"Mozarts Musik ist so rein und schön, dass ich sie als die innere Schönheit des Universums selbst ansehe."

– Albert Einstein

Laut einer Statistik des Verbandes deutscher Musikschulen wird kein Musikinstrument so häufig unterrichtet wie das Klavier. Doch nicht aus allen Schüler*innen werden große Pianist*innen.

Die meisten der legendären Pianisten und Pianistinnen kommen aus der Klassik. Von den wunderschönen Sonaten von Ludwig van Beethoven bis zu den Klavierkonzerten von Rachmaninow zeigt sich eine große Bandbreite der Virtuosität.

Auch Franz Liszt, Robert Schumann, Mendelssohn, Schubert, Brahms, Tschaikowski und Prokofjew sind Klavier-Komponisten, die ihre Spuren im Erbe der klassischen Musik hinterlassen haben. Und wer würde nicht auch Wolfgang Amadeus Mozart einen großen Virtuosen nennen?

Übrigens, wusstest Du, dass wir das Klavier einem einzigen Mann zu verdanken haben? Bartolomeo Cristofori gilt als Erfinder des Klaviers wie wir es heute kennen.

Ich lade Dich ein, einige der größten Virtuosinnen und Virtuosen des Klaviers zu entdecken. Von Klassik über Jazz bis Pop haben wir einige große Klavierspieler*innen herausgesucht, die Dir einen Eindruck vermitteln, wie vielseitig das Klavier ist. Vielleicht hast Du im Klavierunterricht Berlin bereits von dem ein oder anderen gehört...

Die Musikgeschichte hat so viele hervorragende Pianist*innen in unterschiedlichen Stilen hervorgebracht, dass eine solche Liste nie vollständig sein kann. Die Auswahl, die wir getroffen haben, soll Dir einen Überblick über möglichst viele Epochen und Musikstile geben und die Vielfalt abbilden. Du darfst Dich dazu eingeladen fühlen, Dich weiter zu suchen und Deine ganz persönlichen Favoriten zu finden.

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Frédéric Chopin

In Chopins kolossalem Werk finden sich Nocturnes, Konzerte, zahlreiche Walzer und Préludes. Wenn über klassische Klaviermusik gesprochen wird, gehört sein Name zu den ersten, die genannt werden.

Und das ist bestimmt kein Zufall!

Ein Zuhörer des französisch-polnischen Pianisten sagte über ihn: „Das gleiche Stück von Chopin zweimal zu hören, war sozusagen zwei verschiedene Stücke zu hören.“

Tatsächlich sticht Chopin durch seine spezifische Musikalität und eine fast wissenschaftliche Kenntnis des Klaviers heraus.

Sein theoretisches Wissen, sein Gefühl für die Klangfarben und seine hervorragende Spieltechnik vereinen sich zu aufwühlenden, berührenden Werken. Es ist, als würde sie einmal durch seinen ganzen Körper hindurchfließen; schließlich in seinen Fingerspitzen ankommen und von ihnen auf die Tasten gebracht wird.

Nicht zu vergessen ist Chopins überdurchschnittliche Fähigkeit zur Improvisation.

Musikalischer Tipp: Die 4 Balladen für Klavier (Op. 23; Op. 38; Op. 47; Op. 52)

Arthur Rubinstein

Einer der größten Chopin-Interpreten aller Zeiten war Arthur Rubinstein (1887-1982). Sein Spiel hob sich durch eine ungezwungene Leichtigkeit und Natürlichkeit von dem seiner zeitgenössischen Kollegen ab. Kaum einem Pianisten ist es gelungen dieses Gefühl von Glückseligkeit zu vermitteln, das sich einstellt, wenn man Rubinstein zuhört.

Mit dem Klavier spielen begann Arthur Rubinstein bereits als Kleinkind, als er seine ältere Schwester beim Üben beobachtete. Sein erstes Mozart-Konzert gab er im Alter von sieben Jahren in der Philharmonie von Łódź. Drei Jahre später brachte ihn seine Mutter nach Berlin, wo er eine siebenjährige intensive Ausbildung erhielt.

