Sobald über das Cello gesprochen wird, dauert es nicht lange, bis sein Klag gelobt wird: warm, voll, singend, kraftvoll. Die Liste der Worte, mit denen man den Charakter des Violoncellos beschreiben kann ist lang.

Häufig hört man auch, dass kein anderes Instrument so sehr in der Lage sei, menschliche Gefühle in der Musik hörbar zu machen. Die Wirkung ist nicht weniger beeindruckend. Der Celloklang kann uns im Innersten berühren, aufwühlen oder beruhigen.

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass das Cello das Instrument ist, das der menschlichen Stimme am ähnlichsten ist. Sein Klang wird oft mit dem einer wohlklingenden Männerstimme verglichen, sein Tonumfang entspricht ziemlich genau dem der Stimmlagen von Bass bis Sopran.

Kein Wunder also haben viele Leute Lust, selbst Cello spielen zu lernen. Gehörst Du auch dazu? Dann bist Du hier genau richtig. In diesem Artikel erfährst Du, warum es sich lohnt mit dem Cello spielen anzufangen und wie der Einstieg am besten gelingt.

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Warum Cello spielen lernen?

Den vielleicht wichtigsten Punkt, haben wir schon genannt: ein Cello klingt unglaublich schön und erlaubt Dir, Deine Gefühle in Musik auszudrücken. Das ist aber noch lange nicht alles. Es gibt viele gute Gründe mit dem Cello lernen anzufangen.

Das Violoncello hat einen Tonumfang von mehr als vier Oktaven. In bequem spielbaren Positionen reicht er vom großen C bis zum dreigestrichenen g‘‘. In jeder Lage hat es einen anderen Charakter; von kraftvoll und dunkel im Bass bis hin zu brillant und strahlend in den höheren Registern.

Dadurch ist es äußert wandelbar und vielseitig einsetzbar, sowohl als Ensemble als auch als Soloinstrument.

Das Cello hat eine lange Tradition in der klassischen Musik. Zwar ist das Repertoire kleiner als für die Geige, aber trotzdem beachtlich. Einen wichtigen Beitrag in der Geschichte solistischer Instrumentalkonzerte für Violoncello leistete Antonio Vivaldi. Heute sind noch 27 seiner Cellokonzerte erhalten.

In der Folge widmeten fast alle bedeutenden klassischen Komponisten dem Cello einige Werke. Ein wunderschönes Beispiel dafür ist Le Cygne (der Schwan) aus der Suite für Kammerorchester Le Carnaval des animaux (Der Karneval der Tiere) von Camille Saint-Saëns.

Mit einem Cello ist man aber nicht auf die Klassik beschränkt. Auch in der Pop und Rockmusik kommt es zum Einsatz. Durch die finnische Gruppe Apocalyptica konnte sich der Stil Cello Rock etablieren.

Im Jazz wurde das Cello erst spät eingesetzt und zu Beginn auch nur als kleine Schwester des Kontrabasses. Die Saiten waren, wie bei einem Bass, in Quarten gestimmt und auch die Spielweise wurde übernommen.

Nach und nach konnte sich das Cello aber mit all seinen Eigenschaften und Vorzügen als Soloinstrument durchsetzen. Musiker*innen wie Fred Katz verhalfen ihm zu einem festen Platz im Jazz.

Über Streichinstrumente wird oft gesagt, dass sie und so auch das Cello schwierig zu erlernen seien. Das stimmt tatsächlich. Aber schwierig heißt nicht unmöglich. Schon nur mit dem Wunsch Cello spielen zu lernen, erfüllst Du die wichtigste Voraussetzung, um es zu schaffen.

Ein Instrument spielen zu lernen ist immer eine Herausforderung. Bei Streichinstrumenten dauert es zwar unter Umständen etwas länger, bis man die ersten wirklich schön klingenden Töne spielen kann, wenn das gelingt, ist die Freude dafür umso größer. Zu diesem Punkt wirst Du bereits Dein Gehör sehr gut geschult haben, was sich Schüler*innen auf anderen Instrumenten später noch hart erarbeiten müssen.

