Du hast endlich ein Violoncello gekauft oder gemietet und willst sofort mit dem Spielen loslegen? Dazu musst Du natürlich wissen, wie man ein Cello richtig hält.

Das Cello wird meistens im Sitzen gespielt und auf dem Stachel zwischen die Beine gestellt. Wir erklären Dir in diesem Artikel, wie Du zur idealen Sitzhaltung kommst und wie Du das Cello hinstellen musst, damit es stabil steht.

Zusätzlich zum Instrument selbst, braucht man zum Cello spielen einen Bogen, mit dem man über die Saiten streicht. Es ist nicht ganz einfach, den Bogen so zu halten, dass man ihn kontrolliert und gefühlvoll über die Saiten streichen kann. Darin liegt eine der Schwierigkeiten beim Cello spielen.

Am Bogengriff arbeiten auch erfahrene Cellist*innen ein ganzes Leben lang. Zu Beginn geht es darum, die Töne schön zum Klingen zu bringen und Kontrolle über den Bogen zu gewinnen. Später kann man den Griff weiter verfeinern und Details herausarbeiten. Wir haben für Dich die wichtigsten Informationen über die Cello Bogenhaltung zusammengefasst.

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Die Cello-Haltung im Sitzen

Zum Cello spielen brauchst Du einen stabilen Stuhl oder Hocker auf der richtigen Höhe. Er sollte auf oder vor einer rutschfesten Unterlage stehen, auf der Du das Cello sicher aufstellen kannst.

Am besten bedient bist Du mit einem Cellobrett oder Parkettschoner. Diese kleinen, leichttransportierbaren Hilfsmittel gibt es in unterschiedlichsten Variationen. Du kannst sie überallhin mitnehmen und Dein Cello auf jeder Art von Boden aufstellen, ohne dass es wegrutscht oder der Stachel den Untergrund beschädigt.

Bei der korrekten Cellohaltung geht es darum, das Instrument stabil zu halten und trotzdem die nötige Bewegungsfreiheit zum Cello spielen lernen zu haben.

Schritt für Schritt zur richtigen Haltung

Bevor Du lernst das Cello zu halten, geht es darum, die richtige Sitzposition zu finden. Achte darauf, dass die Stuhlhöhe zu Deiner Körpergröße passt. Wenn Du aufrecht darauf sitzt, sollten Deine Knie auf Stuhlhöhe oder leicht darunter liegen.

Setze Dich mit geradem Rücken auf die vordere Stuhlkante. Die Beine sind geöffnet, die Füße stehen fest auf dem Boden und die Fußspitzen zeigen leicht nach außen. Du sitzt richtig, wenn Du sofort aufstehen kannst, ohne irgendetwas an Deiner Haltung zu verändern. Probiere das ein paar Mal aus: schnell aufstehen und gleich wieder setzten, ohne dass Du die Stellung Deiner Füße veränderst.

Das Cello wird im Sitzen gespielt.
Zum Cello spielen brauchst Du einen geeigneten Stuhl. | Quelle; John Schaidler via Unsplash

Wenn Du eine gute Position auf dem Stuhl gefunden hast, machst Du das Ganze noch einmal; diesmal aber mit dem Cello in der Hand. Stehe aus Deiner idealen Sitzhaltung auf und stelle das Cello gerade vor Deine Körpermitte. Fasse es mit der linken Hand an der Stelle, wo der Hals am Korpus ansetzt und positioniere es so, dass es eine lockere Armlänge von Dir entfernt steht.

Wenn Du Dich jetzt wieder setzt, lässt Du die linke Hand erstmal an dieser Stelle liegen, damit das Cello nicht verrutscht.

Sobald Du Deine Sitzhaltung wieder eingenommen hast und Deine Füße richtig stehen, kannst Du das Cello langsam an Deinen Körper führen. Der Stachel bleibt dabei auf derselben Position stehen. Du neigst das Cello so, dass der obere Teil des Korpus auf Deinem Brustbein zu liegen kommt. Der Hals führt über die linke Schulter an Deinem Kopf vorbei.

