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Unser Guide für alle, die Portrait Zeichnungen lernen wollen

Von Lea, veröffentlicht am 10/07/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Portrait Zeichnen lernen: Eine Anleitung!

« Ein Portrait, welches nicht die Charakteristik hervorlockt, ist wie ein Mensch ohne Geheimnisse. » – Andreas Otto

Laut einer Umfrage von Statista zur Häufigkeit von Malen und Zeichnen in der Freizeit der Deutschen aus dem Jahr 2015 interessieren sich fast ein Viertel der Deutschen für diese Kunst.

Amateur Zeichner und Zeichen Anfänger haben häufig den Eindruck, dass das Zeichnen eines Gesichts einer der schwierigsten Aspekte dieses Hobbys ist.

Egal, ob Ihr erfahrene Zeichner seid, Euch gerade zum ersten Mal mit der Zeichenkunst beschäftigt oder schon viele Karikaturen gemalt habt, es gibt viele Schwierigkeiten, die Ihr beim Portrait Zeichnen überwinden müsst: Die Proportionen beachten, Schattierungen zeichnen, einen bestimmten Blick oder Ausdruck skizzieren…

Außerdem gibt es Unterschiede, je nachdem, ob Ihr ein Gesicht von vorne, von der Seite oder aus einem ganz anderen Winkel zeichnen möchtet. Wie kann man also lernen, Portraits zu zeichnen, ohne die Geduld und Motivation zu verlieren?

Um die wichtigsten Grundlagen der Portrait Zeichnung zu lernen, müsst Ihr üben, üben, üben! Habt keine Angst davor, Fehler zu machen und lasst Euch nicht davon entmutigen, wenn nicht jeder Strich sofort gelingt. Das gehört dazu, wenn man Zeichnen lernen möchte.

Und wie lernt man, selbst die schwierigsten Winkel einzuhalten und einzufangen, um eine Perspektive richtig greifen zu können?

In diesem Artikel möchten wir Euch einige einfache Techniken erklären, die Euch dabei helfen werden, Portrait Zeichnen zu lernen. Egal, welcher Zeichenstil Euch am besten gefällt, die Grundlagen sind immer die gleichen. Natürlich ist alles eine Frage der Übung, Disziplin und Beobachtungsgabe. Lasst Euch jetzt von uns beibringen, wie Ihr ein Gesicht zeichnet…

Wie kann ich realistische Portraits zeichnen?

Mit welchen Hilfsmitteln kann man Portraits am besten zeichnen?

Es gibt mehrere Hilfsmittel, mit denen Ihr die verschiedenen Partien einer Zeichnung malen könnt. Einige Zeichner bevorzugen Holzkohle, während andere mit Bleistift oder Rötel arbeiten. Auf jeden Fall kommt es beim Material auf das gewünschte Ergebnis an, aber auch auf die verschiedenen Techniken, die für die Zeichnung angewendet werden.

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Punkt sind natürlich auch die Kosten für Euer Zeichenmaterial – schließlich können künstlerische Aktivitäten ganz schön teuer werden.

Wir haben Euch eine Liste mit dem nötigen Material zusammengestellt, dass Ihr als Anfänger für Portrait Zeichnungen braucht:

  • Weiche Bleistifte vom Typ B (2B, 4B…): diese Art von Grafit Bleistift ist sehr nützlich, um in verschiedenen Stärken zu zeichnen. Ihr müsst lediglich mehr oder weniger stark aufdrücken.
  • Harte Bleistifte vom Typ H (2H, 4H usw. bis 10H)
  • Ein Knetradierer: Super wichtig für die Schattierungen Eurer Zeichnungen. Mit einem Knetradiergummi könnt Ihr Kohle und Bleistift Zeichnungen bearbeiten. Ihr könnt die Größe des Radierers durch Kneten an die zu bearbeitende Fläche anpassen.
  • Ein Vinyl Radiergummi: Dieser Radierer ist dazu da, Eure Striche komplett zu entfernen, was sehr nützlich am Anfang sein wird, wenn Ihr Euch ab und zu mal korrigieren wollt, aber auch für später, um Eure Skizzen und Anhaltsstriche zu entfernen.
  • Estompe / Papierwischer: Hiermit könnt Ihr Striche verwischen, was für unglaublich wichtig ist.
  • Zeichenpapier

Mit einem Kohlestift könnt Ihr Eurer Zeichnung Struktur verleihen. | Quelle: Pixabay

