Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum wohnt. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide eins sind.
– Mahatma Gandhi zur Bedeutung von Namaste

Yoga ist bekanntlich kein Sport, da sich die Praxis nicht auf die körperlichen Übungen (die sogenannten Asanas) und Atemtechniken (auch Pranayama) beschränkt.

Vielmehr sollte Yoga als eine Lebensphilosophie betrachtet werden, bei der Harmonie, innerer Frieden, Stressbewältigung und Selbsterkenntnis im Mittelpunkt stehen.

Das aus der buddhistischen Spiritualität abgeleitete Yoga ist eine Methode der ganzheitlichen Entwicklung und Vereinigung von Körper, Geist und Seele.

Dies geschieht insbesondere durch körperliche Bewegung, Meditation, Dehn- und Gelenkigkeitsübungen, Atemtechniken und spezielle Körperhaltungen – all diese Elemente sollen Euch dabei helfen, den Alltag loszulassen, negative Gedanken zu beseitigen und dadurch ein erfüllteres Leben zu führen.

Noch bevor Ihr allerdings diese Entspannungstechnik mit all ihren bekannten Asanas wie dem Sonnengruß, dem Dreieck (Trikonasana) oder der Kerze (Sarvangasana) erlernt, werdet Ihr auf eine Geste stoßen, die Euch in jedem Yoga Kurs (z.B. Yoga Berlin) begleiten wird.

Mit vor dem Oberkörper zusammengelegten Händen verbeugen sich der Yogalehrer und seine Schüler voreinander und sagen sich «Namasté».

Wenn Ihr die Geste fragend erwidert habt und Euch wundert, was es damit wohl auf sich hat, dann ist dieser Artikel wie für Euch gemacht.

Was bedeutet Namasté?

Egal ob Kundalini Yoga, Iyengar Yoga, Yoga Nidra, Pränatalyoga oder jeder beliebige andere Stil – als Kursteilnehmer werdet Ihr unumgänglich das Wort Namasté kennenlernen.

Wer sich näher für die Geschichte und die Entstehung des Yoga interessiert, wird feststellen, dass diese Grußgeste, mit der jede Yoga Sitzung beginnt und auch endet, tief in der indischen Kultur verwurzelt ist.

Aber lässt sich Namasté nun eher als Gebet oder als Geste des Dankes einordnen?

Weder noch! Es handelt es sich hierbei um ein sogenanntes Mudra, das heißt um eine symbolische Handgeste. Mudras spielen in der hinduistischen Kultur nicht nur in der Religion sondern auch im Tanz und im täglichen Leben eine wichtige Rolle.

Die bekannteste Mudra ist zweifellos das Anjali Mudra, die sogenannte «Gebetshaltung». Sie gilt in Südostasien und auf dem indischen Subkontinent in erster Linie als Grußgeste – ähnlich wie das Händeschütteln in der westlichen Kultur.

Namasté statt Hände schütteln: in vielen asiatischen Ländern und in Indien begrüßen sich die Menschen mit dieser Geste. | Quelle: Unsplash

«Namasté» sagt man sich in Indien in Verbindung mit dem Anjali Mudra unabhängig der Tageszeit sowohl zur Begrüßung als auch Verabschiedung.

Zwar hat sich mittlerweile insbesondere unter Geschäftsleuten auch der Händedruck durchgesetzt, doch im Alltag nimmt die traditionelle Namasté-Geste nach wie vor einen hohen Stellenwert ein.

Was manch einem auf den ersten Blick eher befremdlich erscheint, da hier keinerlei körperliche Berührung stattfindet, ist ein Gruß, der von Herzen kommt und in Wirklichkeit eine viel tiefere Bedeutung birgt als ein profanes «Hallo» oder «Tschüß».

Um das zu verstehen, muss die Herkunft dieser Grußformel betrachtet werden. Namaste ist ein Gruß aus dem Sanskrit - einer uralten indischen Sprache, die heute nicht mehr gesprochen wird. Ähnlich wie Latein handelt es sich also um eine Art "tote Sprache", die aber dennoch bis heute in vielerlei Hinsicht relevant ist.

