Das einzige, was ich in meinem Leben bedauere, ist, keine Comics gezeichnet zu haben.” – Pablo Picasso

Aber Tattoos hätte er bestimmt auch gerne designt...Das ist aber ein anderes Thema...

Comics sind in Deutschland und Europa total beliebt. Von unseren Kindheitshelden wie Asterix & Obelix, Tim & Struppi oder Mecki bis hin zu Kult Comics vom anderen Ende der Welt (z.B. Mangas aus Japan), jedes Jahr werden tausende Comicbücher verkauft.

Im Jahr 2018 stellten in Deutschland Comics fast 10 Prozent des Umsatzes in der Belletristik im Buchhandel dar. Besonders erfolgreich ist die Manga Branche: Fast 75% des deutschen Umsatzes aus der Comic Branche stammt von Manga Verkäufen.

Steckt Euer Kopf voller Ideen und Ihr träumt davon, Eure eigene Comic Geschichte zu zeichnen?

Comics zeichnen ist eine sehr komplexe Arbeit, die mehrere Phasen erfordert, in denen Ihr Charaktere und ihre Geschichte entwickelt und sie mit Euren Zeichnungen zum Leben erweckt. Sie erfordert das Erlernen diverser Zeichentechniken. Darunter zum Beispiel das Zeichen in 3D Optik.

In diesem Artikel erklären wir Euch daher, wie Ihr ein Comic selber zeichnen könnt…

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Was macht Comichefte aus?

Ähnlich wie ein Ölgemälde, ein Aquarell oder ein Foto haben auch Comics die Eigenschaft, direkt und aussagekräftig zu wirken. Auf den ersten Blick können Comics in uns Gefühle hervorrufen, was nicht zwangsweise bei jedem Roman oder literarischen Werk der Fall ist.

Schon seit Anbeginn der Menschheit werden Geschichten vorzugsweise in Bildern erzählt. Vor der Erfindung der Schrift waren Bilder schließlich die einzige Möglichkeit, seine Spuren auf der Erde zu hinterlassen. Denkt nur an die Höhlenzeichnungen aus der Steinzeit! Aber auch nach der Erfindung vieler verschiedener Techniken zum künstlerischen Ausdruck (Zeichnen, Malerei, Literatur, Poesie, Fotografie, Kino, Theater…) bleiben Bilder eine prägnante und wichtige Möglichkeit, Kunst und Kultur zu verbreiten.

Comics erzählen eine Geschichte mit Bildern, was ihr automatisch mehr Eindruck verleiht. Egal, ob es sich um eine Karikatur, politische Zeichnungen, Comics für Kinder oder Mangas handelt, jeder Abschnitt der Geschichte brennt sich sofort visuell in die Köpfe der Leserschaft ein und hinterlässt so tiefere Eindrücke.

Mit Comics verfolgt man also einen hauptsächlichen Zweck: den Leser direkt ansprechen.

Comics sind auf der ganzen Welt schon seit Jahrzehnten beliebt. | Quelle: VisualHunt

Laut einer kanadischen Studie aus dem Jahr 2010 können Comichefte bei Kindern einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Interesses fürs Lesen haben. Sie sind leichte Lektüre und lesen sich angenehm schnell, daher eignen sich Comics gut als Übergang zwischen gesprochener Sprache und Literatur.

Gebt es zu: Ein Lustiges Taschenbuch mit Donald Duck und Mickey Mouse liest sich schon sehr viel schneller als ein Faust von Goethe oder Die Verwandlung von Kafka…

Ihr könnt natürlich auch Comics in Fremdsprachen lesen und so sehr gut Eure Sprachkenntnisse trainieren. Viele Comics kommen z.B. aus Belgien oder Frankreich, eignen sich also wunderbar zum Französisch lernen. Vielleicht wollt Ihr ja auch mit Mangas Japanisch lernen?

