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Wie kann ich meinen BMI ausrechnen?

Von Florence, veröffentlicht am 26/04/2018 Superprof Blog DE > Sport > Personal Trainer > Wie kann ich meinen BMI ausrechnen?

Von YMCA über OMG bis zu ASAP, wir haben schon viele Abkürzungen an uns vorbeiziehen sehen…

Einige waren dabei wichtiger, langlebiger und einflussreicher als andere.

Das trifft auch auf „BMI“, die Abkürzung für den Body-Mass-Index, zu.

Seit der Entstehung des sog. Personal Development, des neuen kollektiven Bewusstseins für Gesundheit und Körper, und dem Boom von Bioläden und Ernährungsberatungsangeboten, hat der BMI einen beachtlichen Stellenwert in unserem alltäglichem Leben erhalten.

Ob es nun Reformen in der Kantine oder TV-Sendungen mit Ernährungs-Coaching sind: Allerorts wird nun leidenschaftlich gegen schlechte Ernährung und Übergewicht gekämpft.

Vegetarier, Veganer und die, „die auf ihre Ernährung achten“, werden jedoch bestätigen, dass sich in einem Land wie Deutschland, wo der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge 59% der Männer und 37% der Frauen übergewichtig sind, die Dinge sich nicht so einfach verändern werden.

Da ich selbst Amateur gesunder und ausgeglichener Ernährung bin, werde ich Dich die Zeit eines Artikels hinter die Kulissen des Body Mass Index führen, damit Du ihn verstehen, berechnen und daraus die nötigen Schlüsse für Deine Gesundheit ziehen kannst.

Hier lüften wir die Geheimnisse einer gesunden Ernährung…

Was ist der BMI und wie rechne ich ihn aus?

Bevor Du mit dem Coaching mit einem Personal Trainer Online oder auch mit einem Personal Trainer zuhause anfängst, solltest Du lernen, Deinen BMI auszurechnen!

BMI: Definition

Der Terminus Body-Mass-Index stammt aus dem Englischen und bezeichnet einen Indikator, der errechnet, ob das Gewicht einer Person im Verhältnis zu ihrer Körpergröße angemessen ist.

Der BMI ist ein Zeichen guter oder schlechter Gesundheit und hat die Besonderheit, für erwachsene Männer und Frauen von 18 bis 65 Jahren verlässlich zu sein.

So kannst Du, ohne ein mathematisches Genie zu sein, die Korpulenz einer Person einschätzen, wissen, ob sie übergewichtig, fettleibig oder, im Gegenteil, untergewichtig ist.

Er ist also ein recht einfaches Mittel, um die mit Übergewicht verbundenen Risiken einzuschätzen:

• Die Entwicklung seines Gewichtes kontinuierlich mitverfolgen.
• Die passende Diät festlegen, um eventuell einige Kilo zu verlieren oder zuzunehmen.

Zu viel Fastfood führt zu Übergewicht! Übergewicht erhöht Risiken für Erkrankungen wie Diabetes. | Quelle: Unsplash.

Die Erfindung des BMI

Der Erfinder des BMI ist Lambert Adolphe Quételet (1796-1874), ein belgischer Mathematiker, Statistiker, Astronom und Soziologe – ein viel beschäftigter Mann!

Lange Zeit wurde der BMI daher auch „Quetelet-Index“ genannt.

Der Begriff „Body-Mass-Index“, wie wir ihn heute kennen, wurde erst 1972 eingeführt, also lange nach seiner Erfindung.

Seine Verbreitung wurde 1997 global etabliert, als die Weltgesundheitsorganisation ihn übernommen hat, um eine Standard-Klassifizierung für Übergewicht einzuführen.

Das Gewicht alleine reicht jedoch nicht aus, um festzustellen, ob eine Frau oder ein Mann Übergewicht hat.

95kg zu wiegen bedeutet bei einer Größe von 1,55m nicht das Gleiche wie bei einer Größe von 1,95m!

