Bei keiner anderen Instrumentenfamilie ist das Bild der Virtuosen, die bereits in frühestem Kindesalter mit dem Musizieren angefangen haben, so präsent wie bei den Streichinstrumenten. Hartnäckig hält sich die Meinung, dass nur wer bereits einen Bogen in den Händen hielt, bevor er*sie richtig laufen konnte, auch wirklich Cello spielen lernen kann.

Was ist dran an diesem Klischee? Können auch ältere Kinder noch mit dem Cello spielen anfangen? Und kann man auch zu jung Cellounterricht sein? In diesem Artikel wollen wir diesen Fragen nachgehen und herausfinden, wann und wie Kinder am besten Cello spielen lernen können. Damit der Einstieg in den Cellounterricht anschließend perfekt gelingt, geben wir Dir Tipps wie Du ein geeignetes Cello für Kinder finden kannst.

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Und los geht's

Gibt es ein ideales Alter, um mit dem Cello spielen anzufangen?

Das Cello gehört, wie die Geige, zu der Familie der Streichinstrumente. Von dem Wirbelkasten über das Griffbrett bis etwas unterhalb der Mitte des Korpus laufen vier Saiten, die auf die Töne C – G – D – A gestimmt sind. Um sie zum Klingen zu bringen, müssen sie in Schwingung versetzt werden. Das geschieht auf dem Cello in der Regel dadurch, dass man sie mit einem Bogen anstreicht. Sie können aber auch gezupft werden.

Damit sich die Tonhöhe verändert und Melodien oder Akkorde gespielt werden können, müssen die Saiten auf dem Griffbrett heruntergedrückt werden. So verkürzt man den Teil der Saite, der frei schwingen kann und der Ton wird höher. Für jeden einzelnen Ton gibt es eine Stelle auf dem Griffbrett, auf der man ihn erzeugen kann.

Das Streichen mit dem Bogen und das herunterdrücken der Saiten an der exakt richtigen Stelle sind zwei der großen Schwierigkeiten des Cellospielens und dem Spielen auf Streichinstrumenten im Allgemeinen. Die Bogenführung verlangt einiges an Feingefühl. Muss doch der Bogen im richtigen Winkel und mit dem idealen Druck auf die Saite auftreffen, damit sie schön klingt und nicht aus Versehen eine andere Saite mitberührt wird.

Gleichzeitig hat die linke Hand die Aufgabe, die Saiten zu greifen. Das Treffen der Töne ist auf Streichinstrumenten deutlich schwieriger als beispielsweise auf einer Gitarre, da es auf dem Griffbrett keine Bünde gibt, an denen man erkennen kann, wo welcher Ton liegt. Und schließlich müssen auch noch die Bewegungen der linken und der rechten Hand miteinander koordiniert werden.

Kleine Kinder haben oft noch nicht die notwendigen motorischen Fähigkeiten um Cello spielen zu lernen.
Die Bogenführung beim Cello spielen setzt einige motorische Fähigkeiten voraus. | Quelle: Jesson Mata via Unsplash

Cello spielen ist also nicht ganz einfach. Bedeutet das nun, dass man tatsächlich sehr früh anfangen muss, um es wirklich lernen zu können oder sollte man lieber etwas warten, bis die motorischen Fähigkeiten und die Konzentrationsfähigkeit gut ausgebildet sind? Für beide Annahmen gibt es Argumente, die dafür und dagegen sprechen.

Bei kleinen Kindern kann es vorkommen, dass sie mit den Aufgaben überfordert sind und schnell den Spaß am Spielen verlieren. Im Vorschulalter sind sie in der Regel kaum in der Lage die notwenigen Bewegungen korrekt zu erlernen und miteinander zu koordinieren. Gleichzeitig haben sie noch keinen besonders großen Anspruch an ihre eigene Musikalität. Sie freuen sich darüber, dass sie überhaupt Töne erzeugen können und kümmern sich nicht groß darum, ob ihr Spiel auch wirklich schön und richtig klingt.