Das Cello gehört zu den Streichinstrumenten.
Mit einem Violoncello hast Du die Möglichkeit in einem Orchester zu spielen. | Quelle: Samuel Sianipar via Unsplash

Von der Geige auf das Cello umsteigen

Ein Cello sieht ein bisschen aus wie eine riesige Geige. Tatsächlich unterscheiden sie sich im Aufbau nicht wirklich voneinander. Die Töne werden auf dieselbe Art und Weise erzeugt: die Saiten werden in Schwingung versetzt, diese wird auf den Korpus übertragen, wo sie sich zu einem vollen Klang entfaltet.

Dementsprechend wird ein Cello auch nach demselben Prinzip gespielt wie die Geige. Die rechte Hand führt den Bogen, um die Saiten anzustreichen, die linke Hand greift die Saiten, um die Tonhöhe zu verändern.

Wenn Du also bereits Geige spielen kannst, wirst Du das alles schon kennen. Da auch ein Cello in Quarten gestimmt ist, wird es Dir leichter fallen zu lernen, wie Du von einem Ton zum nächsten kommst.

Es gibt aber zwei bedeutende Unterschiede die den Umstieg nicht ganz so einfach machen. Der erste liegt darin, dass das Cello deutlich größer ist und dadurch auch die Saiten länger sind. Du kannst also nicht einfach die Fingersätze von der Geige auf das Cello übertragen. Die einzelnen Töne liegen so weit auseinander, dass man, um eine Folge von vier auf einer Saite nebeneinanderliegenden Tönen zu spielen, die Lage wechseln muss.

Es gilt außerdem zu beachten, dass die Saiten auf andere Töne gestimmt sind als auf der Geige. Die tiefste Saite erklingt leer gespielt als ein C. Die drei höheren sind eine Oktave tiefer gestimmt, als die drei tiefen Geigensaiten: G – D – A.

Da die Saiten zudem dicker sind, braucht es etwas mehr Kraft, um sie herunterzudrücken. Das hat auch einen Einfluss auf das Spielgefühl in der linken Hand. Es muss mehr Druck auf den Bogen gegeben werden, um die Saiten zum Schwingen zu bringen.

Das führt uns zum zweiten wichtigen Unterschied zwischen Geige und Cello: die Spielhaltung ist eine ganz andere. Eine Geige legst Du auf die Schulter und stabilisierst sie mit dem Kinn. Ein Cello stellt man auf dem Stachel auf den Boden und hält es zwischen den Beinen. Deine Hände treffen also in einem ganz anderen Winkel auf das Instrument und müssen sich erstmal an die neuen Bewegungsabläufe gewöhnen.

Wer bereits Geige spielen kann, wird also nicht automatisch auch Cello spielen können. Jedoch kann die Vorerfahrung auf einem anderen Streichinstrument wie der Violine oder der Viola den Einstieg erheblich erleichtern.

Aber auch ohne Vorerfahrung können Erwachsenen noch Cello spielen lernen.

Ein Cello wird im Sitzen gespielt.
Beim Cello ist die Spielhaltung ganz anders als bei der Geige. | Quelle: Vidar Nordli Mathisen via Unsplash

Was lernt man im Cello-Unterricht?

Das Cello wird meist im Sitzen gespielt. Dazu wird es auf einen Stachel gestellt und zwischen den Beinen platziert. Mit der linken Hand werden die Saiten gegriffen, mit der rechten Hand wird der Bogen geführt. Diese Cello-Spielhaltung kann am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sein.

Beim Cello lernen geht es nun erstmal darum, die Bewegungsabläufe beider Hände und Arme kennenzulernen, zu verinnerlichen und miteinander zu koordinieren. Das gelingt am besten durch regelmäßiges Üben. Der Körper hat ein eigenes Gedächtnis, das vor allem durch Wiederholungen aktiviert wird.