Ihr könnt mit Comics neue Vokabeln lernen, in die Sprache und Kultur des Landes eintauchen, ohne Stress lesen lernen, umgangssprachliche Ausdrücke lernen und dabei eine imaginäre Welt kennenlernen.

Comics eignen sich für jedes Alter. Kleine Kinder lassen sich von den Bildern und Zeichnungen beeindrucken und lernen dabei lesen. Jugendliche und Erwachsene haben meist viel Spaß dabei, so schnell in eine Geschichte einzutauchen und den versteckten Humor zu verstehen.

Zeit, dass Ihr damit anfangt, Eure eigenen Comics zu zeichnen!

Comics zeichnen: Fangt mit den Grundlagen an

Es ist sehr wichtig, dass Ihr Euch viele Gedanken macht, bevor Ihr Euer erstes Kästchen und Eure Comic Helden zeichnet. Anders als bei einer normalen Zeichnung handelt es sich bei Comics schließlich um ganze Bücher, die eine Geschichte erzählen.

Daher müsst Ihr, genau wie jeder andere Buchautor beim Schreiben eines Romans, mehrere Elemente festlegen, bevor Ihr mit Eurem Comic Zeichnen anfangen könnt. Schließlich kann man Comics als grafische Romane bezeichnen. Über diese Aspekte solltet Ihr Euch daher am Anfang Gedanken machen:

  • Die Charaktere: Wer sind Eure Helden? Was sind ihre körperlichen und persönlichen Eigenschaften, wie leben sie, welche Beziehungen haben sie zueinander usw.?
  • Der Ton: Es gibt viele verschiedene Arten von Comicheften. Humoristisch, Abenteuergeschichte, Fantasy, Manga…Diese Wahl wird einen großen Einfluss auf Euren weiteren Verlauf haben und sie spiegelt sich inhaltlich, aber auch in Euren Zeichnungen wider.
  • Das Thema: Worum soll es in Eurem Comic gehen? Um welches Thema dreht sich die zentrale Handlung? Welche Nachricht wollt Ihr mit Eurer Geschichte vermitteln?
  • Die Handlung: Der rote Faden in Eurem Comic. Ihr müsst wissen, wie Eure Geschichte anfängt, verläuft und endet, bevor Ihr mit dem Zeichnen anfangen könnt.
  • Das Format Eures Comics: Handelt es sich um eine Kurzgeschichte oder eher um eine Comic Serie wie One Piece, die Ihr über Jahrzehnte hinweg entwickeln wollt?

Mit diesen Elementen könnt Ihr dann Eure Geschichte skizzieren, also Eure Handlungsstränge strategisch vorbereiten, bevor Ihr Euch an die Comic Bilder setzt. Ihr könnt dann erste Zeichnungen für die wichtigsten Szenen Eurer Geschichte skizzieren.

One Piece gibt es schon seit über 20 Jahren. | Quelle: VisualHunt

Sobald Euer roter Faden einmal klar ist, könnt Ihr alle nötigen Details anpassen und mit dem Zeichnen beginnen. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn mit ihm bestimmt Ihr auch, welche Struktur Eure Bilder haben sollen. Fragt Euch immer, ob jeder Rahmen nützlich ist. Um ein Comic selber zu zeichnen, ist es wichtig, dass Ihr das Format respektiert und die Rahmen, die Sprechblasen und die Leserichtung früh bestimmt.

Allerdings ist all das noch nicht genug: Ihr müsst Euch noch einige fundamentale Fragen stellen, bevor Ihr mit dem Comic Zeichnen loslegen könnt.

Die wichtigsten Fragen für Comic Zeichner

Ähnlich wie ein Zeichenkünstler, Maler oder Fotograf nach einem Motiv sucht, muss auch der Comic Zeichner sich mehrere Fragen stellen, damit sein Comicheft gelingt:

  • Möchte ich eine lustige oder ernste Geschichte erzählen?
  • Wer sind meine Hauptcharaktere und was ist ihr Hintergrund?
  • Wie lernen sich meine Charaktere kennen, über welche Interaktionen?
  • Welche Message möchte ich meinen Lesern vermitteln?