Rubinsteins Weltkarriere begann als er bereits als Jugendlicher für Konzerte durch ganz Europa und die USA reiste. Sein letztes Konzert gab er als fast 90-Jähriger in London.

Musikalischer Tipp: Piano Concerto No.2 von Chopin

Ludwig van Beethoven

Obwohl er im Alter von 27 Jahren bereits taub war, blieb Beethoven einer der größten deutschen Komponisten und Pianisten aller Zeiten.

Das Werk, das er und hinterlassen hat, ist beachtlich. In über 25 Jahren schrieb er 35 Klaviersonaten und 9 Symphonien, von denen die fünfte wohl die bekannteste ist.

Beethoven ist neben Haydn, Gluck und Mozart einer der Repräsentanten der Wiener Klassik.

Der Komponier Stil der Klassik hebt sich vor allem durch das vereinfachte Thema (Melodie) von den viel komplexeren und schwerzugänglichen Themata der Barockmusik ab. Auch die Gesamtharmonie des Stücks wird mehr respektiert und ist ausgeglichener.

Musikalischer Tipp: Für Elise. Das Stück zählt oft zu den ersten die im Klavierunterricht Hannover gelernt werden.

Wolfgang Amadeus Mozart

Wie könnte man an dieser Stelle nicht über den bekanntesten Musiker der Klassik sprechen?

Für manche ist er der begabteste Komponist überhaupt und für viele steht fest: Mozart war ein Wunder an der Geige und am Klavier.

Genau wie Beethoven ist auch er einer der Hauptrepräsentanten der klassischen Wiener Schule. Sein Werk ist eines der dichtesten des klassischen Repertoires.  Das Köchelverzeichnis listet 626 Stücke von ihm auf.

Bereits in jungem Alter hatte er Kontakt zu Instrumentalisten und Komponisten unterschiedlicher Herkunft. Diese vielseitigen Einflüsse spiegeln sich in seinen Kompositionen wider. Er hatte zudem ein außergewöhnliches Imitationstalent. Er eignete sich alles an, was er hörte und kopierte es, um es schließlich auf seine eigene Art weiterzuentwickeln.

Musikalischer Tipp: Klaviersonate Nr. 11; auch bekannt als „Türkischer Marsch“

Franz Liszt

Der Komponist und Klaviervirtuose Franz Liszt wurde im 19. Jahrhundert gefeiert wie ein Pop-Star; das verbindet ihn mit seinem Vorbild dem virtuosen Violinisten Niccolo Paganini. Er erneuerte die bis dahin übliche Form des Klavierspiels und begeisterte bei seinen Konzerten die Massen.

Auch in der Komposition von Klavierstücken und Orchesterwerken setzte Franz Liszt neue musikalische Maßstäbe. Dadurch gilt er nicht nur als einer der größten Pianisten, sondern auch als einer der wichtigsten Komponisten der Romantik. Seine Kompositionen zählen zu den schwierigsten Klavierwerken überhaupt und lassen auch heute noch so manchen Pianisten ins Schwitzen kommen.

Musikalischer Tipp: La Campanella

Sergei Rachmaninow

Sergei Rachmaninow wurde 1873 im damaligen Russischen Kaiserreich geboren. Wie viele andere spätere Virtuosen, erhielt auch er bereits im Alter von vier Jahren Klavierunterricht. Seine Ausbildung zum professionellen Pianisten und Komponisten erhielt er später an der Musikschule von Moskau.

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte er auf Konzertreisen in Europa und den USA das internationale Publikum für sich gewonnen. Zwischen den Kriegen konnte er an diese Erfolge anknüpfen und absolvierte mehrere Tourneen, bei denen er neben eigenen Werken auch Klavierstücke von Beethoven, Chopin und Liszt interpretierte.

Musikalischer Tipp: Fantasiestücke, Opus 3 – Nr. 2 Präludium in Cis-Moll

Vladimir Horowitz

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der heutigen Ukraine geboren, begann Vladimir Horowitz im Kindealter mit dem Klavier spielen, wurde entdeckt und gefördert und wurde schließlich zum bekanntesten Pianisten seiner Zeit.