Der untere Wirbel (für die C-Saite) sollte nun auf Höhe Deines Ohrs sein. Ist er etwas weiter oben oder unten, kannst Du die Länge des Stachels verändern.

Achte darauf, dass Dein Oberkörper weiterhin gerade aufgerichtet ist. Lehne Dich nicht nach hinten. Tendenziell lehnst Du Dich eher ganz leicht und ohne Kraftaufwand nach vorne an das Cello. So kannst Du ein Gleichgewicht zwischen Dir und dem Instrument herstellen, ähnlich wie bei zwei Spielkarten, mit denen man ein Dach baut.

Damit die Stabilität auch beim Cello Spielen gewährleistet ist, wird das Cello zwischen die Knie geschoben. Du kannst es so ganz ohne Kraftaufwand mit den Beinen festhalten. Je nach Deinem Körperbau kann die exakte Position leicht variieren. Ich beschreibe Dir hier die Standardhaltung, die für viele Cellist*innen gut funktioniert.

Die Form des Cellos hilft Dir, es zu halten.
Unter der Spitze des C-Bogens ist eine kleine Einbuchtung. | Quelle: Ira Selendripity via Unsplash

Betrachte einmal die Form Deines Cellos. In der Mitte des Korpus ist es auf beiden Seiten C-förmig nach innen gewölbt. Daraus ergeben sich pro Seite zwei Spitzen, die leicht herausragen. Direkt unterhalb der unteren Spitze gibt es eine weitere kleine Einbuchtung. Diese legst Du hinter Dein linkes Kniegelenk.

Auf der rechten Seite wird die Zarge (Seitenteil, das Boden und Decke verbindet) an die Unterschenkelinnenseite gelegt. Das Cello dreht sich so leicht nach rechts, damit die Saiten der bogenführenden Hand zugewandt und besser zu erreichen sind.

Häufige Fehler

Die richtige Cello-Haltung findet man nicht immer im ersten Anlauf und man muss etwas herumprobieren. Hat man sie schließlich gefunden, besteht die Gefahr, dass man sie beim Spielen schnell wieder verliert. Es gilt also, beim Üben stetig darauf zu achten; insbesondere, wenn Du ohne Lehrer Cello spielst und Dich niemand korrigieren kann.

Wir haben Dir hier die häufigsten Fehler bei der Cello-Haltung zusammengestellt:

  • Das Cello ganz senkrecht halten und dafür den Oberkörper leicht zur Seite neigen.
  • Mit der linken Schulter nach vorne ausweichen.
  • Den Kopf schief halten.
  • Die linke Schulter und den Ellenbogen beim Streichen anheben, um mehr Kraft zu haben.

Achte darauf, diese Fehler zu vermeiden. Sie werden Dir nicht nur beim Spielen Schwierigkeiten bereiten, sondern können auch für Deine Gesundheit schädlich sein und zu Rückenschmerzen führen. Denke immer daran, aufrecht zu sitzen, die Schultern gerade zu halten und entspannt hängen zu lassen.

Beim Cello spielen wird der Rücken gerade gehalten.
Achte darauf, dass der Cello-Stachel auf einer rutschfesten Unterlage steht. | Quelle: David Leveque via Unsplash

Wusstest Du, dass man auch als Erwachsener noch Cello lernen kann?

Cello – die Bogenhaltung

Der Cellobogen wird oft als Verlängerung des Arms beschrieben. Mit ihm bringt man das Violoncello erst zum Klingen. Man kann die Lautstärke, die Dynamik und auch die Klangfarbe damit beeinflussen. Damit das möglich ist, muss der Bogen sicher und dennoch locker gehalten werden.

Wie auch bei der Geige und der Bratsche wird beim Cello der Bogen im Obergriff gehalten. Das bedeutet, dass der Boden nicht in die geöffnete Handfläche gelegt wird, sondern von oben mit den Fingern gehalten wird.