Diese Fragen werden Euch dabei helfen, das sogenannte Storyboard zu entwickeln. Natürlich müsst Ihr Euch außerdem Gedanken darüber machen, wie Ihr Euer Skript schreibt. Wo spielen sich die Szenen ab, in welchem Land, welcher Stadt, Region? Wie vermittelt Ihr Eurem Leser diese und ähnliche Informationen?

Es ist außerdem wichtig, dass Ihr ein bekanntes Thema auswählt. Ihr könnt sehr viel einfacher für ein bestimmtes Gefühl oder eine Stimmung sorgen, wenn Eure Leser mit einer Situation vertraut sind. Wie gerne schämt man sich, wenn Donald Duck mal wieder etwas Unglückliches passiert, das einen vielleicht an eine eigene Situation erinnert.

Donald Duck ist einer der bekanntesten und beliebtesten Comic Helden. | Quelle: VisualHunt

Wir empfehlen Euch, in wenigen Worten (vier bis fünf Adjektive) in Eurem Skript zu beschreiben, in welchem emotionalen Zustand sich Eure Charaktere befinden und was sie ausmacht. So könnt Ihr automatisch schon anfangen, kleine Dialoge zu schreiben und dabei die richtigen Worte zu finden.

Und haltet Euch mit langen Sätzen zurück, schließlich muss der Text in die Sprechblasen passen…

Wenn Ihr all das hinter Euch habt, dann habt Ihr schon einen großen Teil der Vorbereitung abgeschlossen und könnt so langsam mit dem Comic Zeichnen anfangen.

Wie entwickle ich die Handlung für ein Comicheft?

Für das Kino und Comics nutzen Autoren ein Storyboard. Hierbei handelt es sich um ein Dokument, das als Konzeptpapier für die Handlung dient. Jeder Abschnitt wird hierbei in mehrere Zeichnungen eingeteilt.

Diese Methode wird von vielen professionellen Autoren genutzt, denn so können sie die Handlung vorskizzieren und jede Zeichnung und Situation nach Zeit und Raum sortieren. Dazu werden erst einmal grobe Skizzen angefertigt, die zur Orientierung dienen. Das Storyboard ist für Comics genau das, was das Fundament für ein Gebäude ist: ein essenzieller Schritt, auf dem alles Weitere aufbaut.

Mit dem Storyboard wird die Handlung in mehrere Abschnitte eingeteilt, um sich schnell der wichtigsten Elemente der Geschichte klar zu werden. Der Ort, die Stimmung, die Charaktere und die Handlung kommen so schneller zum Vorschein. Ein Storyboard ist schnell entwickelt und hilft dabei, eine Szene zu visualisieren. Allerdings gibt es mehrere Stufen von Storyboards für Comics.

Ihr könnt mit einer einfachen kleinen Zeichnung anfangen, um die Grundlage für die Geschichte zu schaffen, die Ihr erzählen wollt. Mit dieser Methode skizziert Ihr einige Bilder in schwarz-weiß, ähnlich wie ein Schriftsteller vielleicht auch erst einmal in Stichpunkten die wichtigsten Elemente seines Romans beschreibt.

Auf einem etwas größeren Papier könnt Ihr dann etwas mehr ins Detail gehen und den Stil der Zeichnungen bestimmten, ebenso wie die Farben. So legt Ihr auch die Größe und Proportionen der Personen im Vergleich zu ihrer Umgebung fest. Eine dritte Art des Storyboardes integriert in die Entwürfe der Zeichnungen schon die Sprechblasen und Dialoge zwischen den Personen.

Der Vorteil ist, dass man kein professioneller Zeichner sein muss, um ein Storyboard für ein Comic Heft zu entwickeln. Schließlich handelt es sich nur um einen ersten Entwurf. Euer Storyboard könnt Ihr dann mit Euren Freunden und Verwandten teilen und Euch so konstruktive Kritik von außen einholen.