Mit zunehmendem Alter betrachten sich Kinder und Jugendliche selbst immer kritischer. Sie werden die Bewegungsabläufe zwar unter Umständen schneller lernen als jüngere Kinder, geben sich aber auch nicht so schnell mit ihren ersten Erfolgen zufrieden. Genau daraus kann sich aber auch ein Vorteil entwickeln. Wer bemerkt und hört, was noch nicht so gut funktioniert, kann gezielt daran arbeiten und so schneller Fortschritte machen.

Beim Cellospielen ist ein gut ausgebildetes Gehör unerlässlich. Nur so kann man die Töne auf dem bundlosen Griffbrett auch exakt treffen und sich, wenn nötig, korrigieren. Nur wenige Menschen haben von Natur aus ein sehr feines musikalisches Gehör. Bei den meisten entwickelt sich dieses im Laufe der Zeit durch Musik hören und noch viel mehr selbstständiges Musizieren.

Kinder, die von jung an ein Instrument spielen lernen, werden in dieser Hinsicht ihren Altersgenoss*innen einen Schritt voraus sein. Aber man ist nie zu alt, um sein Gehör zu trainieren. Das passiert ganz automatisch, sobald man ein Instrument spielen lernt und ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sogar den Prozess mit gezielten Gehörübungen beschleunigen. So können tatsächlich auch Erwachsene noch mit dem Cello spielen anfangen.

Ab welchem Alter können Kinder Cello spielen lernen?

Das ideale Einstiegsalter zum Cello spielen lernen gibt es also nicht. In jeder Lebensphase bringt man unterschiedliche Eigenheiten und Kompetenzen mit, die sich zu einem Vorteil entwickeln können. Das wichtigste ist, dass der Cellounterricht auf das Alter und die Vorerfahrung der Schüler*innen abgestimmt ist.

Die nötigen Kompetenzen wie Rhythmusgefühl, Ausbildung des Gehörs, motorische Fähigkeiten und Noten lesen erlernt man Schritt für Schritt im Cellounterricht. Und das in jedem Alter. Es besteht also keinen Grund zur Eile, ein Kind möglichst jung für die Cellostunden anzumelden.

Ab welchem Alter können Kinder Cello spielen lernen?
Das eine ideale Einstiegsalter gibt es nicht. Ob ein Kind für den Cellounterricht bereit ist, hängt von seiner individuellen Entwicklung ab. | Quelle: Hossein Azarbad via Unsplash

In vielen Fällen ist es sogar besser, noch etwa zu warten. Die meisten Cellolehrer*innen erachten es als sinnvoll frühstens mit sechs bis sieben Jahren mit dem Cello spielen anzufangen. In diesem Alter sind die meisten Kinder in der Lage, sich lange genug zu konzentrieren, um dem Unterricht zu folgen und zu Hause eigenständig und effizient zu üben. Zudem ist ihre Koordinationsfähigkeit bereits deutlich besser ausgebildet als bei Fünfjährigen und jüngeren.

Es gibt jedoch Musikschulen, die Cellounterricht für kleinere Kinder anbieten. Diese arbeiten in der Regel mit speziellen Methoden, die für den Instrumentalunterricht mit Kleinkindern entwickelt wurden. Dabei werden die natürliche Neugier und Entdeckungsfreude der Kleinen genutzt, um sie mit dem Instrument vertraut zu machen.

Für Kleinkinder, die sich für Musik interessieren, aber noch zu jung sind, um ein Instrument spielen zu lernen, ist die Musikalische Früherziehung eine gute Alternative für den Einstieg.

Kann man eigentlich auch ohne Lehrer Cello lernen?

Worauf gilt es, beim Cellounterricht für Kinder zu achten?

Egal in welchem Alter ein Kind mit dem Cello spielen beginnt, das Wichtigste ist, die Freude am Spielen. Nur wer regelmäßig und konzentriert übt, kann auch wirklich ein Instrument spielen lernen. Der Wunsch, Cellounterricht zu besuchen, sollte daher immer vom Kind ausgehen und nicht von den Eltern eingetrichtert werden. Wenn die nötige Motivation fehlt, wird das Spielen schnell zur Qual. Fortschritte können sich so nur schwer einstellen und häufig wird das Instrument dann schon nach kurzer Zeit für immer weggelegt.