Die Veden, also die bedeutendsten und Jahrtausende alten Schriften, auf der indische Philosophien und altertümliche Wissenschaften basieren, wurden auf Sanskrit verfasst und übertragen.

Ebenso wurden die alten Yogaschriften auf Sanskrit niedergeschrieben, weshalb in einer Yogastunde immer mal wieder Sanskrit-Begriffe einfließen - darunter die Namen der Asanas, oder eben der indische Gruß Namasté.

Dieser wurde erstmals in der Rigveda genannt.

Wörtlich übersetzt bedeutet das aus dem Sanskrit stammende Wort Namasté auf Deutsch "Verbeugung dir" - denn "nama" heißt übersetzt "Verbeugung", "as" heißt "ich" und "te" bedeutet "dir".

Das indische «Namasté» bedeutet dem Yogalehrer Aadil Palkhivala zufolge zusammengesetzt also «Ich verbeuge mich vor Dir» und im weiteren Sinne «Das Licht in mir ehrt das Licht in Dir».

Denn im hinduistischen und buddhistischen Glauben besitzt jeder Mensch etwas Göttliches in sich, das durch Rituale und Meditationen zum Vorschein gebracht werden kann.

Die Namasté Geste ist somit Ausdruck der Bescheidenheit, der Dankbarkeit, der Demut und des höchsten Respekts.

Göttliche Liebe fließt vom Herzen durch die verbundenen Hände. Wir würdigen dadurch gleichzeitig uns selbst und unser Gegenüber.

Hier verbinden sich zwei Menschen auf spiritueller Ebene völlig losgelöst von materiellen Werten, Eitelkeit, Beurteilungen, Egoismus und Besorgnis.

Und wie wird Namasté ausgesprochen?

Die Betonung liegt auf der letzten Silbe: «Namas-TEE»

Übrigens wird manchmal gleichbedeutend die Bezeichnung Namaskar verwendet. Bei Namaskar handelt es sich um die formellere Version von Namaste. Es wird gesagt, dass Namaskar mehr spirituelle Reinheit enthält.

Namaskara hingegen beschreibt den eigentlichen Akt des Grüßens. Dieses Wort findet sich ebenfalls im Sanskrit-Begriff für den Sonnengruß: Surya Namaskar.

Hier wird schließlich die Sonne begrüßt - das kann wörtlich interpretiert werden, da Sonnengrüße traditionell am frühen Morgen, also zu Beginn eines neuen Tages bei Sonnenaufgang, praktiziert werden, oder im übertragenen Sinne. Denn die Begrüßung der Sonne kann sich auch auf die Sonne in dir - das Licht in dir - beziehen, womit wir wieder bei der Bedeutung von Namasté angelangt sind.

Wie führt man die Namasté-Geste richtig aus?

Was bedeutet die Namasté Geste?
Fest in der indischen Kultur verankert: die Namasté Mudra. | Quelle: Unsplash

Egal ob Vinyasa, Flow oder jegliche andere dynamische Art von Yoga, die Ausführung der Namasté-Geste ist immer identisch.

Die Handflächen werden zusammengefaltet und in der Höhe des Herzens an die Brust gelegt - in etwa wie beim Gebet. Die Ellenbogen zeigen dabei nach außen, Ihr schließt die Augen und beugt Euch leicht nach vorn.

Diese Geste steht in engem Zusammenhang mit dem durch das Herz verlaufenden Anahata Chakra dem Sitz der Gefühle, der Liebe und des Mitgefühls.

Vielleicht ist euch bereits aufgefallen, dass die Namasté Geste auf unterschiedliche Weisen ausgeführt werden kann. Die Höhe der Hände ist nämlich vom Rang des Gegenübers abhängig.

Die oben beschriebene Weise ist die am häufigsten verwendete Geste und gilt gleichgestellten Menschen.

Als Ausdruck besonderer Ehrfurcht vor einer wichtigen Person wie beispielsweise einem spirituellen Lehrer werden die gefalteten Hände auf Gesichtshöhe gehalten, wobei die Fingerspitzen beider Zeigefinger die Stelle zwischen beiden Augen berühren, die aus hinduistischer Sicht den Sitz des mystischen «inneren Auges» darstellt.