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Wie entwickle ich meine Comic Helden und Charaktere?

Im Herzen eines Comics steht die Story, aber auch für die Charaktere und insbesondere für die Hauptperson solltet Ihr Euch genügend Zeit nehmen, um sie Euch auszudenken und zu zeichnen. Ihr müsst auf jeden Fall alle Eigenschaften berücksichtigen, die Ihr für Eure Figur definiert habt, damit Ihr ihr einen eigenen Stil verleihen könnt.

Aber wie zeichnet man eine Comic Figur richtig?

Ihr müsst Euch gut überlegen, was Eure Comicfigur ausmachen soll. | Quelle: VisualHunt

1.   Schritt: Überlegen.

Bevor Ihr Euren Comicfiguren auf dem Papier Leben einhauchen könnt, müssen sie in Eurem Kopf Gestalt annehmen. Hierfür müsst Ihr erst einmal Inspiration finden. Einige von Euch werden bei diesem Schritt womöglich Schwierigkeiten haben, andere vielleicht zu viel Vorstellungskraft, die sich in alle Richtungen ausbreitet und nicht bändigen lässt.

In jedem Fall müsst Ihr Eure Figur nicht nur zeichnen können, sondern müsst sie auch von allen Seiten charakterlich entwickeln und verstehen.

2.   Schritt: Die Entwicklung der Comicfiguren

Um Eure Charaktere zu entwickeln, könnt Ihr eine Liste für Eure Hauptfiguren machen und so die wichtigsten Details festlegen:

  • Name, Alter, Geschlecht
  • Körperliche Eigenschaften: groß oder klein, dick oder dünn, braunhaarig oder blond, trägt er ein Kostüm? Was ist sein Logo?
  • Charaktereigenschaften: Der Stil jeder Figur muss seinen Charakter widerspiegeln, daher ist es hierbei wichtig, präzise zu sein.
  • Persönliche Geschichte: Was hat die Figur erlebt, was ist ihre aktuelle Situation, ihre Erfahrungen, Kompetenzen usw.
  • Auftreten: Welche spezifischen Eigenheiten hat die Figur, welche Reaktionen und welche Mimik / Gestik?
  • Ziel: Jeder Charakter hat ein bestimmtes Ziel. Überlegt Euch also, was jeder Eurer Charaktere eigentlich will.
  • Rolle: Welche Rolle spielt der Charakter für Eure Geschichte? Wieso ist diese Figur für Euer Comic wichtig?

Um all diese Elemente festzulegen, könnt Ihr Euch von Eurer direkten Umgebung inspirieren lassen. Ihr werdet schnell merken, wie viel Inspiration Eure Freunde oder Nachbarn bieten…Ein Comic zu zeichnen ist, als würdet Ihr einen Roman schreiben: Ihr könnt Euch auch von anderen Werken und literarischen Bewegungen inspirieren lassen.

Aber Achtung: Inspiration heißt nicht Kopieren! Eure Charaktere müssen Eure eigene Schöpfung sein und sollten nicht zu sehr an andere Comic Helden erinnern!

Sobald Ihr diesen Schritt einmal geschafft habt, müsst Ihr lernen, Eure Comicfiguren zu zeichnen. Ihr müsst sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln lassen und dabei alle Situationen miteinbeziehen. Achtet auf das Gesicht, aber auch auf Körpersprache. Wenn es viele Kampfhandlungen gibt, ist es auch wichtig, Hände gut darstellen zu können.

Zeigt dann auch die Zeichnungen Eurer Charaktere jemandem, der Euch nahesteht und Euch sinnvolles Feedback geben kann.

Comics selber zeichnen: Wie wähle ich den richtigen Stil?