Der Beginn der Karriere verlief allerdings etwas schleppend. Deshalb begab sich Horowitz Mitte der 20er Jahre nach Berlin, wo er sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen machte. Fortan feierte er in Berlin, Hamburg und New York, zunächst mit Tschaikowski-Konzerten, große Erfolge.

Der Virtuose Horowitz beschränkte sich jedoch nicht nur auf die großen Werke des klassischen Kanons. Immer wieder beschritt er neue Wege und interpretierte auch weniger bekannte Klavierstücke leidenschaftlich

Vladimir Horowitz verfügte über eine herausragende Spieltechnik, eine große dynamische Variabilität und eine breite Palette an Klangfarben.

Musikalischer Tipp: Nocturne No. 2 von Chopin

Alfred Brendel

Alfred Brendel wurde 1931 in der Tschechoslowakei geboren, ist in Kroatien aufgewachsen und hat in Graz und Wien Klavier und Komposition studiert. Er gehört zu den bedeutendsten Interpreten der klassisch-romantischen Musikkompositionen. Dabei werden seine Schubert-Interpretationen immer wieder besonders hervorgehoben.

Bemerkenswert ist auch, dass Alfred Brendel der erste Pianist war, der Beethovens Klavierwerke komplett aufgenommen hat.

Wenn Du mehr über Alfred Brendels Herangehensweise an die Interpretation klassischer Stücke wissen möchtest, findest Du in dem Sammelband „Nachdenken über Musik“ verschiedene Aufsätze von ihm zu diesem Thema.

Musikalischer Tipp: Impromptus Op. 90 von Franz Schubert

Glenn Gould

Der Kanadier Glenn Gould ist einer der umstrittensten Klaviervirtuosen überhaupt. Er polarisierte durch seine außergewöhnlichen, gewagten Interpretationen genauso wie durch respektlose Aussagen über Komponisten wie Mozart und Beethoven.

Während sein Spiel von manchen Klavierliebhabern und -experten abgelehnt wird, wird er von anderen als einer der besten Bach-Interpreten aller Zeiten verehrt.

Glenn Gould war nicht nur ein extravaganter Pianist, sondern viel auch durch seine Persönlichkeit auf. Es gibt zahlreiche Anekdoten, die ihn als eigenwilligen Sonderling beschreiben.

Musikalischer Tipp: Goldberg Variationen von Johann Sebastian Bach

Claude Debussy

Wenn es um große Komponisten geht, würden viele Liebhaber klassischer Musik Claude Debussy nicht vor Bach oder Rachmaninow erwähnen. Unter den Pianisten ist er aber eine erwähnenswerte Ausnahmeerscheinung.

Der französische Komponist André Boucourechliev schrieb, dass Debussy die musikalische Revolution des 20. Jahrhunderts verkörpere. Sein Werk ist schwer einzuordnen, da der Großteil davon nonkonformistisch ist.

Obwohl seine Spieltechnik perfekt war, bewahrte er sich sein Leben lang eine große Freiheit und Kreativität. Er stellte seine eigenen Regeln auf, nach denen er sein Werk schuf.

Musikalischer Tipp:  Suite bergamasque

Martha Argerich

An dieser Stelle könnten noch viele Namen klassischer Musiker aus den vergangenen Jahrhunderten angeführt werden. Aber auch heutzutage gibt es noch virtuose Pianist*innen, die das Werk der illustren klassischen Komponist*innen brillant erklingen lassen.

Martha Argerich ist eine davon.

Sie ist eines der Wunderkinder, von denen es in der klassischen Musikwelt einige gibt. Im Alter von zweieinhalb Jahren fing sie an Klavier zu spielen. Ihrer Mutter zufolge spielte sie schon in frühster Kindheit Oktaven, als ob es einfache Noten wären.

Schon mit acht Jahren spielte sie das Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur von Beethoven in Perfektion.

1955 war Argerich 14 Jahre alt und ihre Familie wanderte von Argentinien nach Europa aus. Dort verbrachte sie viel Zeit mit den wichtigsten Pianist*innen der Stunde. Ihre künstlerische Entwicklung bekam durch diese Einflüsse eine neue Wendung.