Und wer einen Guru oder einen Gott grüßt, legt als Zeichen der Hingabe auf allen Ebenen des Seins beide Hände über dem Kopf zusammen.

Erfahre hier mehr zu den traditionellen Yoga-Schriften aka dem Yoga-Sutra.

Wobei wir bei der nächsten Frage angelangt sind, die die Namasté Geste aufwirft: Wie kommt es nun, dass der Namasté Geste im Yoga eine so hohe Bedeutung gebührt? Worin liegt der konkrete Zusammenhang mit den Übungen?

Was hat Namasté mit Meditation und Yoga zu tun?

Zu Beginn einer jeden Yogastunde heißt es zur Ruhe kommen und die Hektik hinter sich lassen. Wir atmen langsam durch und tauchen tief in unser Seelenleben ein.

Damit sich uns eine Welt der Zufriedenheit und Ausgeglichenheit öffnen kann, ist es notwendig, von Alltagssorgen und materiellen Werten Abstand zu nehmen.

Dabei spielt die mit der Namasté-Geste verbundene Einstellung des Respekts und der Ehrfurcht vor dem Göttlichen in uns allen zweifellos eine Schlüsselrolle. Und das ganz unabhängig davon, ob Ihr gläubig seid oder welcher Konfession Ihr angehört.

Die Gebetshaltung dient als perfekte Einleitung für die Yoga Sitzung, indem Sie die im Alltag nur allzu geschäftigen Hände miteinander vereint und dadurch in einen Zustand der Inaktivität bringt. Nun heißt es abschalten.

Anders als bei der Namasté Geste, mit der sich die Menschen in Asien im alltäglichen Leben begrüßen, nimmt man sich bei dem gleichnamigen Mudra im Yoga Zeit, zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen.

Es gibt keine zeitliche Beschränkung für die Ausführung, die Stoppuhr kann getrost im Spind bleiben.

Diese Yoga Haltung ist sowohl einfach als auch kraftvoll.

Sie hilft Euch, die Energie zu spüren, die vom Herzen ausgeht und durch die vereinten Hände durch Euren gesamten Körper fließt.

Dieser Energiefluss durch die verschiedenen Chakren des menschlichen Körpers ist ein zentrales Thema in der Yoga Lebensphilosophie.

Und besonders die Verbindung mit dem Herz-Chakra hilft Euch, zu Euch selbst zu finden.

Welche positiven Auswirkungen hat die Namasté Geste auf den Gemütszustand?
Einfach aber wirkungsvoll: die Namasté Geste aktiviert den Energiefluss und sorgt für die innere Ruhe. | Quelle: Unsplash

Aber auch im Yoga für Anfänger, die Yoga manchmal eher als eine Art Gymnastik praktizieren und sich weniger für die meditativen oder spirituellen Aspekte interessieren, kann sich die Namasté Geste als äußerst nützlich erweisen.

Unter Spitzensportlern ist es nämlich schon lange bekannt, dass der Körper höhere Leistungen erzielt, wenn das Training immer auf dieselbe Art begonnen wird.

Zur Vorbereitung kann so gut wie jedes «Ritual» genutzt werden, so lange es immer gleichermaßen wiederholt wird, damit sich der Körper daran gewöhnen kann: zum Beispiel eine Tasse Tee, ein bestimmtes Musikstück oder eine spezielle Geste wie etwa Namasté.

Der dadurch erreichte Ruhezustand schafft eine perfekte Grundlage für die anschließende Yoga-Praxis und trägt wesentlich zur Wirkung der Übungen bei.

Durch die wiedergewonnene positive Lebenseinstellung werdet Ihr hoffentlich auch im Alltag das Hier und Jetzt bewusster erleben und den nötigen Abstand gewinnen, wenn es darum geht, Stress-Situationen mit Bravour zu meistern.

Andernfalls können wir Euch übrigens auch Lachyoga als effektive Methode gegen Stress empfehlen!

Indem Ihr Euch das göttliche Licht vor Augen haltet, das als ständiger Begleiter in jedem von uns steckt, schafft Ihr Euch durch die Namasté Geste ein Schutzschild vor negativen Gefühlen und nicht zuletzt vor Depression und anderen Erkrankungen.