Fortgeschrittene Zeichner verwenden meistens noch zusätzliche Materialien für Portrait Zeichnungen mit Bleistift. Um ein Portrait zeichnen zu können, braucht Ihr auf jeden Fall:

  • Einen Kohlestift: Es gibt viele Zeichen Techniken mit Kohle, denn mit einem solchen Stift könnt Ihr sehr präzise Striche zeichnen, aber auch breitere Flächen ausfüllen. Ihr könnt Eurer Zeichnung mit einem Kohlestift besondere Effekte verleihen und Euer Bild mit Papierwischern bearbeiten.
  • Ein Rötelstift: Es gibt Künstlerkreide und Stifte aus Rötel. Die Farben variieren von orange bis beige und meistens wird Rötel für Portraits benutzt, da Ihr so besonders gut Volumen zeichnen könnt.

Welche Proportionen sollte ich für Portrait Zeichnungen mit Bleistift für Anfänger kennen?

Um Schritt für Schritt ein Gesicht Zeichnen zu können, benötigt Ihr unbedingt zuverlässige Orientierungspunkte.

Welche Proportionen hat ein Gesicht? Wie zeichne ich Mund, Nase und Augen an der richtigen Stelle?

Wir haben einige simple Tipps für Euch, mit denen Eure Portraits gelingen werden.

Das solltet Ihr allgemein wissen, um ein Gesicht zeichnen zu können

Jedes Gesicht hat seine eigenen Charakteristika (schmal, rund, eckig, lang…). Um ein Portrait zu zeichnen, erstellt man meistens ein Raster aus einer ovalen Form, die man dann in vier Teile teilt.

Das ist die Vorbereitung für Zeichnungen von Kindern, Frauengesichtern und Männergesichtern. Um das zu machen, müsst Ihr die Rasterstriche zeichnen: Ein vertikaler Strich in der Mitte des Ovals, anschließend folgen horizontale Linien.

Eine Nase zeichnen

Die erste horizontale Linie ist diejenige, auf der Ihr die Augen platziert – allerdings nicht sofort. Zuallererst kommt ein zweiter horizontaler Strich dazu, der die untere Hälfte des Ovals in wiederum zwei Hälften teilt.

Auf dem Schnittpunkt zwischen dieser Linie und der vertikalen Linie zeichnet Ihr die Basis der Nase: Ihr zeichnet je ein Nasenloch auf jede Seite neben der vertikalen Linie.

Den Mund malen

Der Mund kommt auf eine dritte horizontale Achse, die nun das unterste viertel des Ovals in zwei Teile teilt.

Die Unterseite der Unterlippen muss dieser neuen Linie folgen: Zeichnet die Linie zwischen den beiden Lippen, dann die Oberlippe und schließlich die Unterlippe.

Bei Portrait Zeichnungen kommt es auf die einzelnen Elemente im Gesicht an. | Quelle: Pixabay

Die Augen im Portrait zeichnen

Auf der Höhe der ersten horizontalen Linie (in der Mitte des Ovals) zeichnet Ihr zwei große Kreise auf jeder Seite der vertikalen Achse. Markiert kurz die Augenbrauen auf der Oberseite dieser beiden Kreise und zeichnet dann zwei kleine Mandeln in jeden von ihnen: die Augenkonturen, die eine Augenbreite auseinander stehen.

Zeichnet die Iris und dann die Pupille in das Zentrum jedes Kreises auf der Augenachse. Die Pupillen solltet Ihr schwarz ausmalen, um das Weiß im Auge hervorzuheben. Dann geht es an die Lider. Zeichnet eine zweite Mandel in die erste, um die Iris schneidet.

Ohren, Haare, Hals und Details zeichnen

Die Unterseite der Ohren liegt auf der gleichen Höhe, wie die Nase, die Oberseite der Ohren auf Höhe der Augenbrauen.

Dann zeichnet Ihr die Haare und den Hals und fügt einige grundlegende Details hinzu: Schattierungen, Hervorhebungen an Nase und Kinn, Ausdrucksstriche. Beim Skizzieren gilt: Je trockener, steifer und klarer die Merkmale, desto älter wird das Gesicht aussehen. Um einen eher jungen Charakter zu schaffen, wird es daher notwendig sein, abgerundete und weiche Linien zu setzen.