Die BMI Formel

Der Body-Mass-Index ist eine einfache Rechnung: Das Körpergewicht [kg] wird durch das Quadrat der Körpergröße [m²] dividiert.

BMI = Gewicht (in kg) / Größe (in m²)

Erfahre auch, wie wichtig die Durchführung einer Leistungsdiagnostik beim Sport ist!

In den Einkaufskorb gehört immer Gemüse! Ob man Ab- oder Zunehmen will, die Ernährung sollte immer ausgewogen sein! | Quelle: Unsplash

Wie interpretiere ich die Ergebnisse der BMI-Berechnung?

Mit dem Ergebnis der BMI-Berechnung können Schlussfolgerungen zur Korpulenz eines Individuums gemacht werden.

Untergewicht

BMI < 16,5: Starkes Untergewicht, Mangelernährung

Bei einem Ergebnis unter 16,5 besteht Mangelernährung und daher sofortiger Handlungsbedarf.

Ein Arzt oder Ernährungsberater muss kontaktiert werden, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Eine Ernährung, die reich an Proteinen, Hülsenfrüchten, Getreide und Milchprodukten und sogar Süßwaren ist, wird sicher notwendig sein, um schnell wieder ein paar Kilo zuzunehmen.

Nahrungsmittelergänzungen, die Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Fette enthalten, können ebenfalls empfohlen werden.

BMI zwischen 16,5 und 18,5: Untergewicht

Dieser Wert liegt manchmal an Essstörungen, Anorexie oder Bulimie, und bedeutet, dass das Gewicht im Verhältnis zur Größe der Person viel zu gering ist.

Ohne sofortige Energiezufuhr durch häufigere Mahlzeiten können in dieser Situation folgende Gesundheitsrisiken für das Individuum entstehen: Mangelerscheinungen, Anämie, Osteoporose.

Es ist dringend empfohlen, den Rat des Hausarztes hinzuzuziehen.

Normalgewicht

BMI zwischen 18,5 und 25: Normalgewicht

Der Body-Mass-Index hat einen optimalen Wert, das Gewicht ist der individuellen Größe angepasst.

Ideal ist es so weiterzumachen, mit einer gesunden Ernährung ohne zu viel Fett, mit viel Bewegung und Sport.

Eine regelmäßige Überprüfung des BMI ist ratsam.

Übergewicht

BMI zwischen 25 und 29,9: Übergewicht

Ohne Veränderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten kann dieses Ergebnis gefährliche Langzeitfolgen mit sich bringen.

Tatsächlich ist das Gewicht im Verhältnis zur Größe zu groß und aufgrund der Zellalterung steigt das Risiko folgender Krankheiten:

  • Diabetes
  • Kardiovaskuläre Krankheiten (Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, arterielle Hypertonie)
  • Lungen- und Atemwegserkrankungen (Schlafapnoe-Syndrom)
  • Artikulationsstörungen (Kniearthrose z.B.)
  • Krebs

Adipositas

BMI > 30: Adipositas

Alle Personen, die einen BMI über 30 haben, sind adipös, also stark übergewichtig.

Adipositas hat jedoch auch verschiedene Schweregrade, denen unterschiedliche Gesundheitsrisiken entsprechen.

BMI zwischen 30 und 35: Adipositas Grad I

Ein Überschuss an Körperfett sorgt dafür, dass das Gewicht im Verhältnis zur Größe des Individuums deutlich zu hoch ist.

BMI > 35 und 40: Adipositas Grad II

In diesem Fall ist der Verlust mehrerer Kilogramm Körpergewicht unabdingbar für eine Verbesserung der Gesundheit.

Joggen in der Natur ist nicht nur gesund, es macht auch Spaß! Ein Fitnesscoach kann Dir dabei helfen, überflüssige Pfunde loszuwerden! | Quelle: Unsplash.