Alternativ findet Namasté auch häufig zum Abschluss einer Yoga-Stunde statt - entweder anstatt oder zusätzlich zur Eröffnung der Praxis.

Am Ende einer Yogapraxis sind der Gruß und Anjali-Mudra häufig noch wirksamer, da der Geist durch die vorangegangene Praxis bereits zur Ruhe gekommen ist und sich innere Harmonie eingestellt hat.

Indem der Yogalehrer Namasté sagt und die Yogaschüler den Gruß erwidern, entsteht ein Raum voller Verbindung, Ehre und Dankbarkeit. Ein tiefes Wir-Gefühl erfüllt den Raum und ein Gefühl der Einheit, des Eins-Seins stellt sich ein.

Und schließlich bedeutet Yoga in seiner wörtlichen Übersetzung genau das: Einheit. Namasté kann zu dem Gefühl der Verbundenheit mit allem um Euch herum beitragen.

Anjali Mudra und das Herz-Chakra

Wie wir bereits gesehen haben, wird das Anjali Mudra verwendet um Namasté auszudrücken.

Ein Mudra bedeutet auf Sanskrit "Energiesiegel" oder "Zeichen", eine geläufige Übersetzung des Begriffs ist "Geste". Anjali bedeutet "Angebot".

Für das Anjali Mudra werden also beide Handflächen vor dem Herzen zueinander geführt, während sich das Kinn leicht nach unten neigt. Diese Geste steht für das Zusammenführen von Gegensätzen: von rechter und linker Gehirnhälfte, von Männlichem und Weiblichem, von Geist und Materie und so weiter.

Was ist die Bedeutung von Namasté?
Namasté steht in enger Verbindung mit Anjali Mudra und dem Herzchakra | Quelle: Unsplash

Dadurch entsteht Verbindung und Vereinigung. Energie wird im Herzen zentriert und wir kommen in Kontakt mit unserem inneren Kern und Wesen.

Vielleicht kennt Ihr das ganz besondere, harmonische Empfinden, das sich einstellt, wenn Ihr Anjali Mudra ausführt.

Zwar kann Anjali Mudra auch ausgeführt werden, indem die Hände vor den Punkt zwischen den Augenbrauen - das dritte Auge - geführt werden, verbreiteter ist aber die Variante mit den Händen vor dem Herzen.

Im Herzraum befindet sich der Yogalehrer nach das vierte Chakra, das Herzchakra.

Die Chakrenlehre ist wesentlicher Bestandteil der Yogaphilosophie. Ihr zufolge gibt es sieben wichtige Knotenpunkte, an denen sich die feinstofflichen Energiebahnen in unserem Körper treffen bzw. kreuzen. Namentlich sind diese das Wurzelchakra, das Sakralchakra, das Solarplexuschakra, das Herzchakra, das Kehlchakra, das Stirnchakra und das Kronenchakra.

An diesen Punkten fließt also besonders viel Energie. Wenn das Chakra geöffnet ist, fließen die Energien frei. Gibt es Blockaden, kann die Energie nicht frei fließen und wir spüren die Auswirkungen auf physikalischer oder emotionaler Ebene.

Die Yogapraxis hilft, blockierte Chakren aufzulösen. Im Anjali Mudra vor dem Herzen wird das Herz-Chakra aktiviert und geöffnet.

Das Herz-Chakra steht für universale Liebe und Heilung. Ist es offen, können Liebe, Mitgefühl und Dankbarkeit frei fließen und wir begegnen unseren Mitmenschen mit genau diesen Gefühlen.

Namasté und Anjali-Mudra fördern also ein offenes Herz-Chakra während ein offenes Herz-Chakra notwendig ist, um Namasté in seiner tiefen Bedeutung weiterzugeben. Beides läuft also Hand in Hand und bedingt sich gegenseitig.

Variationen der Namasté-Geste im Yoga

Wie bereits erwähnt, ist das Namasté Mudra ein fester Bestandteil der Yoga Praxis, wobei das Wort nicht zwangsläufig ausgesprochen werden muss.

Man findet sie in den unterschiedlichsten Asanas wie beispielsweise der Baumstellung (Vrksasana), der Berghaltung (Tadasana) oder dem Sonnengruß (Suryanamaskar).