Sobald Euer Raster einmal gezeichnet ist, könnt Ihr die Gesichtsform anpassen, besonders das Kinn. Und fügt ruhig noch Schultern und Kleidung hinzu…

So könnt Ihr ein menschliches Gesicht zeichnen lernen

Um eine imaginäre Person zu zeichnen, ist Eure Kreativität gefragt. Wenn Ihr jedoch ein Modell oder ein Foto vor Euch habt, müsst Ihr dieses sehr gut observieren, um alle Elemente einfangen zu können und die Original Proportionen zeichnen zu können.

Beobachten und kontrollieren, um ein Gesicht nachzuzeichnen

Es geht genau zu, wie beim Zeichnen einer Hand: Jemand, der eine Hand zeichnen möchte, schaut sich die Form der Finger und Nägel genau an, ebenso wie die Farben, die Hautpigmente usw., bevor er möglichst präzise Konturen zeichnet.

Eine weitere Technik: Erstellt ein Raster, um ein Gesicht möglichst einfach und symmetrisch auf Zeichenpapier zu bringen.

Egal, für welche Technik Ihr Euch entscheidet, es ist wichtig, dass Ihr ein Mittel findet, um die Proportionen Eures Modells und jeder Partie seines Gesichtes zu berücksichtigen. Diese Elemente solltet Ihr Euch unbedingt genau anschauen:

  • Die Größe des Mundes im Verhältnis zur Nase
  • Die Position der Augen im Zusammenhang mit dem Mund
  • Die Eigenschaften und die Position der Augenbrauen im Gesicht

Zu den wichtigsten Tipps für Portraitzeichnungen gehören:

  • Der Abstand der Augen entspricht der Größe eines dritten imaginären Auges.
  • Das untere Ende der Nase endet auf einer Linie mit den inneren Augenwinkeln.
  • Die Mundwinkel sind auf einer Linie mit der Iris.

Klar, diese Proportionen sind ganz allgemein gehalten. Passt also gut auf, ob es sich bei Eurem Model auch so verhält. Dann müsst Ihr nur noch die richtigen Striche setzen, um Eure Beobachtungen zu Papier zu bringen.

Symmetrie ist bei Portrait Zeichnungen entscheidend. | Quelle: Pixabay

Vertraut Eurem Gefühl

Wenn man zeichnet, ist es wichtig, dass man seine linke Gehirnhälfte ausschaltet, Diese ist für rationales Denken zuständig, und Ihr müsst Euren Gefühlen, Eurem Ausdruck und Euren Eindrücken freien Lauf lassen können.

Damit Euch das gelingt, solltet Ihr Euch nur von Euren direkten Eindrücken, Eurer rechten Gehirnhälfte, leiten lassen. Denkt nicht zu viel nach, sondern zeichnet genau das, was ihr seht, als würdet Ihr es beschreiben wollen. Nicht jedes Gesicht wird perfekt symmetrisch sein und in Euer Standardraster passen, und das ist auch gut so.

Es geht hauptsächlich darum, ein Gesicht aus ganzheitlicher Perspektive zeichnen zu können. Ihr müsst Eure Raster also immer an Euer Modell anpassen und Euch daran halten. Die Nase ist vielleicht mal mehr links als gewöhnt, das Lächeln schief, die Augenbrauen höher…

Eure Hand zeichnet genau das, was Eure Augen beobachten.

Mit diesen Tipps könnt Ihr realistische Portraits zeichnen

So, Eure erste Skizze ist fertig. Allerdings müsst Ihr dann auf Grundlage Eures Rasters die Details ausarbeiten, um das Portrait von einer Skizze in eine realistische Zeichnung umzuwandeln, die Eurem Modell tatsächlich ähnlich sieht.

Hierbei ist jedes Element wichtig. Zu den wichtigsten Eigenschaften, die ein Gesicht charakterisieren, gehören Mund, Nase, Haare und ganz besonders die Augen. Ihr müsst Euer Modell gut beobachten, um ihm möglichst treu zu bleiben und seinen Gesichtsausdruck einzufangen.

Der Blick gehört zu den komplexesten Elementen für einen Zeichner. Ihr müsst nicht nur die Form der Augen beachten, sondern auch an den Lidern, der Iris, der Pupille, den Wimpern und den Augenbrauen arbeiten. Die größte Schwierigkeit liegt darin, sich auf jedes Auge zu konzentrieren und dabei gleichzeitig eine Übereinstimmung zwischen beiden Augen hinzubekommen.

