Das Cello gehört wie die Geige, die Bratsche und der Kontrabass zu den Streichinstrumenten. Diese Bezeichnung kommt daher, dass die Saiten mit einem Bogen gestrichen werden, damit ein Klang entsteht.

Die Geige, die Bratsche und das Cello stammen direkt von der, im 16. Jahrhundert aufgekommenen, Viola da braccio ab. Instrumente dieser Familie zeichnen sich durch verschiedene Merkmale aus: sie haben zwei f-förmige Schalllöcher auf der Decke, ihre Saiten sind in Quinten gestimmt und das Griffbrett hat keine Bünde.

Gerade der letzte Punkt ist ein Argument dafür, dass man von Streichinstrumenten gemeinhin sagt, dass sie schwierig zu erlernen seien. In diesem Artikel wollen wir dieser Aussage auf den Grund gehen und uns anschauen, welche Voraussetzungen Du brauchst, um Cello spielen zu lernen.

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Wo liegt die Schwierigkeit bei Streichinstrumenten?

Um auf Streichinstrumenten einen Klang zu erzeugen, werden die Saiten mit einem Bogen angestrichen, oder seltener auch gezupft. Damit versetzt man sie in Schwingung. Diese wird vom Korpus des Instruments aufgenommen und in dem Resonanzkörper verstärkt, sodass er gut hörbar wird und schön klingt.

Die Tonhöhe verändert man dadurch, dass man die Saiten auf dem Griffbrett runterdrückt. Auf diese Weise verkürzt man den schwingenden Teil der Saite und der Ton wird höher. Das geschieht bei Rechtshänder*innen mit der linken Hand, während die rechte den Bogen führt.

Für Anfänger*innen kann eine erste Herausforderung darin liegen, diese ungleichen Bewegungen beider Arme miteinander zu koordinieren. Das braucht etwas Übung. Aber unser Körper hat zum Glück ein gutes Gedächtnis für Bewegungsabläufe und es wird sich nach einiger Zeit ganz natürlich anfühlen.

Beim Cello kann sich zudem zu Beginn die Haltung etwas sonderbar anfühlen. Es steht zwischen den gespreizten Beinen und wird am Oberkörper leicht angelehnt. Die Greifhand bewegt sich vor dem Körper vertikal über das Griffbrett, während der Bogen weiter unten fast parallel zum Boden geführt wird.

Die Cello Bogenführung lernt man nicht von einem Tag auf den anderen.
Eine der Schwierigkeiten beim Cello spielen ist die gefühlvolle Bogenführung. | Quelle: V T via Unsplash

Eine weitere Challenge liegt in der korrekten Bogenhaltung und -führung. Der Cellobogen ist ungefähr 70 cm lang und 68 bis 80 Gramm schwer. Er wird nur mit den Fingern auf einer relativ kleinen Fläche ganz außen gehalten. Es gilt also, die richtige Balance zu finden, um ihn präzise führen zu können. Je nachdem welche Saite gespielt werden soll, steht er in einem anderen Winkel zu dem Instrument.

Für einen schönen Klang ist der Druck, der auf den Bogen gegeben wird, entscheiden. Streicht der Bogen zu locker über die Saiten, werden sie nicht richtig zum Schwingen gebracht, drückt man zu stark auf, erstickt man den Klang sofort wieder.

Cello Anfänger*innen werden also eine Weile herumprobieren müssen, bis sie die korrekte Bogenführung gefunden und verinnerlicht haben. Kommen wir aber nun zum vielleicht wichtigsten Punkt, den ich oben schon kurz angedeutet habe: die Intonation.

Mit Intonation ist, in diesem Zusammenhang, die Feinabstimmung der Tonhöhe gemeint. Was bedeutet das genau? Unser Tonsystem ist Halbtonschritte eingeteilt. Der Übergang von einem Ton zum nächsten ist aber fließend. Das heißt, man kann auch Viertel- oder Achteltonabstände singen oder auf einem Cello spielen. Da diese Zwischentöne nicht, oder kaum, in der Musik vorkommen, werden sie in der Regel schief klingen. Eine exakte Intonation bedeutet nun, dass man genau die richtige Tonhöhe singt oder spielt.