BMI > 40: Adipositas Grad III

In diesem extremen Ausnahmefall gibt es mehrere Behandlungsweisen, um das Übergewicht zu mindern:

  • Ästhetische Chirurgie, z.B. Fettabsaugen.
  • Das genaue Einhalten einer durch einen Ernährungsberater angefertigten radikalen Diät.
  • Das Befolgen eines Sportprogramms, das durch einen zertifizierten Fitness Coach angefertigt wurde, um durch Sport maximal viele Kalorien zu verbrennen.

Der BMI: Bei seiner Benutzung ist Vorsicht gefragt!

Als revolutionär beschrieben, international und vor allem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzt, scheint der BMI unanfechtbar zu sein…

Und doch ist es notwendig, diesen Index mit Vorsicht und in Maßen einzusetzen.

Abhängig von der Situation des Individuums kann der BMI nicht mehr als einfache mathematische Formel gesehen werden, sondern nur als ungefährer Richtwert, dem von Individuum zu Individuum ein anderer Prozentsatz an Fettmasse entsprechen wird.

Das ist insbesondere der Fall für:

  • schwangere Frauen, während der Schwangerschaft oder beim Stillen,
  • Hochleistungssportler, Ausdauersportler, Bodybuilder und muskulöse Menschen,
  • schwerkranke Menschen,
  • ältere Menschen.

Andere Elemente, die der BMI nicht beachtet, sind:

  • Die Muskelmasse
  • Der Knochenbau
  • Die Fettverteilung

Wenn das BMI-Ergebnis Zweifel aufwirft, ist es ratsam, den Befund beispielsweise mit einer Taillenmessung zu vervollständigen.

Der BMI der Deutschen

So ist die Verteilung des BMI in Deutschland:

  • Untergewicht: 2,0%
  • Normalgewicht: 45,5%
  • Übergewicht: 36,7%
  • Adipositas: 15,7%

Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2013: Mikrozensus – Fragen zur Gesundheit, Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn

Wenn Dich der BMI überzeugt, sollte Dich auch der Körperfettanteil interessieren.

Außerdem findest Du auf der Seite des Gesundheitsministeriums weiterführende Informationen zum BMI wie auch Links zu Beratungsstellen in Sachen Ernährung und Essstörungen.

Und auf Superprof findest Du einen Fitness Coach, der zu Dir nach Hause kommt!

Ein kleiner Junge streckt sich glücklich! Bei Kindern wird der BMI anders interpretiert! | Quelle: Unsplash.

Berechnung und Interpretation des BMI bei Baby, Kind und Jugendlichen

Du hast es Dir sicher schon gedacht, aber der BMI kann bei einem Baby oder bei Kindern und Jugendlichem nicht wie bei einem Erwachsenen ausgerechnet werden.

Das Alter ist nämlich ein zentraler Faktor, genauso wie die sog. Perzentile (= „statistische Größe, die die Position eines Wertes innerhalb der Werte eines Kollektivs beschreibt, die in aufsteigender Reihe sortiert sind“, Quelle: Duden).

Bei der Perzentile handelt es sich um einen statistischen Wert, der es ermöglicht, die natürliche physische Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in Referenzkurven nachzuvollziehen.

Der BMI bei Babys

Nichts ist uns wichtiger als das Wohl unserer Jüngsten – beim noch so kleinsten Schreien oder Weinen machen wir uns Sorgen…

Mit dem BMI können die Eltern das Wachstum und die Entwicklung ihrer Babys mitverfolgen.

Zu beachten ist, dass nur ein Doktor oder Kinderarzt einem Säugling eine spezielle Diät verschreiben kann.

Der BMI bei Kindern und Jugendlichen

Mit der Veränderung des Gesundheitszustandes der Kinder in Deutschland können sich auch die Perzentilwerte verändern.

Aktuell gilt ein Kind, dessen BMI über dem Perzentilwert von 97 liegt, als adipös.

So kann es also auch schon für Kinder und Jugendliche wichtig sein, sich ausreichend zu bewegen, um gerade im Rahmen ihrer Wachstumsphase die Grundlagen für eine gesunde Haltung und einen stabilen Körperbau zu legen.

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