Mit diesen Feinheiten arbeitet Ihr am Ausdruck des Blicks. Damit ein Portrait gelingt, müsst Ihr lernen, einen lebendigen und ausdrucksstarken Blick zu zeichnen. Um das zu schaffen, müsst Ihr alle Details beobachten (ohne Reflektionen zu übersehen), und gleichzeitig auch Freiflächen zu schätzen wissen. Die Leerräume in der Zeichnung sind in der Tat sehr wichtig, weil sie es ermöglichen, dem Ganzen Kohärenz zu verleihen.

Wenn es Euch schwierig fällt, die Konturen von Augen zu zeichnen, könnt Ihr Euch erst einmal auf die Iris und das Weiße im Auge konzentrieren. Indem Ihr Schritt für Schritt diese einzelnen Elemente zeichnet, wird Eure Hand automatisch anfangen, die Augenform nachzuahmen. Die Größe der Augenlider ist ein weiterer wichtiger Punkt, der zu berücksichtigen ist.

Für ein vollständiges Portrait müsst Ihr auch Schatten beobachten und zeichnen. So könnt Ihr dem Gesicht Struktur verleihen und bestimmte Partien hervorheben und ihnen Form geben. Lernt, mit Schattierungen und Licht in Euren Zeichnungen zu spielen und verleiht Eurer Portraitzeichnung so eine neue Dimension.

Mit Schattierungen verleiht Ihr Eurem Portrait Tiefe. | Quelle: Pixabay

Auch die Dicke Eurer Striche hat einen Einfluss auf das Ergebnis. Wenn man mit Zeichnen anfängt, konzentriert man sich häufig zu sehr auf die Konturen und macht sehr klare Striche. Das gehört zu den häufigsten Fehlern, die Ihr lernen solltet, zu vermeiden.

Im Gegensatz zu der Versuchung, die Konturen der Lippen auf Papier zu bringen, muss beispielsweise die am stärksten ausgeprägte Linie zum Zeichnen eines Mundes diejenige sein, die die Unterlippe von der Oberlippe trennt. Der Umriss der Lippen wird mit nur sehr leichten Strichen gezeichnet. Am Ende sind es die Schattierungen, die dem Mund seine endgültige Form und sein Volumen verleihen.

Es ist daher sehr wichtig, dass Ihr Euch intensiv mit den Lichtverhältnissen beschäftigt, um das Gesicht Eures Modells wahrheitsgetreu als Portrait zeichnen zu können.

Diese 7 Fehler solltet Ihr beim Portrait Zeichnen vermeiden…

Wenn man auf der ersten Seite eines Zeichenblocks beginnt, machen viele Zeichen Anfänger zu ausgeprägte Striche, obwohl es eigentlich völlig ausreicht, ein bisschen zu kritzeln. Andere fangen mit den Augen an, bevor sie einen Umriss des Gesichts gezeichnet haben. Die Augen sind zwar essenziell, aber man zeichnet sie bei weitem nicht als erstes!

Wir übertreiben vielleicht ein bisschen, aber damit Euch ein gutes Portrait gelingt, müsst Ihr Euch mit den häufigsten Anfängerfehlern bei Zeichnungen mit Bleistift für Portraits beschäftigen.

1. Nicht parallele Linien zeichnen

Es ist wichtig, dass Ihr immer darauf achtet, dass die Trennstriche Eures Gesichts parallel zueinander verlaufen. Richtige Abstände definieren ein symmetrisches Gesicht. Mit schrägen Linien riskiert Ihr komplett falsche Abstände zwischen den einzelnen Elementen Eures Portraits und können dafür sorgen, dass Ihr Eure Zeichnung komplett von vorne anfangen müsst.

2. Die Konturen des menschlichen Schädels ignorieren

Wenn Ihr ein menschliches Gesicht zeichnen wollt, dann müsst Ihr auch die Form eines Schädels beachten.

Ein zu schmales Gesicht wirkt schnell unnatürlich. Ein zu niedriger Kopf hält Euch davon ab, schöne Konturen und Haare der Person zu zeichnen. Ein abgeflachter Schädel stört die Form der Frisur und verhindert, dass ein realistisches Gesichtsportrait entsteht.

3. Eine Skizze zu detailliert zeichnen

Unser Gehirn spielt und immer wieder Streiche und wir haben häufig Schwierigkeiten damit, die Dinge als großes Ganzes zu betrachten. Für Zeichner stellt das ein ernsthaftes Problem dar: Wir wollen von Anfang an ins Detail gehen.

Das ist ein Fehler, denn zunächst muss man sich mit den Konturen der Formen beschäftigen, um zukünftige Fehler zu vermeiden. Diese geben dann den Rest der Zeichnung vor und sorgen letzten Endes für präzisere, detailliertere Ergebnisse.