Im Alter von 16 Jahren gewinnt sie innerhalb von vierzehn Tagen zwei prestigeträchtige Wettbewerbe: den Concours de Genève und den Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni.

Musikalischer Tipp: Klavierkonzert in G-Dur von Maurice Ravel

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Art Tatum

Es ist Zeit für einen Stilwechsel! So zahlreich die Klaviervirtuos*innen in der klassischen Musik sind, man findet sie auch anderswo. Zum Beispiel unter den Jazz Pianisten.

Unbestreitbar einer der genialsten in diesem Genre ist Art Tatum. Er gehört vielleicht sogar zu den besten Pianisten überhaupt – über alle Zeiten und Musikstile hinweg.

Mach Dir selbst ein Bild davon! Seine Sehkraft war von Geburt an stark eingeschränkt und er lernte mit Hilfe der Blindenschrift Klavier zu spielen. Dabei kamen ihm sein absolutes Gehör und ein außergewöhnliches akustisches Erinnerungsvermögen zu Hilfe.

Sein Spiel beeindruckte auch eines seiner Vorbilder: Thomas Wright Waller, auch Fats Waller genannt. Eines Abends, als Tatum unter den Zuschauern saß, begann Waller sein Konzert mit folgenden Worten: „Ich spiele bloß Klavier, heute Abend ist aber Gott im Haus.“

Seine unglaubliche Spieltechnik und -geschwindigkeit sowie die unbeschreibliche Energie am Instrument, faszinierte nicht nur seine Zeitgenossen. Wer nicht das Glück hatte, ihn live spielen zu hören, kann sich von seinen Aufnahmen hinreißen lassen.

Eine weitere Anekdote: Lester William Polsfuss, besser bekannt als Les Paul, versuchte sich zu Beginn seiner Karriere auch als Jazz Pianist. Nachdem er jedoch Art Tatum gehört hatte, wendete er sich sofort der Gitarre zu. Das in der Überzeugung, dass es nicht möglich sei, dem Pianospiel noch etwas Besseres hinzuzufügen.

Musikalischer Tipp: I Got Rhythm

Oscar Peterson

Ein Jazz-Pianist, der sich während seiner 65-jährigen Karriere als vielseitiger Interpret einen Namen gemacht hat, ist Oscar Peterson.

Sein Spiel zeichnete sich unter anderem dadurch aus, dass er in jeder Situation, das richtige Maß fand. Als Begleiter wusste er sich zurückzuhalten, um die Solisten bestmöglich zu unterstützen und zur Geltung kommen zu lassen. Als Solist hingegen schöpfte er aus dem Vollen und konnte mit seinem Spiel auf den Tasten eine ganze Big Band vor Neid erblassen lassen.

Der Jazz-Bandleader und Pianist Duke Ellington nannte ihn den „Maharja der Tasten“. Damit lobte er die feingliedrigen Verzierungen und den ausgeprägten Swing Oscar Petersons.

Musikalischer Tipp: Georgia on my Mind

Keith Jarret

Wenn man über die bekanntesten Jazz-Pianisten spricht, darf auch Keith Jarret nicht fehlen. Bereits als siebenjähriger stand er das erste Mal auf der Bühne. Nach einer klassischen Ausbildung wandte er sich dem Jazz zu. Während zwei Jahren war er Mitglied der Jazzrockformation von Miles Davis.

Als Solist setzte er mit seinen ausschweifenden Improvisationen neue Maßstäbe im unbegleiteten Solospiel. Das Köln Concert, der Live-Mitschnitt eines Improvisations-Solokonzerts aus dem Jahr 1975, ist das meistverkaufte Jazz-Soloalbum sowie das meistverkaufte Klavier-Soloalbum aller Zeiten.

Der klassischen Musik hat er nie ganz den Rücken zugewandt. Bemerkenswert sind seine Aufnahmen von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen und Das Wohltemperierte Klavier.

Musikalischer Tipp: Somewhere over the Rainbow

Arturo Benedetti Michelangeli

Der italienische Pianist Arturo Benedetti Michelangeli wollte als Kind eigentlich Violinist werden. Auf Grund einer Krankheit musste er das Geige spielen aufgeben und besucht ab dem Alter von 10 Jahren Klavierunterricht im Konservatorium von Mailand.