Auf einem Klavier ist das kein Problem, da jede Taste bereits exakt auf den ihr zugeordneten Ton gestimmt ist. Bei einer Gitarre sind es die Bundstäbe, die die Orientierung erleichtern und dafür sorgen, dass der gewünschte Ton erklingt.

Auf Streichinstrumenten, wie der Geige und dem Cello, ist das nicht der Fall. Man muss selbst die Stelle finden, auf die man den Finger legen muss. Schon eine Verschiebung von wenigen Millimetern kann dafür sorgen, dass der Ton etwas zu hoch oder zu tief und damit falsch klingt.

Zu Beginn kann man sich mit selbst angebrachten Griffbrettmarkierungen behelfen. Um jedoch irgendwann ohne Hilfsmittel sauber spielen zu können, muss von Anfang an das Gehör geschult werden. Du musst genau hinhören, ob der Ton richtig klingt und, wenn nötig, den Griff korrigieren können.

Die Intonation kann auf Streichinstrumenten eine Herausforderung sein.
Im Gegensatz zur Gitarre haben Streichinstrumente keine Bundstäbe. | Quelle: Christina Victoria Craft via Unsplash

Die Vorteile beim Cello lernen

Genau dieser letztgenannte Punkt, kann sich aber irgendwann zu einem Vorteil entwickeln. Egal welches Musikinstrument man spielt, ein gut ausgebildetes musikalisches Gehör ist immer von Vorteil. Nur wenige Menschen besitzen das von Natur aus. Die meisten müssen es sich erarbeiten. Den Einen fällt das leichter, Anderen schwerer. Klar ist: je öfter man es übt, umso schneller und zuverlässiger lernt man es.

Beim Cello lernen, wirst Du am Anfang etwas Geduld brauchen, weil die Töne eben nicht von Anfang an genau richtig klingen. Da Du aber keine andere Wahl hast, als Dich darauf zu konzentrieren, wird die Gehörbildung ganz automatisch Teil Deiner Cellostunden. So wirst Du zumindest in diesem Punkt Klavierschüler*innen, die gleichzeitig angefangen haben wie Du, schnell einen Schritt voraus sein.

Das Violoncello gehört zu den typischen Orchesterinstrumenten. In den meisten Musikschulen, die Unterricht auf Streichinstrumenten anbieten, können die Schüler*innen neben dem Unterricht in einem Streicherensemble mitspielen.

Der Austausch mit Anderen und das Spielen in einer Gruppe macht nicht nur Spaß, sondern hilft auch bei der Entwicklung der Musikalität. Mit einem Cello wirst Du immer die Möglichkeit haben, in einer Formation zu spielen.

Das Cello ist ein vielseitiges Instrument, dass in verschiedensten Musikstilen zum Einsatz kommt. Es hat einen außerordentlich schönen Klang, der in den Menschen tiefste Emotionen wecken kann. Auch das ist ein guter Grund, Cello spielen zu lernen.

Die Gehörbildung ist für alle Musikinstrumente wichtig.
Im Cello-Unterricht lernst Du, genau hinzuhören. | Quelle Sandy Millar via Unsplash

Wie lange dauert es, bis man Cello spielen kann?

Dies Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten; zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Erstmal gilt es zu klären, was „Cello spielen können“ für Dich genau bedeutet?

Meinst Du damit, in der Lage zu sein die Töne sauber erklingen zu lassen und einfache Stücke nachspielen zu können? Oder hast Du den hohen Anspruch, viele verschiedene Streichtechniken zu beherrschen, improvisieren zu können und/oder in der Lage zu sein, auch sehr komplexe Werke aus der klassischen Musik interpretieren zu können? Je höher das Ziel gesteckt ist, umso länger wird es natürlich auch dauern, bis Du es erreicht hast.