Als erstes solltet Ihr Euch für eine Portrait Zeichnung also auf die drei großen Partien eines Gesichts konzentrieren: Augen, Nase, Mund.

4. Schnell zeichnen wollen

Beim Zeichnen solltet Ihr es niemals überstürzen. Lasst Euch genau so viel Zeit, wie Ihr braucht, ohne Euch selbst zu stressen. Ansonsten werden Eure Striche ganz schnell ungenau.

Wenn man gerade eine Blockade hat, dann ist es ein großer Fehler, trotzdem weiterzuarbeiten, denn am Ende macht Ihr nur Fehler und müsst von vorne anfangen. Lasst Euch Zeit, beobachtet Euer Subjekt genau und erkennt die Feinheiten in Ausdruck und Struktur des Gesichtes.

Lasst Euch beim Zeichnen die Zeit, die Ihr braucht. | Quelle: Pixabay

5. Perspektiven missachten

Beim Zeichnen ist es unglaublich wichtig, dass Ihr verschiedene Perspektiven versteht und beachtet. Die häufigsten Fehler bei Portrait Zeichnungen sind:

  • Eine falsche Tiefe der Nase,
  • Ein falscher Abstand zwischen den beiden Augen,
  • Abgeflachte Augäpfel,
  • Die Größe der Augenlider wurde nicht beachtet.

Auf einem Portrait sind die Augen besonders wichtig (ebenso wie der Mund), denn sie verleihen dem Gesicht seinen Ausdruck. Anfänger machen häufig den Fehler, alles flach von vorne zu malen. Allerdings muss ein realistisches Portrait dreidimensional wirken. Die Nase verdeckt einen Teil eines Auges, um die Illusion der Perspektive zu vermitteln, dass das hintere Auge weiter weg ist, als die Nase. Die linke Partie des Gesichtes ist ein wenig kleiner als die rechte, die vorne liegt.

6. Tiefe vermitteln

Der Hals ist bei einem dreiviertel Portrait etwas weiter hinten, um der Zeichnung Tiefe zu verleihen. Unser Tipp ist es, auf Schattierungen und Kontur des Halses zu achten. Ein häufiger Fehler liegt darin, die Linie des Kiefers mit der für den Hals zu verbinden. Diese beiden Linien sollten aber eigentlich auf verschiedenen Ebenen liegen.

Damit Ihr nicht in diese Falle tappt, könnt Ihr die Kontur des Halses ein wenig zu verschieben, damit sie nicht auf der Linie des Unterkiefers liegt.

7. Die Ohren falsch positionieren

Der letzte häufig gemachte Fehler liegt in der Platzierung der Ohren. Wenn Ihr ein Gesicht im Profil zeichnet, kann es schwierig sein, das einzelne Ohr an der richtigen Stelle zu zeichnen: Auf Höhe der Augen, auf Höhe des Mundes? In welchem Abstand sollte es zu Mund und Augen liegen?

Wenn man ein Ohr zu nah am Gesicht zeichnet, dann sieht es zu lang aus, während ein zu weit entferntes Ohr den Eindruck erweckt, dass der Schädel verformt ist und nach hinten gezogen wurde.

Um das Ohr richtig zu platzieren müsst Ihr den Abstand zwischen Auge und Kinn messen und diesen Abstand auf Auge und Ohr übertragen, sodass ein gleichseitiges Dreieck entsteht. Natürlich gibt es auch hier von Mensch zu Mensch Unterschiede. Ohren werden aber meist auf die Rasterachse der Augenbrauen und der Nase platziert.

Fassen wir zusammen:

Damit Euch eine Portraitzeichnung gelingt und Ihr das Gesicht einer Frau, eines Mannes oder eines Kindes mit Mund, Nase und Augen richtig zeichnen könnt, solltet Ihr einen Zeichenkurs mit einem Privatlehrer für Zeichnen oder Malerei machen. Er wird der ideale Coach für Eure Portraits sein.

Schaut Euch ruhig auch auf Blogs zum Thema Zeichnen und Portraits um und lasst Euch hier die richtigen Techniken zeigen und holt Euch Inspiration für Eure ersten Portrait Übungen. Auf jeden Fall müsst Ihr aber Portraits Zeichnen üben!

Sobald Ihr Euch einmal daran gewöhnt habt und ein wenig Übung habt, könnt Ihr anfangen, viele Portraits zu zeichnen und Euren eigenen Stil zu entwickeln.

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