Als er mit 19 Jahren den Pianisten-Wettbewerb in Genf gewann, wurde er von der Fachwelt als vielversprechendes Nachwuchstalent mit einer erfolgreichen Zukunft gefeiert. Seine Weltkarriere begann einige Jahre später, 1943, mit seinem ersten Konzert in London.

Arturo Benedetti Michelangeli war bekannt für seinen Perfektionismus. Wegen kleinsten Mängeln sagte er Konzerte ab und er reagierte sehr gereizt auf Störungen aus dem Publikum.

Musikalischer Tipp: Valses nobles et sentimentales von Maurice Ravel

Sonya Belousova

Sonya Belousova wurde in Russland geboren und wohnt mittlerweile in den USA. Schon sehr früh wurde sie als Wunderkind bezeichnet.

Tatsächlich hat sie bereits mit 5 angefangen Klavier zu spielen. Mit 10 Jahren begann sie selbst zu komponieren und als 13-jährige wurde sie vom russischen Kulturministerium für ihr außergewöhnliches Talent ausgezeichnet.

Einerseits ist sie für ihre Kompositionen und künstlerischen Kreationen von Klavierstücken am Klavier bekannt, andererseits hat sie eine überdurchschnittliche Begabung für die Improvisation.

Ihr Talent ermöglicht ihr, mit weltbekannten Künstler*innen und Produktionsfirmen zusammenzuarbeiten. Neben ihren eigenen Werken komponiert sie auch für einige der renommiertesten Ballettensembles der Vereinigten Staaten.

Vielleicht kennst Du auch ihre Coverversionen von Computerspiel- oder Filmtitelmelodien; zum Beispiel Tetris, Star Wars oder Game of Thrones.

Die Videos sind sorgfältig inszeniert und untermalen die Schönheit der Kunst der jungen Künstlerin.

Musikalischer Tipp: Guile's Theme from the Street Fighter Game Series

Yiruma

Der zeitgenössische südkoreanische Komponist und talentierte Pianospieler Yiruma ist bekannt durch Stücke wie Kiss the Rain oder River Flows in You.

Die Weichen für die große Karriere wurden schon in der frühsten Kindheit gestellt.

Auch Yiruma spielt Klavier seit er fünf Jahre alt war. Mit 19 Jahren schloss er 1997 die Purcell School in Hertfordshire und drei Jahre das King’s College in London mit Diplom ab.

Sein Musikstil lässt sich der zeitgenössischen Klassik, die sich in der Mitte der Siebzigerjahre herausbildete, zuordnen.

Musikalischer Tipp: River Flows in You

Yann Tiersen

Weltweite Bekanntheit erlangte der französische Musiker Yann Tiersen als Komponist der Filmmusik von Die fabelhafte Welt der Amélie.

Nicht nur der Film von Jean Pierre Jeunet war ein großer Erfolg, auch vom Soundtrack wurde mehr als eine Million Exemplare verkauft. Wenn über den Film gesprochen wird, wird meistens im gleichen Atemzug auch sein Soudtrack gelobt.

Yann Tiersen ist Multiinsturmentalist. Er spielt nicht nur virtuos Piano, sondern auch Geige und Gitarre. Die große Stärke seines Werks liegt in der Emotion, die es zu transportieren vermag. Seine Musik ist berührend, leidenschaftlich, ungeheuer menschlich und zeitlos.

Sein erstes Album La valse des monstres ist weit weniger bekannt als die Filmmusik von Amélie Poulain. Es ist eine Sammlung von 11 Stücken, die er für zweit verschiedene Theaterstücke geschrieben hat. Nachdem der Künstler international bekannt wurde, erregten auch die beiden Theaterstücke weltweite Aufmerksamkeit: Le Banquet und La valse des monstres. Die Musik dazu hörst Du Dir am besten mit geschlossenen Augen an.