Beim Comics Zeichnen ist es wichtig, dass man seinen eigenen Stil findet. Traditionell gibt es drei große Kategorien von Comic Genres:

  1. Französisch-belgische Comics: Hierzu gehören Klassiker wie Tim & Struppi oder Asterix & Obelix. Französische und belgische Comics sind meistens große Hefte und die Art der Zeichnung klar erkennbar.
  2. Amerikanische Comics: Hierbei geht es meistens um eine Hauptperson. Anders als in Frankreich und Belgien sind die Comics nicht Schöpfung eines Künstlers, sondern gehören zu einem Verlag wie Marvel und die Zeichner können wechseln.
  3. Mangas: Jeder kennt die japanischen Comics, die auch japanische Filme stark beeinflussen. Mangahefte sind meistens in schwarz weiß gezeichnet und das Genre ist klar an den gradlinigen Strichen und Gesichtern erkennbar.
Die Avengers Filme basieren auf den erfolgreichen Marvel Comics. | Quelle: VisualHunt

Heute können sich Comic Zeichner von vielen Einflüssen aus der ganzen Welt inspirieren lassen und die Genres miteinander vermischen. So müssen Comics nicht mehr klar einer einzigen Kategorie angehören und mit ein bisschen Talent kann ein Zeichner seinen ganz eigenen Stil entwickeln.

Man kann ganz klar beobachten, dass sich mit der Zeit das Niveau der Zeichnungen und Comics selbst stark verbessert hat. Vom realistischen Zeichner über Karikaturen bis hin zu abstrakten Figuren ist für jeden etwas Passendes dabei. Jeder Comic Zeichner muss herausfinden, welcher Stil zu ihm passt.

Inzwischen sind die Genres und Kategorien sehr viel weiter gefächert: Western, Abenteuer Comic, Comedy, historische Comics, Science Fiction, Manga, Fantasy, politische Comics usw.

Das Internet und digitale Tools ermöglichen uns heutzutage ganz neue Möglichkeiten, was die Grafik und die Veröffentlichung der Comics betrifft. Im Web findet Ihr zahlreiche digitale Online Comics, die womöglich nicht einmal in Papierform gedruckt werden.

Diese Schritte müsst Ihr beachten, um Comics zu zeichnen

Jetzt habt Ihr Euer Storyboard und Eure Comicfiguren entwickelt – jetzt müsst Ihr nur noch alles zeichnen!

Steht Ihr eher auf Stift und Papier oder nutzt Ihr Grafik Tablets? Vielleicht wollt Ihr ja auch beides ausprobieren…In jedem Fall könnt Ihr zwischen verschiedenen Materialien auswählen, um Euer Comic zu gestalten.

Wenn Ihr Euer Comic mit Stiften zeichnen wollt, dann müsst Ihr damit anfangen, die Kästchen für die einzelnen Bilder vorzubereiten. Diese könnt Ihr dann nacheinander mit Euren Zeichnungen und den einzelnen Szenen ausfüllen. Achtet gut auf die Größe der Rahmen, schließlich soll alles hineinpassen.

Beim Zeichnen mit Bleistift könnt Ihr natürlich leichte Fehler und erste Skizzen wegradieren, bis Euch die Zeichnung so gelingt, wie Ihr es Euch vorgestellt habt. Erst, wenn Ihr absolut zufrieden seid, solltet Ihr anfangen, mit Farbe zu arbeiten und Eure Zeichnungen zu verfestigen. Zeichnet hierfür auch noch einmal die Außenlinien mit einem stärkeren schwarzen Stift nach.

Für den Fall, dass Ihr einen Erzähl- oder Erklärtext hinzufügen wollt, solltet Ihr diesen in einen Kasten in die Ecke bzw. an den Rand Eurer einzelnen Zeichnung schreiben. Plant außerdem von Anfang an die richtige Größe für Eure Sprechblasen – wie gesagt, gerne wenig Text mit hoher Aussagekraft.