Die wichtigsten Teile eines Streicherbogens sind die Stange, die Bespannung (Haare) und der Frosch. Die Stange und die Bogenhaare laufen parallel zu einander und kommen an der Spitze zusammen. Am anderen Ende des Bogens ist der Frosch an die Stange angebracht. Der Frosch ist die Vorrichtung, an der man den Bogen gut halten kann, ohne die Haare zu berühren.

Worum geht es bei der Bogenhaltung?

Bei der Bogenführung geht es darum, die Saiten so zu treffen, dass sie möglichst frei schwingen können. Dazu muss der Bogen in einem rechten Winkel auftreffen. Es gilt außerdem darauf aufzupassen, dass nicht ausversehen andere Saiten mitgestrichen werden.

Das Schwingen der Saiten soll durch den Bogen in der Hand gespürt werden. So kann schon mit kleinen Veränderungen die Klangfarbe beeinflusst oder die Lautstärke verändert werden. Das geschieht unter anderem durch Variieren des Drucks, der auf die Saiten gegeben wird.

Der Bogen muss dafür kontrolliert geführt werden können, ohne dass die Bewegungsfreiheit für den Arm eingeschränkt wird.

Die Cello Bogenhaltung ist eine Mischung aus Leichtigkeit und Kontrolle.
Das Handgelenk wird beim Führen des Bogens leicht gekrümmt gehalten, aber nicht seitlich abgeknickt. | Quelle: Jallen Fosati via Unsplash

Schritt für Schritt zur richtigen Cello-Bogenhaltung

Rechtshänder halten den Bogen in der rechten Hand. Um zur richtigen Bogenhaltung zu kommen, hältst Du den Bogen erstmal mit der linken Hand am Schwerpunkt, so dass er horizontal in der Luft liegt. Der Schwerpunkt befindet sich vom Frosch aus gesehen, ungefähr auf einem Drittel der Länge.

Lasse Deine rechte Hand locker hängen. Das Handgelenk und die Finger sind dabei leicht gekrümmt. Führe nun den Bogen zu der Hand und lege die Daumenspitze an die Bogenstange zwischen Forsch und Griffleder. Achte dabei darauf, dass Du den Daumen nicht durchstreckst, sondern ihn weiterhin leicht gekrümmt hältst. Das geht am besten, wenn Du ihn ganz vorne, direkt beim Nagel aufstützt. Dafür muss der Fingernagel kurz geschnitten sein.

Mittel- und Ringfinger führen nun über die Bogenstange zum unteren Froschrand. Dabei ruhen sie mit dem vordersten Gelenk vorne an der Bogenstange. Die Spitze des Mittelfingers berührt den Silberring, aus dem die Bogenhaare herauskommen. Er liegt so dem Daumen genau gegenüber.

Der Zeigefinger wird so hingelegt, dass das mittlere Gelenk auf der Stange zu liegen kommt. Die Spitze des kleinen Fingers wird auf die Stange gestellt.

Du kannst jetzt langsam Deine linke Hand vom Bogen lösen und ihn nur noch mit der rechten halten. Achte dabei darauf, dass Du nicht zudrückst. Der Cellobogen sollte ganz locker und ohne Kraftaufwand gehalten werden können.

Das Gewicht des Bogens liegt dabei auf dem Daumen. Der kleinen Finger gleicht die Schwerkraft aus, damit der Bogen nicht kippen kann. Beim Spielen hilft er Dir dabei, den Bogen zu steuern, sodass er nicht nach oben entweichen kann.

Der Zeigefinger ist dafür verantwortlich, mit wie viel Druck Du über die Saiten streichst. Über ihn kannst Du das Gewicht Deines Armes auf den Bogen weiterleiten.

Das Handgelenk wird gerade gehalten und sollte nicht seitlich abknicken. Achte immer darauf, nicht zu verkrampfen. Sobald Du die Muskeln in der Hand anspannst, kannst Du die Schwingung der Saiten nicht mehr spüren. Bei der korrekten Cello Bogenführung geht es darum, eine Balance zwischen Leichtigkeit und Kontrolle zu finden.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.