Ob Ihr die Namasté Geste stehend, sitzend oder liegend ausübt, ist euch eigentlich völlig freigestellt. Im Grunde genommen können so ziemlich alle Yoga Stellungen, bei denen die Arme und Hände frei sind, mit dieser Mudra verbunden werden.

Welche Varianten der Namasté Geste gibt es im Yoga?
Paschim Namaskarasana, die umgekehrte Gebetshaltung, sorgt für mehr Gelenkigkeit. | Quelle: Unsplash

Paschim Namaskarasana, die umgekehrte Gebetshaltung, sorgt für mehr Gelenkigkeit. | Quelle: pixabay

Außerdem existiert eine Variante, die etwas mehr Gelenkigkeit erfordert, da die Hände hinter dem Rücken zusammengeführt werden.

Diese umgekehrte Gebetshaltung, die auch unter dem Namen Paschim Namaskarasana bekannt ist, dient im Yoga als Schulteröffner.

Wie wir Namasté seine tiefere Bedeutung zurückgeben

Yoga hat es in den letzten Jahren heraus aus der Nische geschafft und zu einem riesigen Lifestyle-Trend entwickelt. In den Großstädten öffnet ein Yogastudio nach dem anderen und es gehört mittlerweile zum guten Ton ganzer Generationen, Yoga zu "machen".

Das ist selbstverständlich wunderbar: Denn unsere Welt wäre eine andere, wenn jeder Mensch sich der Yogalehre widmen und dadurch sich selbst und seinen Mitmenschen anders begegnen würde.

Trotzdem muss, wie bei jeder Bewegung, auch hier die Spreu vom Weizen getrennt werden. Einmal die Woche ins Yogastudio zu gehen heißt noch nicht, Yoga in seiner Tiefe verstanden zu haben und zu leben.

Und wie bei jedem Trend wird auch der Yoga-Trend vermarktet und in Konsumprodukten umgesetzt. So sieht man nicht wenig Print-Produkte mit "Namasté"-Aufschrift oder gar in abgewandelter Form, wie zum Beispiel "Namastay in bed", "Namaslay", "Namastay-away" oder "Namaste bitches".

Was dabei oft verloren geht, ist die tiefgründige Bedeutung von Namasté (und anderen Yoga oder Sanskrit Begriffen, die verwendet werden). Die Grußformel Namasté ist tief in die indische Kultur und Religion verwurzelt und für Hinduisten und Buddhisten von herausragender Bedeutung.

Sie nun kommerziell in einer Popkultur zu missbrauchen, zeugt von geringem Respekt diesen Menschen gegenüber.

Deshalb: Benutzt Namasté nicht, weil es sich in der Yogastunde halt so gehört, sondern weil ihr die Bedeutung des Grußes verstanden habt und diese weitertragen möchtet.

Namasté steht für Respekt und Anerkennung des Gegenübers und seiner inneren, göttlichen Potentials. Ein Potential, das jedem Menschen - auch dir selbst - innewohnt und das es in die Welt zu tragen gilt.

Wieso verwendet man in Indien Namaste?
Die Grußformel Namasté ist in Indien von hoher spiritueller, religiöser und kultureller Bedeutung | Quelle: Unsplash

In Indien begrüßen sich fast alle Menschen mit Namasté und erkennen mit dieser Ehrerbietung in jeder alltäglichen Begegnung die wahre Größe des Anderen an.

Im Westen schafft es Namasté nicht immer über den geschlossenen Raum einer Yogastunde hinaus. Außerhalb der Yogastudios ist Egoismus und Neid noch immer allgegenwärtig.

Indem Ihr die Bedeutung von Namasté verinnerlicht und euch entschließt, sie hinauszutragen, könnt ihr dem entgegenwirken und so für mehr Miteinander und Verbundenheit sorgen. Eine schöne Vorstellung, oder?

Zum Abschluss noch eine deutsche Übersetzung von Namasté des indischen Autors, Mediziners und Physikers Deepak Chopra:

"Ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir ehre - und ich weiß, das wir somit eins sind."
- Deepak Chopra

In diesem Sinne: Namasté!

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.