Es gibt vieles zu beachten, wenn Ihr nur eine einzige Comic Seite zeichnet. | Quelle: VisualHunt

Für das Kolorieren und die Texte in den Sprechblasen in Eurem Comic habt Ihr zwei Optionen:

  1. Auf die altmodische Weise alles per Hand direkt aufs Papier.
  2. Ihr könnt Eure Comic Zeichnungen einscannen und Euer Comic am Computer fertigstellen. So könnt Ihr eine passende Schrift auswählen und den Text einfach in die Sprechblasen einfüllen und zur Not korrigieren. Auch für die Farben kann ein PC nützlich sein.

Wenn Ihr Euch für die zweite Möglichkeit entscheidet, dann achtet darauf, eine gute Auflösung einzustellen (mindestens 600 Megapixel). Das verbessert die Qualität Eurer Zeichnung am Computer.

Dann könnt Ihr ganz einfach Euer Comic mit einer Software wie z.B. Photoshop bearbeiten. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Eure Geschichte dann direkt online hochladen.

Kann ich ein Comic zeichnen, wenn ich nicht malen kann?

Mit modernen Online Tools müsst Ihr nicht mehr unbedingt begabte Zeichner sein, um Euer eigenes Comicheft zu kreieren.

Ihr habt eine Geschichte und Bilder im Kopf und wollt diese gerne zu Papier bringen? Ihr seid totale Comic Fans und wollt unbedingt Euer eigenes Comic Heft gestalten?

Selbst, wenn es natürlich die beste Möglichkeit ist, Zeichnen zu lernen, könnt Ihr mit der richtigen Software oder Online Tools schon ohne große Malerei Fähigkeiten ein Comic zeichnen. Natürlich seid Ihr hier etwas limitierter als mit Eurer Hand. Wenn Ihr die Grundlagen der Zeichenkunst beherrscht, werdet Ihr auch Comic Software besser nutzen können, denn der kreative Prozess ist ähnlich. Während Eurem Zeichenkurs könnt Ihr aber schon einmal die verschiedenen geeigneten Programme ausprobieren, darunter z.B.:

  • Pixton,
  • Strip Generator,
  • Toondoo.com,
  • Stripcreator, etc.

Egal, ob Ihr Zeichen Profi oder Anfänger seid, Comics sind ein sehr interessantes Format. Durch die sehr grafische Darstellung und den Fokus auf die Geschichte können häufig schon Anfänger gute Comics zeichnen.

Wie kann ich mein Comic Heft veröffentlichen?

Zum Schluss müssen wir uns noch eine wichtige Frage stellen, und zwar wie man Euer gelungenes Comic denn dann veröffentlicht. Es wäre ja schade, Euch so viel Mühe mit Eurem Comicheft zu geben, und es dann nicht mit anderen teilen zu können.

Wenn Euer Comic gelungen ist, solltet Ihr es veröffentlichen! | Quelle: VisualHunt

Einen Lektor und einen Verlag zu finden ist für viele Autoren der Punkt, an dem sie scheitern, denn dieser Schritt ist sehr schwierig. Häufig nehmen Verlage nur die besten Werke auf und es scheint schwierig, zum ersten Mal etwas zu veröffentlichen. Einfacher wird es auf jeden Fall, Euer Comic im Internet zu veröffentlichen. Ladet es auf einer Webseite oder in einem Forum hoch und teilt den Link in Euren sozialen Netzwerken.

Aber natürlich solltet Ihr auch versuchen, Euer Comic an einen Verlag zu schicken, um es als Heft zu veröffentlichen. Macht Euch bei den großen Häusern keine allzu große Hoffnung, denn der Comic Sektor lebt von einem starken Wettbewerb.

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Autoren dafür, ihre Werke selbst zu veröffentlichen. Das muss nicht unbedingt digital sein! Am einfachsten ist es z.B., Euer Comic als PDF oder Bilddatei hochzuladen und als Fotobuch ausdrucken zu lassen.

Wir hoffen, dass Ihr jetzt bereit seid, um mit dem Comic Zeichnen loszulegen…

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für de Malerei?

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Lea