Der Cellounterricht soll dem Kind vor allem Freude am Musizieren vermitteln.
Der Spaß am Cellounterricht sollte immer im Vordergrund stehen. | Quelle: Yan Krukov via Pexels

Wenn Dein Kind wirklich überzeugt davon ist, Cello spielen zu lernen, geht es darum die passende Lehrperson zu finden. Du kannst Dich dafür bei den Musikschulen in Deiner Region oder bei den Angeboten von Privatlehrer*innen umsehen. Achte dabei darauf, dass der Unterricht auch wirklich auf die Altersgruppe Deines Kindes ausgelegt ist.

Bevor es mit dem Cellounterricht richtig losgeht, ist es sinnvoll, eine Probestunde zu absolvieren. Diese bietet die Gelegenheit, dass sich Lehrer*in und Schüler*in kennenlernen können. Für die Lehrkraft ist es wichtig, das Kind einmal erlebt zu haben, um einschätzen zu können, ob es bereit für die Cellostunden ist und wie diese schließlich ablaufen sollen. Kinder entwickeln sich in unterschiedlichem Tempo und das Alter allein ist nicht aussagekräftig.

Auch das Kind selbst sollte sich mit der Lehrperson unbedingt wohlfühlen. Die beiden werden sehr viel Zeit miteinander verbringen und das Lernen fällt deutlich leichter, wenn man der Lehrkraft auch wirklich in jedem Sinne vertraut. Höre also auf Dein Kind, wenn es mit der Wahl nicht zufrieden ist.

Es gibt übrigens auch die Möglichkeit online Cellounterricht zu nehmen.

Ein Cello für Kinder kaufen

Ein Kindercello muss die passende Größe haben.
Lass Dich beim Kauf eines Kindercellos von einer Fachperson beraten. | Quelle: Yan Krukov via Pexels

Damit man Cello spielen lernen kann, braucht man selbstverständlich ein Cello. Es reicht schließlich nicht aus, dass man einmal die Woche Musikunterricht besucht. Dazwischen muss das Gelernte zu Hause geübt werden, damit es sich festigen kann.

Bei Kindern ist es Wichtig, dass das Cello die richtige Größe hat. Das Instrument ist so groß, dass es für Kinder nicht möglich ist an Celli in Standardgröße die korrekte Haltung einzunehmen. Es muss also ein Kindercello her. Sei Dir bewusst, dass dieses Dein Kind nicht ewig begleiten wird. Nach wenigen Jahren wird es ein größeres Instrument brauchen.

Lass Dich bei der Wahl des Kindercellos von einer Fachperson beraten. In jedem Fall, sollte das Kind die Möglichkeit haben, das Cello anzuspielen oder zumindest kurz zu halten. Nur so kann beurteilt werden, ob die Größe auch wirklich passt. Bei den Angaben zu der idealen Cellogröße nach Alter und Armlänge handelt es sich nur um Richtwerte, die sich nicht auf alle Kinder übertragen lassen.

Alter (ungefähr)ArmlängeCellogrößeGesamtlängeMensur
4-7 Jahreab 42 cm1/8825 mm465 mm
5-9 Jahreab 45 cm1/4950 mm529 mm
7-11 Jahreab 50 cm1/21060 mm595 mm
ab 10 Jahrenab 56 cm3/41125 mm622 mm
ab 11 Jahrenab 60 cm4/41270 mm685 mm

Ein Kindercello ist also nur eine Investition für wenige Jahre. Damit der Cellounterricht das elterliche Budget nicht zu sehr belastet, bietet es sich an, erstmal ein Instrument zu mieten. Erkundige Dich am besten gleich bei dem*der Cellolehrer*in Deines Kindes. Er*sie wird am besten wissen, welche Angebote es in der Region gibt. Häufig ist es möglich im Instrumentenfachhandel oder sogar direkt von der Musikschule ein Mietcello zu erhalten.

 

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.