Wie schnell Du beim Cello Lernen vorankommst, hängt unter anderem damit zusammen, wie oft Du Unterricht besuchst. Besuchst Du zwei Cellostunden pro Woche, wirst Du in kürzerer Zeit mehr Neues dazulernen, als bei einer einzigen Unterrichtseinheit pro Monat.

Mindestens genauso wichtig wie der Cellounterricht an sich, ist das selbstständige Üben zuhause. Das sollte, wenn möglich, täglich geschehen. Nur durch regelmäßiges Spielen, kannst Du Dich an die Bewegungsabläufe gewöhnen und sie verinnerlichen. Auch Dein Gehör wird sich schneller verfeinern, wenn Du es täglich trainierst.

Üben sollte man nicht nur regelmäßig, sondern auch richtig. Jede Übungseinheit sollte gut strukturiert sein und nicht zu lange dauern. Dein Körper braucht auch Pausen. Du musst Dich außerdem sehr gut selbst beobachten, um mögliche Fehler korrigieren zu können. Beim selbstständigen Üben, musst Du gewissermaßen selbst die Rolle des*der Cellolehrer*in übernehmen.

Eine musikalische Vorbildung kann Dir den Einstieg erheblich erleichtern. Wenn Du bereits Noten lesen kannst oder sogar schon weitere theoretische Kenntnisse mitbringst, wird zu Beginn etwas weniger auf Dich zukommen. Auch das Gehör von Menschen, die bereits ein Instrument gelernt haben, ist meist schon etwas besser ausgebildet.

Aber auch wenn Du ganz neu in die Welt der Musik einsteigst, sollte Dich das nicht davon abhalten, Cello spielen zu lernen, wenn Du es wirklich möchtest.

Beim Cello lernen ist die Motivation wichtig.
Beim gemeinsamen Musizieren kannst Du Spaß haben und vieles lernen. | Quelle: Alberto Bigoni via Unsplash

Cello lernen: die Motivation ist entscheidend

Vergiss alles, was Du je über Talent gehört hast. Auch mit idealen Voraussetzungen erlernt man das Cello spielen nicht innerhalb weniger Wochen. Alle müssen fleißig üben und sich die Spieltechniken, Bewegungsabläufe und ein gutes Gehör erarbeiten.

Der Wunsch Cello spielen zu lernen ist die beste Voraussetzung, um es zu schaffen. Die Motivation und Leidenschaft werden Dich dazu bringen, regelmäßig und konzentriert zu üben. Sei geduldig mit Dir und mach Dir immer wieder bewusst, dass manche Dinge einfach etwas Zeit brauchen. Deine Ausdauer wird sich auszahlen.

Um die Motivation aufrecht zu erhalten, ist es hilfreich, sich immer wieder vor Augen zu führen, warum man mit dem Cello lernen angefangen hat. Setze Dir Etappenziele, die innerhalb einer kurzen Zeitspanne erreichbar sind. So kannst Du Dich immer wieder über noch so kleine Fortschritte freuen. Dein Alter spielt übrigens keine Rolle, man kann auch als Erwachsener noch Cello spielen lernen.

Verzweifle nicht, wenn es einmal ein paar Tage lang überhaupt nicht voran geht. Auch das ist ganz normal. In diesen Momenten ist es gut darauf zurückzublicken, was man schon alles erreicht hat und stolz darauf zu sein.

Am besten lernt man mit einem*einer Cellolehrer*in, mit dem*der man sich wohlfühlt. Der Einzelunterricht kann auf Deine Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt werden, sodass Du lange mit viel Freude dabeibleibst. Ganz ohne Lehrer*in Cello spielen zu lernen, kann sich als sehr schwierig gestalten und wird nicht empfohlen.

Worauf wartest Du also noch? Wenn Du Lust hast Cello zu lernen, solltest Du es einfach mal ausprobieren. Du wirst sehen es macht unglaublich viel Spaß!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.