Musikalischer Tipp: Comptine d’un autre été, l’après-midi (falls Du es nicht schon kennst) oder Le Banquet (wenn Du etwas Neues entdecken möchtest)

Elton John

Elton John bietet sich geradezu an, um mindestens einen herausragenden Pianisten aus der Populärmusik zu erwähnen. Der Weltstar ist nicht nur dank seiner millionenfach verkauften Platten einer der bedeutendsten Musiker der letzten Jahrzehnte.

Die Klavierparts seiner Stücke sind alles andere als einfach zu spielen. Häufig läuft die Begleitung der entgegen der Gesangsmelodie und makelloses, fließendes Arpeggio-Spiel gehört genauso zu Elton Johns Stärken wie starke, mitreißende Grooves. Bei Live-Konzerten begeistert er zudem regelmäßig mit großartigen Improvisationen.

Elton Johns Rock-Piano-Stil hat die Pop-Musik und den Einsatz des Klaviers nachhaltig geprägt.

Musikalischer Tipp: Don’t let the Sun go Down on my (Live-Version von 2009)

Peter Bence

Der Stil von Peter Bence ist nicht definierbar. Mit großem Talent widmet er sich der Neuinterpretation von weltbekannten Hits.

Wer ist dieser berühmte Klavierspieler?

Peter Bence ist ein ungarischer Komponist und Musikproduzent. Er ist unter anderem als schnellster Pianist der Welt bekannt. Sein Rekord wurde vom Guinness-Buch der Rekorde festgehalten und blieb von 2012 bis 2017 unerreicht.

Der Rekord lag bei unvorstellbaren 765 Anschläge pro Minute.

Auf seiner Facebook-Seite und seinem YouTube-Kanal kannst Du Dir seine Interpretationen von Klassikern der Pop- und Rockmusik anhören.

Musikalischer Tipp: Bad von Michael Jackson

Yuja Wang

Yuja Wang wurde 1987 in Peking geboren, wo sie als Siebenjährige ihre Ausbildung zur Pianistin begann. Nach Abschluss des Musikstudiums in Philadelphia (USA) unterzeichnete sie 2009 einen Vertrag mit dem ältesten und angesehensten Label für klassische Musik, der „Deutschen Grammophon“.

Neben einigen Albumveröffentlichungen präsentiert sie ihr Repertoire, von Johannes Brahms über Chopin bis Strawinski, bei Konzerten auf der ganzen Welt. Im Laufe ihrer noch jungen Karriere wurde Yuja Wang bereits mit einigen namhaften Preisen ausgezeichnet, darunter einem Echo Klassik.

Musikalischer Tipp: Klavierkonzert Nr. 2 in C-Moll op. 18 von Sergei Rachmaninow

Khatia Buniatishvili

Die georgisch-französische Pianistin Khatia Buniatishvili wurde ebenfalls 1987 geboren. Sie begann bereits mit 3 Jahren Piano zu spielen und gab mit 6 Jahren ihr Orchesterdebüt. Nach dem Abschluss des Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, trat sie mit einigen der wichtigsten Orchestern der klassischen Musikwelt auf.

Neben ihren Auftritten als Solistin tritt sie auch in Kammermusikformationen auf; unter anderen mit Renaud Capuçon, Gidon Kremer oder Lisa Batiashvili.

Im Jahr 2016 wurde Khatia Buniatishvili für ihr Album Kaleidoscope mit einem Echo Klassik (solistische Einspielung, Musik 19. Jh., Klavier) ausgezeichnet. Ihr neustes Album Labyrinth erschien 2020 Du enthält unter anderem Stücke von Bach, Chopin, Rachmaninow, Eric Satie, John Cage und Serge Gainsbourg.

Musikalischer Tipp: La Javanaise von Serge Gainsbourg

Piano Wortschatz

Was ist eine Sonate?

Eine Sonate ist ein Instrumentalstück für eine solistische oder kleine Besetzung. Sie besteht meistens aus drei oder vier Sätzen (Teilen).

Wie viele Tasten hat ein Piano?

Die meisten Klaviere haben 88 Tasten; aufgeteilt in 52 weiße und 36 schwarze. Unter jeder Taste befinden sich jeweils drei Saiten, die beim Drücken der Taste angeschlagen werden und den Klang erzeugen.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.