Schon von Anfang an wirst Du Noten lesen lernen. Die Notenschrift ist der beste Weg, Musik sehr präzise schriftlich abzubilden und damit das beste Kommunikationsmittel unter Musiker*innen. Auch wenn es zu Beginn etwas kompliziert erscheinen mag, sobald Du das System verstanden hast, geht es recht einfach.

Cello Noten für Anfänger*innen sind meist im Bassschlüssel notiert. Dieser wird unter anderem auch auf Klaviernoten für die tiefen Lagen verwendet, die mit der linken Hand gespielt werden.

Gleichzeitig wie Du die Notenschrift entziffern lernst, übst Du die entsprechenden Töne auf dem Cello zu finden. Bei Streichinstrumenten wie dem Cello gibt es keine Orientierungshilfen, die Dir anzeigen, an welcher Stelle eine Saite genau gegriffen werden muss.

Schon eine kleine Verschiebung hat aber große Auswirkungen auf die Tonhöhe. Du wirst also genau hinhören müssen, ob Du den Ton auch wirklich getroffen hast. Zu Beginn können Dir Markierungen auf dem Griffbrett dabei helfen, die richtige Position zu finden.

Mit der Zeit wirst Du verschiedene Streichtechniken lernen, mit denen Du den Klang verändern kannst.

Sobald Du das Noten lesen gelernt hast, kannst Du es verwenden, um Dich in der Musiktheorie weiterzubilden. Zu wissen wie Tonleitern und Akkorde gebildet werden, wo der Unterschied zwischen Moll und Dur liegt und einige Grundkenntnisse in der Harmonielehre zu haben, hilft Dir dabei zu verstehen, was Du da überhaupt spielst.

Wenn Du Dich einmal mit Intervallen auseinandergesetzt hast, wirst Du Dir leichter merken können, wo welcher Ton auf dem Griffbrett liegt und auch Akkorde kannst Du Dir einfacher einprägen, wenn Du weißt warum welche Töne darin vorkommen. Zu guter Letzt gibt Dir die Theorie auch die nötige Basis, um später selbst improvisieren zu können.

Noten lesen gehört zum Cello lernen dazu.
Im Cellounterricht lernt man auch Noten lesen. | Quelle: Antoine Julien via Unsplash

Tipps zum Cello lernen

Zum Abschluss möchte ich Dir noch einige Tipps mit auf denen Weg geben, die Dir den Einstieg ins Cello lernen erleichtern können. Diese zu berücksichtigen ist umso wichtiger, wenn Du ohne Lehrer Cello spielen lernen möchtest.

  • richtig Üben: Es ist wichtig, regelmäßig zu üben, aber ohne sich zu überanstrengen. Plane lieber häufiger kurze Einheiten ein, als nur alle paar Tage zwei Stunden lang zu spielen.
  • gib Deinem Körper Zeit: Gerade zu Beginn, muss man sich an vieles gewöhnen: Bewegungsabläufe müssen koordiniert werden, in den Fingern wird Kraft aufgebaut und die Dehnung verbessert. Auch das funktioniert am besten mit einer guten Balance aus konzentriertem Üben und erholsamen Pausen. Guter Schlaf ist wichtig, damit Dein Gehirn das Gelernte verarbeiten kann.
  • keine Fehler angewöhnen: Unser Gehirn speichert leider auch falsche Bewegungsabläufe ab. Korrigiere Deine Fehler so schnell wie möglich, damit Du Dir nicht etwas Falsches einprägst. Achte auch immer darauf, dass Deine Finger beim Üben nicht verkrampfen.

Beim Erlernen eines Instruments ist es außerdem immer hilfreich, viel Musik zu hören und dabei genau auf das Instrument zu achten, das man spielen lernt. Wie wird das Instrument gespielt? Welchen Part übernimmt es im Verhältnis zu den Anderen? Umsetzen kannst Du das alles, sobald Du anfängst mit Anderen gemeinsam zu musizieren. Auch das kannst Du bereits als Cello Anfänger*in in Angriff nehmen. In der Gruppe zu spielen macht nicht nur Spaß, sondern wird auch für schnelle Lernfortschritte sorgen.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.