.

Giuseppe Verdi hat sich aber auch mit anderen musikalischen Ausdrucksformen beschäftigt. So gibt es von ihm einige Messen und verschiedene Kammermusikstücke.

Mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod, gehören seine Opern immer noch zum Standartrepertoire.

Richard Wagner

Einer der berühmtesten Opernkomponisten aller Zeiten ist Richard Wagner. Der Ring der Nibelungen, Tannhäuser, Lohengrin, Der fliegenden Holländer oder auch Tristan und Isolde werden bis heute regelmäßig aufgeführt und sind auch aus der Musikgeschichte nicht mehr wegzudenken.

Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig geboren. Seine Liebe zur Musik entdeckte er im Alter von 13 Jahren und wenig später ließ er sich, heimlich, von Christian Gottlieb Müller in Harmonielehre unterrichten. Nur drei Jahre später schrieb er seine ersten Klaviersonaten.

Die große Bedeutung Wagners liegt in der Erneuerung der Oper. In Anlehnung an die griechische Tragödie wollte er ein Gesamtkunstwerk schaffen, in denen Musik und dramatische Handlung verschmelzen ließ, um bei den Zuschauer*innen gezielt Emotionen auszulösen.

Entstanden sind dabei epochale Kompositionen, die auch immer wieder in der Filmmusik aufgegriffen werden. Francis Ford Coppola unterlegte eine Szene im Film Apocalypse Now mit dem Walkürenritt, John Williams orientierte sich beim Komponieren der Filmmusik zu Star Wars an Wagners Leitmotiv-Technik.

Gustav Mahler

Wagner hatte auch einen großen Einfluss auf den knapp 50 Jahre jüngeren Gustav Mahler, der als Komponist und Operndirektor Wagners Idee vom Gesamtkunstwerk weiterführte.

Im Vergleich zu anderen bekannten Komponisten ist sein Werk eher übersichtlich, da er seiner Arbeit als Dirigent und Operndirektor viel Zeit widmete. Gustav Mahler gehört zu den wichtigsten Reformern des Musiktheaters zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seine Opernreform bezieht sich insbesondere auf die Organisation, Ausstattung, Auswahl der Besetzung und Regie.

Weltweit bekannt sind Mahlers zehn Sinfonien. Die letzte davon war bei seinem Tod unvollendet. Sie wurde jedoch kurz darauf vervollständigt und uraufgeführt. Erwähnenswert sind auch seine Orchester- und Klavierlieder. Berühmte Liedersammlungen von Gustav Mahler sind Kindertotenlieder und Lieder eines fahrenden Gesellen.

Antonín Dvořák

Ein tschechischer Komponist, der bereits zu Lebzeiten weltbekannt war, ist Antonín Dvořák. Seine neun Sinfonien und unzähligen weiteren Orchesterwerke, seine Opern, Vokal- und Kammermusik sowie seine Klavier- und Orgelstücke werden seit mittlerweile mehr als hundert Jahren auf der ganzen Welt gespielt.

Dvořáks Konzertreisen führten ihn durch Europa und in die USA. Wo immer er war, saugte er alle Eindrücke auf und ließ sich später in seine Kompositionen einfließen. Aber auch Elemente aus der tschechischen Volksmusik lassen sich in seinen Werken finden.

Die Sinfonie Nr. 9 Aus der Neuen Welt gehört zu den bekanntesten Werken Dvořáks. Sie entstand während seiner Zeit als Direktor des National Conservatory of Music in New York, wo er unter anderem auch Komposition unterrichtete.

Ludovico Einaudi

Ludovico Einaudi steht hier als Vertreter der zeitgenössischen Komponist*innen, von denen er einer der berühmtesten ist.

Einaudis Kompositionen werden für ihre Melodiösität gelobt. Sie stehen zwischen zwei Welten und mischen feinsinnig klassische Musik und zeitgenössischen Pop. Bei seinen Konzerten fällt auf, dass sein Publikum auch dementsprechend durchmischt ist.

Er bezeichnet sich selbst als minimalistischen Komponisten. Das heißt, seine musikalischen Themen entwickeln sich nicht, sondern werden durch harmonische Veränderungen nur leicht moduliert.

Einaudis Kompositionen sind oft im Kino und Fernsehen zu hören. Marken wie Sony und Lancôme verwenden sie, um ihre Produkte zu bewerben.

Seine Karriere erhielt einen weiteren Aufschwung, als er mit der Komposition der Filmmusik für Ziemlich beste Freunde von Olivier Nakache und Mommy von Xavier Dolan beauftragt wurde.

Klavier Wortschatz

Was ist ein Grundton?

Der Grundton ist der Ton, auf dem eine Tonleiter oder ein Intervall aufgebaut ist. Er gibt der jeweiligen Tonart ihren Namen.

Was ist ein Gruppetto?

Das Gruppetto, auch Doppelschlag genannt, ist eine Verzierung. Dabei wird die Hauptnote erst durch die obere, dann die untere Nebennote umspielt.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.